
SQL Alles-in-einem-Band für Dummies
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Die Autoren 11
Einleitung 33
Teil I: SQL - Erste Schritte 37
Kapitel 1: Relationale Datenbanken 39
Kapitel 2: Modellierung eines Systems 57
Kapitel 3: SQL kennenlernen 79
Kapitel 4: SQL und das relationale Modell 91
Kapitel 5: Die wichtigsten Komponenten von SQL 101
Kapitel 6: SQL - das Wesentliche 121
Teil II: Entwicklung relationaler Datenbanken 153
Kapitel 7: Überblick über die Systementwicklung 155
Kapitel 8: Aufbau eines Datenbankmodells 171
Kapitel 9: Gleichgewicht zwischen Leistung und Korrektheit 189
Kapitel 10: Eine Datenbank mit SQL erstellen 219
Teil III: SQL-Abfragen 231
Kapitel 11: Werte, Variablen, Funktionen und Ausdrücke 233
Kapitel 12: SELECT-Anweisungen und modifizierende Klauseln 259
Kapitel 13: Abfrage mehrerer Tabellen mit Unterabfragen 301
Kapitel 14: Abfragen mehrerer Tabellen mit relationalen Operatoren 329
Kapitel 15: Cursor 347
Teil IV: Sichern Sie Ihre Daten 359
Kapitel 16: Schutz vor Hardwarefehlern und externen Bedrohungen 361
Kapitel 17: Schutz vor Benutzerfehlern und Konflikten 391
Kapitel 18: Rechte zuweisen 419
Kapitel 19: Fehlerbehandlung 431
Teil V: Programmieren mit SQL 445
Kapitel 20: Datenbankentwicklungsumgebungen 447
Kapitel 21: Die Schnittstelle zwischen SQL und einer prozeduralen Sprache 453
Kapitel 22: Verwendung von SQL in einem Anwendungsprogramm 459
Kapitel 23: Entwurf einer Beispielanwendung 473
Kapitel 24: Eine Anwendung erstellen 491
Kapitel 25: Die prozeduralen Funktionen von SQL 507
Kapitel 26: Verbindung von SQL mit einer entfernten Datenbank 523
Teil VI: Erweiterte Datentypen in SQL: XML, JSON und PGQ 535
Kapitel 27: Verwendung von XML mit SQL 537
Kapitel 28: XML-Daten in SQL-Tabellen speichern 561
Kapitel 29: Daten aus XML-Dokumenten abrufen 583
Kapitel 30: Verwendung von JSON mit SQL 599
Kapitel 31: Eigenschaftsgraphen-Abfragen 613
Teil VII: Datenbanken optimieren 625
Kapitel 32: Datenbank-Tuning 627
Kapitel 33: Tuning der Umgebung 639
Kapitel 34: Leistungsengpässe auffinden und beseitigen 661
Anhang 689
Glossar 693
Abbildungsverzeichnis 703
Stichwortverzeichnis 707
SQL Alles-in-einem-Band für Dummies
Schummelseite
SQL ist eine beliebte und nützliche Programmiersprache. Sie können noch mehr davon profitieren, wenn Sie die verschiedenen Phasen der SQL-Entwicklung, die Kriterien für Normalformen, die von SQL verwendeten Datentypen, ein wenig über Mengen- und Wertfunktionen sowie einige Tipps zum Filtern von Tabellen mit WHERE-Klauseln kennen.
ENTWICKLUNGSPHASEN EINES SQL-SYSTEMS
Bei der Entwicklung eines jeden Systems fängt man am Anfang an und zieht es bis zum Ende durch, das ist bei SQL nicht anders. Die folgende Liste zeigt Ihnen, was Sie in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus der SQL-Entwicklung beachten müssen:
- Definitionsphase: Definition der präzisen Aufgabenstellung, ihres Umfangs und der beteiligten Personen.
- Anforderungsphase: Erarbeiten einer detaillierten Beschreibung dessen, was genau durch die Entwicklungsarbeit erreicht werden soll. Sammeln Sie alle relevanten Informationen, und fassen Sie sie in einem Anforderungsdokument (Statement of Requirements) zusammen. Holen Sie die Genehmigung des Kunden ein.
- Bewertungsphase: Festlegen, wie die Anforderungen erfüllt werden sollen. Welche Tools werden Sie verwenden? Wie werden Sie Ihr Entwicklungsteam einsetzen? Überprüfen Sie, ob die Aufgabe innerhalb des Zeit- und Budgetrahmens machbar ist.
- Entwurfsphase: Erstellen eines Datenbankmodells und anschließender Entwurf einer Datenbank und einer Datenbankanwendung, die die Bedingungen des Anforderungsdokuments erfüllen.
- Implementierungsphase: Erstellen der Datenbank und der Datenbankanwendung. Fügen Sie eine ausführliche Dokumentation in den Code und in externe Dokumente ein.
- Abschließende Dokumentations- und Testphase: Stellen Sie die Datenbank und die Anwendung auf eine harte Probe. Beaufschlagen Sie das System mit allen vorstellbaren und einigen unvorstellbaren Eingabebedingungen. Versuchen Sie, das System zu überlasten. Beobachten Sie, wo es versagt. Wenn es versagt, geben Sie es zurück an die Entwickler oder sogar zurück an die Designer. Dokumentieren Sie alles.
- Wartungsphase: Behebung von latenten Fehlern, sobald sie auftreten. Bereitstellung von Aktualisierungen und Erweiterungen, die vom Kunden gewünscht werden.
SQL-KRITERIEN FÜR NORMALFORMEN
In SQL sind Normalformen die bestimmenden Merkmale von relationalen Datenbanken. SQL-Formen werden nach den Arten von Änderungsanomalien klassifiziert, denen sie unterliegen. Die erste, zweite und dritte Normalform (1NF, 2NF, 3NF) dienen als Abhilfe für die drei Hauptquellen von Änderungsanomalien.
Normalformen sind verschachtelt. Eine Tabelle, die in 2NF ist, ist automatisch auch in 1NF. Ebenso ist eine Tabelle in 3NF automatisch in 2NF und so weiter. Für die meisten praktischen Anwendungen reicht es aus, eine Datenbank in 3NF anzulegen, um ein hohes Maß an Integrität zu gewährleisten. Um sich ihrer Integrität absolut sicher zu sein, müssen Sie die Datenbank in DK/NF anlegen.
In den folgenden Listen sind die Kriterien für die einzelnen Formen aufgeführt:
Erste Normalform (1NF):
- Die Tabelle muss zweidimensional sein, mit Zeilen und Spalten.
- Jede Zeile enthält Daten, die sich auf eine Sache oder einen Teil einer Sache beziehen.
- Jede Spalte enthält Daten für ein einzelnes Attribut der beschriebenen Sache.
- Jede Zelle (Schnittpunkt von Zeile und Spalte) der Tabelle muss einwertig sein.
- Alle Einträge in einer Spalte müssen von der gleichen Art sein.
- Jede Spalte muss einen eindeutigen Namen haben.
- Keine zwei Zeilen dürfen identisch sein.
- Die Reihenfolge der Spalten und Zeilen spielt keine Rolle.
Zweite Normalform (2NF):
- Die Tabelle muss in erster Normalform (1NF) vorliegen.
- Alle Nicht-Schlüsselattribute (Spalten) müssen vom gesamten Schlüssel abhängig sein.
Dritte Normalform (3NF):
- Die Tabelle muss in zweiter Normalform (2NF) vorliegen.
- Tabelle hat keine transitiven Abhängigkeiten.
Domänen-Schlüssel-Normalform (DK/NF):
- Jede Einschränkung der Tabelle ist eine logische Folge der Definition von Schlüsseln und Domänen.
SQL-Datentypen
Je nach ihrem Ursprung unterstützen die verschiedenen SQL-Implementierungen eine Vielzahl von Datentypen. Die SQL-Spezifikation kennt neun vordefinierte allgemeine Typen, die in den folgenden Listen aufgeführt sind
Genaue Zahlenangaben:
INTEGERSMALLINTBIGINTNUMERICDECIMALDECFLOAT
Ungefähre Zahlenangaben:
REALDOUBLE PRECISIONFLOAT
Boolesche Werte:
BOOLEAN
Zeichenfolgen:
CHARACTER (CHAR)CHARACTER VARYING (VARCHAR)NATIONAL CHARACTER (NCHAR)NATIONAL CHARACTER VARYING (NVARCHAR)
Datum/Zeit:
DATETIMETIMESTAMPTIME WITH TIMEZONETIMESTAMP WITH TIMEZONE
Intervalle:
INTERVAL DAYINTERVAL YEAR
Große Objekte:
BLOBCLOB
Sammlungen:
ARRAYMULTISET
Andere Typen:
ROWXMLJSON
SQL-WERTFUNKTIONEN
SQL-Wertfunktionen führen Operationen an Daten durch. Es gibt alle möglichen Operationen, die für Datenelemente durchgeführt werden können. Nachfolgend sind einige der am häufigsten verwendeten Funktionen aufgelistet.
Funktionen für Zeichenfolgenwerte
Funktion
Wirkung
SUBSTRING
Extrahiert eine Teilzeichenfolge aus einer Quellzeichenfolge
SUBSTRING SIMILAR
Extrahiert eine Teilzeichenfolge aus einer Quellzeichenfolge unter Verwendung POSIX-basierter reguläre Ausdrücke
SUBSTRING_REGEX
Extrahiert aus einer Zeichenfolge das erste Vorkommen eines regulären XQuery-Ausdrucks und gibt ein Vorkommen derübereinstimmenden Teilzeichenfolge zurück.
TRANSLATE_REGEX
Extrahiert aus einer Zeichenfolge das erste oder jedes Vorkommen eines regulären XQuery-Ausdrucksmusters und ersetzt es oder sie durch eine XQuery-Ersatzzeichenfolge
UPPER
Konvertiert eine Zeichenfolge in Großbuchstaben
LOWER
Konvertiert eine Zeichenfolge in Kleinbuchstaben
BTRIM
Schneidet mehrere Zeichen vor und nach dem Text ab
LTRIM
Schneidet mehrere Zeichen links vom Text ab
RTRIM
Schneidet mehrere Zeichen rechts vom Text ab
TRIM
Schneidet führende oder nachlaufende Leerzeichen ab
LPAD
Fügt Füllzeichen auf der linken Seite des Textes ein
RPAD
Fügt Füllzeichen auf der rechten Seite des Texts ein
TRANSLATE
Wandelt eine Quellzeichenfolge von einem Zeichensatz in einen anderen um
CONVERT
Wandelt eine Quellzeichenfolge von einem Zeichensatz in einen anderen um
Funktionen für numerische Werte
Funktion
Wirkung
POSITION
Gibt die Anfangsposition einer Zielzeichenfolge innerhalb einer Quellzeichenfolge...
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