
Das Romanische Café
im Berlin der 1920er Jahre
Michael Bienert(Herausgeber*in)
Verlag für Berlin-Brandenburg
Erschienen am 19. August 2024
Buch
Hardcover
196 Seiten
978-3-96982-098-8 (ISBN)
Beschreibung
Im Romanischen Café war die geistige Elite der Weimarer Republik zu Hause. Journalisten, Schriftsteller, Maler, Verleger, Prominente aus der Theater- und Filmbranche trafen sich hier täglich an ihren Stammtischen. Max Liebermann, Alfred Döblin, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Billy Wilder, George Grosz, Valeska Gert, Max Reinhardt, Alfred Flechtheim, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Max Schmeling, Egon Erwin Kisch, Erich Kästner, Irmgard Keun, Jeanne Mammen, Mascha Kaléko und viele andere besuchten das Romanische Café. Es lockte auch internationale Gäste wie Ilja Ehrenburg, Elias Canetti, Luigi Pirandello, Antonin Artaud und Samuel Beckett. Unter die Prominenten mischten sich Angestellte, Touristen, Schaulustige, Zeitungsleser und Schachspieler, die "Tauentzien-Girls" waren hier auf Männerfang. Bis 1933 zählte das Romanische Café zu den größten Sehenswürdigkeiten des modernen Berlin. Danach erhielten viele seiner Gäste Berufsverbot, wurden politisch verfolgt, gingen ins Exil, suchten den Freitod oder wurden ermordet.
Das Romanische Café ist ein Mythos und zugleich eine Leerstelle in der Erinnerungskultur Berlins. Eine Ausstellung am Originalschauplatz, im Europa Center an der Gedächtniskirche, schließt diese Lücke. Das Ausstellungsteam hat viele neue Fakten, Dokumente, Geschichten und Bilder zusammengetragen, die sich nun erstmals im Buch wiederfinden. Unbekannte Feuilletons über das Romanische Café, eine Chronik und eine rund 500 Namen umfassende Gästeliste ergänzen die opulente Präsentation des Lebens im flirrenden Neuen Berliner Westen der 1920er Jahre.
Weitere Details
Sprache
Deutsch
Verlagsort
Berlin
Deutschland
Illustrationen
185
Maße
Höhe: 228 mm
Breite: 214 mm
Dicke: 21 mm
Gewicht
784 gr
ISBN-13
978-3-96982-098-8 (9783969820988)
Schweitzer Klassifikation
Person
Herausgeber*in
Michael Bienert, 1964 geboren, leitet seit dreißig Jahren literarische Stadtspaziergange und hat zahlreiche Bücher zur Berliner Literatur- und Kulturgeschichte veröffentlicht. Neben den Titeln der von ihm konzipierten vbb-Reihe Literarische Schauplätze (Kästners Berlin, E.T.A. Hoffmanns Berlin, Döblins Berlin, Brechts Berlin, Das kunstseidene Berlin. Irmgard Keuns literarische Schauplätze, Das romantische Berlin und Das aufgeklärte Berlin) sind bei uns lieferbar: Irmgard Keun: Man lebt von einem Tag zum andern. Briefe 1935-1948 (als Hg., Quintus-Verlag, 2021) sowie Das Kammergericht in Berlin (2. Auflage, 2018), Schiller in Potsdam 1804 (Reihe Frankfurter Buntbücher 39, 2. Auflage, 2013) und Henry F. Urbans Die Entdeckung Berlins (als Hg., 2014).
ISNI: 0000 0001 0898 8058 GND: 115691197
ISNI: 0000 0001 0898 8058 GND: 115691197