
Steuersubjekte des ErbStG.
Personengesellschaften zwischen Transparenz und Trennung.
Nicole Herrmann(Autor*in)
Duncker & Humblot (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 28. Juni 2023
Buch
Softcover
422 Seiten
978-3-428-18839-0 (ISBN)
Beschreibung
Wenn Personengesellschaften an einer Erbschaft oder Schenkung beteiligt sind, wer hat dann die anfallende Erbschaft- oder Schenkungsteuer zu zahlen: Die Gesellschaft selbst oder ihre Gesellschafter? Diese Frage beschäftigt die Finanzgerichtsbarkeit bereits seit über 100 Jahren. Ihre Beantwortung wird beeinflusst von der zivilrechtlichen Ausgestaltung der Personengesellschaften, ihrer Rechts- und Vermögensträgerschaft sowie dem Verhältnis von Zivil- und Steuerrecht.
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die allgemeine Bestimmung der Steuersubjekte des ErbStG durch Auslegung der Begriffe »Erwerber« und »Schenker« im Sinne des maßgeblichen § 20 Abs. 1 S. 1 ErbStG. Als notwendige Voraussetzung wird die zivilrechtliche Rechtsfähigkeit herausgearbeitet. Für das ErbStG ist die zivilrechtliche Leistungsbeziehung jedoch nicht allein maßgeblich. Dies ermöglicht einen steuerrechtsautonomen Ansatz mit dem Ergebnis, dass durch die insoweit transparenten Personengesellschaften auf die Gesellschafter als Steuersubjekte zuzugreifen ist.
Weitere Details
Reihe
Thesis
Dissertationsschrift
2022
Universität Heidelberg
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Berlin
Deutschland
Produkt-Hinweis
Broschur/Paperback
Klebebindung
Maße
Höhe: 231 mm
Breite: 156 mm
Dicke: 23 mm
Gewicht
628 gr
ISBN-13
978-3-428-18839-0 (9783428188390)
Schweitzer Klassifikation
Person
Nicole Herrmann studierte Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit Schwerpunkt im Steuerrecht. Im Januar 2018 legte sie die Erste juristische Prüfung ab. Anschließend war sie promotionsbegleitend am Lehrstuhl für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts von Prof. Dr. Hanno Kube, LL.M. (Cornell) an der Universität Heidelberg sowie bei Flick Gocke Schaumburg in Frankfurt a.M. bis September 2020 tätig. Den juristischen Vorbereitungsdienst am Landgericht Heidelberg mit Stationen in Frankfurt a.M. und München schloss sie im Oktober 2022 mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung ab.
Inhalt
Einleitung
Gang der Untersuchung
1. Personengesellschaften als Steuersubjekte des ErbStG - Vergangene und gegenwärtige Entwicklungen
Das Steuersubjekt im Steuerrecht - Allgemeine Begriffseinordnung und -bestimmung - Personengesellschaften als Steuersubjekte anderer Steuerarten - § 20 ErbStG als maßgebliche Vorschrift im ErbStG - Entwicklung und Stand der Dogmatik - Fortgang der Untersuchung
2. »Erwerber« und »Schenker« im Sinne des § 20 Abs. 1 S. 1 ErbStG
Auslegungsbedürftigkeit des § 20 Abs. 1 S. 1 ErbStG - Gesetzeswortlaut des § 20 Abs. 1 S. 1 ErbStG - Systematik: Konkretisierung der Begriffe innerhalb des ErbStG? - Gesetzeshistorie des § 20 ErbStG - Telos: Erwerber und Schenker als Steuersubjekte
3. Kapitalgesellschaften als Steuersubjekte des ErbStG - Trennung zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern
Schenkungsteuerbarkeit gesellschaftsinterner Leistungen - Überprüfung der Begründungsansätze - Abschließende Stellungnahme und weiterer Verlauf der Untersuchung
4. Leistungen an und von Personengesellschaften im ErbStG
Steuersubjektivität der Gesellschaft oder der Gesellschafter? - Folgen für die Besteuerung - Gesellschaftsinterne Zuwendungen - Abschließende Zusammenfassung
Literatur- und Sachwortverzeichnis