
Der Trieb zum Erzählen
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»In seiner sehr lesenswerten Studie [...] zeigt der Autor die Janusköpfigkeit(en) der damaligen medizinischen Diskurse auf: Regulierung und Diskriminierung der >Abweichenden< finden sich gleichermaßen wie Selbstartikulation der Betroffenen und Anerkennung vielfältiger Lebensstile.«More details
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Person
Philippe Weber, Historiker, Schweiz
Philippe Weber (Dr. phil.) ist Historiker und studierte an den Universitäten Zürich, Konstanz und der University of California. Seine Forschungsinteressen sind Wissenschafts-, Kultur- und Sexualitätsgeschichte.
ISNI: 0000 0000 5755 2181
Content
- Cover Der Trieb zum Erzählen
- Inhalt
- 1. Einleitung
- Freuds »Buntheit« oder: Was ist Homosexualität?
- Theoretische Ansätze oder: Was war Homosexualität?
- Fragestellung, Quellen und Aufbau
- 2. Die Genealogie. Chronik einer angekündigten Entdeckung, 1852-1882
- 2.1 Die Ankündigung: Caspers Päderasten
- Spuren der Tat und Kommentare der Moral
- Der »Geschlechtswahnsinn«
- 2.2 Die Suche: Die »conträre Sexualempfindung« Westphals
- Griesingers »Instincte, Richtungen und Antriebe«
- Westphals zwei Geschichten
- Der dunkle Trieb
- Neue Geschichten und neue Spuren
- 2.3 Die Entdeckung: Krafft-Ebings sexualpathologische Homosexualität
- Das Geschlechtsleben des Grafen Z
- Die Entstehung der »Sexualität«
- Der Erfolg eines Phänomens
- 3. Der Diskurs. Das sexualpathologische Narrativ der Homosexualität
- 3.1 Die Ordnung eines Phänomens
- Techniken des Untersuchens
- Geschichten der Wissenschaftlichkeit
- Die Wirkungen des Triebs
- Der Trieb als pathologische Kraft
- Die Diagnose und die Mechanik des Triebs
- 3.2 Die Homosexualität vor Gericht
- Die Gräfin Sarolta
- Jenseits des sexualpathologischen Narrativs
- Die Rhetorik der Humanität
- Spezies, Sexualität und Biopolitik
- 4. Die Positionen. Theorien der Homosexualität, 1882-1900
- 4.1 Homosexualität als degenerative Krankheit
- Die Gräfin Sarolta als Verfehlte
- Die Degeneration
- Therapien für Verfehlte
- 4.2 Homosexualität als erworbene Krankheit
- Die Gräfin Sarolta als Verirrte
- Die erworbene Krankheit
- Therapien für Verirrte
- 4.3 Homosexualität als embryologische Missbildung
- Gräfin Sarolta als Verkehrte
- Die embryologische Missbildung
- Therapien für Verkehrte
- 5. Die Expansion. Soziologien der Homosexualität, 1900-1914
- Freiheiten und Öffentlichkeit
- Ein Déjà-vu
- 5.1 Eine unterdrückte Gruppe. Magnus Hirschfeld und das »dritte Geschlecht«
- »Der neue Werther«
- Das »dritte Geschlecht«
- Beobachten mit Fragebögen
- »Sexuelle Zwischenstufen«
- Das Projekt einer Soziologie
- Beobachten mit Reportagen
- Beobachten mit Umfragen
- Bisexualität und die Entstehung eines Kontinuums
- Die Auflösung der Spezies
- Das Naturgesetz der Homosexuellen
- Die »Befreiung« der Homosexuellen
- Biopolitik der Homosexualität
- 5.2 Eine bedrohende Gruppe. Feministinnen, »Entartete« und andere Seuchen
- »Die Tribadie Berlins«
- Verfehlte und Verirrte
- Distanzierte Beobachtungen
- Lektüre feministischer Texte
- Bedrohungen I: Infektionen
- Bedrohungen II: Die »Entartung« des Erbguts
- Der Schutz der Bevölkerung
- 6. Epilog: Sigmund Freud und das Jenseits des Kraftprinzips
- Bibliographie
- Quellen
- Sekundärliteratur
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