
Das Unbehagen in der Kultur
Mit einem Nachwort von Dana von Suffrin
Sigmund Freud(Autor*in)
Czernin (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 10. März 2026
Buch
Hardcover
120 Seiten
978-3-7076-0885-4 (ISBN)
Beschreibung
In einer zunehmend von Polarisierung, sozialer Ungleichheit und dem vorgeblichen Recht des Stärkeren geprägten gesellschaftlichen Debatte verkommt Kultur zu einem politischen Kampfbegriff, dem die neue Buchreihe »Unbehagen in der Kultur« kritisch begegnen will.
Den Auftakt der Edition bildet Sigmund Freuds gleichnamiger Klassiker aus dem Jahr 1930, der neben einer luziden Auseinandersetzung mit der Genese des modernen Kulturbegriffs auch eine erschreckend zeitlose Warnung für unsere Gegenwart bereithält: »Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.«
Die Neuedition wird ergänzt durch ein ausführliches Nachwort der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin und Historikerin Dana von Suffrin, die auch in ihrem literarischen Werk Gegenwartsdiagnostik mit psychoanalytischem Tiefensinn verbindet.
Rezensionen / Stimmen
»Unter den Einsichten von Freud, die wahrhaft auch in Kultur und Soziologie hineinreichen, scheint mir eine der tiefsten die, dass die Zivilisation ihrerseits das Anti-Zivilisatorische hervorbringt und es zunehmend verstärkt.« Theodor W. Adorno, Erziehung nach Auschwitz, 1966Weitere Details
Reihe
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Wien
Österreich
Maße
Höhe: 198 mm
Breite: 127 mm
Dicke: 17 mm
Gewicht
199 gr
ISBN-13
978-3-7076-0885-4 (9783707608854)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Personen
Autor*in
Geboren 1856 im mährischen Freiberg, verstorben 1939 in London, zählt zu den bis heute einflussreichsten Denker:innen der europäischen Geistesgeschichte. Bereits um 1900 revolutionierte der spätere Begru¨nder der Psychoanalyse nicht nur das Verständnis psychischer Erkrankungen und ihre klinische Behandlung. Sein Werk bietet zudem prägende Einsichten zur psychischen Natur des Menschen und zur komplexen Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft und ihrer Bedeutung fu¨r die moderne Kultur.
ISNI: 0000 0001 2127 2193
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Nachwort von
Geboren 1985 in München, ist eine deutsche Schriftstellerin und Historikerin. Studium der Politikwissenschaft, Jüdischen Geschichte und Kultur sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in München, Neapel und Jerusalem. Ihr 2019 veröffentlichter Debütroman »Otto« ist vielfach ausgezeichnet, ihr zweiter Roman »Noch mal von vorne« war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2024. Neben ihrer literarischen Tätigkeit engagiert sich von Suffrin öffentlich für Themen rund um Judentum und Antisemitismus, insbesondere in Bezug auf die Rolle jüdischer Autoren in der deutschen Gesellschaft.
ISNI: 0000 0004 9638 1396
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