
Notationskunde
Schrift und Komposition 900-1900
Manfred Hermann Schmid(Author)
Bärenreiter (Publisher)
2nd Edition
Published on 5. March 2018
335 pages
978-3-7618-7089-1 (ISBN)
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Musikalische Notation vergangener Zeiten wirkt oft dekorativ wie ein exotisches Gewächs, gleichzeitig aber auch sehr rätselhaft. Wer sie verstehen lernt, kann jedoch nicht nur eigene Übertragungen anfertigen und daraus musizieren, sondern erhält auch Einblick in das ganze musikalische Denken einer Epoche.
In der neuen, praktischen Notationskunde von Manfred Hermann Schmid gehen beide Aspekte Hand in Hand: die Erläuterung der Schrift und ihr Verhältnis zur Komposition der jeweiligen Zeit. Der Autor stellt das "klassische Feld" der Notationskunde, die Rhythmuslehre von 1200 bis 1600 (Notre Dame, Ars nova, weiße Mensuralnotation), kompakt und auf die wesentlichen Linien konzentriert dar. Darüber hinaus gibt er Schritt für Schritt eine grundlegende Einführung in die Theorie antiker Musik und die mittelalterlichen Schriften bis hin zur Neumenschrift des Gregorianischen Chorals. Ebenso werden Partituranordnungen von Monteverdi bis Wagner und verschiedene Tabulaturen erläutert sowie die Grenzen von Schrift reflektiert.
Durch seinen weiten Horizont nimmt das flüssig geschriebene Buch den Leser mit auf eine Entdeckungsreise. Wie nebenbei erfährt man, warum auf einem Klavier die höchsten Töne rechts sind und auf der Harfe die Halbtöne gelb und rot markiert, dass der Gregorianische Choral vermutlich viel "orientalischer" gesungen wurde, als es moderne Schrift wiedergeben kann, und wie überhaupt Notation Einfluss auf Komposition nahm. Auch Seitenblicke in die Musikethnologie bringen verblüffende Erkenntnisse.
Der Autor
Manfred Hermann Schmid ist Ordinarius an der Universität Tübingen. Seine Forschungs-Schwerpunkte liegen auf der Musik der Wiener Klassiker, der deutschen Romantik und der Musik der Renaissance. Weitere Interessengebiete Schmids sind Musikinstrumentenkunde und Musikethnologie. Das Fach Notationskunde unterrichtet er seit langem als festen Bestandteil des Grundstudiums.
In der neuen, praktischen Notationskunde von Manfred Hermann Schmid gehen beide Aspekte Hand in Hand: die Erläuterung der Schrift und ihr Verhältnis zur Komposition der jeweiligen Zeit. Der Autor stellt das "klassische Feld" der Notationskunde, die Rhythmuslehre von 1200 bis 1600 (Notre Dame, Ars nova, weiße Mensuralnotation), kompakt und auf die wesentlichen Linien konzentriert dar. Darüber hinaus gibt er Schritt für Schritt eine grundlegende Einführung in die Theorie antiker Musik und die mittelalterlichen Schriften bis hin zur Neumenschrift des Gregorianischen Chorals. Ebenso werden Partituranordnungen von Monteverdi bis Wagner und verschiedene Tabulaturen erläutert sowie die Grenzen von Schrift reflektiert.
Durch seinen weiten Horizont nimmt das flüssig geschriebene Buch den Leser mit auf eine Entdeckungsreise. Wie nebenbei erfährt man, warum auf einem Klavier die höchsten Töne rechts sind und auf der Harfe die Halbtöne gelb und rot markiert, dass der Gregorianische Choral vermutlich viel "orientalischer" gesungen wurde, als es moderne Schrift wiedergeben kann, und wie überhaupt Notation Einfluss auf Komposition nahm. Auch Seitenblicke in die Musikethnologie bringen verblüffende Erkenntnisse.
Der Autor
Manfred Hermann Schmid ist Ordinarius an der Universität Tübingen. Seine Forschungs-Schwerpunkte liegen auf der Musik der Wiener Klassiker, der deutschen Romantik und der Musik der Renaissance. Weitere Interessengebiete Schmids sind Musikinstrumentenkunde und Musikethnologie. Das Fach Notationskunde unterrichtet er seit langem als festen Bestandteil des Grundstudiums.
More details
Series
Edition
Aufl. 2016
Language
German
Place of publication
Kassel
Germany
File size
39,12 MB
ISBN-13
978-3-7618-7089-1 (9783761870891)
Schweitzer Classification
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Book
06/2012
3rd Edition
Bärenreiter
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Person
Manfred Hermann Schmid ist Ordinarius an der Universität Tübingen. Seine Forschungs-Schwerpunkte liegen auf der Musik der Wiener Klassiker, der deutschen Romantik und der Musik der Renaissance. Weitere Interessengebiete Schmids sind Musikinstrumentenkunde und Musikethnologie. Das Fach Notationskunde unterrichtet er seit langem als festen Bestandteil des Grundstudiums.
Content
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- Hinweise zum digitalen Lehrgang
- Einleitung
- 1. Grundfragen
- Hören und Sehen
- Sprachschrift und Tonschrift
- Literatur
- 2. Antikes Erbe
- Literatur
- 3. Schrift der Theorie und Schrift der Praxis
- Buchstabenschriften im Mittelalter
- Die Dasia-Schrift und ihre Erweiterungen
- Silbenschrift und Solmisation
- Tafelbände
- Quellentexte
- Literatur
- Die Neumenschrift
- »Hoch« und »tief«
- Literatur
- 4. Die Vereinigung zweier gegensätzlicher Schriftprinzipien
- Buchstabenergänzungen zu Neumen
- Neumen auf Linien als Grundlage moderner Schrift
- Literatur
- 5. Schriftformen der Mehrstimmigkeit im 11. und 12. Jahrhundert
- Der Winchester Tropar
- Einzelstücke (Oxford, Autun, Lucca)
- Die aquitanischen Handschriften
- Der Codex Calixtinus
- Literatur
- 6. Der Hinzugewinn des Rhythmus in den Notre-Dame undMotetten-Handschriften des 13. Jahrhunderts
- Die Notation der Discantus-Partien und »clausulae«
- Drei- und Vierstimmigkeit
- Motettenschrift
- Exkurs: Stimmenschrift und synoptische Schrift
- Literatur
- 7. Italienische Trecento-Notation
- Die italienischen Mensurangaben
- Literatur
- 8. Das Mensursystem der Ars nova im 14. Jahrhundert
- Die Franconischen Regeln der Ligaturen
- Die vier Mensuren oder »quatre prolacions«
- Imperfizierung und Alterierung
- Die Notierung im Codex Ivrea und den Machaut-Handschriften
- Kolorierung
- Literatur
- 9. Die »weiße Mensuralnotation« 1450-1600
- Zeichen und Namen
- Standardisierung durch Musikdrucke
- Triolenkolorierungen bei der Minima
- Proportionen und »tactus«
- Literatur
- 10. Partituren, Schlüsselungen und Stimmräume
- Dokumente und Hypothesen
- Die zwei Typen der Komponierschrift: »Scala decemlinealis« und Partitur in verteilten Systemen
- Vokale und instrumentale Stimmräume im 16. und 17. Jahrhundert
- Brevis-Strich und Brevis-Überschreitungen
- Text in Partituren
- Literatur
- 11. Historische Partitur und moderne Praxis Technische Empfehlungen
- Guillaume Dufay: »Ave regina celorum«
- Jacob Obrecht: Kyrie I der Missa »Salve diva parens«
- Orlando di Lasso: »Solo e pensoso«
- Exkurs: Notenwerte und Schlüssel
- Literatur
- 12. »Clavier«-Notierung
- Die Clavierpartitur
- Die Doppelsystemnotierung
- Buchstabenschrift und Tabulatur
- Literatur
- 13. Griffschriften
- Deutsche Lautentabulatur
- Französische Lautentabulatur
- Italienische Lautentabulatur
- Geigentabulaturen
- Tabulatur bei Blasinstrumenten
- Literatur
- 14. Strukturschrift versus Vortragsschrift Zeichenexpansion vom 17. bis zum 19. Jahrhundert
- Zweizeitigkeit als Standard
- Tempobezeichnungen
- Lautstärkevorschriften
- Artikulationsangaben
- Literatur
- 15. Partituranordnung von Monteverdi bis Wagner
- Die »deutsche« Anordnung und das Weiterwirken mehrchörigen Denkens
- Die integrierende Partitur
- Die Standardpartitur
- Literatur
- 16. Unschreibbares
- Literatur
- 17. Die piktographischen Qualitäten musikalischer Schrift
- Literatur
- 18. Musik der Vergangenheit und Schrift der Gegenwart
- Literatur
- Allgemeine Literatur
- Abgekürzt zitierte Literatur
- Bibliographie für Faksimilia und Editionen
- Tafelwerke
- Faksimile-Reihen
- Quellentexte (Sammlungen)
- Musiktheorie
- Notationslehren
- Typographisches
- Register
- Quellen
- Sachen
- Personen
- Digitaler Lehrgang: Aufgaben mit Erläuterungen
- Einführung
- I. Teil: 15. und 16. Jahrhundert
- II. Teil: Die Entwicklung der Schrift 900-1400
- Lösungen
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