
Pädagogik für die Soziale Arbeit
Description
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Das Lehrbuch beleuchtet pädagogische Fragen aus der Perspektive ausgewählter aktueller Arbeitsfelder Sozialer Arbeit. Es bietet eine Auseinandersetzung mit grundlegenden pädagogischen Begriffen unter Einbezug von Praxis, Forschung und beruflichem Alltag. Einführend wird die Bedeutung von Erziehung, Bildung, Sozialisation in der gegenwärtigen globalen Welt diskutiert mit Blick auf theoretische Grundlagen der Pädagogik. Darauf aufbauend werden pädagogische Grundhaltungen mit Bezug auf das Konzept der Lebensweltorientierung dargestellt. Daran schließen Systematiken pädagogischen Handelns (z. B. nach Flitner, Giesecke und Prange) auf der Grundlage von Subjektorientierung an. Als exemplarische pädagogische Themenfelder werden Demokratiebildung und Friedenspädagogik aufgegriffen.
Das Lehrbuch ist für Lehrveranstaltungen an Hochschulen konzipiert. Es enthält Hinweise auf ergänzende Literatur, die zum Selbststudium anregt. Reflexionsfragen unterstützen den Erwerb professioneller Handlungskompetenz.
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Content
- Cover
- 1 Einführung. Pädagogik und Soziale Arbeit
- Geschichtliche Aspekte, gesellschaftlicher Wandel und Prozesse
- Ziel, Inhalt und Wert des Buches
- 2 Anthropologische Grundlagen
- 2.1 Pädagogische Anthropologie
- 2.1.1 Enkulturation, Sozialisation, Erziehung und Individuation
- 2.2 Philosophische Anthropologie
- 2.3 Kritische Aspekte
- 2.3.1 Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
- 2.3.2 Erziehungsfähigkeit des Menschen
- 2.4 "Wilde Kinder"
- 2.4.1 Begründungen für die Erziehung des Menschen
- 2.5 Biographie als Thema Pädagogischer Anthropologie
- 2.5.1 "Biographische Illusion" und "Weltvergessenheit"
- 2.5.2 Bildungsphilosophische Ansätze
- 2.6 Gefühle als Bestandteil des Menschenbilds
- 3 Was ist Erziehung?
- 3.1 Definitionen des Erziehungsbegriffs
- 3.1.1 Erziehung nach Brezinka
- 3.1.2 Erziehung nach Kron
- 3.1.3 Erziehungsmetaphern
- 3.2 Ziele, Normen und Werte
- 3.2.1 Werteverfall oder Wertewandel? Kritische Aspekte
- 3.3 Erziehungsstile
- 3.3.1 Lewinsche Versuchsanordnung
- 3.3.2 Auswirkungen der Erziehungsstile
- 3.4 Reformpädagogik als internationales Phänomen
- 3.4.1 Pädagogischer Ansatz nach Rudolf Steiner
- 3.4.2 Pädagogische Grundgedanken
- Wesensglieder
- Dreigliedrigkeit des Organismus
- Jahrsiebte
- Nachahmung und Vorbild
- Rhythmus und Wiederholung
- Religiöse Erziehung
- Pflege des phantasievollen Spiels
- Anthroposophische Heilpädagogik
- 3.4.3 Bedeutung des Waldorf-Ansatzes
- 3.4.4 Pädagogischer Ansatz nach Janusz Korzcak
- 3.4.5 Pädagogische Grundgedanken
- Das Recht des Kindes auf seinen Tod
- Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag
- Das Recht des Kindes, das zu sein, was es ist
- 3.4.6 Bedeutung von Korczaks Pädagogik der Achtung
- 4 Bildung
- 4.1 Was ist Bildung?
- 4.1.1 Kritik am Bildungsbegriff
- 4.1.2 Bildung als pädagogische Grundkategorie
- 4.1.3 Der Bildungsbegriff als deutsche Besonderheit
- 4.1.4 Begriffsbestimmungen
- 4.1.5 Unterschiede zwischen Bildung und Erziehung
- 4.2 Modernes Bildungskonzept
- 4.2.1 Bildung als kritische Selbstbildung
- 4.3 Dimensionen von Bildung
- 1) Bildung als Weltorientierung
- 2) Bildung als Aufklärung
- 3) Bildung als historisches Bewusstsein
- 4) Bildung als Artikuliertheit
- 5) Bildung als Selbsterkenntnis
- 6) Bildung als Selbstbestimmung
- 7) Bildung als moralische Sensibilität
- 8) Bildung als poetische Erfahrung
- 9) Leidenschaftliche Bildung
- 4.4 Historische Perspektive
- 4.4.1 Kritische Bildungstheorie
- 4.4.2 Bildung heute aus Sicht kritischer Bildungstheorie
- 4.4.3 Prinzipien von Bildung in der Perspektive kritischer Bildungstheorie
- 4.5 Bildung und soziale Ungleichheit
- 4.5.1 Bildung und Herkunft
- 4.6 Sozialpädagogische Perspektive
- 4.6.1 Erweiterter Bildungsbegriff
- 4.6.2 Bildung an unterschiedlichen Lernorten
- 4.6.3 Bildung und Lebensweltorientierung
- 4.6.4 Bildung und lebenslanges Lernen
- Entwicklung von Konzepten und Diskursen zum lebenslangen Lernen
- Lebenslanges Lernen und Medienwandel
- 4.6.5 Positive Gefühle als Bildungsauftrag
- Psychoanalyse und Bildung
- Positive Psychologie und Bildung
- 5 Pädagogisches Denken und Handeln
- 5.1 Lerndimensionen Können, Wissen und Wollen
- 5.1.1 Zirkelstruktur des Lernens über die Lebensalter
- 5.1.2 Pädagogischer Takt
- 5.2 Zeigen als pädagogische Grundoperation
- 5.2.1 Ostensives Zeigen: die Übung
- 5.2.2 Repräsentatives Zeigen: die Darstellung
- 5.2.3 Direktives Zeigen: die Aufforderung
- 5.2.4 Reaktives Zeigen: das Rückmelden
- 5.3 Lernen als anthropologische Seite der Erziehung
- 5.4 Pädagogisches Ethos
- 5.4.1 Die Moral des Zeigens: Kern pädagogischer Beziehungen
- 5.4.2 Orientierungsgesichtspunkte für pädagogisches Handeln
- 5.4.3 Kontexte pädagogischen Handelns
- 5.4.4 Deformationen des pädagogischen Ethos
- 5.5 Bestimmungsmerkmale pädagogischen Handelns
- 5.5.1 Merkmale professioneller pädagogischer Beziehung
- 5.6 Lebensalterspezifisches pädagogisches Handeln
- 5.6.1 Phase der Kindheit
- Aktuelle Entwicklungen
- Unterstützung von Entwicklungs- und Bewältigungsaufgaben der Kindheit durch pädagogisches Handeln
- 5.6.2 Jugend
- Aktuelle Entwicklungen und ihre möglichen Bedeutungen für Jugendliche
- Unterstützung von Entwicklungs- und Bewältigungsaufgaben der Jugend durch pädagogisches Handeln
- 5.6.3 Erwachsenenalter
- 5.6.4 Lebensphase Alter
- Soziale Konstruktion von Altersgrenzen
- Alter(n) im Wandel
- Kompetenz- versus Defizitmodell
- Von der linearen Erwerbs- zur zyklischen Alterszeit
- Alter(n) neu sehen
- Konstruktives Altern und Bildung
- Ende des Lebens
- 5.7 Formen pädagogischen Handelns
- 5.7.1 Behüten
- 5.7.2 Gegenwirken - Mitwirken
- 5.7.3 Unterstützen
- 6 Herausforderndes Verhalten im Kindes- und Jugendalter
- 6.1 Erklärungs- und Lösungsansätze
- 6.1.1 Aggressivität - Stärken erkennen
- 6.1.2 Sprachprobleme - Zuhören und ausreden lassen
- 6.1.3 Hyperaktivität - für Akzeptanz und Stabilität sorgen
- 6.1.4 Auffälliges Essverhalten - Selbstvertrauen aufbauen
- 6.1.5 Einnässen - Geduld und Vertrauen vermitteln
- 6.1.6 Soziale Unsicherheit - Ermutigen und bestärken
- 6.1.7 Furchtsamkeit (Ängste) - Halt und Sicherheit geben
- 6.1.8 Schlafprobleme - Abschiede einüben
- 6.1.9 Psychosexuelle Auffälligkeiten - Geborgenheit schaffen
- 6.1.10 Daumenlutschen - Mangelerlebnisse ausgleichen
- 6.1.11 Stehlen und Lügen - Anerkennung und Beachtung geben
- 6.2 Möglichkeiten des pädagogischen Umgangs
- 6.2.1 Marte Meo
- 6.2.2 Verhalten in akuten Krisen
- 6.2.3 Deeskalation bei Widerstand und Verweigerung
- 6.2.4 Sanktionen im Kontext von Erziehung
- 6.3 Der pädagogische Bezug
- 6.3.1 Pädagogischer Takt
- 6.3.2 Persönlichkeit und Haltung
- 6.3.3 Merkmale pädagogischer Beziehung
- 7 Sozialisation
- 7.1 Sozialisation als Weltaneignung
- 7.2 Sozialisationstheoretische Hintergründe
- 7.2.1 Sozialisation als Verinnerlichung sozialer Strukturen (Pierre Bourdieu)
- 7.2.2 Sozialisation als produktive Realitätsverarbeitung (Klaus Hurrelmann)
- 7.2.3 Sozialisation als Lebensbewältigung (Lothar Böhnisch)
- 7.3 Konsequenzen für habitussensibles Handeln in der Sozialen Arbeit
- 7.3.1 Forderungen an die Soziale Arbeit in der Weltrisikogesellschaft
- 7.3.2 Konsequenzen für die Pädagogik einer menschenrechtsorientierten Sozialen Arbeit
- 7.4 Fazit
- 8 Friedenspädagogik und Demokratiebildung am Beispiel von Erinnerungsarbeit in Deutschland und Ruanda
- 8.1 Politische Bildungsarbeit in globalisierten Lebenswelten
- 8.2 Konflikte, Öffentlichkeiten und Demokratiebildung (John Dewey)
- 8.2.1 Deweys Demokratieverständnis in Bezug auf Jugendliche in Deutschland
- 8.2.2 Die Bedeutung Deweys für transnationale Verständigung
- 8.3 Befreiung und Autonomie in post-kolonialen Verhältnissen (Paulo Freire) mit Bezug auf Deutschland und Ruanda
- 1. Es soll ein rationales Verständnis historischer Wirklichkeit erreicht werden, in dem "Inhalte des Lehrens und Lernens aus der konkreten Lebenswelt der Lernenden gewonnen werden müssen" (ebd.).
- 2. Der rationale Charakter der Utopie
- 2.1 Retrospektive Analyse der historischen Wirklichkeit
- 2.2 Prospektiver Schritt in Richtung einer Erziehung zu einer offenen autonomen Gesellschaft ohne Gewalt, die von kritischem Geist und bewusster Verantwortung der Einzelnen getragen wird
- 3. Die "historische Verpflichtung" als moralische Forderung nach praktischem Engagement
- 8.3.1 Freires Ansatz im Kontext international orientierter Erinnerungsarbeit
- 8.4 Aktuelle Forderungen an Demokratiebildung und Friedenspädagogik nach Dewey und Freire
- 9 Klimapolitische Jugendbewegungen im Spiegel der Pädagogik der Befreiung nach Paulo Freire und Augusto Boal
- 9.1 Adultismus, altersspezifische Diskriminierung und Paternalismus als Formen der Unterdrückung von Kindern in der Klimakrise
- 9.1.1 Fridays for Future (FFF) als Form von kultureller Welterzeugung nach Paulo Freire
- 9.1.2 Extinction Rebellion (XR) - Verbindung Freires problemformulierender Bildungsarbeit und Boals Theater der Unterdrückten
- Forderungen und Prinzipien von Extinction Rebellion
- Teilhabe - Gewaltfreiheit - Kommunikation
- Extinction Rebellion-Aktionen als Spielarten des Theaters der Unterdrückten
- Überregionale Dialogizität und Solidarität
- Digitale Dialogizität und Solidarität in Zeiten globaler Krisen
- 9.2 Utopien als Herzstück einer Pädagogik der Autonomie
- 9.3 Zurück in die Zukunft
- 10 Von der Behindertenpädagogik zu den Disability Studies - von dominanten Machtverhältnissen zu Powersharing?
- 10.1 Disability Studies vs. Ableism/Ableismus
- 10.1.1 Disability Studies
- 10.1.2 Ableism/Ableismus - Eingebundensein in behindernde Strukturen und Systeme
- 10.2 Machtverhältnisse in pädagogischen Beziehungen am Beispiel Erziehung und Bildung
- 10.3 Von Objekten zu Subjekten der Inklusion
- 10.4 Forschung mit Menschen
- 10.5 Gestalten von 'ent-hinderten' Lebensrealitäten durch ein subjektorientiertes Verständnis von Differenz
- 10.6 Othering als Analyserahmen
- 10.7 Konsequenzen für eine differenzsensible kritisch-reflexive (sozial-)pädagogische Haltung
- 10.8 Fazit
- Literaturverzeichnis
- Stichwortverzeichnis
- Bereits erschienen in der Reihe STUDIENKURS SOZIALE ARBEIT
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