
Liebesehen
Entwicklungsvarianten von Luther bis Goethe
Hans-Georg Kemper(Author)
Königshausen & Neumann (Publisher)
1st Edition
Published on 16. July 2025
Book
Paperback/Softback
786 pages
978-3-8260-9030-1 (ISBN)
Description
Liebe galt in der Frühen Neuzeit als moralisch verdächtige, unbeständige Emotion. Wie sie sich von daher mit der staatstragenden, paternalistisch regulierten Institution der Ehe zur heute noch beliebtesten Gender-Gemeinschaft verbinden konnte, ist nicht zureichend geklärt.
In dieser Studie erweist sich ein in Luthertum und Renaissance entwickelter, moralisch anspruchsvoller und religiös fundierter "ehetauglicher" Liebesbegriff als des Rätsels Lösung. Er wurde schon im 17. Jahrhundert durch zahlreiche theologische und literarische Texte in bislang von der Eheforschung kaum untersuchten geistlichen, weltlichen und hybriden Konstellationen begründet und biographisch erprobt. Gott erschuf und erhielt, so ein Hauptargument bis zu Goethe, die Welt als große Liebeskette, und in diese sollte sich auch der Mensch als Liebes-Gemeinschaft einordnen.
Die Studie verbindet Ideen- und Realgeschichte, fiktionale Texte und Biographien sowie Wissenschaftlichkeit und Allgemeinverständlichkeit.
More details
Language
German
Place of publication
Würzburg
Germany
Dimensions
Height: 235 mm
Width: 155 mm
Thickness: 43 mm
Weight
1176 gr
ISBN-13
978-3-8260-9030-1 (9783826090301)
Schweitzer Classification
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E-Book
07/2025
1st Edition
Königshausen & Neumann
€80.00
Available for download
Person
Hans-Georg Kemper war von 1978 bis 2004 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an den Universitäten Bochum, Gießen und Tübingen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die deutsche Literatur- und Kulturgeschichte des 16. bis 18. und des 20. Jahrhunderts.