Werke im Werden

Über die Genesis philosophischer Einsichten
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. März 2011
 
  • Buch
  • |
  • Hardcover
  • |
  • 216 Seiten
978-3-406-60655-7 (ISBN)
 

"Philosophie und Literatur haben eine gemeinsame Geschichte. Die Form, in der ein philosophischer Gedanke mitgeteilt wird, hat stets Bedeutung für seinen Gehalt und Zusammenhang. Dieter Henrich geht in diesem Buch der Entstehung von philosophischen Konzeptionen nach und entwirft damit zugleich das Kernstück einer noch ausstehenden Literaturgeschichte der Philosophie. Im ersten Teil des Buches werden die Entstehung und die Werkidee philosophischer Hauptwerke von Descartes, Kant, Hegel, Wittgenstein und Heidegger analysiert. Oftmals spielen in der Genese solcher Werke exzeptionelle Momente der Einsicht eine wichtige Rolle. In ihnen wird eine Konzeption gefasst, die Grundprobleme des Denkens löst und zugleich eine Orientierung für das Menschenleben erschließt. Der zweite Teil des Buches entfaltet - in kritischer Bezugnahme auf Rorty, Foucault und Quentin Skinner, aber auch auf Hegel - eine alte Frage auf neue Weise: In welchem Sinne müssen philosophische Konzeptionen als Produkte einer Kultur verstanden werden und inwiefern kann von ihnen gesagt werden, dass sie Erkenntnis nicht nur anstreben, sondern wirklich gewinnen? Der Weg zu einer Antwort führt in das Zentrum der Philosophie selbst hinein.

  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
  • Gewebe
  • Höhe: 20.3 cm
  • |
  • Breite: 12.1 cm
  • 346 gr
978-3-406-60655-7 (9783406606557)
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Dieter Henrich, geboren 1927 in Marburg, ist Professor für Philosophie. Er studierte in Marburg, Frankfurt/Main und Heidelberg. 1950 erwarb er in Heidelberg den philosophischen Doktorgrad und wurde dort 1956 Privatdozent. Er promovierte zum Thema "Die Einheit der Wissenschaftslehre Max Webers". In seiner Habilitation befasste er sich mit "Selbstbewusstsein und Sittlichkeit". 1960 folgte er - erst 33-jährig - einem Ruf als ordentlicher Professor an die Freie Universität Berlin. Er lehnte Rufe an die Universitäten Bochum, Würzburg und Göttingen ab und entschied sich 1965 für die Universität Heidelberg. Seit 1981 lehrt er an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er heute noch die Forschungsstelle Klassische Deutsche Philosophie leitet. Dieter Henrich ist Mitglied der Bayerischen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Akademia Europea, Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences und seit 1999 Mitglied der Genfer Academie Internationale de Philosophie de l'Art. 1995 erhielt er den Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen und bekam 1999 die Ehrendoktorwürde der Universität Münster verliehen.
Einleitung

- I -
Die Genesis von Konzeption und Gestaltung

1. Zwei Formen der genetischen Untersuchung
2. Momente des Aufschlusses über Konzeption und Lebensweg
3. Zeugnisse von Momenten der Einsicht
4. Diagnose verdeckter Defizite
5. Entwürfe und Sekundenphilosophien
6. Konzeptionen in Werkgestalt
A. Die Verfassung von Hauptwerken
B. Kant, Descartes, Hegel
C. Wittgenstein und Heidegger

- II -
Die innere Genesis der Einsicht

7. Der Denker in seiner Konzeption
8. Kulturtheoretische Erklärungen der Philosophie
A. Ideengeschichte der Kanonbildung
B. Formprobleme als Komplikation
9. Erkenntnis in Zerstreuung
A. Welche Einheit in der Philosophiegeschichte?
B. Um Hegels paradoxe These
C. Wir erkennen
10. Die Subjektivität im Denken eines Gründenden
A. Konzeption und Lebensorientierung
B. Affirmation des Lebens

Coda
Philosophisches Werk und Kunstwerk

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