Sklaven als Ware und Kapital

Die Plantagenökonomie von Saint-Domingue als Entwicklungsprojekt
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Januar 2017
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-406-69968-9 (ISBN)
 
Das durch eine Sklavenrevolte eingeleitete Ende der reichsten französischen Kolonie des 18. Jahrhunderts wurde schon in zahlreichen Studien untersucht - nicht jedoch der um 1700 beginnende Aufbau ihrer höchst ertragreichen Zuckerrohrplantagen.
Binnen weniger Jahrzehnte wurde aus einem Korsarennest der weltgrößte Rohzuckerproduzent, mit agroindustrieller Infrastruktur und idealtypisch ausgeformtem Sklavereisystem. Karsten Voss beschreibt minutiös, wie eine weitblickende Unternehmerelite von Kolonialoffizieren, Steuerpächtern und Finanziers die dafür erforderlichen
Institutionen und Mentalitäten schuf. Dabei zeigt er zugleich, wie mit Instrumenten des Absolutismus die Transformation vom Handels- zum Industriekapitalismus eingeleitet wurde.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
mit 33 Abbildungen und Grafiken
  • 10,64 MB
978-3-406-69968-9 (9783406699689)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Karsten Voss (1962-2015) hat an der Universität Hamburg und der University of Pittsburgh Geschichte, Politikwissenschaft und Karibische Literatur studiert. In Pittsburgh hat er zudem zur Kolonialen
Geschichte Lateinamerikas und zu NS-Zwangsarbeit geforscht.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 3]
3 - Zum Buch [Seite 321]
4 - Über den Autor [Seite 321]
5 - Hinweis [Seite 4]
6 - Impressum [Seite 4]
7 - Inhalt [Seite 5]
8 - Vorbemerkung [Seite 7]
9 - Vorwort [Seite 8]
10 - Einleitung [Seite 11]
11 - Kapitel 1 Das Projekt Saint-Domingue: Entwicklung nach dem Vorbild Jamaika [Seite 33]
11.1 - 1.1 Exposé: Saint-Domingue und Jamaika [Seite 33]
11.2 - 1.2 Vom Nutzen des Zuckers: Industrielle Entwicklung versus kommerzielle Landwirtschaft. [Seite 41]
11.3 - 1.3 Über den Handel mit den spanischen Amerikas: Direkte und indirekte Wege [Seite 50]
12 - Kapitel 2 Die Gründung der Compagnie de Saint- Domingue: Finanziers und koloniale Militär-Unternehmer [Seite 61]
12.1 - 2.1 Die Kompagnons: Finanzkapital versus Handelskapital [Seite 61]
12.2 - 2.2 Die Unternehmer: Offiziere in der kolonialen Ökonomie [Seite 76]
12.3 - 2.3 Die Compagnie de Saint-Domingue: Ein Monopol mit Schlupfloch [Seite 83]
13 - Kapitel 3 Das operative Geschäft der Compagnie de Saint-Domingue um 1700 [Seite 89]
13.1 - 3.1 Der Einkauf der Offiziere in das Sklavenhandelsmonopol [Seite 90]
13.2 - 3.2 Karibischer Sklavenhändler versus transatlantischer Sklavenhändler [Seite 98]
13.3 - 3.3 Der Wert der Sklaven: Arbeitskräfte und Kapitalakkumulation in Saint-Domingue [Seite 106]
14 - Kapitel 4 Das Sklavenhandelsmonopol: Handelsvertrag, diplomatische Institution, Kreditinstrument und Zollpacht [Seite 121]
14.1 - 4.1 Sklavenhandel und Diplomatie im ausgehenden 17. Jahrhundert [Seite 121]
14.2 - 4.2 Messen, Geld, Manufakturwaren und Sklavenhandel [Seite 128]
14.3 - 4.3 Der Asiento de negros esclavos: Zollunion, Kredit- und Liefervertrag [Seite 135]
14.4 - 4.4 Die Bereitstellung von Sklaven unter dem französisch-spanischen Monopol [Seite 146]
14.5 - 4.5 Der Manufakturwarenhandel unter dem Sklavenhandelsmonopol [Seite 150]
15 - Kapitel 5 Saint-Domingue unter dem Sklavenhandelsmonopol: Krieg, Krise und Spekulation auf den Frieden [Seite 159]
15.1 - 5.1 Die Krise des französischen Zuckermarktes [Seite 159]
15.2 - 5.2 Verschuldung und Erbrecht: Die Auslegung des «Code Noir» zugunsten der kolonialen Sklavenhändler [Seite 163]
15.3 - 5.3 Sklavenhändler und karibischer Handel: Korsarenfahrt, Kommerz und Kredit [Seite 169]
15.4 - 5.4 Verschuldung und Spekulation: Die Sklavenbesitzer und der Wert der Arbeit der Sklaven [Seite 179]
16 - Kapitel 6 Der Preis des Sklavenhandelsmonopols: Sklavenwiderstand, Sklavenhandel und die öffentliche Policey in Saint-Domingue [Seite 198]
16.1 - 6.1 Santo Domingo und der Sklavenwiderstand in Saint-Domingue [Seite 198]
16.2 - 6.2 Vom Strafregiment zum Kontrollregime: Der Wert des Menschen und seiner Arbeit [Seite 205]
16.3 - 6.3 Ein Zahlenspiel: Der relative Wert des Menschen als Ware und Kapital [Seite 225]
17 - Fazit [Seite 237]
18 - English Summary [Seite 244]
19 - Quellen und Literatur [Seite 248]
20 - Verzeichnis der Tabellen [Seite 254]
21 - Zeittafel [Seite 255]
22 - Gouverneure von Saint Domingue [Seite 256]
23 - Karte von Saint-Domingue um 1700 [Seite 257]
24 - Anhang [Seite 258]
24.1 - Auszug aus dem Brief von Ducasse an Pontchartrain, 1698 [Seite 258]
24.2 - Patente der Compagnie de Saint-Domingue [Seite 269]
24.3 - Frachtbrief des Schiffs Opiniatre [Seite 277]
24.4 - Traité fait entre les deux Roys [Seite 278]
24.5 - Bilanz der Compagnie de Saint-Domingue, 1713 [Seite 288]
24.6 - Warenimporte Saint-Domingues aus Frankreich, 1715 [Seite 312]
24.7 - Warenexporte Saint-Domingues nach Frankreich, 1715 [Seite 316]
BISAC Classifikation

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