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Das Konzept Integriertes Management
Knut Bleicher(Author)
Campus (Publisher)
6th Edition
Published on 17. March 1999
Book
Hardback
690 pages
978-3-593-36194-9 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Reviews / Votes
Wege zu einem neuen Denken und Handeln"Ein bedeutendes Werk." (Frankfurter Allgemeine, 06.12.1999)
More details
Series
Language
German
Edition type
New edition
Illustrations
110 Abb.
Dimensions
Height: 15.2 cm
Width: 22.8 cm
Weight
1186 gr
ISBN-13
978-3-593-36194-9 (9783593361949)
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Content
Das hiermit vorzustellende St. Galler Management-Konzept baut auf dem Systemansatz auf, wie er von Hans Ulrich und seinen Schülern an der Universität St. Gallen entwickelt wurde. Für die Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben verspricht gerade er einen Bezugsrahmen, der den Anforderungen eines Paradigmenwechsels hin zu einem Führungsverständnis, das sich mit der gestiegenen Komplexität und Dynamik bewusst auseinandersetzt, gerecht wird. Seine Kernelemente sind die Ganzheitlichkeit der Betrachtung bei einer Integration vielfältiger Einflüsse in einem Netzwerk von Beziehungen. Dabei wird ein Denkmuster für den Umgang mit Systemen bereitgestellt, das es der Führungskraft erleichtern soll, den Weg zu einer veränderten Managementphilosophie zu finden und die vielfältigen Gestaltungsprobleme bei deren Umsetzung zu meistern. Da die ideelle Grundlage der abzuleitenden und zu konkretisierenden Dimensionen unauflöslich mit der Denkmethode ganzheitlichen Denkens verbunden ist, wird bei der folgenden Darstellung ganzheitlichen Denkens auf das Buch "Anleitung zum ganzheitlichen Denken und Handeln " von Hans Ulrich und Gilbert Probst Bezug genommen, das damit auch als eine Art Denkeinführung in den Umgang mit der hier vorzustellenden Managementkonzeption gelten kann.
Auf der Suche nach neuen Denkansätzen, die es gestatten, differenzierte Lösungen für die dargestellten gewachsenen Herausforderungen an das Management zu erarbeiten, empfiehlt es sich, drei Dimensionen zu unterscheiden: eine normative, strategische und operative Dimension. Sie akzentuieren logisch voneinander abgrenzbare Problemfelder, die durch das Management zu bearbeiten sind. Eine derartige Unterscheidung wäre jedoch fehlverstanden, wenn sie zur Grundlage arbeitsteiliger Zuständigkeitsverteilungen für unterschiedliche Kategorien des Managements gemacht werden würde. Im Sinne einer integrierten Managementbetrachtung ist daher von der gegenseitigen Durchdringung aller im folgenden zu differenzierenden Dimensionen auszugehen. Mag die vorgängige Strukturierung wesentlicher Sachverhalte zunächst den Eindruck einer skeletthaften Strukturierung erwecken, so akzentuiert sie jedoch die zu analysierende, beurteilende und zu gestaltende Interdependenz einzelner Sachverhalte im Rahmen vernetzter Beziehungen.
Mit dem folgenden Bezugsrahmen zur Betrachtung, Diagnose und Lösung von Managementproblemen, der einen differenzierten Überblick über Dimensionen und Module eines integrierten Managements vermittelt, soll der Führungspraktiker auf die wesentlichen Probleme und ihre Interdependenz hingewiesen werden, die er bei seinen grundlegenden Entscheidungen berücksichtigen muss. Durch zirkuläre Schlüsse sollen zudem potentielle Inkonsistenzen erkennbar gemacht werden, welche die erfolgreiche Umsetzung unternehmenspolitischer und strategischer Vorhaben gefährden können.
Methodisch eignet sich das Verfahren vor allem für eine Selbstreflektion und die Moderation eines Dialogs unter den Beteiligten, die ihre eigene Wertung von Zielvorstellungen, der Ist-Situation und Rahmenbedingungen zu einer realistischen Zielrealisation im Dialog einbringen. Insofern stellt es eine Provokation zu einem strukturierten Dialog, der auf der Selbstreflexion der Beteiligten beruht, über grundlegende Fragen des Managements dar.
Eine ganzheitliche Betrachtung, wie sie durch das im folgenden dargestellte Konzept induziert werden soll, hat vor allem gegenseitige Abhängigkeiten im Auge. Die einzelnen kontextspezifischen Ausprägungen sind dagegen aus dem Erfahrungsschatz der Beteiligten selbst zu entwickeln. Es entspricht den Vorstellungen der bisherigen Entwicklungen des St. Galler Managementmodells, das sich als "Leergerüst für Sinnvolles und Ganzheitliches" charakterisieren lässt. Mit diesem Konzept verbinden sich die folgenden Zielvorstellungen:
1. Eine dimensionale Ordnung von Entscheidungsproblemen des Managements vorzunehmen
2. Bereitstellung eines
- problembezogenen Ordnungsrahmens und
- Vorgehensmusters zur integrativen Konzipierung von Lösungsrichtungen unter Beachtung kontextualer und situativer Bedingtheiten der Unternehmensentwicklung, die als Konzeptionshilfen für die Eigenreflexion oder den Dialog zur Positionierung von Lagen und Absichten dienen.
aus Kap.: Dimensionen integrierten Managements
Auf der Suche nach neuen Denkansätzen, die es gestatten, differenzierte Lösungen für die dargestellten gewachsenen Herausforderungen an das Management zu erarbeiten, empfiehlt es sich, drei Dimensionen zu unterscheiden: eine normative, strategische und operative Dimension. Sie akzentuieren logisch voneinander abgrenzbare Problemfelder, die durch das Management zu bearbeiten sind. Eine derartige Unterscheidung wäre jedoch fehlverstanden, wenn sie zur Grundlage arbeitsteiliger Zuständigkeitsverteilungen für unterschiedliche Kategorien des Managements gemacht werden würde. Im Sinne einer integrierten Managementbetrachtung ist daher von der gegenseitigen Durchdringung aller im folgenden zu differenzierenden Dimensionen auszugehen. Mag die vorgängige Strukturierung wesentlicher Sachverhalte zunächst den Eindruck einer skeletthaften Strukturierung erwecken, so akzentuiert sie jedoch die zu analysierende, beurteilende und zu gestaltende Interdependenz einzelner Sachverhalte im Rahmen vernetzter Beziehungen.
Mit dem folgenden Bezugsrahmen zur Betrachtung, Diagnose und Lösung von Managementproblemen, der einen differenzierten Überblick über Dimensionen und Module eines integrierten Managements vermittelt, soll der Führungspraktiker auf die wesentlichen Probleme und ihre Interdependenz hingewiesen werden, die er bei seinen grundlegenden Entscheidungen berücksichtigen muss. Durch zirkuläre Schlüsse sollen zudem potentielle Inkonsistenzen erkennbar gemacht werden, welche die erfolgreiche Umsetzung unternehmenspolitischer und strategischer Vorhaben gefährden können.
Methodisch eignet sich das Verfahren vor allem für eine Selbstreflektion und die Moderation eines Dialogs unter den Beteiligten, die ihre eigene Wertung von Zielvorstellungen, der Ist-Situation und Rahmenbedingungen zu einer realistischen Zielrealisation im Dialog einbringen. Insofern stellt es eine Provokation zu einem strukturierten Dialog, der auf der Selbstreflexion der Beteiligten beruht, über grundlegende Fragen des Managements dar.
Eine ganzheitliche Betrachtung, wie sie durch das im folgenden dargestellte Konzept induziert werden soll, hat vor allem gegenseitige Abhängigkeiten im Auge. Die einzelnen kontextspezifischen Ausprägungen sind dagegen aus dem Erfahrungsschatz der Beteiligten selbst zu entwickeln. Es entspricht den Vorstellungen der bisherigen Entwicklungen des St. Galler Managementmodells, das sich als "Leergerüst für Sinnvolles und Ganzheitliches" charakterisieren lässt. Mit diesem Konzept verbinden sich die folgenden Zielvorstellungen:
1. Eine dimensionale Ordnung von Entscheidungsproblemen des Managements vorzunehmen
2. Bereitstellung eines
- problembezogenen Ordnungsrahmens und
- Vorgehensmusters zur integrativen Konzipierung von Lösungsrichtungen unter Beachtung kontextualer und situativer Bedingtheiten der Unternehmensentwicklung, die als Konzeptionshilfen für die Eigenreflexion oder den Dialog zur Positionierung von Lagen und Absichten dienen.
aus Kap.: Dimensionen integrierten Managements