
Die Abschottung der Welt
Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945
Susanne Heim(Autor*in)
C.H.BECK (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 20. Februar 2026
Buch
Hardcover
384 Seiten
978-3-406-84301-3 (ISBN)
Beschreibung
"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte.
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
Rezensionen / Stimmen
"Es ist ein grundlegendes Werk: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben."taz
"Eine umfassende historische Untersuchung: sorgfältig dokumentiert, analytisch und zurückhaltend im Ton ... Susanne Heims hervorragendes Buch ist unverzichtbar, um zu verstehen, warum die Flucht der europäischen Juden so oft scheiterte. Zugleich erinnert es daran, dass die Geschichte der Verfolgung immer auch eine Geschichte der verweigerten Aufnahme ist."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tania Martini
"Eine eindringliche Studie über das Versagen der Staatengemeinschaft vor dem Holocaust."
Sachbuchbestenliste von Deutschlandfunk Kultur, ZDF und DIE ZEIT, Platz 7, April 2026
"Susanne Heim vollbringt etwas Überfälliges: Sie systematisiert und analysiert den Massenexodus, den die Judenverfolgung der Nationalsozialisten ausgelöst hat."
WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich, Bestenliste Platz 4, April 2026
"Ein Gesamtbild des Versagens praktisch aller westlichen Staaten im Umgang mit der jüdischen Emigration vor dem Nationalsozialismus. Und es ist das Verdienst von Susanne Heims Buch, dieses Versagen klar und detailliert vor Augen zu führen."
Neue Zürcher Zeitung, Florian Keisinger
"Am einzelnen Beispiel macht sie das Massenphänomen der Judenverfolgung nachvollziehbar, gerade für Leserinnen und Leser, die nicht Geschichte oder Politik studiert haben."
Deutschlandfunk Andruck, Christoph Vormweg
"Was bis lang fehlte, war die umfassende, systematische Darstellung der Vertreibung und Flucht aus (und vor) Nazideutschland und der Hilfe für die Geflüchteten. Diese Leerstelle hat Susanne Heim jetzt geschlossen ... Nein, wir streben heute keine gute Welt an. Allen, die eine bessere wollen, sei Heims fundiertes und spannendes Werk als Pflichtlektüre empfohlen."
Der Freitag, Klaus Lederer
"Die Historikerin Susanne Heim beschreibt, wie die Welt die Grenzen verschloss, als jüdische Menschen vor dem Nationalsozialismus fliehen mussten. Und wie viele Parallelen es zur heutigen Notlage von Geflüchteten gibt."
Republik, Karen Merkel, Katrin Schregenberger
"Ein hervorragend recherchiertes Buch, ein Standardwerk"
WELT am Sonntag
"Die Berliner Historikerin unternimmt eine spannende Zusammenschau des europäischen Flüchtlingsdesasters zwischen 1933 und 1945. Sie liest sich wie eine Blaupause der aktuellen Flüchtlingspolitik"
tagesspiegel.de, Ulrike Baureithel
"So anschaulich und systematisch wurde diese Chronik der Schande noch nie aufbereitet."
P.M. History
"Bravo für das materialreiche Buch!"
FALTER, Alfred Pfoser
Weitere Details
Reihe
Sprache
Deutsch
Verlagsort
München
Deutschland
Produkt-Hinweis
Gewebe
Illustrationen
mit 19 Abbildungen und 2 Karten
Maße
Höhe: 222 mm
Breite: 149 mm
Dicke: 35 mm
Gewicht
638 gr
ISBN-13
978-3-406-84301-3 (9783406843013)
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Person
Autor*in
Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.