
Tale of the Heart Queen
Description
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Spicy, actionreich, magisch: Das große Finale der actionreichen Fantasy Romance, über die ganz BookTok spricht!
Lor hat den größten Fehler ihres Lebens begangen und ist nun auf der Flucht vor dem Aurorakönig. Doch ein neuer Feind bringt das Schicksal von ganz Ouranos ins Wanken und Lor muss sich endlich ihrer Bestimmung stellen, ob sie will oder nicht. Lor ist bereit zu kämpfen: Für ihre Freunde, für das Reich und für ihre Liebe - und sie setzt alles daran, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.
Große Gefühle, knisternde Spannung und jede Menge Action! Im vierten Band des TikTok-Erfolgs der romantischen Fantasy-Reihe erwartet dich:
- eine slowburn enemies-to-lovers Fae Romantasy
- morally grey Charaktere
- politische Intrigen am Hof machthungriger High Fae
- eine Königsfamilie auf der Flucht
- eine Liebe, die Grenzen überwindet
- und natürlich jede Menge Spice!
Die kanadische Autorin Nisha J. Tulis hat mit ihrer unterhaltsamen, romantischen New-Adult-Fantasy direkt einen Hit auf TikTok gelandet: Leser*innen vergleichen die Fantasy Romance mit »Das Reich der sieben Höfe« von Sarah J. Maas oder »The Serpent and the Wings of Night« von Carissa Broadbent. Das perfekte Buch für den Book Hangover nach »Fourth Wing« und »Iron Flame«!
»Die Artefakte von Ouranos« erscheinen in folgender Reihenfolge:
- Trial of the Sun Queen
- Rule of the Aurora King
- Fate of the Sun King
- Tale of the Heart Queen
Reviews / Votes
»Als würde Der Bachelor in einer Fantasywelt spielen, in der es um Leben und Tod geht . Trial of the Sun Queen hat mich mit fesselnden Plot-Twists und einer herrlich temperamentvollen Hauptfigur in Atem gehalten.« - Betty Cayouette, Creatorin von Betty's Book List und Autorin von One Last Shot über Trial of the Sun QueenMore details
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Kapitel 2
Ach, hör doch auf mit deinem Geplärre«, ertönt eine scharfe Stimme. »Das ist so unglaublich … müßig.«
Ich bin so überrascht, dass ich erstickt verstumme. Mein Kopf schnellt hoch, und ich stelle fest, dass wir nicht mehr in dem Wald sind, in den ich Nadir gezerrt habe. Wir sind in einem riesigen runden Raum, der Boden besteht aus einem glänzenden Material, das Marmor sein könnte, nur ist es eine durchgehende Fläche ohne erkennbare Unterbrechungen. Fenster umgeben uns und lassen ein weiches, weißes Licht herein, das beinahe zu summen scheint. Ich spüre es mehr, als dass ich es sehe, sogar in meinen Zähnen klingt eine schwache Vibration nach.
Obwohl es nicht der Raum ist, in dem ich das Empyrium getroffen habe, ahne ich, dass ich zurück in der Evaneszenz bin, doch ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist.
Bei meinem Glück in letzter Zeit ist es vermutlich verdammt beschissen.
Vor mir steht eine Frau in einem silbernen Kleid, das sich in luftigen Falten über den Boden ergießt. Ihre bronzenen Arme sind nackt, und ihre blonden Haare locken sich fast bis zu ihrer Taille, gekrönt mit einem silbernen Kronreif, umrahmt es ihr herzförmiges Gesicht. Ein paar stechende aquamarinblaue Augen starren mit einer kalten Distanziertheit auf mich herab.
Sie kommt mir vertraut vor, und es dauert einen Moment, bis ich einordnen kann, woher. Sie ist die ehemalige Königin Aphelions, die ihrem Volk die Hilfe versagt hat und als »Freiwillige« auserkoren wurde, eine Göttin zu werden.
»Zerra«, flüstere ich.
Sie neigt den Kopf, sieht auf mich herab, als wäre ich Mist, der an ihrer Schuhsohle klebt. »Du hast mich gerufen.« Würdevoll hebt sie mit nach oben zeigenden Handflächen ihre Arme. »Also, hier bin ich.«
Ich suche meine Umgebung nach dem Empyrium mit seinem sich stets wandelnden Körper ab, dessen unterschiedliche Gesichter abwechselnd zum Vorschein kommen – doch es scheint, als wären nur wir drei in dem Raum.
»Das ist der Mann, mit dem du verbunden bist«, sagt Zerra mit gerümpfter Nase und lässt sich elegant auf ihre Fersen sinken, um ihn von Kopf bis Fuß zu betrachten.
Es dauert einen Moment, bis ich ihre Worte verarbeitet habe. Weiß sie, wer ich bin? Wer Nadir ist?
Ich strecke den Arm nach ihr aus und berühre ihr schmales Handgelenk. Sie fühlt sich so zart an wie ein Vogel, aber die Luft um sie herum trägt den strengen Geruch von Chaos, und mir wird klar, dass ich sie auf keinen Fall unterschätzen sollte.
»Kannst du ihm helfen?«, frage ich, als sie ihre Hand wegzieht.
Sie ist eine Göttin. Wenn irgendjemand das hier in Ordnung bringen kann, dann sie.
»Bitte. Ich habe versagt. Ich habe die Kontrolle über meine Magie verloren, und ich …«
Zerras Nasenflügel beben, bevor sie sich wieder aufrichtet und zwei vorsichtige Schritte rückwärtsgeht, um Distanz zwischen uns herzustellen. »Ich kann ihm helfen«, erwidert sie nüchtern, als hätte sie mir nicht gerade eine Rettungsleine, gewoben aus goldenem Garn, angeboten.
»Danke«, sage ich, bereit, mein eigenes Leben dafür zu geben, oder was auch immer sonst sie verlangt. »Bitte. Ich tue alles, wenn du ihm helfen kannst.«
Zerras Mundwinkel verziehen sich zu einem Lächeln, das mich nervös macht. »Ja. Das wirst du, Lor.«
Ich blinzle, wieder fällt mir der unheilvolle Biss ihrer Schönheit auf, und ich warte auf die Bedingung, die sie an meine Zukunft binden wird. Unsere Zukunft. Ich berühre Nadir, hoffe, er weiß, dass ich alles in meiner Macht Stehende tue, um das hier wieder in Ordnung zu bringen.
»Was?«, frage ich schließlich, während sie mich weiter mit diesem herabschauenden Blick mustert. »Er atmet nicht. Uns bleibt keine Zeit mehr. Was willst du?«
Sie winkt ab. »Keine Sorge. Solange er bei mir ist, ist er in einem Schwebezustand. Ihm wird es gut gehen, sobald ich beschließe, ihn wiederzubeleben. Es wird so sein, als hättest du ihn niemals umgebracht.«
Diese Worte lösen den Pfeil, der in meiner Brust steckt, in Luft auf, aber so einfach kann es nicht sein. Ich bin mir sicher, dass ich noch einige Brücken überqueren muss, bis das hier vorüber ist. Ich klammere mich fester an ihn, spüre, wie kalt er bereits geworden ist, sehe, wie sehr seine Haut verblasst ist. Ich fahre mit meinem Daumen über den Bogen seine Augenbraue, streichle seine Wange, und Tränen brennen in meinen Augen. Als ich mich wieder Zerra zuwende, beobachtet sie uns, eine Falte zwischen ihren strahlend blauen Augen.
»Was würde dich dazu bewegen, ihn wiederzubeleben?«, frage ich und beiße meine Zähne ungeduldig zusammen.
Sie faltet die Hände vor ihrer Hüfte und geht dann ein paar Schritte nach links und dann rechts, bevor sie sich wieder ganz mir zuwendet. Das Herz klopft mir bis zum Hals, als ich gegen das Bedürfnis ankämpfe, sie anzuschreien, dass sie sich verdammt noch mal beeilen soll.
»Die Anker«, sagt sie wenige Augenblicke später, und die Puzzleteile fangen an, sich zusammenzufügen.
»Die Anker. Cloris Payne hat uns von ihnen erzählt.«
»Hohepriesterin Cloris«, sagt sie. »Du wirst ihrer Position Respekt zollen und sie adressieren, wie ihre Stellung es verlangt.«
Ich lockere meine Schultern, weil ich sonst meine Augen verdrehen würde. Ich werde der verdammten Cloris Payne erst dann Respekt zollen, wenn sich Schweine in Einhörner verwandeln.
»In Ordnung. Hohepriesterin Cloris hat mir davon erzählt.«
Zerra senkt ihr Kinn, als würde ihr das gefallen. Jedoch nur ein bisschen. Ihr ganzes Verhalten erinnert an ein personifiziertes höhnisches Grinsen. Das ist die Göttin, die unser aller Leben in der Hand hat? Diese kleine, kleinkarierte Frau?
»Ich habe den Anker von Herz nicht, falls es das ist, was du willst.«
»Alles zu seiner Zeit.«
Ich entscheide mich, nicht allzu genau darüber nachzudenken, was das bedeuten soll, denn in diesem Augenblick ist Nadir alles, was zählt.
»Der König von Alluvion hat einen Anker in seinem Besitz«, fährt Zerra fort.
Ich seufze, spüre, wie sich Druck hinter meinen Schläfen aufbaut, weil ich genau weiß, worauf das hinauslaufen wird.
»Ich will, dass du ihn mir bringst«, sagt sie.
»Natürlich willst du das. Und dann erweckst du Nadir wieder zum Leben?«
Sie presst ihre Lippen zusammen und nickt. »Ja.«
»Was, wenn ich ihn nicht finde?«
Sie rümpft die Nase und neigt ihren Kopf in einer geschmeidigen katzenartigen Bewegung. »Dann wird dein Seelengefährte sterben.«
Bei diesen Worten zieht meine Brust sich zusammen, als wären meine Rippen von dicken Eisenketten umschlossen.
»Bring ihn jetzt zurück«, flehe ich sie an. »Er kann mir bei der Suche helfen. Und wenn wir ihn nicht finden, finden wir dafür einen anderen Weg, unsere Schuld bei dir zu begleichen.«
Zerra geht noch ein paar Schritte in die andere Richtung, lässt sich Zeit. Mich beschleicht das Gefühl, dass sie mich zappeln lassen will, und ich tue mein Bestes, um meine Wut zu zügeln. Sie ist die einzige Hoffnung, die ich gerade habe, ich muss mich also mit ihr gut stellen.
Wenn das überhaupt möglich ist.
Allein diese eine Interaktion und mein kurzer Blick in ihre Vergangenheit lassen mich vermuten, dass die gute Seite dieser zur Göttin erwählten High-Fae-Königin schon vor langer Zeit angezündet und in Asche verwandelt wurde.
»Nein«, erwidert sie. »Ich halte nichts von der Idee.«
»Aber Nadir weiß mehr über die Herrschenden und ihre Reiche als ich. Er wäre mir eine große Hilfe bei der Suche. Ich würde den Anker viel schneller finden.«
Ich versuche, meiner Stimme einen selbstsicheren Klang zu verleihen, während meine Innereien sich zu einer rohen Lache der Reue verflüssigen.
»Und ich soll damit zulassen, dass ihr zwei euch gegen mich verschwört?«
Ich runzle die Stirn, als ich mich erinnere, was das Empyrium mir gesagt hat. Sie wollen Zerra ersetzen … in dem Moment brechen ihre letzten Worte mit der Kraft einer Flutwelle über mich herein.
Eine Königin ohne Königinnenreich.
Sie wollen, dass ich den Job übernehme. Glaube ich zumindest.
Weiß Zerra das? Bin ich jetzt eine Bedrohung für sie? Kann es ein Zufall sein, dass Zerra mich wenige Augenblicke danach gefunden hat? Das Empyrium hätte es ihr doch mit Sicherheit nicht erzählt? Und falls doch, warum?
Ich schüttle den Kopf, tue so, als wüsste ich nicht, wovon sie spricht. »Ich weiß nicht, was das heißen soll. Warum sollten wir uns gegen dich verschwören?«
Ich will diese Rolle nicht. Das ist das Letzte, was ich will, genau wie bei den ursprünglichen Herrschenden, die dieses Schicksal ebenfalls abgelehnt haben. Sie wollten nach Hause zurückkehren und ihren Familien dabei helfen, sich von den Katastrophen, die ihre Länder heimgesucht hatten, zu erholen. Das ist es, was ich will. Ich will nach Herz zurückkehren und meinen Platz einnehmen, von dem ich sicher bin, dass ich dorthin gehöre.
Ich ignoriere die kleine, strafende Stimme in meinem Kopf, die sagt, dass das vielleicht nie wirklich mein Schicksal war, auch wenn es das ist, was ich will.
Aber ein Problem nach dem anderen, nehme ich an.
Soll ich ihr sagen, dass ich nicht vorhabe, sie zu ersetzen? Würde sie mir glauben? Was, wenn sie überhaupt nichts von alldem weiß und ich es ihr damit erst offenbare?
»Das würden wir nicht«, sage ich. »Ich wüsste nicht mal, wie wir das machen sollten.«
Sie macht ein Geräusch, das verrät, wie wenig sie mir glaubt. »Das sind meine Bedingungen. Du wirst nach Alluvion reisen, dich bei Cyan...
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