Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in der Schule
Julia Schmitt(Author)
Diplomica Verlag
1st Edition
Published in August 2012
61 pages
978-3-8428-3370-8 (ISBN)
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Migration und Integration sind immer wieder Thema der aktuellen Diskussion in der Öffentlichkeit und den Medien. In diesem Zusammenhang treten immer wieder Konflikte auf, welche die Betroffenen und die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen stellen. Nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich oder im Alltag, sondern auch in der Schule können diese Konflikte auftreten und die Betroffenen SchülerInnen vor große Probleme stellen. Da die Institution Schule ein Bindeglied zwischen Staat, Gesellschaft und Familie darstellt, ist es besonders interessant zu sehen, wie sie mit dem Thema der Integration umgeht. Hier treffen unterschiedliche Kulturen aufeinander und der Spagat der Inklusion aller muss bewältigt werden. In diesem Buch wird diese Thematik aufgegriffen, wobei zunächst allgemein Migration vorgestellt wird, um auf eine Definition von Migrationshintergrund hinzuführen. Danach wird auf den Begriff Integration eingegangen, um dann den Umgang von Schule mit Migration und Integration genauer zu betrachten. Anschließend erfolgt der Bezug zur durchgeführten Studie, in der fünf SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu ihrer Integration in der Schule befragt werden. Am Ende werden die Ergebnisse präsentiert und zusammengefasst.
More details
Edition
1., Aufl.
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
File size
0,37 MB
ISBN-13
978-3-8428-3370-8 (9783842833708)
Schweitzer Classification
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Book
07/2012
1st Edition
Diplomica Verlag
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Person
Julia Schmitt, B.Ed., wurde 1987 in Grünstadt in der Pfalz geboren. Ihr Studium der Biologie und Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien an der Technischen Universität Kaiserslautern schloss sie im Jahre 2012 mit dem akademischen Grad Bachelor of Education ab. Derzeit befindet sich die Autorin im Masterstudiengang der Biologie und Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien. Bereits während des Studiums sammelte die Autorin umfassende praktische Erfahrungen im schulischen Bereich, wobei sie auf Kinder mit Migrationshintergrund und deren Problematik aufmerksam wurde. In diesem Buch widmet sie daher dieser Thematik.
Content
1 - Integration von Kindern mit Migrationshintergrundin der Schule [Seite 1]
1.1 - Abstract [Seite 3]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 4]
1.3 - 1. Einleitung [Seite 5]
1.4 - 2. Migration [Seite 7]
1.4.1 - 2.1 Wanderungsformen [Seite 8]
1.4.2 - 2.2 Migrationsbewegungen in Deutschland [Seite 9]
1.4.3 - 2.3 Migrationshintergrund [Seite 11]
1.5 - 3. Integration [Seite 13]
1.5.1 - 3.1 Drei Erklärungsansätze für Integration [Seite 15]
1.5.2 - 3.2 Integration von Kindern und Jugendlichen [Seite 17]
1.6 - 4. Migration und Integration in der Schule [Seite 19]
1.7 - 5. Index für Inklusion [Seite 22]
1.8 - 6. Die durchgeführte Fallstudie [Seite 24]
1.8.1 - 6.1 Die Theorie des qualitativen Denkens [Seite 24]
1.8.2 - 6.2 Untersuchungsplan der Studie [Seite 26]
1.8.3 - 6.3 Die qualitative Analyse [Seite 27]
1.8.3.1 - 6.3.1 Das Erhebungsverfahren [Seite 27]
1.8.3.2 - 6.3.2 Das Durchführungs- und Aufbereitungsverfahren [Seite 29]
1.8.3.3 - 6.3.3 Auswertungsverfahren [Seite 30]
1.9 - 7. Vergleich der Ergebnisse mit dem Index für Inklusion [Seite 30]
1.10 - 8. Resümee [Seite 40]
1.11 - 9. Literaturverzeichnis [Seite 41]
1.12 - 10. Anhang [Seite 45]
1.12.1 - 10.1 Fragebogen für die Kinder [Seite 45]
1.12.2 - 10.2 Fragebogen sortiert nach Dimensionen [Seite 47]
1.12.3 - 10.3 Auswertung der Interviews [Seite 50]
1.1 - Abstract [Seite 3]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 4]
1.3 - 1. Einleitung [Seite 5]
1.4 - 2. Migration [Seite 7]
1.4.1 - 2.1 Wanderungsformen [Seite 8]
1.4.2 - 2.2 Migrationsbewegungen in Deutschland [Seite 9]
1.4.3 - 2.3 Migrationshintergrund [Seite 11]
1.5 - 3. Integration [Seite 13]
1.5.1 - 3.1 Drei Erklärungsansätze für Integration [Seite 15]
1.5.2 - 3.2 Integration von Kindern und Jugendlichen [Seite 17]
1.6 - 4. Migration und Integration in der Schule [Seite 19]
1.7 - 5. Index für Inklusion [Seite 22]
1.8 - 6. Die durchgeführte Fallstudie [Seite 24]
1.8.1 - 6.1 Die Theorie des qualitativen Denkens [Seite 24]
1.8.2 - 6.2 Untersuchungsplan der Studie [Seite 26]
1.8.3 - 6.3 Die qualitative Analyse [Seite 27]
1.8.3.1 - 6.3.1 Das Erhebungsverfahren [Seite 27]
1.8.3.2 - 6.3.2 Das Durchführungs- und Aufbereitungsverfahren [Seite 29]
1.8.3.3 - 6.3.3 Auswertungsverfahren [Seite 30]
1.9 - 7. Vergleich der Ergebnisse mit dem Index für Inklusion [Seite 30]
1.10 - 8. Resümee [Seite 40]
1.11 - 9. Literaturverzeichnis [Seite 41]
1.12 - 10. Anhang [Seite 45]
1.12.1 - 10.1 Fragebogen für die Kinder [Seite 45]
1.12.2 - 10.2 Fragebogen sortiert nach Dimensionen [Seite 47]
1.12.3 - 10.3 Auswertung der Interviews [Seite 50]
Textprobe:
Kapitel 2., Migration:
Migration gibt es schon seit Menschengedenken. Die ersten Menschen waren genau genommen auch Migranten, da sie sich von Afrika über die ganze Erdkugel verbreiteten. Migration lässt sich im Leben der meisten nicht verhindern, da viele wegen des Berufes oder des Partners einen Ortswechsel vornehmen. Bevor auf die Migrationsbewegung und den Migrationshintergrund an sich eingegangen wird, soll zunächst eine Begriffserklärung des Wortes 'Migration' erfolgen.
'Migration stammt vom lateinischen Wort 'migrare' -wandern- und ist Ausdruck für eine Bewegung von einem Ort zum anderen unter Aufgabe (zumindest zeitweise) des Wohnsitzes zugunsten einer oder mehrerer anderer neuer Wohnsitze.' Außerdem kann 'die biografisch relevante Überschreitung kulturell, juristisch, lingual und (geo-) politisch bedeutsamer Grenzen [.] als Migration bezeichnet werden'.
Ein Migrant bzw. eine Migrantin 'ist eine Person, die - im Unterschied zu einem Touristen - für längere Zeit oder für immer ihren Lebensmittelpunkt in eine andere Region, im Allgemeinen in ein anderes Land verlegt - sei es aufgrund von Krieg und Verfolgung, wegen ökologischer Verwüstung, aus politischen Gründen, wirtschaftlichen Motiven oder für einen längeren Studienaufenthalt.' Ein weiterer Auslöser für Migration ist der Nachzug von Familien, wenn sich die Väter oder andere Verwandte bereits in einem anderen Land wegen besserer Arbeits- und Lebensbedingungen befinden. Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist 'die fortschreitende Auflösung traditioneller ländlicher Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten sowie Sozialmilieus [.]' was auch das Wachstum der Städte bzw. Ballungsgebiete fördert. Allgemein kann man sagen, dass 'Migrationsbewegungen immer dann [entstanden], wenn die der Bevölkerung zugänglichen Ressourcen knapp wurden.' Die Gründe für Migration sind also völlig vielfältig.
Wie oben bereits erwähnt, kann die Karriere oder das Privatleben ausschlaggebend sein, was mehr oder weniger freiwillig geschieht. Andere müssen jedoch aus ihrer Heimat fliehen, weil ihnen Verfolgung, Armut oder Krieg drohen, also als Flüchtlinge oder Asylsuchende in einem Land Zuflucht und Schutz suchen. Auswirkungen die zur Auswanderung führen nennt man Push-Faktoren (Gegebenheiten, die bewirken, dass das Heimatland verlassen wird). Motive, die die Einwanderung in ein Land veranlassen, sind Pull-Faktoren. Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden darf, ist der persönliche Bezug zu bereits ausgewanderten Verwandten, die mit den Zurückgebliebenen in der alten Heimat ständig in Kontakt stehen und durch ihr verändertes Leben andere zum Nachzug veranlassen, da somit ein gewisser Grad an Sozialisation sowie ein Bezug vorhanden ist. Da Migration, Migrant und Motive von Migration definiert wurden, erfolgt nun ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Wanderungsformen.
Kapitel 2., Migration:
Migration gibt es schon seit Menschengedenken. Die ersten Menschen waren genau genommen auch Migranten, da sie sich von Afrika über die ganze Erdkugel verbreiteten. Migration lässt sich im Leben der meisten nicht verhindern, da viele wegen des Berufes oder des Partners einen Ortswechsel vornehmen. Bevor auf die Migrationsbewegung und den Migrationshintergrund an sich eingegangen wird, soll zunächst eine Begriffserklärung des Wortes 'Migration' erfolgen.
'Migration stammt vom lateinischen Wort 'migrare' -wandern- und ist Ausdruck für eine Bewegung von einem Ort zum anderen unter Aufgabe (zumindest zeitweise) des Wohnsitzes zugunsten einer oder mehrerer anderer neuer Wohnsitze.' Außerdem kann 'die biografisch relevante Überschreitung kulturell, juristisch, lingual und (geo-) politisch bedeutsamer Grenzen [.] als Migration bezeichnet werden'.
Ein Migrant bzw. eine Migrantin 'ist eine Person, die - im Unterschied zu einem Touristen - für längere Zeit oder für immer ihren Lebensmittelpunkt in eine andere Region, im Allgemeinen in ein anderes Land verlegt - sei es aufgrund von Krieg und Verfolgung, wegen ökologischer Verwüstung, aus politischen Gründen, wirtschaftlichen Motiven oder für einen längeren Studienaufenthalt.' Ein weiterer Auslöser für Migration ist der Nachzug von Familien, wenn sich die Väter oder andere Verwandte bereits in einem anderen Land wegen besserer Arbeits- und Lebensbedingungen befinden. Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist 'die fortschreitende Auflösung traditioneller ländlicher Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten sowie Sozialmilieus [.]' was auch das Wachstum der Städte bzw. Ballungsgebiete fördert. Allgemein kann man sagen, dass 'Migrationsbewegungen immer dann [entstanden], wenn die der Bevölkerung zugänglichen Ressourcen knapp wurden.' Die Gründe für Migration sind also völlig vielfältig.
Wie oben bereits erwähnt, kann die Karriere oder das Privatleben ausschlaggebend sein, was mehr oder weniger freiwillig geschieht. Andere müssen jedoch aus ihrer Heimat fliehen, weil ihnen Verfolgung, Armut oder Krieg drohen, also als Flüchtlinge oder Asylsuchende in einem Land Zuflucht und Schutz suchen. Auswirkungen die zur Auswanderung führen nennt man Push-Faktoren (Gegebenheiten, die bewirken, dass das Heimatland verlassen wird). Motive, die die Einwanderung in ein Land veranlassen, sind Pull-Faktoren. Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden darf, ist der persönliche Bezug zu bereits ausgewanderten Verwandten, die mit den Zurückgebliebenen in der alten Heimat ständig in Kontakt stehen und durch ihr verändertes Leben andere zum Nachzug veranlassen, da somit ein gewisser Grad an Sozialisation sowie ein Bezug vorhanden ist. Da Migration, Migrant und Motive von Migration definiert wurden, erfolgt nun ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Wanderungsformen.
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