
Mitten im Leben
In-vivo-Arbeit in Stotterer-Selbsthilfegruppen
Stottern & Selbsthilfe (Publisher)
1st Edition
Published on 30. April 2013
Video
DVD Video
32 pages
978-3-921897-70-6 (ISBN)
Description
Beim so genannten In-vivo-Training werden im öffentlichen Raum, also "Mitten im Leben", kleine Experimente und Übungen durchgeführt, die einen neuen Umgang mit Stottern und mit Kommunikation im Allgemeinen ermöglichen.
Der Film gibt einen Überblick über Möglichkeiten der Invivo-Arbeit in Stotterer-Selbsthilfegruppen. Ausgehend von einer strukturierten Vorbereitung über die konkrete Durchführung einer Reihe von Übungen bis hin zur sinnvollen Nachbereitung versteht sich der Film als Leitfaden, anhand dessen Stotternde in Selbsthilfegruppen ihr eigenes In-vivo-Training planen können.
Weitere Übungsvorschläge finden sich in der Begleitbroschüre. der Film will Mut machen und lust wecken, sich selbst einmal nach draußen zu wagen und den öffentlichen Raum zu erobern.
Der Film gibt einen Überblick über Möglichkeiten der Invivo-Arbeit in Stotterer-Selbsthilfegruppen. Ausgehend von einer strukturierten Vorbereitung über die konkrete Durchführung einer Reihe von Übungen bis hin zur sinnvollen Nachbereitung versteht sich der Film als Leitfaden, anhand dessen Stotternde in Selbsthilfegruppen ihr eigenes In-vivo-Training planen können.
Weitere Übungsvorschläge finden sich in der Begleitbroschüre. der Film will Mut machen und lust wecken, sich selbst einmal nach draußen zu wagen und den öffentlichen Raum zu erobern.
Reviews / Votes
Rezensionen und Meinungenaus: Logos, Jahrgang 22, Ausgabe 3, 2014
Die Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie
Mit dieser DVD ist Dorothea Beckmann und allen Beteiligten ein ganz wunderbarer Film gelungen! Mit dem Begleitheft wird man durch verschiedene Szenenfotos geführt und es wird einem eine große Ideenvielfalt eröffnet.
. Im Rahmen der Ausbildung von LogopädInnen kann dieses Video dazu beitragen, neuen, wie auch erfahreneren TherapeutInnen zu zeigen, dass In-vivo-Training nicht gleich einem Sprung ins Unbekannte, sondern vielmehr ein Heranführen und ein Desensibilisieren ist. "Mitten im Leben" ist ein großartiger Film für alle Betroffenen. Selbsthilfegruppen, TherapeutInnen, und solche, die es werden wollen. Es lohnt sich diese DVD mehrmals zu gucken. Immer wieder kann Neues entdeckt werden. Viele Ideen laden zum Ausprobieren ein.
Svenja Frommann, Hamburg
aus: mit SPRACHE, 2/2014, 46. Jahrgang, Juni 2014
Fachzeitschrift für Sprachheilpädagogik (Österreichische Gesellschaft für Sprachheilpädagogik - ÖGS) www.sprachheilpaedagogik.at
... Das Begleitheft mit vielen Szenenfotos bietet durch umfangreiche Informationen, viele Übungsanregungen und Beispielbögen (u.a. für eine Umfrage zum Thema Stottern) eine gute Unterstützung für die In-vivo-Arbeit in (Selbsthilfe-)Gruppen.
Der Film hinterlässt einen sehr positiven und erfolgversprechenden Eindruck der In-vivo-Arbeit mit Erwachsenen, zugleich gibt er auch den Anstoß und die Motivation, in der Arbeit mit stotternden Menschen den Therapieraum zu verlassen und dem Alltag der Betroffenen ein Stück weit näher zu rücken. Ich denke, dass die Methode auch mit Kindern gut umsetzbar ist, da der Spaßfaktor im Vordergrund steht und die Neugier geweckt wird, vorausgesetzt es lassen sich die zeitlichen und örtlichen Rahmenbedingungen schaffen.
Informativ, gut strukturiert und zur Nachahmung anregend.
Karin Meusburger
aus: Forum Logopädie, Heft 5, September 2013
... Dorothea Beckmann und allen Beteiligten ist ein ganz ausgezeichneter Film gelungen! Er überzeugt in jeder Hinsicht und lässt keine Wünsche offen.
Zunächst einmal verdient das ausgezeichnete Begleitheft mit vielen Szenenfotos großes Lob. Es ist übersichtlich und einladend gestaltet und enthält die ganze Ideenvielfalt der in-vivo-Arbeit in wohlgeordneter Form.
Übertroffen wird dieser Eindruck dann noch vom Film selbst. Er ist didaktisch hervorragend aufgebaut - derselbe Aufbau findet sich auch im Begleitheft - und zeigt Schritt für Schritt, wie die in-vivo-Arbeit gestaltet werden kann. Dabei werden alle Schritte von der Vorbereitung bis zur in-vivo-Aktion der SSHG gut strukturiert, einleuchtend und sehr einladend in Bild und Kommentar verdeutlicht. Die eigentliche in-vivo-Arbeit zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie in-vivo-Arbeit sein kann: heiter, mutig, anspruchsvoll, herausfordernd, voller individueller Vielfalt, Kräfte freisetzend, ungeheuer inspirierend. Eben "mitten im Leben".
Das alles macht den Film zu einem idealen Lehrvideo für SSHGs.
Doch gerade auch für die Ausbildung von LogopädInnen und SprachtherapeutInnen ist dieser so einladende und ermutigende Film ideal.
Besser kann man in-vivo-Arbeit nicht zeigen! Man kann diesem Film nur ein breites Publikum in SSHGs und in der Ausbildung von StottertherapeutInnen wünschen!
Christiane Koch, Tübingen
aus: Der Kieselstein, August 2013
... Der Film ist didaktisch sehr gut aufgebaut und gliedert sich in vier Teile:
1. Was ist In-vivo-Arbeit? 2. Ziele und Arten von In-vivo-Arbeit. 3. Vorbereitung und 4. Auswertung.
Der Betrachter wird behutsam und schrittweise an das Thema herangeführt, das Begleitheft ist unentbehrlich und enthält nützliche Anregungen für eigene zwischenmenschliche Erkundungen . Hauptteil ist die Durchführung mit insgesamt mit 47 Minuten. Auch hier ist Dorothea Beckmann sehr klug didaktisch vorgegangen. Es beginnt mit allgemeinem Selbstsicherheitstraining und Desensibilisierung gegen das eigene Stottern. Als nächstes werden Sprech- und Modifikationstechniken demonstriert, eine praktische Anwendung finden sie in einem Telefontraining. Mit steigender Selbstsicherheit steht am Ende die Erweiterung der kommunikativen Kompetenz.
... In-vivo-Training bedeutet nicht den Sprung ins kalte Wasser, sondern die sensible Arbeit geht vom seichten ins tiefere Wasser - wie beim Schwimmenlernen -, bis sich eine emotionale Trittfestigkeit einstellt. Aus mancher grauen Maus ist schon ein Partylöwe geworden, der sich nach einem In-vivo-Training mehr zutraut als zuvor.
"Mitten im Leben" ist ein feinfühliger Film, den es lohnt, mehrmals zu gucken. Es ist darin immer wieder Neues zu entdecken, was man demnächst mal ausprobieren möchte.
Harald Strätz
aus: Sprache - Stimme - Gehör (Bücherecke), August 2013 (Quelle: www.thieme.de)
"Ich würde es wieder machen" mit diesen Worten reflektiert ein Stotternder am Ende der DVD seine Teilnahme an zahlreichen In-vivo-Übungen mit einer Stotterer-Selbsthilfegruppe. Dieser Aussage wird man als Betrachter der hier vorgestellten DVD zweifellos Glauben schenken. Das von der Logopädin Dorothea Beckmann und der Stotterer-Selbsthilfegruppe Nordrhein-Westfalen entwickelte Werk vermittelt sehr gut, dass in-vivo-Übungen Spaß machen, den eigenen Aktionsradius erweitern und das eigene (sich-)Zutrauen wachsen lassen.
Detailliert zeigt der Film, wie in-vivo-Übungen in Stotterer-Selbsthilfegruppen vorbereiten werden, welche verschiedenen Arten von in-vivo-Übungen es gibt und wie Auswertungsgespräche im Anschluss eines in-vivo-Trainings aussehen können.
Angefangen mit Mut- und Auffälligkeitsübungen im öffentlichen Raum über offensichtliches Stottern und den Einsatz von Sprech- und Modifikationstechniken bis zu spontanen Gesprächen mit fremden Personen zeigen sich stotternde Teilnehmer in einer Vielzahl unterschiedlicher Szenen. Als DVD-Seher hat man fast das Gefühl, diesen Sequenzen tatsächlich beizuwohnen.
Das Begleitheft bietet durch umfangreiche Informationen, viele Übungsanregungen und Beispielbögen (u. a. für eine Umfrage zum Thema Stottern) eine gute Unterstützung für die In-vivo-Arbeit in (Selbsthilfe-) Gruppen.
Informativ, gut strukturiert und zur Nachahmung anregend! Sowohl für Stotterer-Selbsthilfegruppen als auch für Stottertherapeuten empfehlenswert!
Birte Ripken, Hannover
More details
Language
German
Place of publication
Köln
Germany
Target group
Stotterer, Stotternde, Stotterer-Selbsthilfegruppen, Angehörige von Stotternden, Therapeuten, Stottertherapeuten, Logopäden, Psychologen, Sprachheiltherapeuten
Infoprogramm gemäß §14 JuSchG
Infoprogramm gemäß §14 JuSchG
Illustrations
DVD-Box mit Broschüre
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 18 cm
Duration
Dauer: 61 min
Weight
210 gr
ISBN-13
978-3-921897-70-6 (9783921897706)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Editor
Director
Screenplay
Filmed/photographed by
ISNI: 0000 0004 2015 8972 GND: 1044146273
ISNI: 0000 0004 1873 3464
Foreword
Wolfgang Wendlandt , Diplom-Psychologe, ist Hochschullehrer für Psychologie mit dem Schwerpunkt Beratung und Therapie. Als Psychologischer Psychotherapeut in Verhaltens- und Gesprächspsychotherapie arbeitet er in eigener Praxis und widmet sich hier, ebenso wie in seiner langjährigen Forschungs- und Lehrtätigkeit, besonders dem Gebiet »Sprache und Kommunikation« sowie der Supervision und Fortbildung von Berufsgruppen, die mit der Diagnostik, Beratung und Therapie von Menschen mit Störungen des Sprechens und der Sprache befasst sind. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht und ist als Experte auf dem Gebiet des Stotterns international bekannt. Wolfgang Wendlandt ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Seine Bücher schreibt er am liebsten in der ländlichen Ruhe der Toskana.
www.wendlandt-stottertherapie.de
ISNI: 0000 0000 8410 8529
ISNI: 0000 0000 8410 8529
Assisted by
ISNI: 0000 0004 2015 8972
ISNI: 0000 0004 1873 3464
Content
Inhaltsverzeichnis
1 Was ist In-vivo-Arbeit?. 8
Warum In-vivo-Arbeit in der Selbsthilfe?. 8
Einige Grundregeln der In-vivo-Arbeit. 8
Grenzen der Selbsthilfe und Abgrenzung zur Therapie. 9
2 Ziele und Arten von In-vivo-Arbeit. 9
A) Allgemeines Selbstsicherheitstraining:
Mut- und Auffälligkeitsübungen im
öffentlichen Raum. 9
B) Desensibilisierung gegen Stottern:
Offensichtliches, gegebenenfalls absichtliches Stottern. 12
C) Anwendung von Sprech- oder
Modifikationstechniken. 13
D) Erweiterung der kommunikativen Kompetenz:
häufige und spontane Gespräche. 14
3 Vorbereitung. 17
4 Auswertung. 19
Anhang
Beispiele für eine Hierarchisierung. 22
Beispiel für eine Umfrage zum Thema "Stottern". 23
Beispiel für eine Stadtrallye. 24
Die Stottterer-Selbsthilfe NRW. 26
Bücher und Filme im Demosthenes-Verlag. 28
Die BV Stottern & Selbsthilfe. 30
1 Was ist In-vivo-Arbeit?. 8
Warum In-vivo-Arbeit in der Selbsthilfe?. 8
Einige Grundregeln der In-vivo-Arbeit. 8
Grenzen der Selbsthilfe und Abgrenzung zur Therapie. 9
2 Ziele und Arten von In-vivo-Arbeit. 9
A) Allgemeines Selbstsicherheitstraining:
Mut- und Auffälligkeitsübungen im
öffentlichen Raum. 9
B) Desensibilisierung gegen Stottern:
Offensichtliches, gegebenenfalls absichtliches Stottern. 12
C) Anwendung von Sprech- oder
Modifikationstechniken. 13
D) Erweiterung der kommunikativen Kompetenz:
häufige und spontane Gespräche. 14
3 Vorbereitung. 17
4 Auswertung. 19
Anhang
Beispiele für eine Hierarchisierung. 22
Beispiel für eine Umfrage zum Thema "Stottern". 23
Beispiel für eine Stadtrallye. 24
Die Stottterer-Selbsthilfe NRW. 26
Bücher und Filme im Demosthenes-Verlag. 28
Die BV Stottern & Selbsthilfe. 30
Vorbereitung
Je besser die In-vivo-Arbeit vorbereitet wird, desto größer ist ihr Effekt und. Nutzen. Eine sinnvolle Vorbereitung könnte folgende Elemente beinhalten: Ziele festlegen
Welches Grobziel verfolge ich?
(z.B. Peinlichkeit / Blicke aushalten, Stottern zeigen, Technik anwenden, mit Kommunikation experimentieren, eine bestimmte Reaktion erzielen)
Welches konkrete Zielverhalten will ich zeigen?
(z.B. Blickkontakt halten, genau x mal innerhalb eines Satzes diese oder jene Technik anwenden, soundso viele Personen ansprechen, lauter / langsamer sprechen als sonst, eine Mutübung einfach nur wagen oder besonders exponiert durchführen)
Hierarchisierung
Mögliche Aufgaben sollten zuvor nach subjektivem Schwierigkeitsgrad sortiert werden, das heißt jeder erstellt für sich persönlich eine Hierarchie der Sprechsituationen. Hierbei könnten neben der Schwierigkeit der Aufgabe auch Alter, Geschlecht oder Erscheinungsbild der Gesprächspartner eine Rolle spielen. Begonnen wird die In-vivo-Arbeit dann mit der subjektiv leichtesten Übung und soweit im Schwierigkeitsgrad gesteigert, wie es sich der Übende zutraut.
Je besser die In-vivo-Arbeit vorbereitet wird, desto größer ist ihr Effekt und. Nutzen. Eine sinnvolle Vorbereitung könnte folgende Elemente beinhalten: Ziele festlegen
Welches Grobziel verfolge ich?
(z.B. Peinlichkeit / Blicke aushalten, Stottern zeigen, Technik anwenden, mit Kommunikation experimentieren, eine bestimmte Reaktion erzielen)
Welches konkrete Zielverhalten will ich zeigen?
(z.B. Blickkontakt halten, genau x mal innerhalb eines Satzes diese oder jene Technik anwenden, soundso viele Personen ansprechen, lauter / langsamer sprechen als sonst, eine Mutübung einfach nur wagen oder besonders exponiert durchführen)
Hierarchisierung
Mögliche Aufgaben sollten zuvor nach subjektivem Schwierigkeitsgrad sortiert werden, das heißt jeder erstellt für sich persönlich eine Hierarchie der Sprechsituationen. Hierbei könnten neben der Schwierigkeit der Aufgabe auch Alter, Geschlecht oder Erscheinungsbild der Gesprächspartner eine Rolle spielen. Begonnen wird die In-vivo-Arbeit dann mit der subjektiv leichtesten Übung und soweit im Schwierigkeitsgrad gesteigert, wie es sich der Übende zutraut.