
Diskurs der Daten
Description
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Der Forschungsbereich der Digitalen Daten ist in den qualitativ arbeitenden Geisteswissenschaften bislang kaum erschlossen. Unter dem populären Schlagwort Big Data versammeln sich jedoch derzeit neue und allumfassende Formen der Kommunikation in Gestalt der Nutzung und des Austauschs elektronischer Daten, die räumlich als Erweiterung des eigenen Aktionsradius, zeitlich als Beschleunigung von Such- und Kommunikationsvorgängen erlebt werden. Die Beiträge in diesem Band analysieren einerseits "semantische Kämpfe" (Felder 2006) zum Thema Digitale Massendaten auf der sprachlichen Meta-Ebene, indem sie z.B. Ideologien enthüllen, die bei der kommunikativen Aneignung des Digitalen entstehen. In den Dialog treten diese Ansätze andererseits mit solchen, die untersuchen, wie User/-innen der digitalen Medien (Twitter, Kommentarforen) in actu mit dem Digitalen umgehen. Ergänzend dazu werden theoretische Reflexionen angestoßen, die die vielfältigen Zusammenhänge der digitalen Massendaten mit den Begriffen der Macht, des Subjekts und der Programmierung, der Selbstbestimmung und der Algorithmisierung, des Erkenntnispotenzials und des potenziellen Nichtwissens betreffen. Vor allem aufgrund der Methodenvielfalt der Beiträge kann dieser Sammelband somit als qualitativer Brückenschlag der ,traditionellen' Geisteswissenschaften in das neue Forschungsfeld der Digital Humanities verstanden werden.
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Persons
Pamela Steen , Universität Koblenz-Landau, Koblenz; Frank Liedtke , Universität Leipzig, Leipzig.
Content
- Intro
- Inhalt
- Einführung
- Dialog der Daten: Datenschutz - ein veraltetes Konzept?
- Resilienz und Mediennutzungsstrategien angesichts des informationellen Kontrollverlusts
- Was Daten uns nicht sagen können
- MachtDaten. Strategien digitaler Verdatung aus Foucault'scher Perspektive
- Diskurspraktiken in algorithmisierten Welten - Zur Entwicklung einer Mediengrammatik digitaler Plattformen
- Die Ideologie der Transparenz
- "Jesus ist keine App"
- ,Daten-Charisma' als Ideen-Charisma - Edward Snowden und die Prism-Affäre aus diskurslinguistischer Perspektive
- Grenzgänge zwischen Fakten und Fiktion bei der Inszenierung virtueller Figuren am Beispiel von Online-Omi Renate Bergmann
- Digitale Empathie
- Digitale Öffentlichkeiten und ihre sprachlich-interaktionalen Manifestationen am Beispiel von Kommentarforen
- Von "allgemein zugänglichen Quellen" und "nachrichtendienstlichen Mitteln" - zur Semantik von Verfassungsschutzberichten
- Das Gesicht des Überwachers - Facebook und die Transparenz
- Informationelle Selbstzertrümmerung
- Register
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