
Das Konzept Integriertes Management
Visionen - Missionen - Programme
Knut Bleicher(Author)
Campus (Publisher)
8th Edition
Published on 9. May 2011
Book
Hardback
723 pages
978-3-593-39440-4 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Der ganzheitliche Ansatz des St. Galler Management Konzepts hat das Denken und Handeln zahlreicher Manager nachhaltig beeinflusst. Führungskräfte finden hier einen Gestaltungsrahmen für die Zukunftssicherung ihrer Firma, der sämtliche Unternehmensaktivitäten in ein stimmiges Gesamtkonzept integriert. Sie erhalten strategische Denkanstöße, die weit über das operative Geschäft hinausreichen.
Die 8. Auflage erscheint zum 20-jährigen Bestehen des Managementklassikers, welcher heute zu den unverzichtbaren und zeitlosen Standardwerken der Managementliteratur zählt. In dieser Jubiläums-Neuauflage erwartet Sie ein neues Vorwort mit Ratschlägen an Führungskräfte von Knut Bleicher, ein Geleitwort über die Weiterentwicklung der St. Galler Managementlehre in die Praxis von Christian Abegglen, Geschäftsführender Direktor der St. Galler Business School, sowie ein zusätzliches, neues Kapitel zur praktischen Umsetzung des Konzepts.
Die 8. Auflage erscheint zum 20-jährigen Bestehen des Managementklassikers, welcher heute zu den unverzichtbaren und zeitlosen Standardwerken der Managementliteratur zählt. In dieser Jubiläums-Neuauflage erwartet Sie ein neues Vorwort mit Ratschlägen an Führungskräfte von Knut Bleicher, ein Geleitwort über die Weiterentwicklung der St. Galler Managementlehre in die Praxis von Christian Abegglen, Geschäftsführender Direktor der St. Galler Business School, sowie ein zusätzliches, neues Kapitel zur praktischen Umsetzung des Konzepts.
Reviews / Votes
01.11.2011, Controller Magazin Das Konzept Integriertes Management "Ein Spitzentitel der deutschsprachigen Managementliteratur."
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More details
Product info
GB
Edition
8., überarbeitete Auflage 2011
Language
German
Place of publication
Frankfurt/Main
Germany
Edition type
New edition
Product notice
Cloth
Illustrations
128 Abb.
128 Abb.
Dimensions
Height: 233 mm
Width: 135 mm
Thickness: 48 mm
Weight
1255 gr
ISBN-13
978-3-593-39440-4 (9783593394404)
Schweitzer Classification
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Das Konzept Integriertes Management
Visionen - Missionen - Programme
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Person
Prof. Dr. Dres. h. c. Knut Bleicher lehrte nach seiner Habilitation an der FU Berlin ab 1965 an der Universität Gießen Organisation, Führung und Personalwirtschaft. 1985 folgte er dem Ruf als Nachfolger von Prof. Dr. Dres. h. c. Hans Ulrich an die Universität St. Gallen und wurde Präsident des Geschäftsleitenden Ausschusses und Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft (IfB), für Personalmanagement (IfPM) und - als Neugründung - des Instituts für Technologiemanagement (ITEM). Neben diesen Tätigkeiten übernahm Knut Bleicher zahlreiche Gastprofessuren an internationalen Universitäten. Prof. Dr. Dres. h. c. Knut Bleicher wurde für seine Lebensarbeit durch drei Ehrendoktorate geehrt. Nach seiner Emeritierung im Jahre 1995 begleitete Knut Bleicher zahlreiche Veränderungsprozesse großer internationaler Unternehmen und war Beiratsvorsitzender und Wissenschaftlicher Leiter der renommierten, sich ausschließlich auf die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften in der Praxis konzentrierenden, privatrechtlich organisierten SGBS St. Galler Business School. "Das Konzept Integriertes Management" ist ein Standardwerk der Managementliteratur.
Content
Inhalt
Geleitwort 17
Geleitwort zur 7. Auflage 22
Vorwort zur 5. Auflage 25
Vorwort zur 7. Auflage 29
Vorwort zur 8. Auflage 31
1.Paradigmenwechsel im Management? 41
1.1Paradigmenwechsel - Wandel in den Anschauungen
von Problemen und ihrer Beherrschung 41
1.1.1Paradigma - akzeptierter Satz von Kriterien, der die Wahl von Problemen
und Methoden zu ihrer Lösung in einer Fachgemeinschaft prägt 42
1.1.2Paradigmatische Dynamik eines Faches 43
1.1.3Von der Betriebswirtschaftslehre zur Managementlehre 44
1.2Paradigmenwechsel im Management - Anlässe
und Bewegung 47
1.2.1Vor einer "Wendezeit" der Entwicklung hin zum Chaos? 48
1.2.2Der Umgang mit Komplexität muss überdacht werden 51
1.2.3Die Dynamik des Wandels verlangt Offenheit und Flexibilität 56
1.3Auf der Suche nach neuen Denkansätzen 64
1.3.1Ganzheitliches Denken zur Bewältigung gestiegener Komplexität 64
1.3.2Prinzipien des Umgangs mit Komplexität 69
1.3.3Vom Lenken zum Gestalten der Unternehmungsentwicklung - die
evolutorische Perspektive zur Bewältigung von Dynamik 73
1.4Megatrends des Managements 77
1.5Vor einem Paradigmenwechsel im Management 81
2.Dimensionen Integrierten Managements 85
2.1Ein Management-Konzept für Sinnvolles
und Ganzheitliches 86
2.2Metaintegration durch eine Management-
Philosophie 87
2.3Normatives und strategisches Management
gestaltet, operatives Management lenkt die Unter-
nehmungsentwicklung 87
2.3.1.Normatives Management 88
2.3.2.Strategisches Management 89
2.3.3Operatives Management 90
2.3.4Rekursion der Systemebenen92
2.4Aktivitäten, Strukturen und Verhalten wirken auf
die Unternehmungsentwicklung ein 94
2.4.1Integration durch Aktivitäten 94
2.4.2Integration durch Strukturen 95
2.4.3Integration durch Verhalten 95
2.5Konkretisierung des Integrationsprofils durch den
Ausgleich von Um- und Inweltforderungen in der
Unternehmungsentwicklung 97
3.Management-Philosophie und Vision als Leitsterne
der Unternehmungsentwicklung 99
3.1Wesen und Elemente einer Management-
Philosophie 100
3.1.1Grundlegende Annahmen über Werte und ein ihnen ent-
sprechendes Verhalten 101
3.1.2Werterhellung und Wertentwicklung 104
3.2Die unternehmerische Vision: Leitstern für
das normative, strategische und operative
Management 109
3.2.1Wesen und Elemente einer Vision 109
3.2.2Funktionen einer Vision 111
3.2.3Visionsfindung 113
3.2.4Träger der Visionsfindung 117
3.2.5Generierung von Unterstützung der Vision 117
3.2.6Wirkungen von Visionen 118
3.2.7Wechselnde Funktion der Vision im Laufe der Unternehmungs-
entwicklung 120
3.2.8Konkretisierung der Vision in einem Geschäftskonzept 122
3.3Auf dem Weg zur virtuellen Wissens-
unternehmung 126
3.3.1Der paradigmatische Trend verweist auf die Wissensunternehmung i
m quartären Wirtschaftssektor 126
3.3.2Die Vision von der Wissensunternehmung 128
3.3.3Virtuelle Repositionierung in der Wertschöpfungskette als
Visionsinhalt 136
3.4Organisationskonzepte in der Transition 150
4.Normatives Management: Die Konstitution einer
Unternehmung muss ihre Entwicklung ermöglichen
und fördern 153
4.1Unternehmungspolitik - Sicherung der Entwicklungs-
fähigkeit durch "politics" und "policies" 154
4.1.1"Politics" - der Ausgleich von Umwelt- und Inwelt-interessen in der
Unternehmungspolitik 155
4.1.2Der Ausgleich des Spannungsverhältnisses von Vergangenheit und
Zukunft in der Gegenwart verlangt eine Harmonisation der Perspektiven
von Mitgliedern und Teilnehmern 158
4.1.3"Policies" - Missionen als Vorgabe für strategisches und operatives
Verhalten 164
4.2Unternehmungsverfassung - Einbindung von
Interessen 183
4.2.1Wesen und Elemente der Unternehmungsverfassung 183
4.2.2Dimensionen der Unternehmungsverfassung 185
4.2.3Organverfassung - Einbindung von Interessen in einen konstitutiven
Rahmen und Gestaltung der Spitzenstruktur 186
4.2.4Kooperationsverfassung als Teil der Unternehmungsverfassung
Geleitwort 17
Geleitwort zur 7. Auflage 22
Vorwort zur 5. Auflage 25
Vorwort zur 7. Auflage 29
Vorwort zur 8. Auflage 31
1.Paradigmenwechsel im Management? 41
1.1Paradigmenwechsel - Wandel in den Anschauungen
von Problemen und ihrer Beherrschung 41
1.1.1Paradigma - akzeptierter Satz von Kriterien, der die Wahl von Problemen
und Methoden zu ihrer Lösung in einer Fachgemeinschaft prägt 42
1.1.2Paradigmatische Dynamik eines Faches 43
1.1.3Von der Betriebswirtschaftslehre zur Managementlehre 44
1.2Paradigmenwechsel im Management - Anlässe
und Bewegung 47
1.2.1Vor einer "Wendezeit" der Entwicklung hin zum Chaos? 48
1.2.2Der Umgang mit Komplexität muss überdacht werden 51
1.2.3Die Dynamik des Wandels verlangt Offenheit und Flexibilität 56
1.3Auf der Suche nach neuen Denkansätzen 64
1.3.1Ganzheitliches Denken zur Bewältigung gestiegener Komplexität 64
1.3.2Prinzipien des Umgangs mit Komplexität 69
1.3.3Vom Lenken zum Gestalten der Unternehmungsentwicklung - die
evolutorische Perspektive zur Bewältigung von Dynamik 73
1.4Megatrends des Managements 77
1.5Vor einem Paradigmenwechsel im Management 81
2.Dimensionen Integrierten Managements 85
2.1Ein Management-Konzept für Sinnvolles
und Ganzheitliches 86
2.2Metaintegration durch eine Management-
Philosophie 87
2.3Normatives und strategisches Management
gestaltet, operatives Management lenkt die Unter-
nehmungsentwicklung 87
2.3.1.Normatives Management 88
2.3.2.Strategisches Management 89
2.3.3Operatives Management 90
2.3.4Rekursion der Systemebenen92
2.4Aktivitäten, Strukturen und Verhalten wirken auf
die Unternehmungsentwicklung ein 94
2.4.1Integration durch Aktivitäten 94
2.4.2Integration durch Strukturen 95
2.4.3Integration durch Verhalten 95
2.5Konkretisierung des Integrationsprofils durch den
Ausgleich von Um- und Inweltforderungen in der
Unternehmungsentwicklung 97
3.Management-Philosophie und Vision als Leitsterne
der Unternehmungsentwicklung 99
3.1Wesen und Elemente einer Management-
Philosophie 100
3.1.1Grundlegende Annahmen über Werte und ein ihnen ent-
sprechendes Verhalten 101
3.1.2Werterhellung und Wertentwicklung 104
3.2Die unternehmerische Vision: Leitstern für
das normative, strategische und operative
Management 109
3.2.1Wesen und Elemente einer Vision 109
3.2.2Funktionen einer Vision 111
3.2.3Visionsfindung 113
3.2.4Träger der Visionsfindung 117
3.2.5Generierung von Unterstützung der Vision 117
3.2.6Wirkungen von Visionen 118
3.2.7Wechselnde Funktion der Vision im Laufe der Unternehmungs-
entwicklung 120
3.2.8Konkretisierung der Vision in einem Geschäftskonzept 122
3.3Auf dem Weg zur virtuellen Wissens-
unternehmung 126
3.3.1Der paradigmatische Trend verweist auf die Wissensunternehmung i
m quartären Wirtschaftssektor 126
3.3.2Die Vision von der Wissensunternehmung 128
3.3.3Virtuelle Repositionierung in der Wertschöpfungskette als
Visionsinhalt 136
3.4Organisationskonzepte in der Transition 150
4.Normatives Management: Die Konstitution einer
Unternehmung muss ihre Entwicklung ermöglichen
und fördern 153
4.1Unternehmungspolitik - Sicherung der Entwicklungs-
fähigkeit durch "politics" und "policies" 154
4.1.1"Politics" - der Ausgleich von Umwelt- und Inwelt-interessen in der
Unternehmungspolitik 155
4.1.2Der Ausgleich des Spannungsverhältnisses von Vergangenheit und
Zukunft in der Gegenwart verlangt eine Harmonisation der Perspektiven
von Mitgliedern und Teilnehmern 158
4.1.3"Policies" - Missionen als Vorgabe für strategisches und operatives
Verhalten 164
4.2Unternehmungsverfassung - Einbindung von
Interessen 183
4.2.1Wesen und Elemente der Unternehmungsverfassung 183
4.2.2Dimensionen der Unternehmungsverfassung 185
4.2.3Organverfassung - Einbindung von Interessen in einen konstitutiven
Rahmen und Gestaltung der Spitzenstruktur 186
4.2.4Kooperationsverfassung als Teil der Unternehmungsverfassung
Geleitwort
Die Welt ist nicht einfacher geworden, seit im Jahre 2004 die 7. Auflage des Management-Standardwerks "Das Konzept Integriertes Management" von Knut Bleicher erschien. Damals beschäftigten die Nachwirkungen der New-Economy-Krise die Wirtschaftswissenschaftler und die Entscheidungsträger in den Unternehmen, die nach Rückzugs- und Redimensionierungsstrategien erstaunlich rasch ihre Unternehmen wieder in Richtung eines Wunder versprechenden Wachstumspfades positionierten oder den Schlüssel zum Erfolg dann zumindest in Produktionsverlagerungen in die neuen EU-Länder im Osten Europas und in die aufstrebenden Staaten Asiens sahen.
Das alles scheint in weiter Ferne zu liegen. Es wurde verdrängt von globalen Turbulenzen in Wirtschaft und Gesellschaft, die noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die noch nicht überstandene globale Finanzkrise brachte die Welt der Wirtschaft und ganze politische Systeme an den Rand des Abgrunds. Die Stützprogramme der Regierungen in Schwindel erregender Milliardengröße, die zunächst Banken und dann Staaten vor dem Bankrott retten mussten, sind zu einer inhärenten Belastung und Bedrohung des westlichen kapitalistischen Wirtschaftssystems geworden.
Die größte Bedrohung allerdings, die uns die Finanzkrise hinterlassen hat, ist weder in den Bilanzen der Banken noch in den Haushaltsplänen klammer Staaten abzulesen. Es ist der allgemeine Vertrauensverlust in die Fähigkeit von Politikern und Managern, Wirtschaft und Gesellschaft in eine sichere Zukunft zu führen. Wo endet ein System, so wird gefragt, in dem Banken-Manager - wie in New York geschehen - mit ausschließlich auf das eigene Interesse gerichtetem Handeln Wachstum und Wohlstand weltweit gefährden können? Wie können Politiker daran gehindert werden, mit kreditfinanzierten sozialen Wohltaten und Subventionen das Wahlvolk bei Laune zu halten und damit den Staat zu überfordern? Denn ausufernde Staatsleistungen und exorbitant hohe Staatsverschuldung hemmen den Leistungswillen, bringen unternehmerisch individuelle Kräfte zum Erliegen und gefährden so den Wohlstand der jetzigen und vor allem der folgenden Generationen.
Von diesem Gefühl allgemeiner Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bleiben auch die Entscheidungsträger in den Unternehmen nicht verschont. Der schmale Pfad, auf dem der angestrebte Unternehmenserfolg zu erreichen ist, schlängelt sich inzwischen durch ein Umfeld, das immer mehr einem undurchdringlichen Dickicht gleicht. Die anschwellende Flut an Informationen, die aus der weltweiten Vernetzung hereinschwappt, trägt eher zur Konfusion denn zur Klärung bei. Die Komplexität der Ordnungssysteme hat einen Grad erreicht, der die Auffassungsgabe des Menschen und seine Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, weit übersteigt.
Im Kern meint Management das Gestalten, Steuern und Weiterentwickeln von Unternehmen im Kontext hoher Ungewissheit mit dem Ziel, einen im Vergleich zu anderen Wettbewerbern höheren Nutzen für alle Bezugsgruppen zu schaffen.
Die stärker denn je wirkenden Megatrends des laufenden Strukturwandels in Richtung einer internationalen Wissensgemeinschaft verleihen dem Faktor "Ungewissheit" allerdings eine zunehmend prägende Bedeutung. Die Generierung von höherem Nutzen, die erst die Daseinsberechtigung von Unternehmen begründet, droht dadurch häufig in den Hintergrund zu rücken. Hinzu kommt, dass die weltweite, durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie erst möglich gewordene Vernetzung der Märkte und die damit verbundene Transparenz von Renditechancen Unternehmen zwingt, global zu agieren. Da sich aber die politischen und wirtschaftlichen Gewichte auf dem Globus mit hoher Geschwindigkeit verschieben, verlangt das nach besonders hoher Flexibilität in den Unternehmen.
Schwellenländer wie Brasilien und Indien schließen mit hohem Wachstum zu den entwickelten Ländern des Westens auf. Die Börsenwerte der Unternehmen auf den Emerging Markets steigen Jahr für Jahr m
Die Welt ist nicht einfacher geworden, seit im Jahre 2004 die 7. Auflage des Management-Standardwerks "Das Konzept Integriertes Management" von Knut Bleicher erschien. Damals beschäftigten die Nachwirkungen der New-Economy-Krise die Wirtschaftswissenschaftler und die Entscheidungsträger in den Unternehmen, die nach Rückzugs- und Redimensionierungsstrategien erstaunlich rasch ihre Unternehmen wieder in Richtung eines Wunder versprechenden Wachstumspfades positionierten oder den Schlüssel zum Erfolg dann zumindest in Produktionsverlagerungen in die neuen EU-Länder im Osten Europas und in die aufstrebenden Staaten Asiens sahen.
Das alles scheint in weiter Ferne zu liegen. Es wurde verdrängt von globalen Turbulenzen in Wirtschaft und Gesellschaft, die noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die noch nicht überstandene globale Finanzkrise brachte die Welt der Wirtschaft und ganze politische Systeme an den Rand des Abgrunds. Die Stützprogramme der Regierungen in Schwindel erregender Milliardengröße, die zunächst Banken und dann Staaten vor dem Bankrott retten mussten, sind zu einer inhärenten Belastung und Bedrohung des westlichen kapitalistischen Wirtschaftssystems geworden.
Die größte Bedrohung allerdings, die uns die Finanzkrise hinterlassen hat, ist weder in den Bilanzen der Banken noch in den Haushaltsplänen klammer Staaten abzulesen. Es ist der allgemeine Vertrauensverlust in die Fähigkeit von Politikern und Managern, Wirtschaft und Gesellschaft in eine sichere Zukunft zu führen. Wo endet ein System, so wird gefragt, in dem Banken-Manager - wie in New York geschehen - mit ausschließlich auf das eigene Interesse gerichtetem Handeln Wachstum und Wohlstand weltweit gefährden können? Wie können Politiker daran gehindert werden, mit kreditfinanzierten sozialen Wohltaten und Subventionen das Wahlvolk bei Laune zu halten und damit den Staat zu überfordern? Denn ausufernde Staatsleistungen und exorbitant hohe Staatsverschuldung hemmen den Leistungswillen, bringen unternehmerisch individuelle Kräfte zum Erliegen und gefährden so den Wohlstand der jetzigen und vor allem der folgenden Generationen.
Von diesem Gefühl allgemeiner Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bleiben auch die Entscheidungsträger in den Unternehmen nicht verschont. Der schmale Pfad, auf dem der angestrebte Unternehmenserfolg zu erreichen ist, schlängelt sich inzwischen durch ein Umfeld, das immer mehr einem undurchdringlichen Dickicht gleicht. Die anschwellende Flut an Informationen, die aus der weltweiten Vernetzung hereinschwappt, trägt eher zur Konfusion denn zur Klärung bei. Die Komplexität der Ordnungssysteme hat einen Grad erreicht, der die Auffassungsgabe des Menschen und seine Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, weit übersteigt.
Im Kern meint Management das Gestalten, Steuern und Weiterentwickeln von Unternehmen im Kontext hoher Ungewissheit mit dem Ziel, einen im Vergleich zu anderen Wettbewerbern höheren Nutzen für alle Bezugsgruppen zu schaffen.
Die stärker denn je wirkenden Megatrends des laufenden Strukturwandels in Richtung einer internationalen Wissensgemeinschaft verleihen dem Faktor "Ungewissheit" allerdings eine zunehmend prägende Bedeutung. Die Generierung von höherem Nutzen, die erst die Daseinsberechtigung von Unternehmen begründet, droht dadurch häufig in den Hintergrund zu rücken. Hinzu kommt, dass die weltweite, durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie erst möglich gewordene Vernetzung der Märkte und die damit verbundene Transparenz von Renditechancen Unternehmen zwingt, global zu agieren. Da sich aber die politischen und wirtschaftlichen Gewichte auf dem Globus mit hoher Geschwindigkeit verschieben, verlangt das nach besonders hoher Flexibilität in den Unternehmen.
Schwellenländer wie Brasilien und Indien schließen mit hohem Wachstum zu den entwickelten Ländern des Westens auf. Die Börsenwerte der Unternehmen auf den Emerging Markets steigen Jahr für Jahr m