
Ein FEMALE WAKE-UP CALL
Description
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Statt abstrakter Managementtheorien bietet dieses Buch praxisnahe Impulse, reflektierende Fragen und starke Narrative - ideal für Frauen, die zwischen Vorurteilen, schlechtem Gewissen und Selbstzweifeln oft das Gefühl haben, es allen recht machen zu müssen. Maren Wölfl zeigt: Führung ist kein Titel, sondern eine Entscheidung. Und sie beginnt mit dem Mut, die eigene innere Stimme wieder wichtig zu nehmen und mit Haltung voranzugehen.
Ob eigene Ansprüche, die Rolle der "einzigen Frau", Selbstführung, das Ändern alter Denkmuster, Umgang mit Vorurteilen oder Teilzeit-Führung - das Buch spricht alle Themen an, die für Frauen im Business-Umfeld für den beruflichen Erfolg relevant sind. Es vereint Persönlichkeitsentwicklung, Systemkritik und Leadership-Tools in einem authentischen und inspirierenden Gesamtwerk.
Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber - es ist ein Weckruf. Für Frauen, die nicht lauter werden wollen, sondern klarer. Nicht perfekt, sondern echt. Und nicht angepasst, sondern wirksam.
More details
Other editions
Additional editions

Person
Maren bringt über 15 Jahre Berufserfahrung im Leadership- und Entwicklungsbereich mit und hat zahlreiche Frauen erfolgreich auf dem Weg zu mehr Klarheit, Sichtbarkeit und Leichtigkeit begleitet. Zu ihren Kundinnen zählen Top-Unternehmen wie große Beratungsunternehmen, Banken, Versicherungen und internationale Netzwerke. Im Jahr 2024 wurde Sie als Unternehmerin des Jahres, Top 15 Business-Coachin in Wien und Top 30 HR Influencerin ausgezeichnet.
Content
2
Die Welt ist (noch) männlich
2.1 Faktencheck zu Gleichberechtigung und Frauen in Führung
Die Gleichstellung der Geschlechter gehört zu den Grundwerten der Europäischen Union, doch ein Blick auf Führungspositionen in der Wirtschaft und der Politik offenbart weiterhin ein klares Gefälle. Trotz wachsender gesellschaftlicher Sensibilität und zahlreicher politischer Maßnahmen bleibt der Weg zur echten Parität beschwerlich und langsam. Was sagen also aktuelle Zahlen und Studien?
Der weltweite Global Gender Gap Index (World Economic Forum) bewertet 148 Länder. Für 2025 liegt er bei 68,5 von 100 Punkten. Wenn wir dieses Tempo beibehalten, sind weltweit noch rund 123 Jahre bis zur Gleichstellung nötig.1
Hier die Übersicht der ersten 10 Plätze der letzten 15 Jahre:2
2010 2015 2019* 2025 1. Platz Island Island Island Island 2. Platz Norwegen Norwegen Norwegen Finnland 3. Platz Finnland Finnland Finnland Norwegen 4. Platz Schweden Schweden Schweden Großbritannien 5. Platz Neuseeland Irland Nicaragua Neuseeland 6. Platz Irland Ruanda Neuseeland Schweden 7. Platz Dänemark Philippinen Irland Moldawien 8. Platz Lesotho Schweiz Spanien Namibia 9. Platz Philippinen Slowenien Ruanda Deutschland 10. Platz Schweiz Neuseeland Deutschland IrlandIsland führt diesen Report seit 16 Jahren mit 92,6 Punkten an, alle Staaten der Top 10 - unter anderem Finnland, Norwegen, Neuseeland und Deutschland - erreichen Werte oberhalb von 80 Punkten. In der Tabelle siehst du den Verlauf seit 2010 und die Newcomer wie Großbritannien, Namibia und Moldawien, aber auch Deutschland ist seit 2019 unter den Top 10.3
Innerhalb der EU misst der Gender Equality Index (EIGE) die Gleichberechtigung und zerlegt das Ergebnis in sechs interessante Bereiche: Gesundheit, Macht, Arbeit, Zeit, Geld und Wissen. Der aktuelle Gleichberechtigungs-Wert liegt in Europa bei 63,4 von 100 möglichen Punkten. Der Gesundheitsindex misst den Status, den Zugang und das aktuelle Verhalten der Menschen in Gesundheitsfragen. Dort ist die Gleichberechtigung europaweit am weitesten fortgeschritten. Im Bereich Geld werden geschlechtsspezifische Ungleichheiten beim Zugang zu finanziellen Ressourcen sowie die wirtschaftliche Lage von Frauen und Männern gemessen. Obwohl die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen noch bei 17,6% liegen, erklärt sich der hohe Wert durch das geringe Armutsrisiko in Europa für beide Geschlechter.
Der Index Arbeit misst, inwieweit Frauen und Männer von gleichem Zugang zu Beschäftigung und guten Arbeitsbedingungen profitieren können. Hier zeigt sich die Teilzeitquote von Frauen und wie sehr es klassische »weibliche« oder »männliche« Berufe gibt. Der Wissensbereich misst die Ungleichheiten beim Bildungsniveau, der Teilnahme an Bildung und Ausbildung im Laufe des Lebens sowie der Geschlechtertrennung bei der Wahl der Ausbildung. Der Index Zeit bewertet die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bei der Aufteilung der Zeit, die für Pflege- und Hausarbeit sowie soziale Aktivitäten aufgewendet wird. In diesem Bereich hat sich in den letzten 10 Jahren sehr wenig getan.
Der Index Macht misst die Gleichstellung der Geschlechter in Entscheidungspositionen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Dieser Bereich schneidet in der EU am schwächsten ab, wobei es regional große Unterschiede gibt. Frauen sitzen also selten an den Tischen, an denen wichtige Entscheidungen fallen, sowohl in der Politik, in den Unternehmen und auch Non-Profit-Organisationen. Schweden nimmt 2025 mit 80,3 Punkten die Spitzenposition ein, gefolgt von Frankreich, Estland und Niederlande.4
Gender Equality Index 20255 Total Gesundheit Arbeit Geld Wissen Zeit Macht Europa Total 63,4 86,2 69,3 73,9 57,4 65,0 40,5 Schweden 73,7 91,2 80,4 81,0 54,6 58,7 80,3 Frankreich 73,4 88,0 72,8 78,1 62,6 67,6 72,5 Deutschland 63,2 87,8 63,9 68,1 59,0 61,2 47,5 Österreich 61,2 88,7 67,8 65,3 54,2 63,3 39,9 Dänemark 71,8 87,5 70,0 82,3 55,3 81,1 57,3 Italien 61,9 86,9 61,0 67,0 56,8 59,4 47,9 Spanien 70,9 86,2 69,4 73,3 55,7 74,1 66,6Seit zehn Jahren führen McKinsey&Company und LeanIn.Org ihre Langzeitstudie Women in the Workplace durch - sie umfasst mittlerweile mehr als 480 000 Befragte und gilt als die größte Untersuchung zu weiblichen Karrieren in den USA. Der Bericht zeigt, dass Fortschritte sichtbar sind, doch sie bleiben fragil. Während Frauen auf der Einstiegsebene 48 % der Stellen besetzen, schrumpft ihr Anteil mit jeder Hierachiestufe und erreicht bei Vorständinnen und Vorständen nur noch 29 %. Die entscheidende Hürde liegt bereits am Beginn der Laufbahn. Von 100 beförderten Männern schaffen es lediglich 81 Frauen auf die »erste Sprosse« der Managementleiter. Dieses Phänomen bezeichnet die Studie als broken first rung und zeigt, dass Frauen schon in sehr jungen Jahren ohne nachvollziehbare Gründe benachteiligt werden. Im aktuellen Tempo bräuchte es in den USA noch rund 48 Jahre, bis Frauen auf allen Hierarchieebenen gleichberechtigt vertreten sind. Bemerkenswert: Frauen sind laut Studie genauso ehrgeizig wie Männer, sind sich aber sehr bewusst, dass ihr Geschlecht weiterhin ihre Karrierechancen beeinträchtigt.6
Europas Unternehmen unter der Lupe
In den börsennotierten Unternehmen der EU liegt der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder Anfang 2024 bei 34 %. Wo gesetzliche Quoten gelten, steigt er auf 39,6 %, und in Ländern ohne jede Maßnahme verharrt er bei 17 %. Die Spannbreite zeigt sich an konkreten Beispielen: Frankreich liegt nach Einführung einer strengen Quote bei 46 % und Deutschland liegt mit dem zweiten Führungspositionen-Gesetz (FüPoG II) bei 37 %, Schweden 38 %, Polen 17 % und Ungarn bei 15 %.7
In den operativen Führungsgremien der führenden Unternehmen sieht es düsterer aus: In Deutschland beträgt der Frauenanteil auf der Vorstandsebene 25,7 %. Großbritannien erreicht einen Wert von 33,8 % und in Frankreich besetzen Frauen 31,4% aller Topmanagement-Positionen. EU-weit ist das Wachstum nahezu stagnierend.8
Die absolute Zahl der CEO-Wechsel ist seit 15 Jahren nahezu konstant - jedes Jahr wird die gleiche Anzahl an Stellen in den Vorstandsebenen neu besetzt. Frauen kommen nach wie vor viel zu selten an die Unternehmensspitze und 2022 lag ihr Anteil an den Neubesetzungen bei 14 % und 2024 ist er auf 10 % gefallen. Es werden also nach wie vor 9 von 10 Vorstandsposten mit Männern besetzt. Gleichzeitig ist rund ein Drittel aller CEOs über 60 Jahre alt und so bleiben Diversität und Verjüngung ein Wunschdenken.9
Rechnet man alle Managementebenen zusammen, ist EU-weit etwas mehr als jede dritte Führungsposition mit einer Frau besetzt. Die Bandbreite reicht von Schweden (45,1 %) bis Zypern (26,9 %). Deutschland rangiert mit 29,3 % im unteren Drittel. Österreich liegt mit einem Anteil von 36,1% ähnlich wie die Schweiz mit 35,1% im Mittelfeld.10
Fazit in einem Satz: In Summe gibt es in allen Ländern viel zu tun und wir sind von Gleichberechtigung auf allen Ebenen weit entfernt. Es gibt Fortschritte, aber es...
System requirements
File format: ePUB
Copy protection: Adobe-DRM (Digital Rights Management)
System requirements:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Install the free reader Adobe Digital Editions prior to download (see eBook Help).
- Tablet/smartphone (Android; iOS): Install the free app Adobe Digital Editions or the app PocketBook before downloading (see eBook Help).
- E-reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino and many more (not Kindle).
The file format ePub works well for novels and non-fiction books – i.e., „flowing” text without complex layout. On an e-reader or smartphone, line and page breaks automatically adjust to fit the small displays.
This eBook uses Adobe-DRM, a „hard” copy protection. If the necessary requirements are not met, unfortunately you will not be able to open the eBook. You will therefore need to prepare your reading hardware before downloading.
Please note: We strongly recommend that you authorise using your personal Adobe ID after installation of any reading software.
For more information, see our ebook Help page.