Wir haben für Sie besondere Bücher zusammengestellt: Ob wunderschöne Romane, humorvolle Geschichten, spannende Thriller oder anspruchsvolle Sachbücher – lassen Sie sich inspirieren.

Romane

Anne Weber – Annette, ein Heldinnenepos

Geboren 1923 in der Bretagne, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Sei­ten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung... und noch heute an Schulen ein leben­diges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams.

Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillan­ten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen wer­fen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was op­fert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Hel­din­nenepos erzählt von ei­ner wahren Heldin, die uns etwas angeht.


Deniz Ohde – Streulicht

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Alu­miniumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erin­nert sie sich.

Wahrhaftig und einfühlsam erkundet Deniz Ohde in ihrem Debütroman die feinen Un­ter­schiede in unserer Gesellschaft. Satz für Satz spürt sie den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbei­ter­kind, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit, der verinnerlichten Ab­wertung und dem Versuch, sich davon zu befreien.


Robert Seethaler – Der letzte Satz

An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manch­mal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gera­de unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.

"Der letzte Satz" ist das ergreifende Porträt eines Künstlers als müde gewordener Ar­bei­ter, dem die Vergangenheit in Form glasklarer Momente der Schönheit und des Bedau­erns entgegentritt.


Bernhard Schlink – Abschiedsfarben

Über das Gelingen und Scheitern der Liebe, über Vertrauen und Verrat, über bedroh­liche und bewältigte Erinnerungen und darüber, wie im falschen Leben oft das rich­tige liegt und im richtigen das falsche. Geschichten von Menschen in ver­schie­denen Lebens­pha­sen und ihren Hoffnungen und Verstrickungen.

"Liebe und mache, was du willst" ist kein Rezept für ein gutes Ende, aber eine Antwort, wenn andere Antworten versagen.


Thomas Hettche – Herzfaden

Ein großer Roman über ein kleines Theater: die Augsburger Puppenkiste. Ein Mäd­chen gerät nach einer Vorstellung durch eine verborgene Tür auf einen mär­chen­haften Dach­boden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mi­kesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber die Frau, die all diese Ma­rio­netten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt.

Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet hat. Sie beginnt im 2. Weltkrieg, als Walter Oehmichen, ein Schauspieler des Augs­burger Stadttheaters, in der Gefangenschaft einen Puppenschnitzer ken­nen­lernt und für die eigene Familie ein Marionettentheater baut. In der Bom­ben­nacht 1944 verbrennt es zu Schutt und Asche. "Herzfaden" erzählt von der Kraft der Fan­tasie in dunkler Zeit und von der Wiedergeburt dieses Theaters.


Ferdinand von Schirach – GOTT

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Me­di­ziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zwei­feln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Men­schen. Und wie schon in seinem ersten Drama "Terror" müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?


Sally Rooney – Normale Menschen

Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Klein­stadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie ge­mein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die ko­mi­sche Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht et­was mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, ob­wohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, un­wider­steh­lich voneinander angezogen.

Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.


Elena Ferrante – Das lügenhafte Leben der Erwachsenen | Hörbuch

Die dreizehnjährige Giovanna ist Vorzeigetochter und eine strebsame Schülerin. Doch plötzlich verändert sich alles, ihr Körper, ihre Stimmung, ihre schulische Leistung und ihr Verhältnis zu den Eltern.

Zufällig stößt Giovanna auf ein großes Tabu: die Vergangenheit ihres Vaters. Die Ge­heim­nisse, denen sie auf die Spur kommt, verstören Giovanna. Wem kann sie über­haupt noch trauen? Ist sie selbst bereits unrettbar verwoben in dieses lügenhafte Leben der Erwachsenen?


Mieko Kawakami – Brüste und Eier

Die dreißigjährige Natsuko wird von ihrer älteren Schwester Makiko und deren Toch­ter Midoriko in Tokio besucht. Makiko, die mit ihrem sich verändernden Körper nicht zu­recht­kommt, ist davon besessen, sich einer Brustvergrößerung zu unter­zie­hen. Ihre zwölfjährige Tochter Midoriko ist von der Pubertät überfordert und sieht sich außer­stan­de, ihre Ängste und Bedürfnisse offen zu kommunizieren. Die ase­xuelle Natsuko hadert mit der Frage, welche Rolle noch bleibt - als unverheiratete Frau, die nicht mehr Tochter ist und vielleicht nie Mutter sein wird.

Mieko Kawakami widmet sich der Diskriminierung von Frauen und Fragen nach so­zialem Geschlecht, Schönheitsnormen sowie dem Altern - und wagt es zu fragen, wel­chen Wert Frauen in der Gesellschaft haben, wenn sie sich all diesen Erwar­tun­gen widersetzen.


Lily King – Writers & Lovers

Als ihre Mutter plötzlich stirbt und Luke sie aus heiterem Himmel verlässt, verliert Casey den Boden unter den Füßen. Ohne wirklichen Plan landet sie mit einem Schul­denberg aus dem Studium in Massachusetts, wo sie beginnt, als Kellnerin zu arbei­ten. Bei ihren Versuchen, sich aus einem Netz von Abhängigkeiten zu befreien, gerät sie immer wieder in Situationen mit Männern, die ihre Macht gegen sie aus­spielen. Die einzige Konstante in ihrem Leben bleibt das Schreiben: Der Roman, an dem sie seit sechs Jahren arbeitet, wird ihr Fluchtort, ihr Schutzraum.

Aber ist sie mit 31 Jahren nicht zu alt, um sich an den losen Traum eines Lebens als Schrift­stellerin zu klammern? Ihre Entscheidung für das richtige Leben ist auch eine Entscheidung zwischen zwei Männern.


Ilja Leonard Pfeijffer – Grand Hotel Europa | Hörbuch

Ein junger Page, Abdul, empfängt den Schriftsteller auf den Marmorstufen des Ein­gangs­portals. Sie kommen miteinander ins Gespräch, der Schriftsteller spricht von Venedig und von Clio, seiner großen Liebe, die ihn verlassen hat. Nun ist er hier, be­zieht sein Zimmer in diesem geheimnisvollen Hotel, und während er die eleganten Gäste ken­nenlernt, fragt er sich, wie er Clio zurückgewinnen kann.

"Grand Hotel Europa" erzählt von einem alten Kontinent, auf dem vor lauter Ge­schich­te kein Raum für die Zukunft ist und die einzige Perspektive der Tourismus. Es ist ein Ro­man über unsere europäische Identität und die Nostalgie am Ende einer Ära.


John Dos Passos – USA-Trilogie

John Dos Passos' "USA-Trilogie" ist in der amerikanischen Literatur einzigartig wegen ihrer epischen Gestaltung und panoramischen gesellschaftlichen Perspektive. In den Romanen, aus denen sie besteht - "Der 42. Breitengrad" (1930), "1919" (1932) und "Das große Geld" (1936) -, zeichnet Dos Passos mit sarkastischem Humor und schar­fem Auge für soziale Fragen ein unvergessliches Kollektivporträt der USA. Dabei ver­bindet er das Leben seiner Charaktere und die Zeit, in der sie leben, auf eine raffinierte erzäh­le­ri­sche Weise, die diese Trilogie zu einem der lesbarsten modernen Klassiker über­haupt gemacht hat.

In seinem Vorwort schreibt Dos Passos: "USA, das ist ein Querschnitt durch einen Kon­tinent ... Vor allem aber ist es das gesprochene Wort der Menschen." Es ist die gewaltige Stimme Amerikas von der Industrialisierung bis zur Prohibition.


Candice Carty-Williams – Queenie

Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln. Zum Beispiel in der Zei­tungs­redaktion, wo sie die Zeit vertrödelt, anstatt endlich über die Themen zu schrei­ben, die ihr wichtig sind: Black Lives Matter, Feminismus, seelische Gesundheit. Oder mit ihrem braven weißen Boyfriend, der sie nicht gegen seinen rassistischen Onkel ver­teidigt. Als die Beziehung zerbricht, sucht Queenie Trost in der digitalen Datinghölle und trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen. Die Welt schaut ihr zufrieden da­bei zu: ist denn von jungen (Schwarzen) Frauen anderes zu er­war­ten? Eben.

Erst als es fast zu spät ist, stellt sich Queenie den wichtigen Fragen: Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Und mich in ihr ein bisschen glück­licher?


Ken Follett – Kingsbridge

England im Jahr 997. Der junge Bootsbauer Edgar ist er der Erste, der die Gefahr am Horizont entdeckt: Drachenboote. Jeder weiß: Die Wikinger bringen Tod und Ver­der­ben über Land und Leute. Edgar versucht alles, um die Bürger von Combe zu war­nen. Doch er kommt zu spät. Die Stadt wird beinahe völlig zerstört. Edgar bleibt nur ein Ausweg: ein verlassener Bauernhof in einem Weiler fern der Küste. Während Edgar ums Über­leben kämpft, streiten andere um Reichtum und Macht in England. Unter ihnen: der glei­chermaßen ehrgeizige wie skrupellose Bischof Wynstan, der idealistische Mönch Aldred und Ragna, die Tochter eines normannischen Grafen ...

Gemeinsam mit Edgar, Ragna, Wynstan und Aldred erleben wir den Übergang von dunk­len Zeiten ins englische Mittelalter - und den Aufstieg eines unbedeutenden Weilers zum Ort Kingsbridge, den wir seit "Die Säulen der Erde" kennen und lieben.


John Grisham – Das Manuskript

Hurrikan Leo steuert mit vernichtender Gewalt auf Camino Island zu. Die Insel wird evakuiert, doch der Buchhändler Bruce Cable bleibt trotz der Gefahr vor Ort. Leos Fol­gen sind verheerend: Mehr als zehn Menschen sterben. Eines der Opfer ist Nelson Kerr, ein Thrillerautor und Freund von Bruce. Aber stammen Nelsons tödliche Kopf­ver­let­zun­gen wirklich vom Sturm? In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwie­lichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Ge­schich­ten.

Sachbücher

Barack Obama – Ein verheißenes Land

In diesem mit Spannung erwarteten ersten Band seiner Präsidentschafts­erinne­run­gen erzählt Barack Obama die Geschichte seiner unwahrscheinlichen Odyssee vom jungen Mann auf der Suche nach seiner Identität bis hin zum führenden Politiker der freien Welt. In erstaunlich persönlichen Worten beschreibt er seinen politischen Wer­de­gang wie auch die wegweisenden Momente der ersten Amtszeit seiner histori­schen Präsident­schaft - einer Zeit dramatischer Veränderungen und Turbu­lenzen.

In diesem wunderbar geschriebenen und eindrücklichen Buch bringt Barack Obama seine Überzeugung zum Ausdruck, dass Demokratie kein Geschenk des Himmels ist, sondern auf Empathie und gegenseitigem Verständnis gründet und Tag für Tag ge­mein­sam geschaffen werden muss.


Evan Osnos – Joe Biden

Der vielfach ausgezeichnete Journalist Evan Osnos begleitet den Kandidaten der Demo­kratischen Partei seit Jahren und hat ihn immer wieder interviewt, zuletzt im Sommer 2020. Diese und weitere Gespräche mit Angehörigen und Weggefährten wie Barack Obama bilden die Grundlage dieser brillanten Nahaufnahme des 1942 ge­bo­renen Biden, in dessen Werdegang sich die Veränderungen der politischen Kultur der USA spie­geln.

Mit gerade einmal 29 Jahren wurde der Sohn eines Autohändlers in den US-Senat ge­wählt. Joe Biden hat dramatische Schicksalsschläge und überraschende Wen­dun­gen erlebt. Vielleicht versetzt ihn gerade das in die Lage, eine zerrissene Nation zu einen, die Wunden der Trump-Ära zu heilen und einen neuen politischen Aufbruch zu ermög­lichen.


Amartya Sen – Ökonomie für den Menschen

Das große Buch des Friedens- und Nobelpreisträgers Amartya Sen

Im Jahr 2020 erhält er für sein Lebenswerk den Friedenspreis des Deutschen Buch­handels. Bereits 1998 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften aus­gezeichnet. "Ökonomie für den Menschen", erstmal im Jahr 2000 auf deutsch er­schie­nen, ist das Hauptwerk Amartya Sens. Es zeigt: Ökonomische Vernunft, poli­tischer Rea­lismus und soziale Verantwortung müssen keine Widersprüche sein - denn nicht an unserem Wohlstand, sondern an unserer Freiheit zeigt sich wirklicher wirtschaftlicher Fortschritt.


Wolfram Eilenberger – Feuer der Freiheit

Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand: Mit großer Erzähl­kunst schildert Wolfram Eilenberger die dramatischen Lebenswege der einfluss­reichs­ten Phi­lo­sophinnen des 20. Jahrhunderts. Inmitten der Wirren des Zweiten Weltkrieges le­gen sie als Flüchtlinge und Widerstandskämpferinnen, Verfemte und Erleuchtete das Fundament für eine wahrhaft freie, emanzipierte Gesellschaft.

Die Jahre 1933 bis 1943 markieren das schwärzeste Kapitel der europäischen Mo­der­ne. Im Angesicht der Katastrophe entwickeln vier Philosophinnen, Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt, ihre visionären Ideen: zum Ver­hältnis von Individuum und Gesellschaft, von Mann und Frau, von Sex und Gender, von Freiheit und Totalitarismus, von Gott und Mensch.


Jürgen Kaube – Hegels Welt

Durch keinen anderen Denker lernt man so gut kennen, was auch die "Sattelzeit" genannt wurde: der Übergang des alten Europa in die moderne Gesellschaft. Ob Auf­klä­rung, die Herrschaft Napoleons oder die Befreiungskriege, ob Indus­tria­lisierung, Vor­märz oder die großen Entdeckungen - die Welt ändert sich während der Lebens­jahr­zehnte Georg Wilhelm Friedrich Hegels von Grund auf. Und zwar durch Ideen, die zu Revolutionen führten: politische, industrielle, ästhetische und pädagogische. Nicht um­sonst hat Hegel von der Philosophie verlangt, ihre eigene Zeit auf den Begriff zu brin­gen; nicht ewige Wahrheiten, nicht den Grund allen Seins, sondern die eigene Zeit in Gedanken.

Eine faszinierende Biographie - und eine Zeit, in der sich die Welt, unsere Welt, neu formierte. Letzteres lässt dieses Buch auch zu unserer Gegenwart sprechen.


Andrea Petkovic – Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

In "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" nimmt Andrea Petkovic uns mit in die Welt eines faszinierenden Sports, der so unkontrollierbar und aufregend ist wie das Leben selbst. Klug, poetisch und mit viel warmherzigem Humor erzählt sie Geschich­ten aus ihrer Kindheit und Jugend in Darmstadt als Flüchtlingskind aus dem ehe­ma­ligen Jugo­slawien, von herzzerreißenden Begegnungen auf und neben dem Tennis­platz, von ihrer zerrissenen serbisch-deutschen Seele und wilden New Yorker Näch­ten, von weib­lichen Körpern im Leistungssport - und von ihrer großen Liebe zur Literatur und zur Musik. So ist Petkovic' Debüt als literarische Autorin eine bewe­gende und witzige Hommage auf das Auf und Ab des Lebens - nicht nur für Tennis­liebhaberinnen und Tennisliebhaber.


Campino – Hope Street

Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Ge­schich­te. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wil­den Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehn­jährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Er­lösung und Vorbild zugleich - ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Ent­schei­dung für den besten Fußball­verein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht.

Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.


Kübra Gümüsay – Sprache und Sein

Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kate­gorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum exis­tie­ren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüsay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augen­höhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Den­ken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen un­sicht­bar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden - und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle - in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse -­ anders miteinander kommunizieren?

"Ein beeindruckendes Buch, poetisch und politisch zugleich." Margarete Stokowski


Hedwig Richter – Demokratie

Dass alle Menschen - wirklich alle! - gleich sein sollen, galt die längste Zeit als ab­surd. Die Historikerin Hedwig Richter erzählt, wie diese revolutionäre Idee aufkam, allmählich Wurzeln schlug, auch in Deutschland, und gerade hier so radikal verworfen und so selbst­verständlich wieder zur Norm wurde wie nirgends sonst. Wer heute Angst vor dem Untergang der Demokratie hat, der lese dieses wunderbar leicht ge­schrie­bene, opti­mis­tische Buch, das uns zeigt, dass Demokratie auch von der Krise lebt, weil sie ein offenes und utopisches Projekt ist.

Hedwig Richter erzählt die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Feh­lern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holo­caust steckt. Ihr anschauliches, erfrischend thesenstarkes Buch konzentriert sich auf Deutsch­land, weil gerade an der deutschen Affäre mit der Demokratie deutlich wird, wie in­ter­national verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind.


Jan Böhmermann – Gefolgt von niemandem, dem du folgst

Als Jan Böhmermann 2009 zu twittern anfing, war die Welt eine andere. Der Kurz­nach­richten­dienst war noch kaum bekannt; erst allmählich entstand eine parallele Öffent­lich­keit, in der Informationen ungefiltert, schnell und witzig verbreitet und dis­ku­tiert wur­den. Der Zugang ist radikal subjektiv. Wichtig ist, was für den Einzelnen wichtig ist: Welt­politik ebenso wie ein neuer Haarschnitt.

Mit seiner täglich wachsenden Reichweite und am Ende 2,2 Millionen Followern wird er aus Versehen auch zum Handelnden in der neuen Welt: Das Internet sickert in die Wirklichkeit, die Wirk­lichkeit verdampft ins Internet. Jan Böhmermann lobt, streitet, pro­vo­ziert, fragt, informiert, scherzt, irrt, wundert und blamiert sich: Seine Tweets, sorg­fältig zusammengestellt und eingeordnet, sind zugleich umfangreiche Kultur­ge­schich­te des vergangenen Jahrzehnts und eine unterhaltsame Infragestellung der Welt, in der wir leben.


Alfons Kaiser – Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld (1933 - 2019) war einer der wichtigsten Modeschöpfer der Welt - und einer der bekanntesten Deutschen. Der charismatische Designer, der Marken wie Chanel, Chloé und Fendi prägte, stilisierte sich selbst zum lebenden Logo, zu einem Mythos der Modewelt.

Alfons Kaiser, seit langem mit dem legendären Modemacher bekannt, kommt in dieser ersten deutschen Biographie dem Menschen Lagerfeld nahe. Das Buch nimmt "Kaiser Karl" die Maske ab und präsentiert einen äußerst umtriebigen, historisch gebildeten Mann der radikalen Entschlüsse, der mit preußischer Disziplin arbeitete und in vielen Stilen zu Hause war - ein extrem wandlungsfähiges, facettenreiches und dabei bo­den­ständiges Genie.


Yuval Noah Harari – Sapiens

Yuval Noah Harari ist seit einigen Jahren der erfolgreichste Sachbuchautor der Welt. Von seiner "Kurzen Geschichte der Menschheit" wurden in Deutschland über eine Millionen Exemplare verkauft. Jetzt erscheint der Weltbestseller in vier Teilen als Graphic Novel. Den Anfang macht "Sapiens. Der Aufstieg". Harari noch zugänglicher, noch unterhalt­samer, aber genauso intelligent und lehrreich - ein Muss nicht nur für seine Fans.

Vor Millionen von Jahren war der Mensch bloß ein relativ unbedeutender Vertreter der Tierwelt. Wenn die Erde ein Königreich gewesen wäre, hätten andere Tiere auf dem Thron gesessen - Löwen vielleicht oder Elefanten. Heute besitzen die Menschen Kräfte, derentwegen sie den anderen Tieren wie Götter vorkommen müssen. Wie konnte ein körperlich relativ schwacher Affe sich zum Herrn der Welt aufschwingen?


Lori Gottlieb – Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden

"Therapie ist wie Pornografie", schreibt die Psychologin Lori Gottlieb. "Beides setzt eine gewisse Art von Nacktheit voraus. Beides kann großen Nervenkitzel auslösen. Und beides wird von Millionen Menschen in Anspruch genommen, die meisten be­hal­ten es jedoch lieber für sich."

Als Lori Gottlieb sich selbst nach einer Trennung in Therapie begibt, ergeht es ihr eben­so wie ihren Patienten: Sie muss ihre eigenen blinden Flecken erkennen und sich verletzlich machen, um an Trauer, Scham und Schmerz wachsen zu können. Der schwer greifbare Prozess, der in dem intimen Verhältnis zwischen Therapeut und Patient abläuft, hat die Macht uns zu verändern, möglicherweise sogar unser ganzes Leben. Lori Gottlieb liefert eine brillante Hommage an den Menschen in all seinen Widersprüchlichkeiten und einen tiefbewegenden Einblick in alle Aspekte der Psycho­therapie.


David Barrie – Unglaubliche Reisen

Sie müssen ohne GPS auskommen und finden doch ans Ziel, ob schwimmend, flie­gend oder krabbelnd - Fische und Vögel, Insekten und Meeressäuger auf dem Weg zu Part­nern, Nahrung oder ihren Winterquartieren. Die navigatorischen Meis­ter­leis­tun­gen der Tiere stellen die Forschung vor Rätsel: Ameisen und Bienen, die mit­hil­fe von Licht­mus­tern navigieren, Meeresschildkröten und Langusten, die sich am Erd­mag­netfeld orien­tieren, und Wale, die über Tausende von Meilen einen gera­den Kurs beibehalten.

Fundiert und kurzweilig verknüpft David Barrie die neuesten wissenschaftlichen Er­kennt­nisse mit überraschenden Anekdoten. Er nimmt uns mit auf die erstaunlichen Reisen der Tiere und berichtet über Sinne und Fähigkeiten, von denen wir Menschen nur träumen können, wenn das Navi uns mal wieder in die Irre führt.