Eine Frage der Größe
Wie oft Männer an Sex denken. - Und andere Fragen, die Sie noch nie zu stellen wagten
Arne Hoffmann(Author)
Heyne (Publisher)
Published on 1. March 2010
Book
Paperback/Softback
304 pages
978-3-453-67023-5 (ISBN)
Description
Alles, was Sie bei Pease & Pease nicht finden
Warum stehen Männer auf Blondinen? Gibt es einen Grund dafür, dass Stöckelschuhe scharf machen? Warum schlafen Männer nach dem Sex so schnell ein? Und kann Er tatsächlich mehrmals hintereinander kommen? Verständlich und unterhaltsam zugleich und immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft erklärt Arne Hoffmann, wie Männer in Sachen Sex so ticken. Frauen, die dieses Buch gelesen haben, wissen am Ende besser über das männliche Sexleben Bescheid als die Herren der Schöpfung selbst. Und das ist auch gut so.
Ein unterhaltsamer Sexratgeber, der keine Frage offen lässt.
Warum stehen Männer auf Blondinen? Gibt es einen Grund dafür, dass Stöckelschuhe scharf machen? Warum schlafen Männer nach dem Sex so schnell ein? Und kann Er tatsächlich mehrmals hintereinander kommen? Verständlich und unterhaltsam zugleich und immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft erklärt Arne Hoffmann, wie Männer in Sachen Sex so ticken. Frauen, die dieses Buch gelesen haben, wissen am Ende besser über das männliche Sexleben Bescheid als die Herren der Schöpfung selbst. Und das ist auch gut so.
Ein unterhaltsamer Sexratgeber, der keine Frage offen lässt.
More details
Language
German
Place of publication
München
Germany
Dimensions
Height: 18.7 cm
Width: 11.8 cm
ISBN-13
978-3-453-67023-5 (9783453670235)
Schweitzer Classification
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Arne Hoffmann
Eine Frage der Größe
Wie oft Männer an Sex denken. - Und andere Fragen, die Sie noch nie zu stellen wagten
E-Book
07/2010
Heyne
€2.99
Available for download
Person
Arne Hoffmann hat bereits zahlreiche Bücher über das Verhältnis von Männern und Frauen veröffentlicht: vom wissenschaftlichen Sachbuch bis zum Sex-Ratgeber. Er gehört dem linken Flügel der Männerbewegung an und engagiert sich mit seinem Blog Genderama für eine zeitgemäße und faire Geschlechterpolitik.
Content
Wie viele Kalorien hat Sperma? Macht Lakritze impotent? Wie kann ich an Äußerlichkeiten erkennen, ob ein Mann ein guter Lover ist? Und worauf stehen Männer wirklich bei Frauen? Auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft beantwortet dieses Buch die verschiedensten Fragen über Männer und ihre Sexualität.
Bei dieser Gelegenheit räumt es mit vielen vermeintlichen Binsenweisheiten auf. Wussten Sie zum Beispiel, dass auch Männer eine Scheide haben und Milch geben können, bei Pornos wählerischer als Frauen sind und dass ihr Ejakulat ein Spermizid enthält, das Samen abtötet? Verblüffenderweise ist die männliche Sexualität nicht im Geringsten so simpel, wie manch einer glauben mag. Stattdessen wirken viele Dinge auf überraschend vielschichtige und ausgeklügelte Weise zusammen. Sobald man begonnen hat, diese Zusammenhänge zu durchschauen, erstarrt man nahezu vor Ehrfurcht, was das komplexe Naturwunder des männlichen Körpers angeht.
Aber nicht nur der männliche Körper, auch die männliche Psyche ist durchaus bemerkenswert, wenn es um die Themen Partnerschaft und Erotik geht. Eine aufmerksame Leserin sollte nach der Lektüre dieses Buches in der Lage sein, Männer und deren Verhalten besser zu durchschauen, als diese selbst es vielleicht können. Wobei ich hoffe, dass die neu gewonnenen Einsichten auch ein größeres Maß an Verständnis mit sich bringen. Vieles von dem, was wir Kerle tun und was von außen betrachtet mitunter vielleicht etwas seltsam anmuten mag, hat bei näherer Betrachtung durch aus einen tieferen Sinn.
Einiges von dem, was ich für dieses Buch recherchieren konnte, beruht auf den Erkenntnissen der Evolutionsbiologie, anderes stellt eben diese Lehre an verschiedenen Punkten überzeugend infrage. Jedenfalls hoffe ich, dass diese Erkenntnisse nicht lediglich wieder zu jener längst schon nervig gewordenen Rhetorik beitragen, der zufolge Männer 'wie Tiere' oder 'in der Steinzeit stehengeblieben' sind. Damit Sie nicht nur alle Informationen selbst überprüfen, sondern auch noch ein wenig mehr über Themen lesen können, die Sie näher interessieren, habe ich jedes behandelte Stichwort durch ausführliche Quellenangaben ergänzt, die Sie im Anhang aufgeführt finden. Wie Sie bei einem Blick darauf feststellen werden, war die Menge der für dieses Buch gesichteten Literatur immens. Vieles findet man darüber hinaus auch auf wissenschaftlichen Websites im Internet. Meine Quellenangaben beziehen sich jeweils auf den Text, in dem ich die entsprechende Frage am treffendsten beantwortet finde. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Arne Hoffmann
ALKOHOL
Warum werden betrunkene Männer kontaktfreudig, lüstern oder gar zudringlich, sind später im Bett aber eine Enttäuschung?
Auf den ersten Schluck ist Alkohol eine prima Sache, wenn es um das Anbahnen von intimen Beziehungen geht. Nehmen wir beispielsweise einen Mann, der so verklemmt ist, dass man ihm zum Beginn eines Abends ein Stück Kohle zwischen die Gesäßbacken schieben könnte, um wenige Stunden später einen echten Diamanten zu erhalten. In vielen Fällen braucht man so jemandem nur das eine oder andere Gläschen Wein oder Bier zu servieren, und schon verwandelt er sich in einen sprudelnden Quell guter Laune. Lässt eine Frau sich von demjenigen allerdings überrascht ins Bett quatschen, muss sie bald schon feststellen, dass dort weder von 'sprudelnd' noch von 'guter Laune' die Rede sein kann. Solche Erfahrungen machen Frauen (und Männer) bereits seit Jahrtausenden. Schon Shakespeare wusste: Alkohol 'fördert das Verlangen und schwächt das Tun'. Woran liegt's? Das lässt sich in einigen Sätzen erklären: Nicht ohne Grund funktioniert Alkohol auch wunderbar als Haushaltsreiniger. Das liegt daran, dass er Fett gut löst. Dasselbe gelingt den Alkoholmolekülen aber auch im menschlichen Gehirn. Sie greifen die Fetthülle von Nervenzellen an, und infolge einer Kettenreaktion schütten diese den berauschenden Botenstoff Dopamin aus. Bald kommt es zu einem regelrechten Feuerwerk an Glücksgefühlen. Man wird entspannt, gut gelaunt und selbstbewusst. Zusammen mit dem Fett löst der Alkohol jetzt auch bei der Kontaktanbahnung störende Hemmungen einfach auf - auch jene, die durch
Selbstkritik entstehen, die die Ursache für viel männliche Zurückhaltung und Schüchternheit ist. Der betreffende Mann möchte seine Glücksgefühle jetzt gerne mit jemandem teilen. Gleichzeitig beeinträchtigt der Alkohol aber seine Wahrnehmung. Vielleicht baggern auch deshalb Männer in angetrunkenem Zustand Frauen an, die ihnen allein aus optischen Gründen ansonsten eher schnuppe wären. Wo früher Reserviertheit herrschte, übernimmt jetzt Eroberungsdrang. Auch die Blutgefäße dehnen sich, woraufhin der Penis sich streckt und räkelt und tatendurstig wird.
Das alles spielt sich ab, solange Alkohol in Maßen genossen wird. Leider genießen ihn viele Männer stattdessen in Massen, um diese beseligenden Gefühle noch zu verstärken. Inzwischen haben ihre Nervenzellen aber gemerkt, dass dieses Volk, das sich die ganze Zeit über an sie ranschmeißt, bei ihnen gar nichts zu suchen hat, und machen die Schotten dicht: Sie fahren die Andockstellen für das Dopamin wieder ein. Jetzt prallt der Alkohol von den Zellwänden ab und entfaltet nur noch eine leicht depressive Wirkung. Der Trinker sucht immer noch verstärkt Kontakt zu anderen Menschen, aber jetzt aus anderen Gründen: Er ist nicht mehr so glücklich wie zu Beginn.
Noch unglücklicher wird er, völlig entgegen seinen Erwartungen, wenn er in diesem Zustand mit einer Frau im Bett landet. Der Alkohol wirkt inzwischen nur noch als Depressivum und beeinträchtigt damit die Fähigkeit, so in Fahrt zu kommen, wie es nun eigentlich wünschenswert wäre. Viele Männer kriegen schon nach zwei bis drei Drinks keinen mehr hoch und gelangen deutlich schwerer zum Orgasmus. Der Mangel an kritischer Selbstwahrnehmung führt dazu, dass man schon mal auf ein Kondom verzichten zu können meint. Und der Rauschzustand macht vernünftige Kommunikation sehr schwer. Weil der Alkohol darüber hinaus die Konzentration schwächt, kann der betreffende Mann längst nicht mehr all jene Feinheiten wahrnehmen, die bei sinnlichem Sex so wichtig sind. Mit einem Wort: Riesenpleite.
Noch schlimmer sind die Langzeitschäden bei Männern, die öfter mal einen bechern. Während langanhaltender Genuss von täglich zwei Gläsern Rotwein (am besten mit Tanningeschmack) die Elastizität der Blutgefäße fördert, führt langanhaltender, übermäßiger Alkoholgenuss: zu Verkalkungen und Verengungen, die die Wände der Blutadern in Mitleidenschaft ziehen. Damit wird die Blutzufuhr behindert, die zum Ausdehnen der Schwellkörper notwendig ist. Der Alkohol stört auch zunehmend die Nervenimpulse, die vom Gehirn bis zu den Schwellkörpern des Penis ausgehen.
Bei dieser Gelegenheit räumt es mit vielen vermeintlichen Binsenweisheiten auf. Wussten Sie zum Beispiel, dass auch Männer eine Scheide haben und Milch geben können, bei Pornos wählerischer als Frauen sind und dass ihr Ejakulat ein Spermizid enthält, das Samen abtötet? Verblüffenderweise ist die männliche Sexualität nicht im Geringsten so simpel, wie manch einer glauben mag. Stattdessen wirken viele Dinge auf überraschend vielschichtige und ausgeklügelte Weise zusammen. Sobald man begonnen hat, diese Zusammenhänge zu durchschauen, erstarrt man nahezu vor Ehrfurcht, was das komplexe Naturwunder des männlichen Körpers angeht.
Aber nicht nur der männliche Körper, auch die männliche Psyche ist durchaus bemerkenswert, wenn es um die Themen Partnerschaft und Erotik geht. Eine aufmerksame Leserin sollte nach der Lektüre dieses Buches in der Lage sein, Männer und deren Verhalten besser zu durchschauen, als diese selbst es vielleicht können. Wobei ich hoffe, dass die neu gewonnenen Einsichten auch ein größeres Maß an Verständnis mit sich bringen. Vieles von dem, was wir Kerle tun und was von außen betrachtet mitunter vielleicht etwas seltsam anmuten mag, hat bei näherer Betrachtung durch aus einen tieferen Sinn.
Einiges von dem, was ich für dieses Buch recherchieren konnte, beruht auf den Erkenntnissen der Evolutionsbiologie, anderes stellt eben diese Lehre an verschiedenen Punkten überzeugend infrage. Jedenfalls hoffe ich, dass diese Erkenntnisse nicht lediglich wieder zu jener längst schon nervig gewordenen Rhetorik beitragen, der zufolge Männer 'wie Tiere' oder 'in der Steinzeit stehengeblieben' sind. Damit Sie nicht nur alle Informationen selbst überprüfen, sondern auch noch ein wenig mehr über Themen lesen können, die Sie näher interessieren, habe ich jedes behandelte Stichwort durch ausführliche Quellenangaben ergänzt, die Sie im Anhang aufgeführt finden. Wie Sie bei einem Blick darauf feststellen werden, war die Menge der für dieses Buch gesichteten Literatur immens. Vieles findet man darüber hinaus auch auf wissenschaftlichen Websites im Internet. Meine Quellenangaben beziehen sich jeweils auf den Text, in dem ich die entsprechende Frage am treffendsten beantwortet finde. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Arne Hoffmann
ALKOHOL
Warum werden betrunkene Männer kontaktfreudig, lüstern oder gar zudringlich, sind später im Bett aber eine Enttäuschung?
Auf den ersten Schluck ist Alkohol eine prima Sache, wenn es um das Anbahnen von intimen Beziehungen geht. Nehmen wir beispielsweise einen Mann, der so verklemmt ist, dass man ihm zum Beginn eines Abends ein Stück Kohle zwischen die Gesäßbacken schieben könnte, um wenige Stunden später einen echten Diamanten zu erhalten. In vielen Fällen braucht man so jemandem nur das eine oder andere Gläschen Wein oder Bier zu servieren, und schon verwandelt er sich in einen sprudelnden Quell guter Laune. Lässt eine Frau sich von demjenigen allerdings überrascht ins Bett quatschen, muss sie bald schon feststellen, dass dort weder von 'sprudelnd' noch von 'guter Laune' die Rede sein kann. Solche Erfahrungen machen Frauen (und Männer) bereits seit Jahrtausenden. Schon Shakespeare wusste: Alkohol 'fördert das Verlangen und schwächt das Tun'. Woran liegt's? Das lässt sich in einigen Sätzen erklären: Nicht ohne Grund funktioniert Alkohol auch wunderbar als Haushaltsreiniger. Das liegt daran, dass er Fett gut löst. Dasselbe gelingt den Alkoholmolekülen aber auch im menschlichen Gehirn. Sie greifen die Fetthülle von Nervenzellen an, und infolge einer Kettenreaktion schütten diese den berauschenden Botenstoff Dopamin aus. Bald kommt es zu einem regelrechten Feuerwerk an Glücksgefühlen. Man wird entspannt, gut gelaunt und selbstbewusst. Zusammen mit dem Fett löst der Alkohol jetzt auch bei der Kontaktanbahnung störende Hemmungen einfach auf - auch jene, die durch
Selbstkritik entstehen, die die Ursache für viel männliche Zurückhaltung und Schüchternheit ist. Der betreffende Mann möchte seine Glücksgefühle jetzt gerne mit jemandem teilen. Gleichzeitig beeinträchtigt der Alkohol aber seine Wahrnehmung. Vielleicht baggern auch deshalb Männer in angetrunkenem Zustand Frauen an, die ihnen allein aus optischen Gründen ansonsten eher schnuppe wären. Wo früher Reserviertheit herrschte, übernimmt jetzt Eroberungsdrang. Auch die Blutgefäße dehnen sich, woraufhin der Penis sich streckt und räkelt und tatendurstig wird.
Das alles spielt sich ab, solange Alkohol in Maßen genossen wird. Leider genießen ihn viele Männer stattdessen in Massen, um diese beseligenden Gefühle noch zu verstärken. Inzwischen haben ihre Nervenzellen aber gemerkt, dass dieses Volk, das sich die ganze Zeit über an sie ranschmeißt, bei ihnen gar nichts zu suchen hat, und machen die Schotten dicht: Sie fahren die Andockstellen für das Dopamin wieder ein. Jetzt prallt der Alkohol von den Zellwänden ab und entfaltet nur noch eine leicht depressive Wirkung. Der Trinker sucht immer noch verstärkt Kontakt zu anderen Menschen, aber jetzt aus anderen Gründen: Er ist nicht mehr so glücklich wie zu Beginn.
Noch unglücklicher wird er, völlig entgegen seinen Erwartungen, wenn er in diesem Zustand mit einer Frau im Bett landet. Der Alkohol wirkt inzwischen nur noch als Depressivum und beeinträchtigt damit die Fähigkeit, so in Fahrt zu kommen, wie es nun eigentlich wünschenswert wäre. Viele Männer kriegen schon nach zwei bis drei Drinks keinen mehr hoch und gelangen deutlich schwerer zum Orgasmus. Der Mangel an kritischer Selbstwahrnehmung führt dazu, dass man schon mal auf ein Kondom verzichten zu können meint. Und der Rauschzustand macht vernünftige Kommunikation sehr schwer. Weil der Alkohol darüber hinaus die Konzentration schwächt, kann der betreffende Mann längst nicht mehr all jene Feinheiten wahrnehmen, die bei sinnlichem Sex so wichtig sind. Mit einem Wort: Riesenpleite.
Noch schlimmer sind die Langzeitschäden bei Männern, die öfter mal einen bechern. Während langanhaltender Genuss von täglich zwei Gläsern Rotwein (am besten mit Tanningeschmack) die Elastizität der Blutgefäße fördert, führt langanhaltender, übermäßiger Alkoholgenuss: zu Verkalkungen und Verengungen, die die Wände der Blutadern in Mitleidenschaft ziehen. Damit wird die Blutzufuhr behindert, die zum Ausdehnen der Schwellkörper notwendig ist. Der Alkohol stört auch zunehmend die Nervenimpulse, die vom Gehirn bis zu den Schwellkörpern des Penis ausgehen.