
Besprechen, moderieren, leiten
Description
Gesamtlehrerkonferenzen, Fachkonferenzen, Teambesprechungen, Schulkonferenzen, Elternabende, Besprechungen mit dem Landrat, mit Behörden, mit Firmen, mit dem Bürgermeister, mit den Vertretern der Schulbehörde: Die Zahl der Anlässe und Formen von Besprechungen, Sitzungen, Konferenzen ist Legion und gehören zum Alltag des Schullebens. Schulleiter, ihre Stellvertreter, Abteilungsleiter, Fach-Verantwortliche, Klassenlehrer auf Elternabenden - alle Lehrerinnen und Lehrer verbringen viel Zeit in Besprechungen, Meetings und Konferenzen – Zeit, die ohnehin ein knappes Gut an jeder Schule ist. Aber wird diese Zeit auch optimal genutzt? Stehen die Ergebnisse in einem akzeptablen Verhältnis zum Zeitaufwand? Nach Meinung vieler, sowohl derer, die eine Sitzung leiten als auch derer, die daran teilnehmen, ist das nicht immer der Fall.
Das liegt zum Teil daran, dass diejenigen, die Besprechungen, Sitzungen oder Konferenzen leiten, die Vorbilder kopieren, die sie eben in Schule und Gesellschaft vorfinden. Und so dehnen sich Diskussionen ins Endlose, Beschlüsse werden gar nicht erst gefasst oder sind unverbindlich, bei Ideensammlungen bleiben die stilleren Teilnehmer außen vor, ebenso bei endlosen Diskussionen, in denen immer dieselben Teilnehmer dominieren; und oft genug bleiben dann die wirklich wichtigen Besprechungspunkte aus Zeitmangel liegen.
Das vorliegende Buch zeigt Methoden, die dazu beitragen, Besprechungen, Sitzungen und Meetings effizienter zu gestalten und häufig vorkommende Fehler zu verringern:
- Wie erreicht man, dass das Treffen pünklich beginnt und vor allem endet?
- Wie kann man straff führen und trotzdem alle einbeziehen?
- Wie gelingt es, dass alle Teilnehmer ihre Aufgaben in angemessener Zeit erledigen?
- Wie erreicht man Kontinuität und Nachhaltigkeit?
- Wie führt man strukturierte und zeitsparende Diskussionen?
- Wie sammelt man Ideen ohne endlose Debatten?
- Wie kommt man zu vernünftigen Entscheidungen schnell und ohne Streit?
- Wie kommt man miteinander aus, auch wenn Ansichten und Charaktere manchmal hart aufeinander treffen?
Das Buch richtet sich nicht an eine bestimmte Schulform und kann deutschlandweit eingesetzt werden. Es ist für jeden Schulleiter geeignet, der maßgeblich zur guten Kommunikation an seiner Schule beitragen möchte.
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Persons
Herausgeber:in:
Marthamaria Drützler-Heilgeist, ehemalige Studiendirektorin im beruflichen Bildungswesen. Als Fachberaterin für die allgemein bildenden Fächer unterrichtete sie u.a. Betriebliche Kommunikation und führte schulartübergreifende Projekte im Bereich Schule ebenso durch wie Fortbildungen für LehrerInnen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden, Vereine und Behörden im Bereich Verhandlungsführung, Sitzungs- und Konferenzleitung.
Heinz Ferdinand Wäß, pensionierter Lehrer. Er unterrichtete an den Mittelstufen von Gymnasien, Gesamtschulen, Haupt- und Realschulen die Fächer Deutsch, Geschichte und Ethik. Berufsbegleitend erwarb er die Lehrbefähigung im Fach Evangelische Religion. Er war Beratungslehrer und hatte seine Fortbildungsschwerpunkte in den Bereichen Gesprächsführung, Suchtprävention und Elternarbeit. Nach der Berufung ins Schulleitungsteam einer Haupt- und Realschule war er dort besonders für Beratung und den Umgang mit Konflikten zuständig.
Rolf F. Zimmermann, ehemaliger Oberstudiendirektor und Schulleiter im beruflichen Bildungswesen. Schon als Lehrer und Stellvertretender Schulleiter und dann als Schulleiter sammelte er an einer hauswirtschaftlichen und soziaplpädagogisch-pflegerischen Schule bei der Leitung zahlreicher Fachkonferenzen, Dienstbesprechungen, Organisationstreffen, Schulkonferenzen, Gesamtlehrerkonferenzen und Elterabenden zahlreiche und intensive Erfahrungen.
Content
Aus dem Inhalt:
- Teil I befasst sich mit den systematischen Grundlagen der Gesprächsführung: Was sind die allgemeinen Verhaltensregeln beim Thema Kommunikation? Welche Rollen können Werte, Haltungen und Emotionen im Gespräch einnehmen? Wie geht man mit Kritik um? Diese und viele weitere Fragen sollen in diesem Teil erläutert werden und als Basiswissen fungieren
- Im Baukastensystem werden in Teil II einzelne hilfreiche Themen angesprochen, die über die normale Kommunikationsführung hinausgehen. Hierzu gehören beispielsweise das Sammeln von Ideen und Argumenten bei größeren Konferenzen, Prinzipien der Visualisierung oder aber die Möglichkeiten, die sich bei einer Abstimmung ergeben