
Die nackte Haut
Kriminalroman
Robert Brack(Autor*in)
Edition Nautilus (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 2. Februar 2026
Buch
Softcover
216 Seiten
978-3-96054-477-7 (ISBN)
Beschreibung
St. Pauli 1951: Jazzpianistin Martha Kiesler, einst das Idol der von den Nazis verfemten Swing-Jugend, kommt in ihre alte Heimat zurück. Ihre Karriere in New York ist nicht so verlaufen, wie sie es sich erträumt hatte. Aber in der vom Krieg gezeichneten Stadt Fuß zu fassen ist schwer, jeder kämpft ums nackte Überleben, und die Nazis sind längst nicht verschwunden. Zunächst schlägt sie sich als Pianistin in einer Hotelbar durch. Als sie einen alten Freund wiedertrifft, der einen Jazzklub eröffnen will, schöpft sie Hoffnung, und in dem geheimnisvollen GI Paul meint sie, ihren Traum-Bassisten gefunden zu haben. Doch er verkehrt mit zwielichtigen Gestalten und muss immer wieder seinen Bass verpfänden. Zum Glück lernt sie auch die patente Blondie kennen, angehende Modedesignerin und unerwarteter weiblicher Beistand. Aber auch Grundstücksspekulanten, Drogenhändler und Rotlicht-Gangster kommen ihr in die Quere, alte Widersacher tauchen auf. Und die Erinnerung an einen mysteriösen Todesfall .
Rezensionen / Stimmen
»Robert Brack ist der literarische Geschichtsschreiber Hamburgs.« Volker Albers, Hamburger AbendblattWeitere Details
Auflage
Originalveröffentlichung
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Hamburg
Deutschland
Maße
Höhe: 208 mm
Breite: 122 mm
Dicke: 18 mm
Gewicht
246 gr
ISBN-13
978-3-96054-477-7 (9783960544777)
Schweitzer Klassifikation
Weitere Ausgaben
Person
Autor*in
Robert Brack (*1959), Autor und Übersetzer, lebt in Hamburg. Er wurde mit dem »Marlowe« der Raymond-Chandler-Gesellschaft und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. In der Edition Nautilus erschienen u.a. »Und das Meer gab seine Toten wieder« (2008), »Blutsonntag« (2010) und »Schwarzer Oktober« (2023). Robert Brack übersetzt u.a. die Kriminalromane von Declan Burke und Jake Lamar aus dem Englischen.
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
Inhalt
Übrig blieb ein eisiger Schauer, der sie jäh überfiel. Zumeist am frühen Morgen, wenn das kalte Licht des nahenden Tages durch die schmalen Fenster eines Souterrainlokals fiel und ihre Hände einem Zwang gehorchend das Stück spielten, das sie ihm gewidmet hatte. Ihm und seinem Kumpel natürlich. Taumelnde Noten, eine schwankende Melodie. Und sofort tauchten die Schreckensbilder wieder auf: zwei Tote, eine gefesselte Frau in der Badewanne, ein Revolver, eine Pistole, schwarze Rauchwolken, die kleine Madonna aus dem Konzentrationslager . Sie spielte weiter, vergaß, und war irgendwann, ohne nachzudenken, beim letzten Stück angekommen: >Some Day My Prince Will Come<. Wo ist er jetzt? Seine Spur verliert sich in Hamburg, Germany. Die U.S. Army gibt keine Auskunft über Deserteure.
Aber wir sollten die Geschichte am Anfang beginnen, der eigentlich ein Ende war.