Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 1/2019

Produzieren/Konsumieren - Prosumieren/Konduzieren
 
 
Studien Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 25. Juli 2019
 
  • Sonstiges
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  • Printprodukt
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  • 216 Seiten
978-3-7065-5975-1 (ISBN)
 
Es scheint selbstverständlich, dass es sich beim KONSUMIEREN um eine vom PRODUZIEREN unterscheidbare Tätigkeit handelt und daher Konsument*in und Produzent*in konträre soziale Rollen einnehmen. Seit der Etablierung der bürgerlichen Gesellschafts- und Geschlechterordnung im 18./19. Jahrhundert sind zahlreiche Bemühungen zu beobachten, eine Sphäre der (männlichen) Produktion und Erwerbsarbeit von der des (weiblichen) Konsums und der Hausarbeit zu trennen. Als Mittler fungiert der MARKT: Wer für die Anfertigung einer Ware bezahlt wird, produziert, wer am Markt für diese bezahlt, konsumiert.
Wo aber berühren bzw. überlappen sich SPHÄREN, NETZWERKE UND LOGIKEN DER PRODUKTION UND DES KONSUMS? Welche ergänzenden und alternativen Möglichkeiten des Herstellens, Ge- und Verbrauchens von Dingen finden sich in Geschichte und Gegenwart? So liegt etwa das "Selbermachen", das DO-IT-YOURSELF quer zur Trennung von Produktion und Konsum. Neben dem Markt und damit dem Konsumieren kennen auch moderne Gesellschaften u.a. staatliche, genossenschaftliche und GEMEINSCHAFTLICHE VERSORGUNGSWEISEN. Sozialwissenschaften und Marketingforschung beobachten eine wachsende Tendenz von Unternehmen, Konsument*innen an der Herstellung (mit-)'arbeiten' zu lassen und sie für Entwicklung, Produktion und Distribution als PROSUMER*INNEN zu aktivieren. Solchen Veränderungen sowie der Frage ihrer Bewertung und historischen Einordnung widmet sich der vorliegende ÖZG-Band.
Die ÖSTERREICHISCHE ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFTEN (ÖZG) ist ein zentrales Medium zur Diskussion neuer Entwicklungen aus allen Bereichen der Geschichtswissenschaften, vor allem der Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Kulturgeschichte (historische Kulturwissenschaft), Geschlechtergeschichte und Wissenschaftsgeschichte. Besondere Berücksichtigung finden Debatten um Theorien und Forschungsmethoden. Sie werden in wissenschaftlichen Aufsätzen, aber auch in Gesprächen und Interviews mit Forscher*innen, in Werkstattberichten aus laufenden Projekten und in Review-Essays diskutiert. Die in der ÖZG erscheinenden Beiträge werden einem PEER-REVIEW-VERFAHREN unterzogen.

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