
Werte und Normen
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Content
- Cover
- Zielstellung und Ausblick
- 1. Teil: Werte
- § 1 Ökonomische Wertbegriffe
- I. "Wertbegriffe"
- II. Die Entwicklung ökonomischer Wertlehren
- 1. Tauschgerechtigkeit und iustum pretium
- 2. Die Arbeitswertlehren der klassischen Nationalökonomie
- a) Erste Ansätze der Arbeitswertlehre bei Petty
- b) Adam Smiths Meilenstein
- c) Ricardos "natural price of labour"
- d) Die marxistische Arbeitswertlehre
- e) Kritik
- 3. Grenznutzentheorien
- 4. Simmels "Philosophie des Geldes"
- 5. Abschied vom Wertbegriff in der modernen Ökonomie
- III. Ökonomische Wertbezüge im Recht
- 1. Rechtliche Preiskontrolle?
- a) Der Grundsatz der Privatautonomie
- b) Die laesio enormis und wucherähnliche Geschäfte
- c) Gesetzliche Preisvorgaben
- 2. Wert, Interesse und Ausgleich im Schadensrecht
- a) Vermögensschäden und Nichtvermögensschäden
- b) Formen des Schadensausgleichs: Naturalrestitution oder Geldersatz
- c) Marktpreis als "objektiver" Wertmaßstab
- 3. Wertersatzansprüche
- a) Herausgabe und Wertersatz im Bereicherungsrecht
- b) Herausgabe und Wertersatz nach erfolgtem Rücktritt
- 4. Unternehmens- und Anteilsbewertung
- a) Buchwerte, Substanzwerte, Ertragswerte
- b) Ertragswertprognosen
- c) Unternehmenswert und Börsenkurs
- 5. Ökonomische Wertbezüge im Straf- und öffentlichen Recht
- IV. Zwischenfazit und Ausblick
- 1. Wertbezug als Norminhalt
- 2. Ökonomische Theorie des Rechts
- 3. Fortgang der Untersuchung
- § 2 Werte als Kategorien der Ethik
- I. Ebenen des Wertdenkens
- II. Vorab: "Ethik" und "Moral"
- III. "Das Gute"
- 1. Sprachgeschichtlicher Hintergrund
- 2. Das Gute in der antiken Philosophie
- a) Sophistischer Relativismus
- b) Platons Idee des Guten
- c) Die Tugendlehre des Aristoteles
- d) Der Ataraxie-Gedanke im Hedonismus, Stoizismus und Skeptizismus
- e) Der "vir bonus" der römischen Rhetorik und Philosophie
- 3. Das Gute in der christlichen Philosophie
- a) Die Gleichsetzung des Guten mit dem Göttlichen
- b) Christliche Tugenden
- c) Metaphysisches und Mystisches
- 4. Die Renaissance der Vernunft
- a) Hobbes' Leviathan
- b) Kants formale Pflichtenethik
- c) Die Sittlichkeit bei Hegel
- 5. Die konsequentialistische Gegenposition: Utilitarismus
- a) Humes "moral sense"
- b) Benthams quantitativer Utilitarismus
- c) Mills qualitativer Utilitarismus
- 6. Zwischenfazit und Ausblick
- IV. Ursachen für das Erstarken des Wertdenkens
- 1. Suche nach einer neuen Metaphysik
- 2. Das Gute greifbar machen
- 3. Hinwendung zum Subjekt
- 4. Pluralisierung
- V. Die axiologische Grundfrage: Objektivismus oder Subjektivismus
- VI. Fortgang der Untersuchung
- § 3 Bestandsaufnahme: Die Wertlehren im Querschnitt
- I. Anfänge der Axiologie
- 1. Wert und handelnde Vernunft bei Fries
- 2. Herbarts Wertästhetik
- 3. Lotzes teleologischer Idealismus
- II. Nietzsches Forderung nach der "Umwertung aller Werte"
- III. Die formalen Wertlehren der Neukantianer
- 1. Die sog. Südwestdeutsche Schule
- 2. Werturteil und Normalbewusstsein bei Windelband
- 3. Rickerts strikte Trennung von Wert und Wirklichkeit
- 4. Geltung als ontologische Kategorie bei Lask
- 5. Wahrheit, Wert und Wirklichkeit bei Bauch
- 6. Wert und Wollen bei Münsterberg
- IV. Die Wertpsychologie der "Brentano-Schule"
- 1. Brentano und seine Schüler
- 2. Lieben und Hassen bei Brentano
- 3. Persönliche und unpersönliche Werte bei Meinong
- 4. Werte als Begehrbarkeit bei Ehrenfels
- 5. Husserls Phänomenologie
- V. Materiale Wertlehren
- 1. Phänomenologisches Wertsein bei Scheler
- 2. Ideales "Ansichsein" der Werte bei Hartmann
- VI. Pragmatistisches Wertdenken
- 1. Grundannahmen des Pragmatismus
- 2. William James' radikaler Empirismus
- 3. Wert und Werturteil nach Dewey
- 4. Wert als dynamisches Ergebnis sozialer Interaktion bei Mead
- 5. Wert und Selbsterfahrung nach Joas
- 6. Wert und Rationalität bei Putnam
- 7. Rortys Rückkehr zum Subjektivismus
- VII. Wert und Werturteil in der analytischen Philosophie
- 1. Neuausrichtungen
- 2. Intuitivistische Positionen
- a) Moores offene Fragen und intuitive Antworten
- b) Moralische Wahrheit und Prima-facie-Pflichten nach Ross
- 3. Das Unsagbare bei Wittgenstein
- 4. Schlicks empirische Ethik
- 5. Die sprachtheoretische Kritik Carnaps
- 6. Emotivistische Positionen
- a) Ayers logisch-positivistischer Emotivismus
- b) Stevensons psychologischer Emotivismus
- 7. Hares universeller Präskriptivismus
- 8. Mackies skeptizistische Irrtumstheorie
- 9. Individuelle, überindividuelle und kollektive Werte bei Kraft
- VIII. Neuere Ansätze objektiver Wertbegründungen
- 1. Nozicks Realisationismus
- 2. Nagels normativer Realismus
- 3. Starke und schwache Wertungen bei Taylor
- IX. Kritik am Wertdenken
- 1. Spielarten der Wertkritik
- 2. Wertdenken als "Blasphemie" bei Heidegger
- 3. Geigers theoretischer und praktischer Wertnihilismus
- 4. Carl Schmitt und die "Tyrannei der Werte"
- X. Zusammenfassung und Ausblick
- § 4 Positionierung: Bekenntnis zum Wertrelativismus
- I. Ausgangspunkte
- 1. Wertempfinden
- a) Empfinden als psychologisches Phänomen
- b) Wertvorstellungen als Wertempfinden
- c) Wertempfinden und "einfache" Empfindungen
- d) Werte und Präferenzen
- e) Unvollkommenes Wertempfinden?
- 2. Wertdenken
- a) Wertbewusstsein als Selbstbewusstsein
- b) Kritische Reflexion des Wertempfindens
- c) Ordnendes Wertdenken
- aa) Abstrakte und konkrete Wertvorstellungen
- bb) Kategorisierung und Systematisierung
- d) Wertkonflikt und Wertdilemma
- e) Praktische Konsequenzen des Wertdenkens
- f) Wertirrtümer?
- g) Grenzen des rationalen Wertdenkens
- 3. Wertsprache
- a) Kommuniziertes Wertempfinden
- b) Wertsprache ist Alltagssprache
- c) Sprache und Bedeutung
- d) Verobjektivierende Wertsprache: Vom Wertempfinden zu Werten
- e) "Wert haben" und "Wert sein"
- f) Wert, Nicht-Wert und Unwert
- 4. Zwischenfazit: Mosaik einer subjektiven Wertlehre
- II. Die Unbegründbarkeit des Wertobjektivismus
- 1. Das Bedürfnis nach absoluten Erklärungen
- a) Empfundene Objektivität
- b) Telos und Religion
- c) Die Idee einer objektiven Ethik
- 2. Behaupten und Glauben
- 3. Objektivität und Wertediskurs
- 4. Instrumentalisierung
- 5. Wertpluralismus
- 6. Fazit
- III. Einwände gegen den Wertnihilismus
- 1. Nihilistische Beschwörungen
- 2. Gefahren des Wertnihilismus
- IV. Zusammenfassung und Ausblick
- § 5 Weiterdenken: Überindividuelle Werte
- I. Prämissen: Subjektivismus und Relativismus
- II. Wertediskurs
- 1. Kritisierbarkeit trotz Relativismus
- 2. Emotionen, Argumente und Scheinargumente
- 3. Zum Umgang mit Werturteilen
- 4. Offener Diskurs und Wertpluralismus
- III. Kollektive Werte
- 1. Wertegemeinschaften
- 2. Traditionen, Konventionen, Autoritäten
- 3. Gruppenwerte als überindividuelle Werte
- 4. Verobjektivierung, nicht Objektivität
- IV. Das Streben nach Verbindlichkeit
- 1. Nochmals: Zum handlungsleitenden Charakter von Werten
- 2. Universalität trotz Relativität
- 3. Von Werten zu Normen
- 2. Teil: Normen
- § 6 Normtheoretische Grundlagen
- I. Normbegriffe
- 1. Sprach- und philosophiegeschichtliche Entwicklung
- 2. Aktuelle Bedeutungsgehalte
- II. Das Nebeneinander verschiedener Normordnungen
- III. Normkategorien
- IV. Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit
- V. Vorschau: Ursprung des Normativen
- VI. Zum weiteren Vorgehen
- § 7 Moral
- I. Deskriptive und präskriptive Moralbegriffe
- II. Begriffsvielfalt: Moral, Ethos, Sitte, Konvention
- III. Interne Verbindlichkeit: Individualmoral
- IV. Externe Verbindlichkeit: Sozialmoral
- 1. Soziologische Beschreibungen: Weber und Luhmann
- 2. Soziale Sanktionen
- 3. Herausbildung der Sozialmoral
- 4. Unschärfe und Inhomogenität
- 5. Gruppen- und Bereichsmoralen
- V. Das Verhältnis von Individualmoral und Sozialmoral
- § 8 Was ist Recht?
- I. Fragestellung
- II. Positivistische Rechtsbegriffe
- 1. Der Zwangscharakter des Rechts (Weber und Geiger)
- 2. Bierlings Anerkennungstheorie
- 3. Recht als normierte Verhaltenserwartungen bei Luhmann
- 4. Der pragmatische Rechtsbegriff von Holmes
- 5. Recht als Befehl eines Souveräns: Bentham und Austin
- 6. Kelsens "reiner" Rechtsbegriff
- 7. Harts "rule of recognition"
- 8. Colemans inklusiver Positivismus
- 9. Raz' exklusiver Positivismus
- 10. Hoersters Neutralitätsthese
- III. Nicht-positivistische Rechtsbegriffe
- 1. Der Satz des Celsus
- 2. Klassische natur- und vernunftrechtliche Ansätze
- a) Naturrechtsdenken in Antike und Mittelalter
- b) Neuzeitliche Naturrechtsdoktrin I: Von Grotius bis Rousseau
- c) Neuzeitliche Naturrechtsdoktrin II: Pufendorf, Thomasius und Wolff
- d) Recht, Freiheit und Vernunft bei Kant
- e) Recht als Anerkennung bei Hegel
- 3. Verblassen und Renaissance des naturrechtlichen Denkens
- 4. Radbruchs Relativismus und die Radbruchsche Formel
- 5. Apriorische Gerechtigkeit und empirisches Naturrecht bei Coing
- 6. Welzels "sachlogische Strukturen" und Menschenwürde
- 7. Naturrecht als Existenzrecht bei Maihofer
- 8. Arthur Kaufmanns Rechtsontologie
- 9. Das Unrechtsargument bei Kriege
- 10. Dworkins Prinzipienargument
- 11. Schwacher Rechtsmoralismus bei Dreier und Alexy
- IV. Relativität des Rechtsbegriffs
- V. Perspektiven
- 1. Beobachter
- 2. Teilnehmer
- a) Der Gesetzgeber
- b) Rechtsanwender
- VI. Der rechtliche Rahmen der Rechtsanwendung
- 1. Gesetz und Recht
- 2. Wertabhängigkeit des Rechts
- 3. Rechtsimmanente Korrekturmöglichkeiten
- 4. Extremfälle
- a) Ex-ante-Betrachtungen
- b) Ex-post-Betrachtungen
- VII. Recht und Unrecht
- VIII. Wirksamkeit und Geltung
- 1. Wirksamkeit als faktische Anerkennung
- 2. Geltung als normative Verbindlichkeit
- 3. Die Normativität des Faktischen
- IX. Folgerungen und Forderungen
- 1. Positivität allen Rechts
- 2. Kann Recht jeden beliebigen Inhalt haben?
- 3. Ausblick: Suche nach Legitimationskriterien
- § 9 Legitimation von Recht
- I. Zielstellung: Legitimation ohne Metaphysik
- II. Sein und Sollen
- 1. Wahrheit vs. Richtigkeit
- 2. Humes Gesetz
- 3. Kausalität vs. Begründung
- 4. Funktionale Verknüpfung
- III. Wollen und Sollen
- 1. Die dritte Kategorie
- 2. Vom Wollen zum Sollen
- 3. Konsequenzen für die Normbegründung
- IV. Recht und Gerechtigkeit
- 1. Gerechtigkeit als Zielgröße des Rechts
- 2. Abstrakte Wertidee und intuitives Ideal
- V. Annäherungen an die Gerechtigkeit
- 1. Nutzen und Grenzen von Gerechtigkeitstheorien
- 2. Die Intersubjektivität der Gerechtigkeit und der Aspekt der Gleichheit
- 3. Ausgleichende und verteilende Gerechtigkeit
- 4. Nützliche Leerformeln
- a) "Suum cuique"
- b) Die Goldene Regel
- c) Nochmals: Kants kategorischer Imperativ
- d) Prinzip der Verallgemeinerung
- 5. Prozedurale Gerechtigkeitstheorien
- a) Materiale Gerechtigkeit durch Verfahrensgerechtigkeit
- b) Gerechtigkeit als Fairness bei Rawls
- c) Diskurstheoretische Ansätze
- d) Schwächen und Nutzen prozeduraler Gerechtigkeitstheorien
- VI. Pluralismus der Gerechtigkeiten und Normakzeptanz
- 1. Reale Gerechtigkeitsdiskurse
- 2. Normakzeptanz trotz Pluralität
- 3. Generelle und konkrete Normakzeptanz
- 4. Normakzeptanz durch Transparenz
- 5. Wertungskonsistenz und Systemgerechtigkeit
- § 10 Konsequenzen für die Rechtsanwendung
- I. Prämissen
- 1. Regeln und Prinzipien
- 2. Die Mehrdimensionalität des rechtlichen Sollens
- II. Rechtsanwendung als Rechtsfindung?
- 1. Die Hart-Dworkin-Debatte
- 2. Eine Paradoxie des Entscheidens?
- 3. Keine Automatismen
- III. Rechtsanwendung ist Rechtsgestaltung
- 1. Recht und Sprache
- a) Zum Verhältnis der Rechtssprache zur Alltagssprache
- b) Kontextabhängige Bedeutung
- c) Unbestimmte Rechtsbegriffe und Generalklauseln
- 2. Vorverständnis und Rechtsmethodik
- 3. Rechtsmethodisches Handwerkszeug
- a) Auslegung
- b) Analogie und Umkehrschluss
- c) Telologische Reduktion und sonstige Korrekturen
- 4. Wille des Gesetzes oder des Gesetzgebers?
- 5. Rechtsfortbildung
- IV. Die Suche nach der besten Begründung
- V. Psychologische Elemente der Rechtsanwendung
- 1. Hungrige Richter und andere Phänomene
- a) Halo-Effekt und Priming
- b) Rückschaufehler
- 2. Recht, Werte und Emotionen
- Zusammenfassung
- Literatur
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