
Die System-Apokalypse Bücher 4-6
Description
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Es ist über ein Jahr her, seit das System auf der Erde erschien und dabei gleichermaßen Blut und Monster mit sich brachte. Nachdem John und sein Team Whitehorse verlassen haben, reisen sie nach British Columbia, wo ihnen neue Gefahren durch Außerirdische und Menschen drohen. Angesichts neuer Herausforderungen und neuer Feinde versuchen John und seine Freunde, menschliche Siedlungen in Nordamerika aus der galaktischen Kontrolle zu befreien.
Seine Feinde bemerken die aufkeimende Rebellion und unternehmen Schritte, um ihn und den menschlichen Widerstand zu stoppen, wobei sie selbst Kämpfer der Meisterklasse einsetzen. Kann John einen Weg durch die trügerischen Gewässer der galaktischen Politik und der menschlichen Interessen finden, ohne seine Überzeugungen zu gefährden oder seine Freunde zu opfern?
Oder werden ihm die Aliens diesmal eine Lektion erteilen?
Enthält drei Bücher in der Serie System-Apokalypse, einer LitRPG/GameLit-Serie voller postapokalyptischer Probleme, SF- und Fantasy-Elemente, in einer Welt mit Spielmechanik.
Dieser Serie enthält Elemente von Spielen, wie Levelaufstieg, Erfahrung, verzauberte Materialien, einen sarkastischen Geist, einen Mech, einen betörenden Dunkelelf, Monster, Minotauren, eine feurige Rothaarige und halbrealistische Darstellungen von Gewalt und deren Auswirkungen. Enthält keine Harems.
Bücher in diesem Band:
- Städte in Ketten
- Die brennende Küste
- Die befreite Welt
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Kapitel 2
"Ahoi dort am Tor", rief ich Stunden später, als wir schließlich Fort Nelson erreichten. Oder, technisch gesehen, die äußeren Stadttore.
Unser Wunsch nach Mauern muss auf alte Instinkte zurückgehen, selbst wenn sie relativ nutzlos sind. Diese Mauern bestehen nicht aus normalen Ziegelsteinen - der leichte silbrige Glanz deutet an, dass sie zumindest systemunterstützt sind - aber ich könnte sie wahrscheinlich durchschlagen, wenn ich genug Zeit hätte. Oder, meine Güte, über die sechs Meter hohe Mauer springen.
Andererseits ist das nicht gerade fair. Ich vergleiche meine Stärke von 97, die auf einer Fortgeschrittenen Klasse Level 37 basiert, mit ihrer Mauer, wobei doch die umgebende Zone nur Level 15+ hat. Der gefährlichste Faktor in der Nähe ist ein Level-35-Dungeon, und der ist gut zwei Stunden Fußmarsch östlich von hier. Also ist die Mauer wohl gar nicht so unvernünftig.
"Wer seid ihr denn?", ruft eine Stimme, deren Besitzer hinter einem Gewehr verborgen ist.
Ich merke beiläufig, dass die Strahlenwaffe - ein ziemlich gutes Modell - auf mich gerichtet ist. Einen Moment später lässt Ali den Status des Wächters über seinem Kopf erscheinen.
Ian Crew (Level 24 Jäger)
HP: 280/280
MP: 180/180
Zustand: Verängstigt
"Jäger? Klingt ziemlich allgemein", sage ich telepathisch zu Ali.
"Der Dummkopf hat eine Basisklasse gewählt und seinen Bonus für ein seelengebundenes Strahlengewehr ausgegeben. Wenigstens hat er ein aufrüstbares Spielzeug bekommen", sagt Ali. Eigentlich ist Ali gar nicht in meiner Nähe, sondern schwebt tiefer in der Stadt. Er sucht im System nach Informationen über diese Siedlung und sendet sie mir zurück.
"Besucher aus dem Norden. Wir bringen einige Flüchtlinge aus dieser Gegend", rufe ich zurück. "Wir haben auch Frauen und Kinder hier. Zusammen mit trainierten Kämpfern und jede Menge Beute."
Ich beobachte, wie der Wächter den Konvoi hinter mir anblickt, dann die Hover-Bikes. Interessanterweise hat er zwar Lanas Tiere bemerkt, richtet seinen Blick aber eher auf die Rothaarige selbst. Die meisten Leute finden ihre Tiermenagerie ziemlich beeindruckend.
"Tut mir leid! Ich kann euch nicht reinlassen. Ich muss es erst Arik sagen, und der muss zustimmen", sagt Ian. "Würdet ihr bitte warten?"
Ich nicke zustimmend und lehne mich zurück. Dabei sehe ich mir die anderen Wachen an, die sich etwas entspannt haben, da ich zufrieden damit bin, zu warten. Wie gesagt, könnte ich gewaltsam in die Siedlung eindringen, aber wozu denn? Einige Minuten zu warten, tut keinem weh.
"Ihr kommt aus dem Norden?", ruft Ian, nachdem er jemanden mit einer Botschaft losgeschickt hat. Seine Augen wandern über unsere Ausrüstung, verweilen dann bei Lana und schließlich starrt er mich an. Ich weiß, was er sieht - gepanzerter Jumpsuit, hochwertige Strahlenpistole, teures Hover-Bike - und ich sehe, wie er das im Kopf zusammenrechnet. "Dort muss es ja ziemlich gut laufen."
"Kann man so sagen", rufe ich zurück. Erinnerungen wirbeln durch meinen Kopf - die Kämpfe und die Verluste, die wir in Whitehorse erlebt haben. Richard, Ulric, Miranda. Roxley und sein Verrat. Meine Hände ballen sich zu Fäusten und ich unterdrücke den Schmerz.
Ich habe das Herumbrüllen satt und steige vom Motorrad, spanne meine Beinmuskeln an und springe auf die Mauer, wo ich neben dem überraschten Wächter lande. Ich sehe, dass mehrere Gewehre in meine Richtung schwingen und die anderen Wächter große Augen machen, aber niemand feuert. Sehr straffe Disziplin. Ich bin beeindruckt.
"Was-"
"Tut mir leid. Hatte es satt, immer brüllen zu müssen." Ich lehne mich gegen die Mauer und überkreuze absichtlich die Füße, so dass ich mich in einer ungünstigen Kampfposition befinde. Danach strecke ich die Hand aus. "Schokolade?"
"Du ..." Er starrt mich an, dann die Mauer hinab, und richtet seine Augen dann wieder auf mich. "Welchen Level hast du denn?"
"Das ist eine etwas unhöfliche Frage, oder?" Ich lächle ihn gedankenverloren an, während ich mir die Zeit nehme, die Nachricht zu lesen, die nach dem Überschreiten der Gemeindegrenze erschien. "Dafür solltest du mich wenigstens vorher zum Abendessen ausführen."
Du hast eine sichere Zone betreten (Das Dorf Fort Nelson)
In diesem Bereich wurden die Manaströme gewaltsam stabilisiert. Innerhalb der Siedlungsgrenzen werden keine Monster spawnen.
Diese sichere Zone umfasst:
- Rathaus von Fort Nelson
- Shop
- Quest-Halle
- Mehr ...
Ian schweigt betreten. Ich sehe, dass er überlegt, mich zum Gehen aufzufordern, aber dann diese Idee verwirft. Lustigerweise würde ich sogar gehen, da ich meinen Standpunkt vertreten habe. Das sollte sie von irgendwelchen Dummheiten abhalten. Aber da sie zögern, Flüchtlingen zu helfen, bin ich nicht gerade begeistert darüber, wie wir hier bisher empfangen wurden.
"Wir haben Leute nach Norden geschickt, aber sie sagten ... na ja, es wird schwieriger", sagt Ian, um das Schweigen zu unterbrechen.
"Das stimmt. Im Yukon wird es ziemlich hart." Aus dem Augenwinkel bemerke ich, wie er zusammenzuckt. Ich esse den Schokoriegel, den er nicht wollte.
Hinter mir höre ich, wie sich meine Freunde während des Wartens im Flüsterton unterhalten und die Flüchtlinge einander überzeugen wollen, dass man sie in die Siedlung lassen wird. Die Wachen sind immer noch nervös und werfen mir besorgte Blicke zu.
"Du stammst aus dem Yukon-Territorium? Watson Lake oder ...?"
"Whitehorse", antworte ich.
Ein weiterer Wachmann erscheint aus einem Gebäude und läuft zu Ian, der ihm zuhört.
"Arik kommt. Sie müssen draußen bleiben, bis sie den Eid abgelegt haben", sagt die Wache zu Ian, was ich durch Lippenlesen mitbekomme.
Ian nickt und kehrt zu mir zurück. Er lächelt etwas, um seine Nervosität zu verbergen. "Arik, der ... äh ... Eigentümer der Stadt wird euch persönlich begrüßen. Wenn ihr noch etwas warten könntet ..."
"Ali, komm zurück. Und versuche herauszufinden, was sie mit dem Eid meinen", sage ich dem Geist telepathisch, bevor ich mich Ian zuwende und ihn schwach anlächle. "Sicher. Kann ich den anderen sagen, dass wir noch etwas warten müssen?"
"Selbstverständlich, aber er wird bald kommen", sagt Ian.
"Der Eigentümer der Siedlung wird uns persönlich begrüßen. Deshalb müssen wir noch warten", rufe ich der untenstehenden Gruppe zu.
Jetzt wünsche ich mir, dass wir vorher ein Signal für möglichen Ärger ausgemacht hätten, aber daran hatte ich einfach nicht gedacht. Ziemlich naiv, schätze ich. Oder, wie Ali sagen würde, zu selbstsicher. Aber meine Freunde haben seit über einem Jahr auf Messers Schneide gelebt, und ihre Instinkte sind so gut wie meine. Vielleicht sogar besser. Ich bemerke ihre subtilen Verhaltensänderungen, als sie sich auf einen potenziellen Konflikt vorbereiteten.
Während wir warten, plaudere ich etwas mit Ian. Wir tauschen Informationen über das System aus und ich erfahre etwas über ihre Erlebnisse. In den ersten Tagen wurde Fort Nelson schwer getroffen, da die Siedlung über ein ziemlich großes Gebiet verteilt ist. Zum Glück fand eine Gruppe von Überlebenden den Shop und sammelte andere um sich. Nach einer Weile gelang es ihnen, einige sichere Zonen in der Stadtmitte zu erwerben. Danach war es nur eine Frage der Zeit, bis sie das Dorf gründen konnten. Glücklicherweise war keine externe Gruppe daran interessiert, den Schlüssel zur Siedlung zu bekommen, daher konnten sie ihn selbst kaufen.
"Und jetzt beherrscht diese Herzogin die ganze Region Yukon/Alaska", sage ich, nachdem ich eine Zusammenfassung der Ereignisse unseres Jahres gegeben habe.
"Und sie ist eine Dunkelelfin. Aber nicht ...?", sagt Ian, dessen Stimme beim Wort Dunkelelfin etwas lauter wird.
Ich kann es ihm nicht vorwerfen. Das Konzept der Dunkelelfen ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Dafür interessieren sich nur Geeks. Ich kenne sie auch nur aus einer Serie von Büchern, die meine Ex-Freundin so toll fand, und die ich selbst nie gelesen habe.
"Truinnar. Stell sie dir einfach als Truinnar vor. Dunkelhäutige, sehr attraktive Wesen, die Elfen ähneln und in einer komplexen und rücksichtlosen Gesellschaft leben", erkläre ich.
"Das ist verrückt", sagt Ian und dreht dann den Kopf, als mehrere Gestalten die Straße entlang laufen.
Ich beobachte die Gruppe - ein großer, blonder Fitness-Fanatiker vorne, gefolgt von einer Frau mittleren Alters und einem Teenager ganz hinten. Der blonde Muskeltyp ist offensichtlich ein Leibwächter der Art nach zu urteilen, wie er alles im Auge behält und sich bewegt
"Der Teenager ganz hinten ist Arik, stimmt's?"
"Das stimmt, Junge. Vergiss nicht, dass er möglicherweise eine Genbehandlung hinter sich hat", antwortet Ali und erinnert mich daran, dass es heutzutage viel schwieriger ist, das Alter einer Person zu erraten. Daher könnte er ein wirklich intelligenter Teenager wie Jason sein, der die Herrschaft über die Siedlung an sich gerissen hat. Oder er ist lediglich jemand, der seinen Körper vom System verjüngen ließ.
Nach einigen Minuten befindet sich die Gruppe auf der Mauerkrone und die Leute begrüßen uns. Oder zumindest eine Art der Begrüßung.
"Ich...
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