
"Machen wir doch einen Fragebogen"
Sabine Kirchhoff(Co-Author)
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Published on 1. January 2000
Book
Hardback
109 pages
978-3-8100-2826-6 (ISBN)
Description
Es gibt Dinge, die muß man nicht lernen, die kann man eben: Sehen, hören, sprechen, einen Fragebogen formulieren . . . . Weil wir beim mündlichen Befragen glauben der Wahrheit früher oder später auf den Grund zu kommen, meinen viele, das müßte auch für Frage bogen gelten. Das stimmt aber nicht. Denn anders als bei einer unstruktu rierten Befragung etwa eines Zeugen vor Gericht oder eines Prüflings in der Prüfung erlauben Fragebogen in der Regel kein Nachhaken bei Unklarheiten, keine Klarstellungen mißverständlicher Formulierungen, keine Rückfragen bei offensichtlichen Versprechern; anders als offene mündliche Befragungen erfordern sie viel Nachdenken, bevor man mit der Fragerei beginnt. Die Rei henfolge der Fragen, die Wahl der Worte, selbst die Farbe des Fragebogens haben Einfluß auf die Antwort, und die Frage: Sind Sie glücklich unglücklich weder/noch wird einen anderen Prozentsatz glücklicher Menschen liefern als die Frage: Sind Sie glücklich zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden unzufrieden unglücklich. Als amerikanische Meinungsforscher einmal fragten: "Stimmen Sie der Be hauptung zu: Für die zunehmende Kriminalität in unserem Land sind in er ster Linie die Menschen mit ihrem individuellen Fehlverhalten und nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse verantwortlich?" sagten zwei Drittel der Be fragten "ja". Als sie statt dessen fragten: "Stimmen Sie der Behauptung zu: Für die zunehmende Kriminalität in unserem Land sind in erster Linie die ge- 7 sellschaftlichen Verhältnisse und nicht die Menschen mit ihrem individuellen Fehlverhalten verantwortlich?" sagten wieder zwei Drittel der Befragten "ja".
More details
Edition
2000
Language
German
Place of publication
Wiesbaden
Germany
Target group
Professional and scholarly
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Illustrations
31
31 s/w Abbildungen
Bibliography; 31 Illustrations, black and white
ISBN-13
978-3-8100-2826-6 (9783810028266)
DOI
10.1007/978-3-663-09178-3
Schweitzer Classification
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"Machen wir doch einen Fragebogen"
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Content
Am Beispiel eines Einzelfalles werden in diesem Buch die Stationen einer schriftlichen Befragung von der ersten Idee über die Eingabe der Daten bis hin zur statistischen Auswertung und Berichterstattung nachgezeichnet. Das Buch gibt konkrete Antworten darauf, worauf man beim schriftlichen Befragen achten muß, wie man Fragebogen formuliert, verteiltund auswertet, wie man Rücklaufquoten maximiert und wie man die Ergebnissedem Publikum bestmöglich präsentiert. Aus dem Inhalt: Auf die Plätze, fertig, los Die Qual der (Aus-)Wahl: Grundgesamtheit und Stichprobe Fragen stellen ist nicht schwer, Fragebogen konstruieren sehr! Vom unausgefüllten zum ausgefüllten Fragebogen Der Weg zum Datensatz Zahlen, Zahlen, Zahlen: Die Grundauswertung Über einfache Tabellen hinaus Ins Eingemachte der Datenanalyse Was am Ende übrig bleibt: Die Berichterstattung Vorsicht Falle: Gesammelte Tips Die AutorInnen:Dr. Sabine Kirchhoff, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin; Sonja Kuhnt, Dipl.-Statistikerin; Peter Lipp, stud. cand. Dipl.-Statistiker; Siegfried Schlawin, Dipl.-Ökonom; alle: MitarbeiterInnen am Hochschuldidaktischen Zentrum derUniversität Dortmund.