
Der moderierte Vertrag
Description
Es gibt drei Wege, einen Konflikt zu lösen: durch Urteil, Vertrag oder Vermittlung. Dem am Ende der Vermittlung stehenden moderierten Vertrag widmet sich Tim Husemann. Der vermittelnde Moderator hat ein in der Rechtsordnung einzigartiges Interesse am Vertragsschluss. Dieses bezieht sich nämlich nicht auf einen bestimmten Vertragsinhalt, sondern nur darauf, dass überhaupt ein Vertrag - gleich welchen Inhalts - geschlossen wird. Mit diesem Interesse geht eine systemische Gefahr für die Einhaltung der Neutralitätsvorgaben einher.
Die neutrale Vermittlung ist jedoch gerade Basis für die erhöhte Legitimation des moderierten Vertrags gegenüber dem bilateral ausgehandelten Vertrag. Der moderierte Vertrag ist daher vor einer (versteckten) Verletzung der Neutralitätspflicht des Moderators zu schützen. Um diesbezüglich eine adäquate rechtliche Reaktion zu ermöglichen, entwickelt der Autor das Bewegliche System des moderierten Vertrages, das seine wesentlichen Wertungen enthält.
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Hinweis zu Abkürzungen
- A. Einleitung
- I. Begriff der Moderation
- II. Begriff des (zivilrechtlichen) Konflikts
- 1. Gegensatz
- 2. Rolle der Kommunikation
- 3. Verhandelnd zum Vertrag
- 4. Das Zivilrechtliche des Konflikts
- III. Gang der Darstellung
- B. Der moderierte Vertrag des zivilrechtlichen Konflikts
- I. Mediator
- 1. Der Mediatorvertrag
- a) Die Moderation des Mediators
- b) Aussagen des MedG
- c) Die Tätigkeit des Mediators
- 2. Charakteristika der Mediation
- a) Freiwilligkeit
- b) Neutralität und Unabhängigkeit
- aa) Neutralität vs. Allparteilichkeit
- bb) Neutralität
- cc) Unabhängigkeit
- dd) Realisierung von Neutralität und Unabhängigkeit
- c) Vertraulichkeit
- d) Realisierung der Vertraulichkeit
- 3. Haftung
- a) Haftungsgrund
- b) Schaden
- 4. Der moderierte Vertrag in der Mediation
- 5. Mediator und moderierter Vertrag
- a) Motivation des Gesetzgebers
- b) Eingriff in die Kommunikation
- c) Interesse des Mediators
- 6. Mediator als Moderator
- II. Güterichter
- 1. Die Einsetzung des Güterichters
- 2. Die Moderation des Güterichters
- a) Aussagen des § 278 Abs. 5 ZPO
- aa) Gesetzgebungsgeschichte
- bb) Mediation vs. Methodenvielfalt
- (1) Mediation
- (2) Methodenvielfalt
- b) Die güterichterliche Tätigkeit
- aa) Transparenz
- bb) Ausrichtung am Parteiinteresse
- cc) Lösungsvorschläge
- 3. Mediator - Güterichter - Richter
- a) Güterichter und Mediator
- b) Güterichter und Richter
- c) Kristallisationspunkt Einzelgespräch
- 4. Charakteristika des Verfahrens vor dem Güterichter
- a) Freiwilligkeit
- b) Neutralität und Unabhängigkeit
- aa) Erfordernis von Neutralität und Unabhängigkeit
- bb) Realisierung von Neutralität und Unabhängigkeit
- cc) Unabhängigkeit aus Richtersicht
- c) Vertraulichkeit
- d) Realisierung der Vertraulichkeit
- aa) Gerichtsakte
- (1) Kein Eingang in die Prozessakte
- (2) Kein Ausgang aus der Prozessakte
- (a) Einsichtnahme durch die Parteien
- (b) Einsichtnahme durch Dritte
- bb) Vorbringen im späteren Prozess
- (1) Aussage des Güterichters
- (a) Amtsverschwiegenheit
- (b) Aussagegenehmigung
- (c) Anzeigepflicht von Straftaten
- (d) Ausreichender Schutz der Vertraulichkeit
- (2) Aussage der Parteien
- (a) Vertraulichkeitsabrede
- (b) Wirkung der Vertraulichkeitsabrede
- (c) Beweisverwertung
- 5. Haftung
- a) Haftungsgrund
- aa) Vertrag
- bb) Amtspflichtverletzung
- (1) Beamter
- (2) Verletzung einer Amtspflicht
- cc) Privilegierung
- (1) § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB
- (2) § 839 Abs. 2 BGB
- (3) Haftungsprivilegierung der Richter
- (4) Haftungsprivilegierung der Güterichter
- b) Schaden
- 6. Der moderierte Vertrag im Verfahren vor dem Güterichter
- 7. Güterichter und moderierter Vertrag
- a) Protokollierung
- b) Ne ultra petita
- c) Kräfteparität
- aa) Tätigkeit
- bb) Ergebnis
- cc) Gemeinsamer Ausgangspunkt: Kräfteungleichgewicht
- d) Herkunft des Ungleichgewichts
- aa) Gründe für die Imparität
- bb) Kein Grund zum Eingreifen
- e) Eingriff in die Kommunikation
- f) Interesse des Güterichters
- 8. Güterichter als Moderator
- III. Prozessrichter
- 1. Einsetzung des Prozessrichters
- 2. Die Moderation des Prozessrichters
- a) Die Aussagen der ZPO
- aa) § 139 ZPO
- (1) Kräftegleichgewicht
- (2) Grenze der Unparteilichkeit
- bb) § 278 ZPO
- (1) "unter freier Würdigung aller Umstände"
- (2) Ziel: gütliche Einigung
- b) Die Tätigkeit des Prozessrichters
- aa) Entscheidungsbezogene Vermittlung
- bb) Mediativer Ansatz
- cc) Mischformen
- 3. Charakteristika der Güteverhandlung
- a) Freiwilligkeit
- aa) Verfahrensbeginn
- bb) Verfahrensbeendigung
- b) Neutralität und Unabhängigkeit
- aa) Auswirkung auf die Prozessleitung
- bb) Bedeutung für die Vermittlungstätigkeit
- cc) Kristallisationspunkt Einzelgespräch
- dd) Realisierung der Neutralität bzw. Unbefangenheit
- (1) Klagerücknahme durch Kläger
- (2) Reaktionsmöglichkeiten des Beklagten
- c) Vertraulichkeit
- aa) Reichweite des Öffentlichkeitsgrundsatzes
- bb) Dritte
- cc) Prozessrichter
- dd) Parteien
- 4. Haftung
- a) Amtspflichtverletzung
- b) Privilegierung
- aa) Spruchrichterprivileg
- bb) Verweisungsprivileg und allgemeine Haftungsprivilegierung
- cc) Schaden
- 5. Der moderierte Vertrag in der Verhandlung vor dem Prozessrichter
- a) Moderierter Vertrag und Prozessvergleich im Sinne von § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO
- aa) Moderierter Vertrag als Vergleich
- bb) Vergleich als moderierter Vertrag
- b) Moderierter Vertrag statt Vergleich
- c) Verhältnis von Vergleich und Urteil
- 6. Prozessrichter und moderierter Vertrag
- a) Gesetzesbindung bei Vermittlungstätigkeit
- b) Streitiges Verfahren
- aa) Unzulässige Klage
- bb) Unschlüssige Klage
- cc) Ne ultra petita
- c) Materielles Vertragsrecht
- aa) Manipulation durch Autorität
- bb) Druckausübung
- cc) Kräftegleichgewicht
- d) Insbesondere: Vergleichsvorschlag
- aa) Zulässigkeit
- bb) Rechtsbindung
- cc) Orientierung am streitigen Verfahren
- dd) Materielles Vertragsrecht
- e) Die Protokollierung des moderierten Vertrags
- aa) Voraussetzungen für die Protokollierung
- bb) Folgen der Protokollierung
- (1) § 127a BGB
- (a) Voraussetzungen
- (b) Gesetzgeberische Intention
- (c) "Gesamtbereinigung strittiger Rechtsverhältnisse"
- (d) Grundgedanken der §§ 296, 495 Abs. 2 ZPO
- (e) Richterrechtlicher Ursprung
- (2) Folgen der Folgen: Gilt das BeurkG, insbesondere § 17 BeurkG?
- (a) Entsprechende Anwendung
- (b) Hinreichende Vergleichbarkeit
- (c) Person
- (d) Vermittlungssituation
- (e) Vergleichbare Situation bei richterlicher Verhandlung?
- (f) Beschränkung wegen des Schutzzwecks
- (g) Beschränkung der Übertragung auf Fälle der notwendigen Beurkundung?
- (3) Sachnähere Lösung durch § 2 Abs. 6 MedG?
- (4) Geltung für den Güterichter
- (5) "Gerichtlicher Vergleich"
- (a) . im Sinne des § 925 Abs. 1 Satz 3 BGB
- (b) . im Sinne des § 14 Abs. 1 Nr. 8 TzBfG
- (c) . im Sinne des § 3 Satz 2 MiLoG
- (d) . im Sinne des § 9 Satz 1 AEntG
- (6) § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO/ § 795a ZPO
- (7) Andere Verfahrensordnungen
- (8) Weitere Vorschriften
- f) § 278 Abs. 6 ZPO: "besonderer Vertragsschluss" und "besondere Protokollierung"
- aa) "Besonderer Vertragsschluss" gemäß § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO
- (1) § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO als Vertragsschluss durch Zustimmung zu Vertragstext
- (a) Antrag/Annahme
- (b) Zustimmung zum Vertragstext
- (c) § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 2 ZPO als Vertragsschluss durch Zustimmung
- (2) Funktion des Richters
- (3) Übertragbarkeit auf alle moderierten Verträge?
- bb) "Besondere Protokollierung" gemäß § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 1 ZPO
- (1) § 278 Abs. 6 Satz 1 Alt. 1 ZPO als möglicher Fall sich kreuzender Angebote
- (a) Kreuzende Angebote
- (b) Zwischenergebnis
- (2) Funktion des Richters
- (3) Notwendige Differenzierung
- cc) Gilt § 127a BGB?
- (1) Unmittelbare Anwendung
- (2) Planwidrige Regelungslücke
- (3) Vergleichbarkeit der Interessenlage
- (a) Besonderer Vertragsschluss
- (b) Besondere Protokollierung
- (c) Zwischenergebnis/Auflösung der Diskrepanz
- dd) Gilt § 126 BGB?
- ee) Gilt § 127 BGB?
- ff) Gilt das BeurkG, insbesondere § 17 BeurkG?
- gg) Gilt § 925 Abs. 1 Satz 3 BGB?
- hh) Arbeitsrechtliche Vorschriften
- (1) Gilt § 14 Abs. 1 Nr. 8 TzBfG?
- (2) Bedeutung für die Moderation
- (3) Gilt § 3 Satz 2 MiLoG bzw. § 9 Satz 1 AEntG?
- ii) §§ 794 ZPO/795a ZPO
- g) Die anderen Prozessordnungen
- aa) Vertragsschluss
- bb) Ergänzende Anwendung von § 278 Abs. 6 ZPO
- cc) Notarielle Beurkundung und Schriftform
- h) Güterichter und § 278 Abs. 6 ZPO
- i) Besonders angeordnete Funktion: die Sicherung von Drittinteressen
- aa) §§ 18 KapMuG und § 611 ZPO: der genehmigte Vergleich
- (1) Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten
- (2) Musterfeststellungsklage
- (3) Angemessenheit
- bb) § 156 Abs. 2 FamFG: der gebilligte Vergleich
- cc) § 214a FamFG: der bestätigte Vergleich
- dd) § 19 LwVfG: der genehmigte bzw. nicht beanstandete Vergleich
- (1) Genehmigungserfordernis
- (2) Beanstandungsmöglichkeit
- (3) Richterliche Funktion
- 7. Interesse
- 8. Der Richter als Moderator
- IV. Gerichtsvollzieher
- 1. Die Einsetzung des Gerichtsvollziehers
- 2. Die Moderation des Gerichtsvollziehers
- a) Die Aussagen der ZPO
- b) Die Tätigkeit des Gerichtsvollziehers
- 3. Charakteristika des Verfahrens vor dem Gerichtsvollzieher
- a) Freiwilligkeit
- aa) Durchführung der Zwangsvollstreckung
- bb) Beteiligung des Gerichtsvollziehers
- cc) Parteivereinbarung
- b) Neutralität und Unabhängigkeit
- c) Vertraulichkeit
- 4. Haftung
- a) Rechtsstellung
- b) Amtshaftung
- c) Erinnerung
- 5. Der moderierte Vertrag im Verfahren vor dem Gerichtsvollzieher
- a) Zahlungsaufschub und Ratenzahlung
- b) Weitere moderierte Verträge, insb. Besicherung des Gläubigers
- aa) Besicherung des Gläubigers
- bb) Schuldneranreize
- 6. Gerichtsvollzieher und moderierter Vertrag
- a) Funktion im Rahmen der Widerspruchslösung
- aa) Prüfungskompetenz
- bb) Mitwirkung am Vertragsschluss im engeren Sinne
- b) Rechtliche Qualifizierung der übrigen Vermittlungstätigkeit
- c) Weitere Mitwirkung
- aa) Leistungsentgegennahme
- bb) Treuhänder
- 7. Gerichtsvollzieher als Moderator
- C. Der moderierte Vertrag - Definition
- I. Moderator
- 1. Tätigkeit des Moderators: die Moderation
- 2. Unabhängigkeit und Neutralität
- 3. Freiwilligkeit
- a) Verhältnis der Parteien zum Moderator
- b) Die Freiwilligkeit des moderierten Vertrags
- 4. Interesse am Vertragsschluss
- 5. Nicht verbindend: Vertraulichkeit
- II. Der moderierte Vertrag
- 1. Der Moderator als der beteiligte Unbeteiligte
- a) Der Unbeteiligte
- b) Der beteiligte Unbeteiligte
- 2. Definition
- 3. Der moderierte Vertrag in der Evolution des Rechts
- a) Zur Evolution des Rechts
- b) Der moderierte Vertrag und reflexives Recht
- aa) Ausgangspunkt
- bb) Reaktion
- cc) Juristische Perspektive
- c) Folgen
- D. Weitere moderierte Verträge
- I. Bedeutung und Konkretisierung
- 1. Das Verbraucherstreitbeilegungsverfahren
- a) Der Streitmittler
- aa) Qualifikation des Streitmittlers
- bb) Tätigkeit des Streitmittlers
- cc) Verbraucherschlichtungsstelle
- b) Streitmittler vs. Verbraucherschlichtungsstelle
- c) Einsatz des Streitmittlers über die Streitschlichtungsstelle
- d) Verhältnis der Parteien zur Schlichtungsstelle
- e) Die Tätigkeit des Streitmittlers
- aa) Richtlinie
- bb) VSBG
- cc) Mediation und Schlichtung
- (1) Mediation
- (2) Schlichtung
- (3) (Weitere) Aussagen des VSBG
- (a) Die Verfahrensordnung, § 5 VSBG
- (b) Rechtliches Gehör, § 17 VSBG
- f) Charakteristika der Verbraucherschlichtung
- aa) Freiwilligkeit
- bb) Unabhängigkeit und Unparteilichkeit
- cc) Realisierung von Neutralität und Unabhängigkeit
- dd) Haftung
- ee) Der moderierte Vertrag des Streitmittlers
- (1) Streitmittler und moderierter Vertrag
- (2) Rechtliche Einordnung des Schlichtungsvorschlags
- (3) Vorgaben des § 19 VSBG
- (a) Tatsachengrundlage
- (b) Rechtsbindung
- (c) Standort
- (d) Die Vorschrift des § 19 Abs. 1 Satz 3 VSBG und das Prinzip der informierten Autonomie
- (e) Die Grenze
- (f) Folgen der informierten Autonomie
- (g) Kritik an den Qualifikationsvorgaben
- (4) Vertragsschluss
- ff) Interesse
- g) Streitbeilegung als Moderation
- 2. Täter-Opfer-Ausgleich
- a) Der Moderator
- b) Die Moderation
- aa) Charakteristika
- bb) Vertraulichkeit
- cc) Neutralität
- dd) Freiwilligkeit
- (1) Freiwilligkeit des Täters
- (2) Freiwilligkeit des Opfers
- c) Der moderierte Vertrag
- d) Das Interesse der Ausgleichsstelle
- e) Die Ausgleichstelle als Moderator
- 3. Beratung nach § 17 Abs. 2 SGB VIII
- a) Einsatz des Jugendamts
- b) Die Moderation des Jugendamts
- c) Der moderierte Vertrag
- aa) Inhalt des Konzepts
- bb) Der gerichtlich gebilligte Vergleich
- cc) Charakteristika des Verfahrens
- (1) Freiwilligkeit
- (2) Neutralität und Unabhängigkeit
- (3) Vertraulichkeit
- d) Das Jugendamt als Moderator
- 4. Gütlicher Ausgleich der Einigungsstelle nach dem UWG
- a) Die Einigungsstelle
- b) Die Moderation der Einigungsstelle
- aa) Die Aussagen des UWG
- bb) Charakteristika des Verfahrens vor der Einigungsstelle
- (1) Freiwilligkeit
- (a) Freiwilligkeit zum Verfahren
- (b) Freiwilligkeit im Verfahren
- (2) Unabhängigkeit und Neutralität
- c) Interesse
- d) Haftung
- e) Der moderierte Vertrag
- aa) Vertragstyp - Vergleich
- bb) Zwangsvollstreckung
- cc) Einigungsstelle als Moderator
- II. Vermittlung und Moderation
- 1. Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit
- a) § 35 SGB III
- b) § 112 Abs. 2 Satz 1 BetrVG
- aa) Ausgangssituation
- bb) Interessenausgleich
- cc) Sozialplan
- dd) Moderation
- ee) Freiwilligkeit und ihre Dimensionen
- (1) Betriebspartner
- (2) Vermittler
- (3) Die Arbeitsagentur als Vermittler
- 2. Notarielle Vermittlung
- a) Notar und vorsorgende Rechtspflege
- aa) Die beurkundende Tätigkeit des Notars
- bb) Die notartypische Moderation: "Der neutrale Entwurf"
- cc) Die Kardinalspflichten des Notars
- (1) Klärung des Sachverhalts
- (2) Erforschung des wahren Willens
- (3) Belehrung über die rechtliche Tragweite
- (4) Wiedergabe der Erklärungen
- dd) Notar und moderierter Vertrag
- ee) Soziale Bedeutung der Notarstätigkeit
- ff) Unterschied zum Richter
- gg) Unterschied zur Moderation
- hh) Der Notar und die vorsorgende Rechtspflege
- b) Der moderierende Notar
- aa) Ausgangslage
- bb) Einsetzung des Notars
- cc) Die Moderation des Notars
- (1) § 363 FamFG: Vermittlung
- (2) § 366 FamFG: vorbereitende Vereinbarungen
- (3) § 368 FamFG: Auseinandersetzungsplan
- dd) Charakteristika des Verfahrens
- (1) Freiwilligkeit
- (2) Das Säumnisverfahren
- (3) Weitere Dimensionen der Freiwilligkeit der Parteien
- (4) Unabhängigkeit und Neutralität
- ee) Der moderierte Vertrag des Notars
- (1) Vorbereitende Vereinbarung und Auseinandersetzungsplan
- (a) Vorbereitende Vereinbarung
- (b) Auseinandersetzungsplan
- (2) Beurkundung und Bestätigung
- (a) Beurkundung
- (b) Bestätigung
- (3) Kompetenzen des Moderators
- (a) Beurkundung
- (b) Bestätigung
- (4) Weitere anwendbare Vorschriften: BeurkG vs. FamFG
- (5) Haftung
- ff) Interesse des Notars
- gg) Der Notar als Moderator
- 3. Maklerische Vermittlung
- a) Ausgangssituation
- b) Einsatz des Maklers: Alleinauftrag
- c) Die Moderation des Maklers
- aa) § 652 BGB: Nachweis vs. Vermittlung
- bb) Nachweis
- cc) Vermittlung
- dd) Doppeltätigkeit
- ee) Der Handelsmakler
- d) Charakteristika der Moderation
- aa) Unabhängigkeit und Neutralität
- (1) Preisverhandlung
- (2) Unparteilichkeit und Vertragsgestaltung
- (3) Aufklärungs- vs. Verschwiegenheitspflicht
- (4) Weitere Dimension der Aufklärungspflicht
- bb) Freiwilligkeit
- e) Haftung
- f) Der moderierte Vertrag
- g) Interesse
- h) Makler als Moderator
- III. Abgrenzung und Zusammenfassung
- 1. Abgrenzung
- a) Schlichtung
- b) Schiedsverfahren
- c) Schiedsgutachten
- 2. Zusammenfassung
- a) Moderator
- aa) Vermittlungstätigkeit
- bb) Einigungshilfen
- cc) Unabhängigkeit und Neutralität
- dd) Interesse
- ee) Freiwilligkeit
- b) Der moderierte Vertrag
- aa) Der moderierte Vertrag
- bb) Rechtssoziologische Bedeutung
- E. Die Legitimation des moderierten Vertrags
- I. Die Legitimation des Urteils durch Verfahren
- 1. Die heimliche Theorie des Verfahrens
- 2. Voraussetzungen für die heimliche Theorie des Verfahrens
- a) Öffentlichkeit
- b) Verfahrensgerechtigkeit, insb. richterliche Neutralität und Unabhängigkeit
- c) Absicherung dieser Legitimation
- 3. Legitimation des Urteils durch Richtigkeitschance
- a) Kritik
- b) Legitimation durch Richtigkeitschance
- aa) Richtigkeit
- bb) Chance
- c) Voraussetzungen
- 4. Legitimation durch subjektive Verfahrensgerechtigkeit
- a) Voraussetzung der Legitimation
- b) Absicherung dieser Legitimation
- 5. Zum Verhältnis der Ansätze
- II. Die Legitimation des Vertrags durch Verfahren
- 1. Legitimation durch Selbstbestimmung
- a) Konsequenz: stat pro ratione voluntas
- b) Voraussetzungen
- 2. Legitimation durch Richtigkeitsgewähr
- a) Legitimation durch Verhandeln
- b) Voraussetzungen
- 3. Zum Verhältnis der Ansätze
- 4. Absicherung der Legitimation
- III. Die Legitimation des moderierten Vertrags
- 1. Die gesteigerte Legitimation
- 2. Grundlagen der gesteigerten Legitimation des moderierten Vertrags
- a) Öffentlichkeit
- b) Subjektive Verfahrens- und Vertragsgerechtigkeit
- c) Verstärkung der Richtigkeitsgewähr
- d) Heimliche Theorie des Verfahrens/Garant der Selbstbestimmung
- 3. Gefahren
- 4. Voraussetzungen und deren Absicherung
- F. Absicherung der gesteigerten Legitimation
- I. Legitimation und Vertragstypus, § 779 BGB
- 1. Der moderierte Vertrag als Vergleich
- a) Streit oder Ungewissheit
- aa) Streit
- bb) Ungewissheit
- b) Rechtsverhältnis
- c) Gegenseitiges Nachgeben
- aa) Bereitschaft zur Moderation als Nachgeben
- bb) Gegenseitigkeit
- d) Zwischenergebnis
- 2. Unwirksamkeitsgrund als Schutz vor Manipulation
- a) Sachverhalt entspricht nicht den Tatsachen
- b) Streit oder Ungewissheit wäre bei Kenntnis der Sachlage nicht entstanden
- 3. Ergebnis: Vergleich
- II. Täuschen und Drohen, § 123 BGB
- 1. Täuschung
- a) Täuschung durch Unterlassen (Verschweigen)
- b) Die Täuschung durch den Nicht-Vertragspartner
- c) Dritter im Sinne des § 123 Abs. 2 BGB
- aa) Ausgangssituation
- bb) Herkunft und Folge
- cc) Dritter bzw. Nicht-Dritter
- (1) Rechtsprechung
- (2) Literatur
- (3) Nicht-Dritter als Erfüllungsgehilfe
- (4) Nicht-Dritter als Lagerzugehöriger
- (5) Nicht-Dritter als Unbeteiligter
- (6) Nicht-Dritter aus neuer Perspektive
- (7) Kombinationen
- dd) Moderator als Dritter
- (1) Makler
- (2) Makler als Nicht-Dritter
- (3) Makler als Dritter
- ee) Moderator als Dritter - Anwendung des § 123 Abs. 2 BGB
- (1) Empfangsbedürftigkeit
- (2) Kenntnis bzw. fahrlässige Unkenntnis
- d) Anfechtung bei Täuschung durch den Moderator
- e) Zwischenergebnis
- f) Doppeltäuschung
- 2. Drohung
- a) Drohung durch Dritte
- aa) Einschränkungen bei der Drohung durch Dritte
- bb) Verletzung von Schutzobliegenheiten
- cc) Weitere Einschränkungen/subjektive Voraussetzungen der Drohung
- dd) Finalität
- b) Drohung
- aa) Warnung/Hinweis
- bb) Überrumpelung und Zeitdruck
- cc) Drohung mit einem künftigen Übel
- dd) Subjektiver Tatbestand der Drohung
- ee) Widerrechtlichkeit der Drohung
- (1) Strafrechtliche Wertung
- (2) Zivilrechtliche Bestimmung
- (a) Mittel
- (b) Zweck
- (c) Zweck-Mittel-Relation
- (d) Konnexität
- (3) Vorstellung des Drohenden/subjektive Seite der Rechtswidrigkeit
- (4) Doppeldrohung
- 3. Ergebnis
- 4. Die juristische Mehrdimensionalität
- a) Das Verhältnis zwischen Moderator und Partei
- b) Verhältnis zwischen den Parteien
- III. Verhandelnd zum moderierten Vertrag, § 311 Abs. 2 BGB
- 1. Bedeutung für den moderierten Vertrag
- a) Warum § 311 Abs. 2 und nicht Abs. 3?
- b) Schutz vor Manipulation
- aa) Interesse
- bb) Rechtsfolge
- c) Verortung
- d) Anwendbarkeit
- e) Perspektive
- 2. Vorgaben für die Vertragsverhandlung
- a) Überrumpelung
- b) Arbeitsrechtliche Aufhebungsverträge
- 3. Das Gebot fairen Verhandelns
- a) Rechtlicher Standort
- b) Inhalt des Gebots
- c) Betriebsverfassungsrechtliche Annäherung
- d) Privatautonomer/vertragstheoretischer Ansatz
- aa) Die erste Dimension: die Selbstbestimmung im Sinne der Privatautonomie eines Vertragspartners
- (1) Unangemessenheit der Vereinbarung
- (a) Vertragsgerechtigkeit
- (b) Ergebnis
- (2) Strukturelle Unterlegenheit
- (a) Die Richtigkeitsgewähr des Vertragsschlusses
- (b) Ergebnis
- (3) Fallgruppen der Imparität
- (a) Personenbedingte Imparität
- (b) Situationsbedingte Imparität
- (c) Summa
- bb) Die zweite Dimension: It takes two to tango
- (1) Vertragsfreiheit vs. Vertragsgerechtigkeit
- (2) Vertragsfreiheit vs. Selbstbestimmung vs. Vertragsgerechtigkeit
- (3) Folgerungen für das Gebot der fairen Verhandlung
- cc) Die dritte Dimension: der beteiligte Unbeteiligte als Garant der Selbstbestimmung
- e) Undue influence
- aa) Begriff und Zweck der undue influence
- bb) Der Ansatz "undue influence"
- cc) Die Einteilung in Kategorien
- (1) Class 1: actual undue influence
- (2) Class 2: presumend undue influence
- (3) Class 2A: special relationship
- (4) Class 2B: Evidential undue influence: other cases established on the facts
- dd) Ziel und Inhalt der Vermutungsregel
- (1) Manifest disadvantage
- (2) Explicable by relationship
- (3) Gegenbeweis
- (4) Zwischenfazit
- ee) Kriterienkatalog
- (1) Zusammenwirken der Kriterien
- (2) Kriterienkatalog in Deutschland
- (3) OLG Hamm: Unwirksamkeit des Erbteilverzichts
- (4) Folgerungen
- (5) Undue influence im trilateralen Verhältnis
- (6) Dreidimensionale undue influence
- (7) Übertragung auf die Situation der Moderation
- (8) Undue influence und Legitimation durch Moderation
- ff) Das Gebot des fairen Verhandelns
- f) Ergebnis zu § 311 Abs. 2 BGB
- IV. Geschäftsgrundlage und Legitimation, § 313 BGB
- 1. "Umstände oder Vorstellungen, die zur Grundlage des Vertrages geworden sind"
- 2. Objektive vs. subjektive Geschäftsgrundlage
- 3. Schwerwiegende Veränderungen
- 4. Kein oder anderer Vertragsschluss bei vorhergesehener Veränderung
- 5. Unzumutbarkeit des Festhaltens am Vertrag
- a) Äquivalenzstörung
- b) Zweckstörung
- c) Zurechenbarkeit
- d) Vorhersehbarkeit
- e) Risikoverteilung
- aa) Vertragliche Risikoübernahme
- bb) Gesetzliche Risikoverteilung
- f) Wertungsgrundlage und Richtigkeitsgewähr
- aa) Vertragsmechanismus und Wertungsgrundlage
- bb) Vertragsmechanismus und Wertungsmomente
- cc) Folge des Vertragsmechanismus: Richtigkeit
- dd) Fehlen bei Moderation
- ee) Fehlen der Wertungsgrundlage
- ff) Rückausnahme: Erheblichkeit und Verkehrssicherheit
- gg) Zwischenfazit
- g) Gerechtigkeit
- aa) Die Gerechtigkeiten
- bb) Die austeilende Gerechtigkeit
- cc) Gerechtigkeit als Fairness
- dd) Gerechtigkeit als Fairness und Moderation
- ee) Die ausgleichende Gerechtigkeit
- ff) Der Moderator und der Schlichter
- gg) Zwischenergebnis Gerechtigkeit
- h) Öffentliche Interessen
- 6. Ergebnis Geschäftsgrundlage
- V. Missbrauchskontrolle und moderierter Vertrag, §§ 138, 242 BGB
- 1. Bedeutung der Moderation für die Selbstbestimmung
- a) Machtmissbrauch
- b) Kollusion
- c) Missbrauch der Vertretungsmacht
- d) Machtmissbrauch und Moderation
- 2. Übertragbarkeit
- a) Vergleichbarkeit des Verhaltens
- b) Untreue
- c) Rechtlich-situative Vergleichbarkeit
- d) Rechtsgutorientierung
- e) Ergebnis
- f) Konfliktlösungsmonopol
- 3. Sittenwidrigkeit
- 4. Die verwerfliche Gesinnung und ihre Vermutung
- a) Die verwerfliche Gesinnung
- b) Verwerfliche Gesinnung und Moderation
- c) Die Vermutung und ihre Widerlegbarkeit
- d) Dogmatische Grundlage
- e) Funktionsweise
- 5. Bedeutung für die Moderation
- a) Kritik
- b) Gegenargumentation
- c) Bedeutung für die Moderation
- d) Verwerfliche Gesinnung
- e) Vermutungsregelung
- VI. Rechtliche Absicherung der gesteigerten Legitimation
- G. Das Bewegliche System des moderierten Vertrags
- I. Das Bewegliche System
- 1. Die drei Thesen des Beweglichen Systems
- a) Pluralitätsthese
- b) Abstufbarkeitsthese
- c) Abwägungsthese
- 2. Die Elemente des Beweglichen Systems
- a) Bewegliche Systeme
- b) Das Bewegliche System des Normalvertrags
- aa) Privatautonomie
- bb) Verkehrssicherheit
- cc) Äquivalenz
- dd) Stehen zum gegebenen Wort
- c) Kritik und Ergänzungen
- aa) Öffentliche Interessen
- bb) Wettbewerbsprinzip
- cc) Sozialstaatsprinzip
- dd) Funktionsweise
- 3. Zur Funktionsweise des Beweglichen Systems
- a) Abwägung
- b) Abwägungsregeln
- aa) Das elastische Band
- bb) Orientierung an der Rechtsfolge
- cc) Von Röhren und Sandhaufen
- (1) Sandhaufentheorem
- (2) Kommunizierende Röhren
- (3) Wechselseitige Beeinflussung
- 4. Kriterien eines guten Verhandlungsergebnisses
- a) Zu den Kriterien
- aa) Vernünftig
- bb) Effizient und beziehungsverbessernd
- b) Zum Verhältnis der Kriterien
- c) Übertragbarkeit auf den moderierten Vertrag
- II. Das Bewegliche System des moderierten Vertrags
- 1. Zu den einzelnen Elementen
- a) Informierte und anerkennende Privatautonomie
- b) Information
- c) Anerkennung
- d) Neutralität/Unabhängigkeit des Moderators
- aa) Tätigkeit des Moderators
- (1) Wechselwirkungen
- (2) Garant der Selbstbestimmung
- (3) Interesse des Moderators
- bb) Erhöhte Legitimation
- cc) Inhalt und Abstufbarkeit
- 2. Zur Funktionsweise des Beweglichen Systems des moderierten Vertrags
- III. Vorschlag einer gesetzlichen Normierung des moderierten Vertrags
- 1. Inhalt der Vorschrift
- a) Bisher
- b) Vorschlag
- 2. Begründung
- a) Allgemein
- b) Besonders
- aa) "Zuhilfenahme"
- bb) "neutralen und unabhängigen Moderators"
- cc) "so kann jeder Teil vom Vertrag zurücktreten"
- dd) "die bei einem Richter die Ablehnung im Sinne des § 42 der Zivilprozessordnung begründen würden"
- (1) Der Schutz der Neutralität und Unabhängigkeit
- (2) Besorgnis der Befangenheit - Verfahren
- (3) Besorgnis der Befangenheit - Prüfungsmaßstab und Funktionsweise
- (4) Besorgnis der Befangenheit - Keine weitere Beweiserleichterung
- (5) Glaubhaftmachung
- (a) Beweiserhebung
- (b) Beweismaß
- (c) Zweck: Geschwindigkeit
- ee) "Dies gilt nicht, wenn der Teil die konkreten Umstände kannte oder hätte kennen müssen."
- H. Schluss
- I. Der moderierte Vertrag als Rechtsphänomen
- 1. Moderation
- a) Neutralität als Grenze
- b) Der Moderator als Garant der Selbstbestimmung
- c) Vorwirkung
- d) Einigungshilfen
- 2. Das Interesse des Moderators
- II. Die gesteigerte Legitimation des moderierten Vertrags
- 1. Öffentlichkeit
- 2. Subjektive Verfahrens- und Vertragsgerechtigkeit
- 3. Verstärkung der Richtigkeitsgewähr
- 4. Garant der Selbstbestimmung
- III. Absicherung der Legitimation
- 1. Keine ausreichende Absicherung der gesteigerten Legitimation
- 2. Folge der fehlenden Absicherung
- IV. Das Bewegliche System des moderierten Vertrags
- 1. Informierte und anerkennende Autonomie
- a) Information
- b) Anerkennende Autonomie
- 2. Neutralität/Unabhängigkeit des Moderators
- Literaturverzeichnis
- Sachregister