7. Schweitzer E-Book Forum in Hamburg

»Zukunft Bibliothek – weiter auf neuen Wegen«
Am 23. November 2017 fand in Hamburg das diesjährige Schweitzer E-Book Forum statt. Unter dem Motto "Zukunft Bibliothek - weiter auf neuen Wegen" gab es auch in diesem Jahr spannende Vorträge herausragender Referentinnen und Referenten.

Aus dem Programm

Urheberrecht und Wissensgesellschaft
Am 30. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag ein "Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft" (sog. Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz) verabschiedet, das am 1. März 2018 in Kraft treten wird. Mit dem Gesetz werden die Beschränkungen, denen die Rechte von Urhebern an ihren Werken zugunsten privilegierter Nutzer in Bildung und Wissenschaft unterworfen sind, deutlich erweitert. In dem Vortrag werden die neuen Vorschriften zunächst inhaltlich vorgestellt und erläutert. Im Anschluss wird dargestellt, warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die gegen den Widerstand vieler wissenschaftlicher Urheber und sämtlicher Wissenschaftsverlage verabschiedeten Vorschriften während des Gesetzgebungsverfahrens massiv kritisiert hatte. Schließlich wird nach den Perspektiven gefragt, die das Gesetz für Bibliotheken, Hochschulen und Verlage bietet.

"Warum haben wir einen Preis bekommen?" - Strategische Überlegungen der UB Leipzig
Die Universitätsbibliothek Leipzig wurde vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und der Deutschen Telekom Stiftung als "Bibliothek des Jahres 2017" ausgezeichnet. Im Vortrag wird die strategische Ausrichtung der UB Leipzig angesichts der Herausforderungen des Digitalen Wandels dargestellt, die die Grundlage der Bewerbung war.

Open Access Medien im Bibliotheksangebot - Chancen, Risiken, Ersatz für lizenzierte Texte?
Wissenschaftliche Bibliotheken bewerben seit Jahren intensiv neue offene Publikationsformen. Dennoch wird die Frage eines nutzerfreundlichen Nachweises von Open Access (OA) Dokumenten in den Katalogen immer noch kaum beachtet. Gleichzeitig können sich immer weniger Bibliotheken noch ein umfangreiches Zeitschriftenangebot großer Verlage leisten. Um die Akzeptanz von OA Publikationsmodellen zu fördern und die weltweit verfügbaren Texte für Nutzer zu erschließen, bietet die Elektronische Bibliothek (E-LIB) Bremen bereits seit 2004 freie OA Dokumente gemeinsam mit den Print- und lizenzierten E-Medien in einem zentralen Recherchesystem an.

Warum E-Books das Leben nicht unbedingt leichter machen – Erfahrungsbericht einer Universitätsbibliothek
Die UB Osnabrück bietet seit mehreren Jahren E-Books an, hat Verträge mit vielen Verlagen und Aggregatoren abgeschlossen und weist mittlerweile über eine halbe Million E-Books im OPAC nach. Dieser Vortrag liefert einen Erfahrungsbericht aus der alltäglichen Arbeit mit all ihren Problemen. Zu den behandelten Themen gehören Recherchemöglichkeiten nach lieferbaren E-Books, E-Book-Politik der Verlage, verschiedene Erwerbungs- und Lizenzmodelle (u.a. PDA und EBS), Optimierung des Bestellverfahrens, Vor- und Nachteile von E-Book-Aggregatoren, Fragen der Katalogisierung, DRM-Restriktionen, Rolle der Agenturen, Unterstützung durch Bibliotheksverbünde.

Alles anders! Veränderungen und Herausforderungen für Personal und Unternehmenskultur im digitalen Wandel!
Unsere Arbeitswelten stehen vor gravierenden Veränderungen: Die bekannten Modelle greifen in einer sich ständig wandelnden Arbeitsumwelt nicht mehr, der kulturelle Wandel führt zu einem veränderten Verständnis von Arbeit überhaupt. Wie können die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen von Mitarbeitern berücksichtigt werden? Wie kann ein angemessenes Führungsverhalten neu definiert werden? Neben praktischen Vorschlägen in Bezug auf die Ausgestaltung der Organisation sollen auch Themen in Bezug auf Kommunikation Antworten auf diese und weitere Fragen geben.

The End of Search as we know it - Sprachsuche und Personal Assistants als neuer Zugang zu Informationen
Sprachsteuerung und digitale Assistenten werden immer beliebter. Prognosen sagen einen Anstieg der weltweiten Nutzer auf 1,8 Milliarden im Jahr 2021 voraus. Die beliebteste Anwendung ist dabei die Suche nach Informationen aus dem Web. Dabei stellt sich die Frage, wie gut die Systeme funktionieren, wenn Suchanfragen nicht mehr getippt, sondern gesprochen werden. Dieser Frage wurde in einem Projekt an der HAW Hamburg nachgegangen. In dem Vortrag werden die Projektergebnisse und ein Überblick zu Entwicklungen in der Sprachsuche vorgestellt.

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