
Sterbehilfe bei Cyborgs
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Die Arbeit wurde mit dem Wissenschaftspreis im Gesundheitswesen der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. (GRPG) 2023 ausgezeichnet.
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- Teil 1: Grundlagen
- A. Rechtstatsächlicher Hintergrund
- I. Medizintechnische Grundlagen
- 1. Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD)
- 2. "Künstliche Herzen"
- a) Herzunterstützungssysteme (VAD)
- b) Totales Kunstherz (TAH)
- II. Medizinische Leitlinien zum Umgang mit ICDs und VADs am Lebensende
- B. Technikphilosophische Vorüberlegungen
- I. Anthropologische Zugänge
- II. Zwei idealtypische Technikverständnisse
- 1. Technik als Werkzeug
- 2. Technik als allumfassender Zusammenhang
- III. Technik: Freiheitserweiterung oder -beschränkung?
- C. Cyborg-Konzepte
- I. Etymologie des Cyborg-Begriffs
- II. Begriffsanalyse
- 1. Extensive Cyborg-Definitionen
- a) "Natural-born cyborgs"
- b) "We are all cyborgs now"
- 2. Restriktive Cyborg-Definitionen
- a) Künstliche Modifikation des Körpers
- b) Körperinvasion der Technik
- c) Intimes Funktionsverhältnis zwischen Technik und Körper
- d) Kontrolle und Fremdsteuerung
- e) Verschmelzung von Technik und Nervensystem
- f) Enhancement
- III. Cyborg als Reflexionsfigur
- 1. Der Cyborg und die Frage nach dem Menschen
- 2. Haraways "Cyborg-Manifest"
- 3. Cyborg als Figur der "reflexiven Moderne"
- IV. Eigene autonomieorientierte Deutung
- Teil 2: Strafrechtliche Bewertung der Deaktivierung inkorporaler lebenserhaltender Geräte
- A. Assistierte Selbsttötung oder täterschaftliche Fremdtötung
- I. Abgrenzung anhand von Kriterien der Tatherrschaft
- II. Herrschaft über rettende Gegenmaßnahmen
- III. Behandlungsabbruch als Selbsttötung
- IV. Ergebnis
- B. Tun oder Unterlassen
- I. Ansätze zur Abgrenzung zwischen Tun und Unterlassen
- 1. Naturalistische Ansätze
- a) Körperbewegungskriterium
- b) Energieeinsatzkriterium
- c) Kausalitätskriterium
- 2. Normative Ansätze
- a) Sozialer Sinn des Verhaltens
- b) Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit
- c) Normatives Verständnis des Energiekriteriums
- d) "Unterlassen durch Tun"
- e) Lehre vom Organisationskreis
- aa) Grundlegung durch Jakobs
- bb) Weiterentwicklung durch R. Merkel und Geth
- cc) Bewertung
- 3. Ergebnis
- II. Neuausrichtung der Sterbehilfesystematik durch das Grundsatzurteil des BGH im "Fuldaer Fall"
- 1. Sachverhalt
- 2. Urteil des LG Fulda
- 3. Urteil des BGH
- 4. Relevanz der Verhaltensformbestimmung nach dem "Fuldaer Fall"
- 5. Ergebnis
- C. Zeitliche Dimension der objektiven Zurechnung
- I. Für eine Zurechnungssperre durch Zeitablauf
- II. Gegen eine Zurechnungssperre durch Zeitablauf
- III. Ergebnis
- D. Behandlungsabbruch nach Maßgabe des Patientenwillens
- I. Grundlagen zur Rechtsfigur des Behandlungsabbruchs
- 1. Materielle Voraussetzungen eines rechtmäßigen Behandlungsabbruchs
- 2. Verfassungsrechtlicher Referenzrahmen
- a) Grundrechtliche Spannungslage: Selbstbestimmung und Lebensschutz
- b) Verfassungsrechtliches Primat der Patientenautonomie
- c) Anerkennung des negativen körperbezogenen Selbstbestimmungsrechts im Strafrecht
- d) Ergebnis
- 3. Straftatsystematische Verortung des Behandlungsabbruchs
- a) Behandlungsabbruch als gerechtfertigte Tötung
- b) Behandlungsabbruch als tatbestandslose Tötung
- c) Ergebnis
- 4. Behandlungsabbruch im Spannungsfeld zwischen rechtswidriger Zwangsbehandlung und strafbarer Tötung auf Verlangen
- a) "Behandlungsbezogenheit"
- b) "Geschehenlassen eines ohne Behandlung zum Tode führenden Krankheitsprozesses"
- c) Behandlungsabbruch versus passive Sterbehilfe
- II. Die Deaktivierung inkorporaler lebenserhaltender Geräte als zulässiger Behandlungsabbruch
- 1. Phänomenologische Kategorisierung lebenserhaltender Geräte
- 2. Rechtliche Behandlung von in den Körper integrierten Geräten
- a) Meinungsstand: Welche Kriterien bestimmen über die Rechtsqualität?
- aa) Festigkeit der Körperverbindung
- bb) "Sachen bleiben Sachen"
- cc) "Substitutiv"- oder "Supportiv-Implantat"
- dd) Grad der Körperverbindung
- ee) Zugehörigkeit zum "Kernbestand des Freiheitsentfaltungspotentials einer Person"
- b) Bedeutung der rechtlichen Einordnung für das Vorliegen eines rechtmäßigen Behandlungsabbruchs
- c) Ergebnis
- 3. Darf der Patient über inkorporale Geräte verfügen?
- a) Ausgangspunkt: Gleichbehandlung von Behandlungsverzicht und -abbruch
- b) Generelle Einwände gegen die Annahme einer fortlaufenden Behandlung
- c) Deaktivierung "technischer Assistenzsysteme" als rechtmäßiger Behandlungsabbruch
- aa) "Technische Assistenzsysteme" als fortlaufende Behandlung
- bb) Normative Relevanz der Therapiehäufigkeit, -form und -dauer
- cc) Deaktivierung "technischer Assistenzsysteme" als "Sterbenlassen"
- (1) Schaffung eines neuen Todesrisikos
- (2) Unmöglichkeit der Wiederherstellung des Status quo ante
- (3) Kritik an dem Kriterium "Sterbenlassen"
- dd) Ergebnis
- d) Deaktivierung "technischer Ersatzsysteme" als rechtmäßiger Behandlungsabbruch
- III. Konkrete Anforderungen an einen legitimen Behandlungsabbruch
- E. Deaktivierung inkorporaler Geräte als zulässige "indirekte Sterbehilfe"
- F. Deaktivierung inkorporaler Geräte bei Wegfall der medizinischen Indikation
- Schluss und Zusammenfassung
- A. Schlussbetrachtung
- B. Zusammenfassung in Thesen
- Literaturverzeichnis
- Sachverzeichnis
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