
Digitalisierung und Recht
Nomos (Publisher)
1st Edition
Published on 23. May 2026
228 pages
978-3-7489-3270-3 (ISBN)
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Description
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Das Lehrbuch trägt den veränderten Anforderungen an die juristische Ausbildung Rechnung und gibt Antworten zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Nutzung Künstlicher Intelligenz. In einem ersten Teil, der der Digitalisierung juristischer Wertschöpfungsketten gewidmet ist, werden die Grundlagen der Digitalisierung des Rechtsmarkts und deren rechtliche Grenzen aufgezeigt, etwa durch das anwaltliche Berufsrecht. Sodann werden Aspekte und Methoden einer Business-Analyse für den Bereich Recht dargestellt. Schließlich beschäftigt sich ein eigenes Kapitel mit rechtlichen und ethischen Anforderungen an Künstliche Intelligenz und darauf aufbauende Systeme und Technologien. Hierzu zählen insbesondere Fragen der zivilrechtlichen Verantwortung für fehlerhaftes Handeln, Fragen der Produkthaftung und der Produktsicherheit sowie Fragen zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
More details
Language
German
Place of publication
Baden-Baden
Germany
File size
7,30 MB
ISBN-13
978-3-7489-3270-3 (9783748932703)
DOI
10.5771/9783748932703
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Wendt | Schimang | Schüßler
Digitalisierung und Recht
Book
04/2026
1st Edition
Nomos
€29.90
Available immediately
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Content
- Titelei/Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Teil 1: Digitalisierung und Recht - Juristische Wertschöpfung
- § 1 Digitalisierung des Rechtsmarktes
- I. Einführung
- 1. Digitalisierung des Rechtsmarkts - Warum und was muss man wissen?
- 2. Begriffsdefinition Digitalization vs. Digitization vs. Digital Transformation
- 3. Digitale Technologien in der juristischen Arbeit
- II. Marktumfeld, Marktteilnehmer und deren Rollen
- 1. Kanzleien und Anwälte
- a) Rolle im Rechtsmarkt
- b) Klassischer Aufbau und Entwicklung
- 2. Alternative Anbieter rechtlicher Services
- 3. Unternehmen und Rechtsabteilungen
- a) Klassische Rolle und Aufgaben
- b) Modernes Verständnis
- aa) Rechtsabteilung als Business Partner
- bb) Embedded Law - Die integrierte Rechtsabteilung
- cc) Business Enablement
- c) Herausforderungen der Digital Transformation für Rechtsabteilungen
- aa) Betrachtung der Rechtsfunktion als reines Cost Center
- bb) Silodenken
- cc) Juristischer Qualitätsanspruch
- dd) Organisations- und Personalstruktur
- ee) Legal Tech als Quick-Win
- ff) Cluttered Environment
- gg) Dynamische rechtliche Rahmenbedingungen
- hh) Buy-in und Change Management
- III. Zusammenfassung
- IV. Wiederholungsfragen
- § 2 Digitalisierungsherausforderungen im rechtlichen Kontext
- I. Überblick zu den Einflüssen der Digitalisierung
- II. Eine erste Übersicht - Welche Herausforderungen tun sich auf?
- III. Die historische Entwicklung
- 1. Frühe Integration von Technologie in das Recht
- 2. Die digitale Revolution
- 3. Entstehung fortschrittlicher Rechtstechnologien
- IV. Der Status quo auf dem Rechtsmarkt und aktuelle Trends
- V. Herausforderungen im Einzelnen
- 1. Herausforderungen für Anwaltskanzleien
- a) Datenschutz
- b) Bedenken in Bezug auf die Cybersicherheit
- c) Operative Ineffizienzen
- d) Kulturelle Widerstände und Ausbildungslücken
- e) Wettbewerbsdruck
- 2. Herausforderungen für Unternehmen und ihre Rechtsabteilungen
- a) Hürden der praktischen Umsetzung
- b) Operative Ineffizienzen
- c) Einfluss von externen Faktoren
- d) Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
- 3. Herausforderungen für Justiz und Verwaltung
- a) Vielfältige Benutzerbedürfnisse
- b) Verfahrenstechnische und kulturelle Hindernisse
- c) Altsysteme und historischer Kontext
- d) Ineffizienzen und Prozessoptimierung
- e) Balance zwischen Tradition und Innovation
- 4. Herausforderungen für Einzelpersonen
- a) Zugang zur Justiz
- b) Juristische Prozesse verstehen und vertrauen
- c) Vertrauen in automatisierte Dienste
- d) Kulturelle und strukturelle Hürden
- VI. Zusammenfassung
- VII. Wiederholungsfragen
- § 3 Von Digitaler Transformation zu Legal Operations
- I. Grundlagen zu Legal Operations - Running Legal like a Business
- 1. Was ist Legal Operations?
- 2. Ziele und Nutzen von Legal Operations
- II. Bestehende Rahmenwerke für Legal Operations
- 1. CLOC Core 12
- a) Business Intelligence
- b) Financial Management
- c) Firm and Vendor Management
- d) Information Governance
- e) Knowledge Management
- f) Organization Optimization and Health
- g) Practice Operations
- h) Project/Program Management
- i) Service Delivery Models
- j) Strategic Planning
- k) Technology
- l) Training and Development
- 2. ACC Maturity Model
- 3. Legal Operations als Karrierechance
- III. Ausgewählte Handlungsfelder von Legal Operations
- 1. Legal Matter Management
- a) Was ist Legal Matter Management
- b) Matter Management vs. Case Management
- c) Ziele und Mehrwerte von Legal Matter Management
- aa) Verbesserte Transparenz, Effizienz und Ressourcenallokation
- bb) Verbesserte Workflows, vereinheitlichte Informationsstände und Prozesse
- cc) Legal Matter Management System und e-Billing als Datenquelle für KPIs und Legal Spend
- d) Legal Matter Management Prozess - Best Practice nach CLOC
- aa) Matter Intake (oder: Digital Legal Front Door)
- bb) Planning
- cc) Execution
- dd) Review
- e) Knowledge Management als integraler Teil des Matter Managements
- 2. Legal Spend Management
- a) Warum Legal Spend Management
- b) Vendor Management & Legal Procurement als Kern des Legal Spend Management
- c) Funktionsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Einkauf als Erfolgsfaktor
- d) Datenanalyse und Reporting
- e) Legal Panels und Rahmenverträge
- f) Neue Abrechnungsmethoden und ALSPs
- 3. Dokumentenmanagement und Information Governance
- 4. Prozessmanagement
- a) Die Rolle von Prozessmanagement in der Rechtsabteilung
- b) Welche Prozesse gibt es in einer Rechtsabteilung?
- c) Dokumentation und Modellierung von Prozessen
- d) Ein Ansatz zur Prozessoptimierung in der Rechtsabteilung
- aa) Vermeiden von Waste in der Rechtsabteilung
- bb) Prozesse standardisieren
- cc) Prozesse automatisieren
- dd) Effizienzsteigerung messen
- 5. Legal Project Management
- a) Was ist Legal Project Management
- b) Phasen des Projektmanagements in der Rechtsabteilung
- aa) Projekt Initiation/Definition
- bb) Projekt Planung
- cc) Projekt Durchführung
- dd) Projekt Abschluss und Evaluation
- 6. Technologiemanagement
- a) Kategorisierung von Legal Technology nach BCG und BLS
- b) Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des Technologiemanagements
- 7. Data und Analytics in der Rechtsabteilung
- a) Zielbild Datengetriebene Rechtsfunktion
- b) KPIs in der Rechtsabteilung
- c) Was sollte gemessen werden?
- d) Umsetzung einer Data und Analytics Strategie in der Rechtsabteilung
- aa) Ziele der KPI-Definition festlegen
- bb) Identifikation und Festlegen der richtigen Daten & KPIs
- cc) Datenzugang und Qualität
- (1) Automatisierte Datenerhebung und Dashboards
- (2) Limitationen beachten
- IV. Zusammenfassung Legal Operations
- V. Wiederholungsfragen Legal Operations
- § 4 Contract Lifecycle Managementvon
- I. Was ist Contract Lifecycle Management? - Ein Überblick
- II. Ziele der Einführung von CLM
- 1. Die unterschiedlichen Etappen des Vertragslebenszyklus
- a) Zeitliche Differenzierung vor und nach der Unterzeichnung
- b) Die einzelnen Etappen des Vertragslebenszyklus
- aa) Anfrage
- bb) Vertragserstellung
- cc) Verhandlung und Zusammenarbeit
- dd) Überprüfung und Genehmigung
- ee) Verwaltung, Speicherung und Ausführung
- ff) Laufende Verwaltung und Erneuerung
- gg) Berichterstattung und Nachverfolgung
- hh) Erneuerung und Entsorgung
- c) Datenextraktion als Ursprung des Lifecycles
- d) Schlussfolgerung
- 2. Werkzeuge und Technologien
- a) Document Automation
- b) Zentralisierte Vertragsverwahrungsstellen
- c) Digitale Signatur
- d) Fristenverwaltung
- e) Analysetools und Berichterstattung
- f) Integration und Anpassung
- g) Mobile Zugänglichkeit
- h) Schulung und Adoption
- 3. Best Practices
- a) Automatisierung und Technologieintegration
- b) Proaktive Überwachung
- c) Rationalisierte Arbeitsabläufe und klare Kommunikation
- d) Standardisierung von Prozessen
- e) Kontinuierliche Schulung und Entwicklung
- f) Änderungsmanagement und Lieferantenleistung
- III. Zusammenfassung
- IV. Wiederholungsfragen
- V. Vertiefungshinweis
- Teil 2: Business Analyse im Rahmen juristischer Wertschöpfungsketten
- § 5 Einführung & Awareness Building
- I. Digitale Technologien prägen den Rechtsmarkt
- II. Umsetzung digitaler Projekte
- 1. Beispiel "Flieger"
- a) Aufgabenstellung
- b) Umsetzung der Aufgaben
- c) Gemeinsame Diskussion der Umsetzung
- d) Ergebnisse
- aa) Das "fertige Produkt" Flieger
- bb) Das "Vorprodukt" Bauanleitung
- cc) Der Prozess insgesamt: Vom Wunsch "Ich hätte gerne Papierflieger" zum fertigen Produkt
- 2. Fazit der Übung "Papierflieger" - Ziel des Kapitels
- III. Wiederholungsfragen
- § 6 Businessanalyse - Grundbegriffe und Definitionen
- I. Beweggründe für die Nutzung von digitalen juristischen Lösungen im Unternehmen
- 1. Mögliche Gründe für Digitalisierungsprojekte im juristischen Bereich
- 2. Misserfolgsfaktoren bei digitalen Projekten
- 3. Grundbegriffe und Definitionen der Businessanalyse
- a) Businessanalyse: Definition nach BABOK und Einordnung
- b) Einzelne Elemente der Businessanalyse-Definition nach BABOK
- aa) Anforderung
- bb) Bedarf
- cc) Lösung
- dd) Change
- ee) Stakeholder
- c) Businessanalyst
- 4. Beispiele aus dem juristischen Umfeld zur Illustration der Grundbegriffe und Definitionen
- a) Beispielsfall: "Enabler", hier "Cloud" i. S. v. erstmalige Nutzung von Cloudservices für Texterstellung und Kollaboration
- b) Beispielsfall: "Support Processes and Solutions", hier CRM-System
- c) Beispielsfall: "Substantive Law Solutions", hier "Datenraum"
- d) Beispielsfall: "Project Manager", hier spezielle Projektmanagement-Software
- e) Beispielsfall: "Lawyers", hier No-Code-/Low-Code-Plattform
- f) Beispielsfall: "Tech Positions", hier No-Code-/Low-Code-Plattform
- g) Beispielsfall: "CSR", hier "Videokonferenz-/Streaming-Lösung"
- II. Wiederholungsfragen
- § 7 Business Analyst
- I. Rollenverständnis und Qualifikationen
- 1. Persönliche Qualifikationen
- a) Analytisches Denken und Problemlösung
- aa) Kreatives Denken
- bb) Entscheidungsfindung
- cc) Lernen
- dd) Problemlösung
- ee) Systemdenken und konzeptionelles Denken
- ff) Visuelles Denken
- b) Verhalten
- c) Geschäftsverständnis
- d) Kommunikationsfähigkeit
- e) Interaktionsfähigkeit
- 2. Kommunikation
- a) Definition und Grundlagen
- b) Gemeinsames Verständnis schaffen
- c) Kommunikationsmethoden
- d) Kommunikationsstil und Kommunikationsformat
- e) Aktives Zuhören und zeigen, was man verstanden hat
- II. Wiederholungsfragen
- § 8 Stakeholder
- I. Stakeholder-Gruppen und Identifikation
- 1. Stakeholder-Gruppen
- 2. Identifikation von Stakeholdern
- a) Stakeholder-Matrix, RACI-Matrix und Persona
- aa) Stakeholder-Matrix
- bb) RACI-Matrix
- cc) Persona
- b) Beispiele aus dem juristischen Umfeld zu Stakeholdergruppen
- c) Fehlerquellen und Fehlerfolgen bei der Stakeholderanalyse
- II. Wiederholungsfragen
- § 9 Business Analyse - Wertbeiträge und Arbeitsergebnisse
- I. Wertbeiträge und Arbeitsergebnisse einer Businessanalyse
- 1. Fehlerquellen bei der Businessanalyse
- 2. Anforderungen: Definition
- 3. Anforderungen: Quellen
- 4. Techniken der Anforderungserhebung (Auswahl)
- a) Interviews
- b) Workshops
- c) Vertiefungshinweis: Fragen für Interviews und Workshops im juristischen Kontext
- II. Wiederholungsfragen
- Teil 3: Technologie und Recht
- § 10 Künstliche Intelligenz und Recht
- I. Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?
- 1. Erste Entwicklungen
- a) Turing-Test
- b) Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence
- c) Künstliche Intelligenz nach Minsky
- 2. Künstliche Intelligenz - weitere Meilensteine
- 3. Moderne Definitionsansätze
- a) Montreal Declaration (2018)
- b) IEEE: Ethically Aligned Design, First Edition Glossary
- c) AIGO (Sachverständigengruppe der OECD)
- d) Starke und schwache KI
- e) Machine Learning und Deep Learning
- 4. "Rechtliche" KI-Definition in der EU
- a) EU-Kommission - Mitteilung zu KI
- b) Hochrangige Expertengruppe für Künstliche Intelligenz
- c) EU-Kommission - Entwurf KI-Verordnung
- d) Aktueller Stand
- II. Wiederholungsfragen
- § 11 Anwendungsfelder für Künstliche Intelligenz
- I. Funktionsweisen
- II. Anwendungsvarianten im juristischen Kontext
- III. Wiederholungsfragen
- § 12 Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz
- I. Regulierungsalternativen: Soft Law und Hard Law
- II. Leitlinien und Verhaltenskodizes zur Nutzung von KI-Systemen
- 1. HLEGAI: Ethik-Leitlinien für eine vertrauenswürdige KI
- 2. OECD: Empfehlung zu Künstlicher Intelligenz
- 3. Europarat: CAHAI
- 4. UNESCO: KI-Ethik-Empfehlung
- III. Verbindlicher Rechtsrahmen für KI in der EU - Ein Überblick
- IV. Wiederholungsfragen
- § 13 KI-Verordnung
- I. Überblick
- II. Anwendungsbereich
- 1. Persönlicher Anwendungsbereich
- 2. Räumlicher Anwendungsbereich
- 3. Zeitlicher Anwendungsbereich
- 4. Sachlicher Anwendungsbereich
- III. Verbotene Praktiken
- IV. Hochrisiko-KI-Systeme
- 1. Einstufung
- 2. Allgemeine rechtliche Anforderungen
- 3. Pflichten
- a) Pflichten der Anbieter
- b) Pflichten der Betreiber
- c) Pflichten weiterer Akteure
- 4. Grundrechte-Folgenabschätzung für Hochrisiko-KI-Systeme
- V. KI-Systeme mit Transparenzrisiken
- VI. KI-Systeme mit niedrigem oder keinem Risiko
- VII. KI-Systeme mit allgemeinem Verwendungszweck
- VIII. Notifizierung und Konformitätsbewertung
- 1. Notifizierende Behörden
- 2. Notifizierte Stellen
- 3. Konformitätsbewertung
- 4. CE-Kennzeichnung
- IX. KI-Kompetenz
- X. Innovationsförderung
- XI. Wiederholungsfragen
- § 14 Aufsichtssystem für Künstliche Intelligenz
- I. Überblick
- II. Wiederholungsfragen
- § 15 Zivilrechtliche Verantwortung für Künstliche Intelligenz
- I. Überblick
- II. Wiederholungsfragen
- § 16 Urheberrecht und Künstliche Intelligenz
- I. Überblick
- II. Wiederholungsfragen
- § 17 Sonstiges Digitalrecht
- I. Digital Services Act
- II. Digital Markets Act
- III. Data Act
- IV. DORA
- V. Cyber Resilience Act
- VI. Wiederholungsfragen
- Stichwortverzeichnis
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