
Bodo Ramelow
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Content
- Cover
- Inhalt
- Bodo Ramelow - eine komplizierte Persönlichkeit
- Editorial von Paul-Josef Raue
- Fiddi aus Marburg erinnert sich, und die Ministerin warnt
- Einstieg
- Teil 1: Der lange Weg bis zur gescheiterten Wahl zum Ministerpräsidenten 2009
- Kapitel 1
- Der Start eines Politikers - Bodo Ramelows erste Frau erzählt
- Ramelow fährt eine 750er Yamaha, findet in Marburg seine erste große Liebe und startet in die Politik.
- Kapitel 2
- Kindheit und Jugend
- Ramelows Vater stirbt früh
- die Mutter, alleinerziehend, zieht mehrmals um. Ramelow leidet an Schreibschwäche und will sie zuerst verstecken, er lernt bei Karstadt und fällt auf durch "Gewissenhaftigkeit, Gerechtigkeit und Leistung".
- Kapitel 3
- Marburg
- Ramelow taucht ein das rote Marburg, in dem Kommunisten in den Stadtrat gewählt werden und Professoren Marx, Engels und Lenin lehren
- er macht Karriere in der Gewerkschaft und empört sich über die Berufsverbote - "sprachlos vor Wut".
- Kapitel 4
- Der ehrenamtliche Gewerkschafter
- Der Traum vom Leben als Weinbauer ist zerplatzt
- Ramelow findet Arbeit bei Herrn Jöckel in Marburg, wo er nach seiner Probezeit den Laden aufmischt
- er gilt als Dogmatiker, aber auch im Wohnhaus als der einzige, der die Mülltonne rausstellt.
- Kapitel 5
- Der Geschichtenerzähler und Stratege
- Einer, der nach ganz weit nach oben will, braucht eine Strategie. Ramelow erfindet Geschichten, auch über sich selbst, er entwirft ein Image ohne Brilli im Ohr, ist Logiker, aber ein schwacher Fußballspieler. Sein eigentliches Feld hat er schnell entdeckt: Die Politik.
- Kapitel 6
- Der Hauptamtliche und DKP-Sympathisant
- Ramelow wird Chef der Gewerkschaft in Mittelhessen, kontrolliert Läden mit deutschem Eifer, ob sie pünktlich laut Ladenschlussgesetz schließen, und entdeckt seine Liebe zu den West-Kommunisten, zur DKP. In der Lokalzeitung ruft er dazu auf, sie in den Stadtrat zu wählen. Er fährt in die DDR, die ihm eigentlich nicht gefällt, und fährt dort, kurz vor der Wende, seinen nagelneuen Opel Rekord kaputt.
- Kapitel 7
- Die Kali-Kumpel in Bischofferode, Vorsitzender in Thüringen und Lebenskrise
- Ramelow verhandelt in der Silvesternacht die Verträge für die Kali-Kumpel im Eichsfeld, fährt übernächtigt gegen eine Leitplanke. Er wird Gewerkschafts-Vorsitzender in Thüringen und entdeckt seine Religiosität, nachdem sein Leben aus den Fugen geraten ist. Sein bester Freund stirbt, seine Söhne Victor und Philip erkranken an Krebs.
- Kapitel 8
- Der Christ
- Ramelow stellt viele, vor allem in seiner Partei, vor ein Rätsel: Warum bekennt er sich so vehement zum Christentum? Ist das Bekenntnis echt? Oder nur gespielt? Ein Psychologe deutet es so: Es hat mit seiner narzisstischen Persönlichkeit zu tun.
- Kapitel 9
- Ramelow und die Presse: Ausgeflippt
- Wenn Journalisten zum Interview laden oder TV-Kameras auf Ramelow gerichtet sind, wenn er dann Fragen oder Bemerkungen hört, die ihm nicht gefallen, dann flippt er auch mal aus. Zwei Beispiele.
- Kapitel 10
- Der Ost-West-Fusionsbeauftragte und Skandal in Weimar
- Ramelow soll PDS-Ost und WASG-West zu vereinten Linken fusionieren. Doch Erfurt ruft ihn zurück: Er soll Ministerpräsident werden. Im eigenen Land holt ihn auch der Ost-West-Konflikt ein - in Weimar. Zudem attackiert ihn die CDU als Wessi, als Zugereisten.
- Kapitel 11
- 2009 - fast Ministerpräsident. Fast
- Ramelow ist im Herbst 2009 auf dem Gipfel angelangt, so scheint es: Die CDU bleibt stärkste Partei, ist aber Verlierer der Landtagswahl - da sie keinen Koalitionspartner mehr hat außer der SPD. Ramelow kommt nur knapp hinter der CDU ins Ziel, aber weit vor der SPD. Rot-Rot-Grün kann eine Regierung bilden. Aber die SPD kippt um, Bodo Ramelow geht leer aus, wieder.
- Teil 2: Das Jahr der Landtagswahl 2014 und die ersten politischen Schritte des ersten linken Ministerpräsidenten in Deutschland
- Kapitel 12
- Polittheater
- Ramelow ist allgegenwärtig. Der erste Personenwahlkampf der Thüringer Linken beschert ihr ein Traumergebnis. Die Berliner SPD-Spitze steuert bereits am Wahlabend die Thüringer Genossen in die Arme der Linken. Rot-Rot-Grün ist von Anfang an gesetzt.
- Kapitel 13
- Die Sache mit dem Unrechtsstaat
- Die Gretchenfrage lautet: Wie hältst du es mit dem Unrechtsstaat? In Thüringen einigt man sich schnell auf die Formel: Die DDR war in der Konsequenz ein Unrechtsstaat. Gregor Gysi und andere linke Spitzenleute widersprechen. Ramelow laviert und wird zum Erfinder einer neuen Logik. SPD und Grüne lassen sich gern etwas vormachen.
- Kapitel 14
- 36 Stundenkilometer zu schnell
- Fast jedem ist klar, wer der Mann am Steuer auf dem Raserfoto ist. Ramelow leugnet erst, dann zahlt er widerwillig, nicht ohne anzudeuten, dass dies zum Wohle des Landes geschehe. Ein CDU-Mann fragt, ob Ramelow, wenn er hier keine Verantwortung tragen will, als Regierungschef charakterlich geeignet sei.
- Kapitel 15
- Ramelow und die Kommunisten
- 30 Prozent der SPD-Mitglieder sind gegen Rot-Rot-Grün. Da fährt Ramelow nach Marburg. 1985 hatte er dort zur Wahl der DKP aufgerufen. Nun fordert Ramelow die Aufhebung des Verbots der KPD von 1956. Der Vorsitzende der 1990 gegründeten KPD-Ost ist begeistert. SPD und Grüne schweigen zu dem Vorschlag.
- Kapitel 16
- Der Sonderparteitag der SPD
- Der Sonderparteitag der SPD Ende November 2014 macht eines deutlich: Die Sozialdemokraten hatten nie ernsthaft vor, die Koalition mit der CDU fortzusetzen. Redner, die vor Ramelow und den Linken warnen, werden ausgebuht. Eine Massendemonstration gegen Rot-Rot-Grün in Erfurt wird als CDU-Veranstaltung diffamiert.
- Kapitel 17
- Wahltag
- Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten am 5. Dezember 2014 sind alle 91 Mandatsträger anwesend. Im ersten Wahlgang scheitert Ramelow. Im zweiten erhält er alle 46 Stimmen von Rot-Rot-Grün, darunter die Stimmen von zwei ehemaligen IMs. Über die Wahl des ersten linken Ministerpräsidenten in Deutschland berichtet sogar die New York Times.
- Kapitel 18
- Späte Versöhnung
- Seine Antrittsrede stellt Ramelow unter das Motto "versöhnen statt spalten". Während der Rede bittet er einen Freund, der im Stasi-Gefängnis saß, um Verzeihung. Der Freund sagt, er glaube nicht an eine Inszenierung. Er habe darüber nachgedacht, könne sich aber nicht vorstellen, dass Ramelow ihn für politische Zwecke instrumentalisieren würde.
- Kapitel 19
- Familienurlaub statt Pflichttermin
- In Berlin wartet ein Pflichttermin. Doch der neue Regierungschef macht Familienurlaub in Venedig. Über Kritiker macht er sich lustig. Im Internet veröffentlicht er das Bild eines Tauchers. Kommentar: "Abgetaucht in Venedig".
- Kapitel 20
- Wiedereinführung des Staatsfernsehens
- Ramelow geht bei einem kleinen Thüringer Lokalfernsehen auf Sendung und macht Salve TV dadurch bundesweit berühmt. "Ramelow & Co" heißt das spezielle Format. Medienexperten kritisieren, es sei die Wiedereinführung des Staatsfernsehens.
- Kapitel 21
- Machtausübung
- Als Stubentiger spottete die SPD über Bodo Ramelow im Wahlkampf. Die erste Abrechnung lässt nicht lange auf sich warten. Der neue Innenminister der SPD wird von Ramelows Linken demontiert. Die SPD wird vorgeführt. Landräte und Bürgermeister werfen der Regierung und Ramelow persönlich Wortbruch vor.
- Kapitel 22
- Eine Sache noch
- "Ich will die Wege öffnen." - "Regieren ist Mannschaftssport, da sind wir gegenseitig füreinander da."
- Impressum
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