Die Wahrsagekunst im Alten Orient

Zeichen des Himmels und der Erde
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. September 2013
  • |
  • 423 Seiten
 
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978-3-406-64515-0 (ISBN)
 
Den immerwährenden Traum der Menschheit, Einblick in die Zukunft nehmen und so den Erfolg wichtiger Unternehmungen schon im voraus überschauen zu können, schienen babylonische Gelehrte schon im ausgehenden dritten vorchristlichen Jahrtausend verwirklicht zu haben. Sie standen im Ruf, an zahlreichen Zeichen in Natur und Umwelt zukünftiges Wohl und Wehe genau zu erkennen und das Schicksal jedes einzelnen Menschen ergründen zu können. Daher waren sie nicht nur Königen und Heerführern als Ratgeber unentbehrlich, sondern erfreuten sich auch als Lebensberater großer Beliebtheit.
Der Ruhm der altorientalischen Zeichendeuter war so groß, daß er sich im gesamten Mittelmeerraum verbreitete. Ihre Lehren prägten das Weltbild der Klassischen Antike. Als Mittel der Entscheidungsfindung kam in Rom und Griechenland namentlich den Orakelverfahren der Opferschau und der Lehre von den zukunftsweisenden Zeichen des gestirnten Himmels hohe Bedeutung zu.
Stefan M. Maul erschließt in seinem gleichermaßen spannenden wie erhellenden Buch das kaum überschaubare und in weiten Teilen noch unveröffentlichte Schrifttum der babylonischen Gelehrten. Anschaulich erklärt er die altorientalischen Verfahren der Zukunftsschau und zeigt auf, wie sich im Lauf von Jahrtausenden aus den Lehren von der Zeichenhaftigkeit der Welt der Nährboden für unsere heutigen Wissenschaften bildete.
In seinem eindrucksvollen Beitrag zur Geistesgeschichte geht er zudem der Frage nach, wie es möglich war, daß eine auf Eingeweideschau und Astrologie fußende Politikberatung dauerhaft stabile politische Verhältnisse beförderte.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Stefan M. Maul lehrt als Professor für Assyriologie an der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Leibniz-Forschungspreis der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Länder (1997).
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 3]
3 - Impressum [Seite 4]
4 - Inhalt [Seite 5]
5 - 1. Zeichen des Himmels und der Erde [Seite 9]
6 - 2. Opfer und Wahrsagekunst [Seite 21]
7 - 3. Botschaften in Leber und Innereien: Grundzüge der Eingeweideschau [Seite 29]
7.1 - Die Opfertiere [Seite 29]
7.2 - Eine durchwachte Sternennacht: Der rituelle Rahmen einer Opferschau [Seite 32]
7.3 - Die Prüfung des Opfertiers und seiner Eingeweide [Seite 54]
7.4 - Die Leberschau [Seite 64]
7.5 - Urteilsverkündung und Beendigung des Opferschaurituals [Seite 100]
7.6 - Maßnahmen im Fall eines dauerhaft ungünstigen oder ungültigen Opferschaubefundes [Seite 104]
8 - 4. Die hohe Kunst des Fragens [Seite 111]
9 - 5. Eine preisgünstigere Variante: Die Inspektion von Opfervögeln [Seite 131]
10 - 6. Opferschau für Eilige und Arme [Seite 155]
10.1 - Wahrsagen mit einer Handvoll Mehl [Seite 156]
10.2 - Prophezeiungen mit Räucherwerk [Seite 162]
10.3 - Der Blick in die Zukunft mit ein paar Tropfen Öl [Seite 167]
11 - 7. Von der Fleischbeschau zur : Das Aufblühen der babylonischen Kunst, Zeichen aus Eingeweiden zu lesen [Seite 181]
11.1 - Die Ursprünge im Dunkel der Vorgeschichte [Seite 182]
11.2 - Anfänge in der frühen städtischen Hochkultur des Alten Orients [Seite 185]
11.3 - Der political turn der Opferschau im ausgehenden dritten Jahrtausend v. Chr. [Seite 187]
11.4 - Eine Gelehrtendisziplin bildet sich heraus [Seite 191]
11.5 - Opferschau und Staatsmacht [Seite 200]
11.6 - Der lange Weg von der mündlichen zur schriftlich fixierte Überlieferung [Seite 210]
11.7 - Erste keilschriftliche Fallsammlungen [Seite 214]
11.8 - Zeugnisse der Opferschau-Praxis: Opferschauprotokolle und Musteranfragen [Seite 218]
11.9 - Von Babylonien in die Welt: Das erfolgreiche Streben der Großmächte nach dem gehüteten Wissen der Opferschauer [Seite 220]
11.10 - Babylonien schafft sich erneut ein Wissensmonopol [Seite 227]
11.11 - Assyrien erzwingt das Erbe des babylonischen Südens [Seite 231]
12 - 8. Anfechtungen : Der unaufhaltsame Aufstieg der babylonischen Sternkunde [Seite 237]
13 - 9. Neue Lehren vom Kosmos oder die Interdisziplinarität der Wahrsager [Seite 277]
14 - 10. Im Auge der Macht: Wahrsagekunst und Politikberatung [Seite 297]
15 - 11. Von Sinn und Unsinn der Prognostik [Seite 315]
16 - Anhang [Seite 325]
16.1 - Anmerkungen [Seite 327]
16.2 - Abkürzungsverzeichnis [Seite 375]
16.3 - Literaturverzeichnis [Seite 377]
16.4 - Epochen der mesopotamischen Geschichte und ihre Datierung [Seite 404]
16.5 - Zur Umschrift altorientalischer Wörter und Begriffe [Seite 405]
16.6 - Danksagung [Seite 406]
16.7 - Indices [Seite 407]
16.7.1 - 1. Orte und Gewässer [Seite 407]
16.7.2 - 2. Personen [Seite 408]
16.7.3 - 3. Gottheiten [Seite 410]
16.7.4 - 4. Sachregister [Seite 411]
16.8 - Bildnachweis [Seite 423]
17 - Zum Buch [Seite 433]
18 - Über den Autor [Seite 433]
19 - Karte [Seite 434]
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BISAC Classifikation

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