
Welcome Home
Description
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Dein größter Traum ist wahr geworden – endlich bist du stolzer Besitzer eines eigenen Zuhauses. Hier kannst du dich sicher und geborgen fühlen. Oder?
Der neue Psycho-Thriller von Nr.1-Bestseller-Autor Arno Strobel
Ines und Marco Winkler können ihr Glück kaum fassen, als sie den Schlüssel zu ihrem ersten eigenen Haus in Händen halten. Sofort nach dem Einzug mit ihrer kleinen Tochter Emilia wissen sie: Jetzt sind wir als Familie angekommen. Hier, in unserem kleinen Reich, in der neu gebauten Siedlung Auf Mons im beschaulichen Spessart. Auch in der Nachbarschaft finden die Winklers schnell Anschluss, vor allem das Ehepaar Mannstein freundet sich mit der jungen Familie an und schließt ihre Tochter sofort ins Herz.
Doch dann hat Ines eines Nachts das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden. Sie reißt die Augen auf, aber da ist niemand. Auch im Haus kann sie nichts entdecken, was auf einen Einbrecher deuten könnte.
Als sie kurz darauf im noch leerstehenden Nachbarhaus einen Schatten zu sehen glaubt, versucht sie sich zu beruhigen. Wahrscheinlich hat der Umzug sie mehr gestresst als sie dachte. Bestimmt hat sie sich getäuscht. Bis sie am nächsten Morgen begreift: Sie hat ganz richtig gesehen. Es war jemand im Nachbarhaus. Und sie weiß jetzt auch, was er dort wollte. Einen Menschen töten.
Mit einem Mal herrscht Panik in der Siedlung. Wer geht um Auf Mons? Wer ist noch sicher? Und wer stirbt als Nächstes?
Reviews / Votes
"Besonders faszinierend: Seine dreidimensionalen Antagonisten sind 'nicht einfach nur böse', sondern psychologisch vielschichtig.".
More details
Other editions
Additional editions




Person
ISNI: 0000 0001 0984 7986 GND: 129305618
Content
1
»Ich kann immer noch nicht glauben, dass es wirklich uns gehört.« Ines Winkler stand neben der geöffneten Beifahrertür und betrachtete über das Autodach hinweg ihr neues Zuhause.
Marco wandte sich lächelnd seiner Frau zu. »Mir geht es genauso.« Mit einem Blick auf die weiße Fassade des schmucken Einfamilienhauses fügte er hinzu: »Es fühlt sich unwirklich an.«
Er dachte an die Worte der Immobilienmaklerin, als er mit ihr zum ersten Mal an fast der gleichen Stelle gestanden hatte. »Häuser haben zwar keine Gesichter, aber sie haben Charakter. Schauen Sie hin, der Charakter dieses Hauses ist unschuldig und tadellos.«
Sie hatte damit tatsächlich recht gehabt. Obwohl der von Wald umgebene Hügel, auf dem die Neubausiedlung Auf Mons lag, nun, Mitte November, mit einem diesigen Himmel überspannt und von grauen Nebelschwaden durchsetzt war, strahlte ihr neues Haus etwas Reines, Positives aus. Einzig die Wärmepumpe auf der linken Seite störte ein wenig, doch das gehörte mittlerweile zum Bild moderner Häuser.
»Ich möchte auch raus«, quengelte Emilia von der Rücksitzbank. Marco öffnete die hintere Tür, beugte sich ins Innere des Wagens und löste die Sicherheitsgurte, mit denen die Vierjährige in ihrem Kindersitz angeschnallt war. Anschließend zog er ihr die warme Jacke an, die neben ihr lag. Dann nahm er Emilia auf den Arm und deutete auf das Haus. »Siehst du, mein Schatz, das ist unser neues Zuhause.«
Emilia strich sich die schulterlangen, hellblonden Haare aus dem Gesicht und betrachtete das Gebäude mit der seitlich angebauten Doppelgarage, zu der eine leicht ansteigende, gepflasterte Einfahrt führte, dann wandte sie sich ihrem Vater zu, so dass ihre Nasenspitzen sich fast berührten. »Wohnen wir jetzt für immer hier?«
Marco bog lächelnd den Kopf ein Stück zurück, damit er seine Tochter besser sehen konnte. »Na, zumindest für lange Zeit. Wollen wir reingehen und uns dein Zimmer anschauen?«
»Jaaa!«, stieß Emilia begeistert aus und strampelte mit den Beinen.
Als Marco sie absetzte, ging Ines zum hinteren Teil des Fahrzeugs und öffnete die Heckklappe, um James, ihren zweijährigen Labradoodle, aus der Aluminiumbox zu befreien, in der er geduldig im Kofferraum wartete. Erst als er auf die Straße sprang, stieß er ein helles Bellen aus und sah schwanzwedelnd zu seinem Frauchen auf, dem er knapp bis unters Knie reichte.
Von der rechten Seite kam eine dunkelhaarige Mittvierzigerin in einer wadenlangen weißen Steppjacke auf sie zu und verzog den Mund zu einem breiten Lächeln, als sie Marco und Ines fast erreicht hatte.
»Guten Tag! Sie sind unsere neuen Nachbarn, richtig? Ich habe sie schon ein-, zweimal gesehen, als Sie hier waren.« Sie streckte Ines die Hand entgegen. »Herzlich willkommen Auf Mons. Mein Name ist Johanna Mannstein.« Sie deutete mit einer Kopfbewegung schräg hinter sich. »Ich wohne mit meinem Mann im übernächsten Haus.«
»Vielen Dank für die nette Begrüßung«, entgegnete Ines und schüttelte Johanna die Hand. »Ines Winkler. Freut mich, Sie kennenzulernen, Frau Mannstein.«
Johanna winkte ab. »Du und Johanna reicht völlig, so unter Nachbarn.« Sie musterte Ines von Kopf bis Fuß. »Du bist ja noch blutjung für eine Hausbesitzerin. Wie alt bist du? Mitte zwanzig?«
Ines wechselte lächelnd einen Blick mit Marco, bevor sie sagte: »Danke für das Kompliment, aber ich bin gerade siebenunddreißig geworden.«
Johanna nickte bewundernd. »Alle Achtung, da hat wohl jemand aus dem Jungbrunnen getrunken.« Dann wandte sie sich an Marco, der mit Emilia an der Hand auf sie zugegangen war. Beim Anblick der Vierjährigen riss Johanna verzückt die Augen auf und beugte sich zu ihr hinunter. »Oh, was haben wir denn hier für eine hübsche junge Dame. Verrätst du mir deinen Namen?«
Das Mädchen rückte dichter an das Bein ihres Vaters heran, antwortete aber mit fester Stimme: »Ich heiße Emilia.«
»Emilia . was für ein wunderschöner Name. Und wie alt bist du?«
»Vier.«
»Freust du dich auf dein neues Zuhause?«
»Ja, und ich habe ein ganz großes Zimmer«, plapperte Emilia und löste sich wieder von Marcos Bein. Offenbar hatte sie beschlossen, dass Johanna vertrauenswürdig war. »Aber da ist noch gar kein Bett drin. Papa hat gesagt, das kommt gleich.«
»Na, du bist ja ein aufgewecktes Kind«, bescheinigte Johanna ihr begeistert und richtete sich wieder auf, was Marco zum Anlass nahm, ihr die Hand zu reichen. »Ich bin Marco! Schön, unsere Nachbarin gleich bei unserer Ankunft kennenzulernen.«
»Na, das gehört sich doch so. Brot und Salz kommen dann später, wenn eure Möbel da sind. Und Guido, meinen Mann, bringe ich dann vielleicht auch mit. Aber jetzt kommt erst mal an.« Sie zwinkerte Marco zu und wandte sich wieder an Emilia. »Und in die kleine Prinzessin hier habe ich mich jetzt schon verliebt. Wenn Mama und Papa mal ausgehen wollen, dann passe ich sehr gern auf dich auf und lese dir tolle Geschichten vor. Was meinst du?«
Emilia zuckte mit den Schultern und rückte wieder näher an Marco heran. Als er ihr zärtlich über den Kopf streichelte, sagte sie: »James passt auf mich auf.«
»James?«, fragte Johanna überrascht. »Ist das dein großer Bruder? Oder dein Onkel?«
Emilia kicherte und zeigte auf den Labradoodle, der lang ausgestreckt neben Ines auf dem kalten Boden lag und den Kopf gehoben hatte, als er seinen Namen hörte. »Da ist James.«
»Ach so, James ist dein Hund. Das ist ja ein toller Name. Wie James Bond. Weißt du, wer James Bond ist?«
Nach einem fragenden Blick zu ihrem Vater schüttelte Emilia den Kopf.
»Das ist ein Geheimagent«, erklärte Johanna mit Verschwörerstimme. »Der fängt die bösen Menschen und beschützt die guten. Wer so heißt, passt sicher gut auf dich auf, das verstehe ich. Aber kann James dir denn auch Geschichten vorlesen?«
Emilia sah erneut zu Marco hoch, nun aber mit einem Gesichtsausdruck, als könne sie nicht glauben, dass diese Frau ernsthaft gefragt hatte, ob ein Hund Geschichten vorlesen konnte.
»Das wäre was, oder?« Marco lächelte und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. »Halb zwölf. Jetzt sehen wir erst mal zu, dass wir alles vorbereiten, der Umzugswagen soll um die Mittagszeit eintreffen.«
Johanna nickte. »Bin schon weg. Viel Spaß beim Einräumen.«
Sie wandte sich ab, hielt aber in der Bewegung inne und machte mit der Hand eine ausholende Geste. »Ach, und dieses Edgar-Wallace-Wetter haben wir hier nicht jeden Tag. Wir wohnen nun seit vier Monaten hier, und das ist eher die Ausnahme. Wenn die Sonne scheint, ist Auf Mons das reinste Paradies.« Damit ging sie los, nachdem sie Ines lächelnd zugenickt hatte.
»Unsere Nachbarn scheinen ja wirklich nett zu sein«, stellte Ines fest, woraufhin James aufsprang und zu ihr aufsah.
»Ja, scheint so«, bestätigte Marco und wuschelte Emilia durch die Haare. »Dann lasst uns mal reingehen. Die Möbel kommen bald.«
Auf dem Weg zur Haustür wurde Marco plötzlich von Glücksgefühlen überwältigt. Ihr langgehegter Traum, ein eigenes Haus, ihr persönliches »Castle«, in dem nur sie bestimmten, was wann wie gestaltet und getan wurde, in dem es niemanden gab, der ihnen reinreden oder sich über irgendetwas beschweren konnte . sie hatten es geschafft. Übermütig wandte er sich am Eingang Emilia und seiner Frau zu und sagte mit bedeutungsschwerer Stimme: »Meine Damen, erlauben Sie mir, Sie nun durch Ihr neues Heim zu führen. Bitte folgen Sie mir!«
Er zog den Schlüssel aus der Hosentasche, schloss auf und ließ die Tür nach innen aufschwingen, bevor er in den Flur zeigte. »Wie Sie sehen, öffnet sich die Eingangstür aus hochwertigem Holz in einen hellen Flur, der mit einem eleganten Fliesenboden ausgestattet ist. Bitte, nach Ihnen.«
Emilia blickte ihre Mutter fragend an. Da Ines schmunzelte, lächelte auch sie, ergriff die freie Hand ihrer Mutter und betrat mit ihr und James an ihrem Vater vorbei das Haus. Marco schloss die Tür und deutete zur Seite. »Direkt links vom Flur befindet sich das großzügige Wohnzimmer.« Gemeinsam betraten sie den leeren Raum, wobei Ines grinsend den Kopf schüttelte.
»Hier dominieren große Fenster, die viel Tageslicht hereinlassen und einen Blick auf den gepflegten Garten bieten. Die Wände sind in sanften, neutralen Tönen gestrichen, und der moderne Kamin im Mittelpunkt des Raumes sorgt an kalten Tagen für wohlige Wärme.« Marco wies nach vorn und ging langsam weiter. »Eine offene Verbindung führt in den Essbereich, der nahtlos in die moderne Küche übergeht.« Stolz präsentierte er die wenige Tage zuvor gelieferte Einbauküche. »Diese ist, wie Sie sich selbst überzeugen können, mit hochwertigen Geräten ausgestattet und verfügt über eine praktische Kochinsel, die sowohl als Arbeitsfläche als auch als Frühstücksbar dient. Die Kombination aus Holz- und Hochglanzoberflächen verleiht dem Ganzen einen zeitgemäßen Look.«
Er wandte sich nach rechts und ging weiter. »Vom Essbereich aus gelangen wir durch große Schiebetüren auf die Terrasse, die ideal für gesellige Grillabende oder entspannte Nachmittage im Freien ist, zum Beispiel mit der Familie Mannstein, von der wir bisher allerdings erst eine Hälfte kennen. Der Garten ist liebevoll angelegt und bietet ausreichend Platz für vierjährige Mädchen zum Spielen oder für Hobbygärtner.« Der liebevoll angelegte Garten bestand bisher lediglich aus einer kahlen Wiese und ein paar braunen Sträuchern.
»Zurück im Flur führt eine Treppe ins Obergeschoss und eine weitere in die großzügigen Kellerräume. Hier im...
System requirements
File format: ePUB
Copy protection: Watermark-DRM (Digital Rights Management)
System requirements:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Use a reading software that can process the file format ePUB: e.g., Adobe Digital Editions or FBReader – both free (see eBook Help).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Before downloading, install the free app Adobe Digital Editions (see eBook Help).
- E-reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino and many more (not Kindle).
The file format ePUB works well for novels and non-fiction books – i.e., „flowing” text without complex layout. On an e-reader or smartphone, line and page breaks automatically adjust to fit the small displays.
This eBook uses Watermark-DRM, a „soft” copy protection. This means that there are no technical restrictions to prevent illegal distribution. However, there is a personalised watermark embedded in the eBook that can be used to identify the purchaser of the eBook in the event of misuse and to provide evidence for legal purposes.
For more information, see our eBook Help page.