Inhalt
Vorwort zur Neuauflage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
1. Das Ende des bisherigen Geschäftsmodells. . . . . . . . . .17
Neue Geschäftsmodelle bestimmen die Welt . . . . . . . . . .17
Das Ende des Marketings, so wie wir es kennen . . . . . . . 20
Die überholten Strategien des klassischen Marketings . . .23
Die Zukunft: Erlaubnis-Marketing ermöglichen . . . . . . . 31
2. CRM:Die Kundenbeziehung als Unternehmenswert
entdecken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Die Grundlagen des CRM-Ansatzes . . . . . . . . . . . . . . . . 40
CRM revolutioniert das Marktgeschehen. . . . . . . . . . . . 45
Warum Kundenbeziehungen häufig scheitern . . . . . . . . .52
Von der CRM-Strategie zur lernenden Kundenbeziehung 54
3. Die Basis:Kundenverhalten entdecken
und die richtigen Kunden erkennen. . . . . . . . . . . . . . . . 58
Die neue Macht des Kunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Auf der Suche nach den Kundeninformationen. . . . . . . .61
Kunden als Individuen identifizieren und ansprechen . . .65
Kundenwissen nutzen durch Informationstechnologien .70
Die Grenzen der Informationstechnologie . . . . . . . . . . 75
Daten und Macht: Wer besitzt das Wissen über die
Kunden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .77
Die Bewertung der Kunden: die klassischen Ansätze . . . 79
Kundenbasisanalyse: der Schlüsselfaktor des
Unternehmensgewinns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
Nicht profitable Kunden sind interessante Kunden . . . . 87
Die langfristigen Auswirkungen von
Kundenprofitabilität: Kundenlebenszeitbetrachtungen . .92
Die Kundenprozesse als Ausgangspunkt
der Typologisierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
Die Ermittlung der Kundenprozesse . . . . . . . . . . . . . . .107
Die meisten Unternehmen kennen die
Kundenprozesse nicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
4. Die Erarbeitung einer CRM-Strategie . . . . . . . . . . . .113
Unterschiedliche Kunden erfordern unterschiedliche
Beziehungsstrategien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .113
Fokussierung und Ausrichtung als Herausforderung
an die Führung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Das Leistungsangebot für die Kundengruppen
neu ausrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
Lösungspakete für die Kunden neu designen . . . . . . . . 123
Die Bedeutung des Preises . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .128
Kann man Kunden unterschiedlich behandeln? . . . . . . 134
Die strategische Bedeutung von
Loyalitätsprogrammen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
5. Die Implementierung von CRM . . . . . . . . . . . . . . . 147
Design der Prozesse und Tools . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
Vom Callcenter zum Customer Interaction Center. . . .148
Die Weiterentwicklung des klassischen Callcenters . . . 154
Beschwerdemanagement als Optimierungschance . . . . 158
Wie aus anonymen Kunden spezifische
Kontakte werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
Messen als CRM-Marketinginstrument . . . . . . . . . . . .163
Eventmarketing - mit Emotionen zum Erfolg . . . . . . 165
Die Rolle des Vertriebs: Immer weiter abbaubar? . . . . . 170
Vertriebsmitarbeiter als Manager der
Kundenbeziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
Vom Vertriebskontakt zum
Multi-Channel-Kundenmanagement. . . . . . . . . . . . . . 176
Die Optimierung des Vertriebsprozesses
durch IT-Tools . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
Die Leistungspakete: Balance zwischen
Customizing und Standardisierung . . . . . . . . . . . . . . . .181
Gezielte Kommunikation:
die Kunden-Aktions-Röhre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .183
Integration der Beziehungskommunikation unter
Kundenaspekten - nicht Medienaspekten . . . . . . . . . .189
6. Der Lerntransfer durch CRM . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Erfolgscontrolling: Das Lernen aus
der Kundenbeziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Lernen durch Personalisierung oder
Personalisierung durch Lernen? . . . . . . . . . . . . . . . . . .200
E-CRM: Das Internet revolutioniert
Kundenbeziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .204
Die Fehler der Internet-Strategie der ersten Welle . . . .207
Die E-CRM-Strategie im Internet und ihre Umsetzung 217
Die nächste Welle: Elektronische Services definieren
die Kundenbeziehungen neu. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
7. Kundenbeziehungen ohne Gewähr . . . . . . . . . . . . . .226
Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .231
Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235
Vorwort zur Neuauflage
Als ich das Buch Customer Relationship Management im Jahr 2000
publizierte, war es das erste Buch zu diesem Thema in Deutschland.
Inzwischen ist die Themenkonjunktur nach oben gegangen, und dieses
Buch ist ein anhaltender Erfolg geworden. Gerne gebe ich dem Drängen
des Verlages nach, eine neue Auflage herauszubringen.
Inzwischen ist das Thema Customer Relationship Management populär
geworden. In zahlreichen Firmen wurden entsprechende Initiativen
gestartet. Häufig wurde diesen das Etikett Customer Relationship Management
erst in letzter Minute aufgeklebt. In vielen Fällen hatten diese
Initiativen nicht den Erfolg, den man sich von ihnen versprochen hatte.
Mit diesem Buch möchte ich klären, wie richtiges Customer Relationship
Management gestaltet wird und was die Faktoren für ein erfolgreiches
Projekt sind.
Das systematische Management der Kundenbeziehungen bekommt
in Umfragen unter Vertriebs- und Marketingleitern immer wieder den
höchsten Stellenwert. Ebenso ist in den Strategieabteilungen der führenden
Unternehmen auf der Suche nach möglichen Wettbewerbsvorteilen
das Thema Customer Relationship Management eine der wenigen
Quellen, die langfristige Positionierungsvorteile versprechen. Zudem
sind nicht nur die Informationstechnologieexperten mit der Implementierung
von Software und Systemen, die unter dem Begriff CRM-Tools
zusammengefasst werden, beschäftigt, sondern inzwischen haben sich
weitere Bereiche und Abteilungen mit der Theorie und der Praxis des Kundenmanagements
auseinandergesetzt. Man denke nur an die Personalbereiche,
die Kundenorientierung als Führungselement und Kulturgut
postulieren und bemüht sind, dies zu realisieren. Oder die Controllingund
Finanzbereiche, die Geschäftsmodelle auf Kundenwerte (wie
potenzielle Umsätze oder Kundenlebenswerte) ausrichten oder Kostensenkungen
basierend auf Kundenprofitabilität realisieren möchten.
Nach Jahren der Beschäftigung mit Customer Relationship Management
und einigen Irrwegen, die häufig durch zu starke Technologiegläubigkeit
eingeleitet wurden, hat das Thema nichts an seiner
Aktualität und Relevanz verloren - im Gegenteil: Bei der Verwirklichung
steht es in vielen Firmen und Bereichen erst am Anfang.
Dabei ist die Erkenntnis, dass eine intensive Kundenbeziehung der
wichtigste Wettbewerbsvorteil ist und den Wert eines Unternehmens
messbar steigert, hingegen mangelnde Kundenbeziehungen einen enormen
Kostenfaktor darstellen, keinesfalls neu. Während jedoch bisher
Konzepte wie allgemeine Kundenzufriedenheit, Kundenorientierung
oder Kundenbindungsmanagement vorherrschten, ist die Kundenbeziehung
unter ökonomischen Aspekten zum interessanten Instrument
für Analysten und den Aktienmarkt geworden. Wie wertvoll ist eine
Kundenbeziehung? Wie langfristig ertragreich? Wie lassen sich ihre
Potenziale sinnvoll nutzen? Und wie werden unterschiedliche Kundenbeziehungsmodelle
aufgebaut, die finanziell überprüfbar sind und
langfristig profitabel? Kundenbeziehungen stehen damit nicht mehr
nur im Interessenfokus von Personen, die Unternehmen bewerten und
kaufen, sondern werden zur Maxime und zum Leitfaden für das
zukunftsgerichtete Management. Neben immer raffinierteren Methoden,
den Kundenwert festzustellen und zu steuern, trieb vor allem die
technische Entwicklung - und hier vor allem die des Internets - dieses
Interesse an Customer Relationship Management an.
Allerdings war das Internet nicht die Ursache, dass Kundenbeziehungen
immer mehr ins Blickfeld des ökonomischen Interesses geraten,
sondern nur ein verstärkender Faktor. Die Präsidentin von American
Express Relationship Services, Anne Busquet, stufte den Stellenwert der
Kundenbeziehung als die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts
bereits zu Hochzeiten des Internets realistisch ein: »Viele Leute
glauben, dass wir das Zeitalter des Internets erreicht haben. Tatsächlich
ist es eher zutreffend, dass wir das Zeitalter des Kunden vor Augen
haben.« Jeden Tag realisieren Unternehmen mehr und mehr, dass die
Kunden die Kontrolle übernehmen. Sie haben mehr Zugang zu immer
detaillierteren und besseren Informationen als je zuvor und machen
davon intensiven Gebrauch. Es gab niemals eine Zeit, wo es besser war,
ein Kunde zu sein - oder eine forderndere Zeit für Unternehmen, diese
Kundenbeziehungen zu managen. Alle Unternehmen sind gezwungen,
ein bisher nicht gekanntes Maß an Flexibilität zu entwickeln, mit höchster
Geschwindigkeit auf Anforderungen zu reagieren und immer stärker
personalisierte Produkte und Dienstleistungen dem Kunden zu
offerieren, und zwar genauso, wie er es möchte und wann er es möchte.
Die Unternehmen, die es schaffen, diesen Wandel zu vollziehen, werden
von dem veränderten Stellenwert der Kundenbeziehung enorm
profitieren und durch ihn wachsen. Die, die sich dagegen sträuben oder
keine adäquaten Antworten entwickeln, werden scheitern.
Unternehmen, wie der Computerdirektversender Dell, der sein
Modell des Kundenbeziehungsmanagements schon viele Jahre vor
dem Internet aufbaute und immer mehr perfektioniert hat, oder
europäische Pioniere, wie die Supermarktkette Tesco, die deutschen
Finanzdienstleister MLP und AWD oder der Autovermieter Sixt sowie
dynamische und wertschöpfungsorientierte Mittelständler zeigen
deutlich, welche Potenziale durch konsequentes Customer Relationship
Management freigesetzt werden. Diese Unternehmen haben eine
enorme Adaptionsgeschwindigkeit realisiert. Zudem ist das Management
der Kundenbeziehung nicht nur in Marketing und Vertrieb, sondern
insbesondere in das Finanz- und Organisationsumfeld so eingebettet,
dass es zum unternehmerischen Prinzip geworden ist. Kaum
einer verkörpert diese Unternehmensstrategie besser als Michael Dell
und seine Mitarbeiter im Hauptquartier in Round Rock, Texas. Nahezu
in jedem Raum und an jeder Tafel hängen Schilder, auf denen die
berühmten Worte stehen, die nach dem Gründer die Zukunft des
Unternehmens bestimmen: »Die Kundenerfahrung: besitze sie.« Alle
Faktoren zeigen, dass Wachstum und Gewinn und damit ebenfalls
die Bonusse jedes einzelnen Mitarbeiters an die Kundenbeziehung
geknüpft sind. Dell-Mitarbeiter werden ständig aufgefordert, das
Management dieser Beziehung neu zu definieren und zu optimieren.
Für Dell findet die grundsätzlich wichtigste Beziehung im Geschäftsleben
zwischen Dell und seinen Kunden statt.
Vorgenannte Unternehmen verstehen jede Kundenbeziehung als
eine Möglichkeit, ihre Leistungen immer mehr zu personalisieren, die
Kunden immer profitabler zu machen und die Beziehung konstant zu
optimieren. Damit stehen die herkömmlichen Konzepte der allgemeinen
Kundenzufriedenheit in einem krassen Gegensatz zu der von ökonomischen
Zusammenhängen gestalteten Kundenorientierung. Für
die meisten Unternehmen, die nach den traditionellen Konzepten
arbeiten, ist der Kunde häufig eine anonyme Größe, die immer noch
mit den Mitteln des Massenmarketings und des allgemeinen Vertriebsund
Kanalmanagements global kontaktiert und sehr undifferenziert
bedient wird. Die Reaktionen der anspruchsvollen Kunden ist entsprechend.
Sie fühlen sich nicht ernst genommen und sie wandern
unkontrollierbar von einem zum anderen Unternehmen. Aber auch
diejenigen Unternehmen, die den Wert ihrer einzelnen Kunden und des
systematischen Beziehungsmanagements erkannt haben, stehen vor
gewaltigen Herausforderungen. Wie kommunizieren beispielsweise
Banken zielgerichtet mit Tausenden von Kunden? Und wie können sie
ihr vielfältiges Produktangebot maßschneidern und auf unterschiedliche
Kundengruppen ausrichten? Wie vor allen Dingen können diese
unterschiedlichen Beziehungsmodelle ökonomisch erfolgreich sein,
und wie kann dieser Erfolg systematisch gemanagt werden? Noch
komplizierter und komplexer wird es, wenn Unternehmen, wie beispielsweise
die sehr stark produktausgerichtete Automobilbranche,
komplett von ihren Endkunden abgeschnitten sind, weil dazwischen
der Handel steht. Wie also können sie ihre Kundenbeziehung erfolgreich
gestalten, wenn sie ihre Kunden überhaupt nicht kennen und
nicht einmal wissen, mit welchen man Gewinne erwirtschaftet?
Unternehmen stehen heute vielfach vor dem Dilemma, dass sie, obwohl
sie täglich erfahren müssen, dass ihre herkömmlichen Managementansätze
nicht mehr greifen, nicht mehr wissen, welche Strategien,
Instrumente oder Ansätze zum Erfolg führen. Obwohl sie sich
anstrengen und enorme Mittel in undifferenzierte Kundenbindungsmaßnahmen
investieren, erzielen sie keine Verbesserungen der Kundenbeziehungen
und ihres ökonomischen Ergebnisses in der gewünschten
Form. Nur bei einer konsequenten Neuorientierung zum
Customer Relationship Management hin ist aufzeigbar und nachweisbar,
warum und wie Kundenbeziehungsmanagement als Strategie zur
Unternehmenswertsteigerung zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil
wird und das zukünftige Wachstum sichert.
Wenn dieses Konzept vom Topmanagement verinnerlicht und von
den Mitarbeitern verstanden wird, lassen sich die Potenziale dieses
Ansatzes und der mit ihm verbundenen Technologien - wie Data
Warehousing, Salesforce Automation oder des Internets - erst sinnvoll
nutzen. Zukünftiges Customer Relationship Management baut auf
Technologie auf, aber es wird nicht allein durch Technologie möglich.
Charles Schwab, der Gründer und Vorsitzende des gleichnamigen
Investmenthauses und Pionier in der Anwendung von Technologien in
der Kundenbeziehung, antwortete auf die Frage, wie die Technologie
den Unternehmensansatz veränderte: »Die Technologie hat nichts
Wirkliches verändert. Anstatt unser Erwerbsleben zu verändern, hat sie
eher den Weg verstärkt, den wir seit unserer Gründung im Jahr 1971
gehen. Unsere Wettbewerber haben durch eine sehr starke interne Orientierung
und mangelndes Veränderungsvermögen den Blick auf ihr
wichtigstes Vermögensteil, eben ihren individuellen Kunden, verloren.
Wir hingegen haben es immer als ein Grundprinzip verstanden, die
Investition für jeden sich leistbar und zu jeder Zeit verfügbar zu machen
und mit einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten und hohen Serviceansprüchen
die Beziehung zu unseren Kunden zu gewinnen und ertragreich
zu gestalten. Unser wachsender Erfolg wurde durch die Technologien
unterstützt, aber nicht durch die Technologien verursacht.«
Nicht jede neue Technologie ist also per se sinnvoll oder erfolgreich,
sondern sie muss dem Prinzip des systematischen Managements der
Kundenbeziehung dienlich sein und untergeordnet werden. Nur wenn
ein Unternehmen versteht, welche unterschiedlichen Kundenbeziehungsmodelle
ökonomisch zum Erfolg führen, lässt sich der Einsatz
von neuen Technologien und die Umstrukturierung von Kanälen oder
Betriebsaktivitäten sinnvoll bewerten. Zielsetzung dieses Buches ist es,
dafür das notwendige Rahmenkonzept zu bieten und anhand von
erfolgreichen, aber auch weniger erfolgreichen Praxisbeispielen vor
dem Hintergrund der umwälzenden Veränderungen in Strategie, Marketing,
Vertrieb, Controlling, Organisation und Personalmanagement
die strategische Bedeutung, Zielsetzung, Inhalte und Umsetzungen eines Customer
Relationship Managements aufzuzeigen. Es wird dargelegt,
wie Unternehmen durch ein systematisch implementiertes Kundenbeziehungsmanagement
ihren ökonomischen Wert steigern können,
um sowohl für ihre Kunden als auch für Besitzer und Investoren
attraktiver zu sein.
Um die grundlegende Bedeutung und ökonomischen Zusammenhänge
von Customer Relationship Management zu verstehen, wird
zunächst dargestellt, warum das bestehende, alte Geschäftsmodell nicht
mehr greift und herkömmliche Marketing- und Vertriebsmaßnahmen
immer heftiger scheitern. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen
Customer Relationship Management und Gewinnerzielung sowie
des Managements in der Steigerung des Unternehmenswertes betrachtet.
Darauf aufbauend wird das CRM-Konzept, das Strategie, Prozesse
und Tools der Implementierung und des Erfolgscontrollings umfasst,
dargestellt und in seiner Einsatzfähigkeit Schritt für Schritt erläutert.
Das Buch zeigt anhand von Fallstudien aus dem deutschen und internationalen
Umfeld auf, wie das übergreifende und kundenprozessorientierte
Customer Relationship Management-Konzept mit den
kundenrelevanten Funktionen - wie Service und Kundendienst, Callcenter-
Management, Internet, Beschwerdemanagement und Marktkommunikation,
unterstützende Informationssysteme und kundenausgerichtete
Herstellungs- und Bereitstellungsprozesse - verbunden
werden kann, und wie die Zukunft des neuen Geschäftsmodelles
Customer Relationship Management für den unternehmerischen
Erfolg aussieht.
Customer Relationship Management wird dazu führen, dass planlose
Diversifikationen technologiegetriebener Innovationen der Vergangenheit
angehören können. Diejenigen Unternehmen werden
erfolgreich sein, die die wichtigste Beziehung im Geschäftsleben, eben
die zwischen Unternehmen und Kunden, auf eine neue und langfristig
dauerhafte Ebene heben und auf diesem Weg für und mit allen damit
verbundenen Anspruchsgruppen (wie Mitarbeitern oder Anteilseignern)
die Grundlagen des zukünftigen Erfolgs legen werden.
Dr. Reinhold Rapp