
Grammatische Textanalyse
Description
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Es gibt hervorragende Grammatiken und Syntaxen, die die Satz- und die Wortgruppenebene beschreiben, sowie bewährte text- und gesprächslinguistische Ansätze für die Modellierung text- und gesprächsgrammatischer Strukturen. Was die meisten dieser Ansätze mit der Schulgrammatik verbindet, ist die 'von unten nach oben'-Perspektive: vom Wort zum Satz und evtl. vom Satz zum Text.
Das Konzept dieses Buches ist diametral entgegengesetzt. Die
Grammatische Textanalyse
ist eine funktionale Syntax, die das grammatische System ,von oben nach unten' - von der Text- (Textglieder) über die Satz- (Satzglieder) zur Wortgruppenebene (Wortgruppenglieder) - zu rekonstruieren versucht. Dabei wird ein sog. Leittext durch das Buch 'gereicht' und hinsichtlich aller im Text vorkommenden Text-, Satz- und Wortgruppenglieder durchanalysiert. Die Leittextanalyse soll sowohl die empirische Anwendbarkeit des Ansatzes dokumentieren als auch ein Analysemuster liefern, um den Leser bei eigenen grammatischen Textanalysen zu unterstützen. Auf Satzebene wird durch die Unterscheidung statischer und dynamischer Satzglieder eine neue Satzgliedlehre vorgeschlagen, die die Beschreibung einer breiten Palette grammatisch konventioneller wie kreativer Textsequenzen ermöglicht.
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Content
- Intro
- Danksagung
- Inhaltsverzeichnis
- Anleitung zur Lektüre
- I Grundlagen der Grammatischen Textanalyse
- 1 Grammatische Textanalyse als Grundlage der Textinterpretation
- 2 Grammatische Grundlagen der semantischen Interpretation von Texten
- 2.1 Satz ist nicht gleich Satz
- 2.2 Texte bestehen nicht nur aus Sätzen
- 2.3 Grammatische Analyse und Hierarchien
- 2.4 Makro-, Meso- und Mikroebene der grammatischen Textanalyse: Textglieder, Satzglieder und Wortgruppenglieder
- 2.4.1 Formen, Funktionen und Werte
- 2.4.2 Satzglieder und Wortgruppenglieder
- 2.4.3 Textglieder
- 2.4.4 Syntagmatische und paradigmatische Werte
- 2.4.5 Wortart, Ausdrucksart vs. Textglied, Satzglied und Wortgruppenglied
- 2.5 Semantische Transparenz durch grammatische Ökonomie: recycelte Makro- und Mesoglieder
- 3 Grundlagen der Satzgliedanalyse
- 3.1 Satzglieder vs. Glieder im Satz
- 3.2 Szenario, Valenz und Grundstruktur
- 3.3 Erweiterungen der Grundstruktur
- 3.4 Zwischenfazit: Prädikat, Satzglieder, Kommentarglieder
- 3.5 Statische und dynamische Sätze, Satzglieder, semantische Rollen
- 4 Datengrundlage: Texte, Originalbelege oder konstruierte Beispiele?
- II Textglieder: die grammatischen Makroglieder von Texten
- 1 Makroglieder
- 1.1 Textanalyse
- 1.2 Makroglieder im Leittext
- 1.3 Satzklammer und Felderstruktur: Sätze und Nichtsätze
- 1.4 Die Zwischenstelle: Kohäsionsglieder
- 1.5 Der Satzrand: Satzrandglieder, Satzglieder und Kohäsionsglieder
- 1.6 Was ist ein Stellungsfeld?
- 1.7 Keine Klammerstruktur im Nebensatz
- 2 Sätze
- 2.1 Textanalyse
- 2.2 Der Satzbegriff
- 2.3 Einfacher und komplexer Satz
- 2.4 Realer und virtueller Satz
- 2.5 Statischer und dynamischer Satz
- 2.6 Satzklassen im Überblick
- 2.7 Apokoinu und Insubordination
- 2.8 Lexifizierte Satz-Formate
- 3 Nichtsätze
- 3.1 Textanalyse
- 3.2 Der Nichtsatzbegriff
- 3.3 Begriffspräzisierung
- 3.4 Nichtsatzklassen
- 3.5 Lexifizierte Nichtsatz-Formate
- 4 Kohäsionsglieder
- 4.1 Textanalyse
- 4.2 Der Kohäsionsgliedbegriff
- 4.3 Begriffspräzisierung
- 4.4 Kohäsionsgliedklassen: Junktoren und Konnektoren
- 4.5 Lexifizierte Kohäsionsglieder
- III Satzglieder: die grammatischen Mesoglieder von Texten
- 1 Mesoglieder
- 1.1 Textanalyse
- 1.2 Prädikat, Satzglieder (im engeren Sinne), Kommentarglieder
- 1.3 Prädikat
- 1.3.1 Valenz
- 1.3.2 Prädikatsklassen im Überblick
- 1.3.3 Dynamische Prädikate
- 1.4 Satzglieder (im engeren Sinne)
- 1.4.1 Klassifikationskriterien
- 1.4.2 Satzglieder (im engeren Sinne) im Überblick
- 1.4.3 Dynamische Satzglieder
- 1.5 Kommentarglieder
- 1.6 Die lineare und funktionale Struktur von Mesogliedern
- 1.7 Über Möglichkeiten und Grenzen von Satzgliedproben
- 2 Prädikat
- 2.1 Statische Prädikate
- 2.1.1 Textanalyse
- 2.1.2 Statische Prädikatsklassen
- 2.1.3 Sich als Teil des Prädikats oder: Gibt es Reflexivverben?
- 2.1.4 Das Prädikativum als Teil des Prädikats
- 2.2 Dynamische Prädikate
- 2.2.1 Textanalyse
- 2.2.2 Typen und Formen der Prädikatsdynamik
- 2.2.3 Dynamische Prädikatsklassen
- 3 Satzglieder im engeren Sinne
- 3.1 Statische Satzglieder
- 3.1.1 Textanalyse
- 3.1.2 Formen von Satzgliedern: genuine und recycelte Formen
- 3.1.3 Statische Komplemente im Überblick
- 3.1.4 Zentrale Komplemente: Subjekt, Akkusativobjekt, Dativobjekt, Präpositionalobjekte, Direktivum
- 3.1.5 Periphere Komplemente: Genitivobjekt, Verbativobjekt, Adverbialkomplemente
- 3.1.6 Supplemente: Adverbiale und Freies Prädikativ
- 3.1.7 Korrelatverbindungen: ein Prüfstein grammatischer Theoriebildung
- 3.1.8 Satzkreuzungen: ein weiterer Prüfstein grammatischer Theoriebildung
- 3.2 Dynamische Satzglieder
- 3.2.1 Textanalyse
- 3.2.2 Was sind dynamische Satzglieder?
- 3.2.3 Dynamische Satzglieder im Überblick
- 3.2.4 Dynamische Satzgliedklassen
- 4 Kommentarglieder
- 4.1 Textanalyse
- 4.2 Kommentarglieder: Begriff und Klassen
- 4.3 Kommentarmittel: Parenthese, Redeanzeige, weiterführender Relativnebensatz
- IV Wortgruppenglieder: die grammatischen Mikroglieder von Texten
- 1 Mikroglieder
- 1.1 Textanalyse
- 1.2 Köpfe, Kerne, Recyclatoren und andere Mikroglieder
- 1.3 Wortgruppen
- 2 Attribute
- 2.1 Textanalyse
- 2.2 Präzisierung des Attributbegriffs
- 2.3 Klassifikation der Attribute
- V Apparat
- 1 Leittext
- 2 Quellen
- 3 Literatur
- 4 Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
- 5 Darstellungskonventionen
- 6 Glossar (Verzeichnis der Fachausdrücke)
- 7 Sachregister
- 8 Wort- und Ausdrucksregister
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