
Geist!
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"Wer sich auf dieses [...] Buch einlässt, erfährt viel über die komplexe Arbeit des Geistes, über die missverstandenen Versprechen der Neuroökonomie. [...] Ein Buch, das eine Unzahl an Impulsen für Manager liefert; kein Buch, das die 'Anweisung zur garantierten Geist-Aktivierung im Management' liefert. Denn die gibt es nicht!" Informationen für die Personalarbeit - Bildungsbrief (Deutscher Wirtschaftsdienst), 02/2009"Wegen seiner unaufgeregt klaren Aussagen empfiehlt getAbstract dieses erhellende und - im wahrsten Sinne des Wortes - geistreiche sowie teilweise recht bissig geschriebene Buch Managern, Führungskräften, Beratern und allen, die sich den inspirierenden Möglichkeiten öffnen wollen, die der Geist bietet - jenseits der Hirn-Hypes." ALPHA - Schweizer Personalzeitung, 01.03.2008
"Holger Rusts Credo: Es ist an der Zeit, den Geist wieder zu entdecken und zu fördern, um Unternehmen erfolgreich zu führen." Buchhändler heute, 12/2007
"Weg mit Wasserköpfen von Hierarchien, Konsequenzlosigkeit von Besprechungen mit Vertretern der Führungskader, Berater adieu. Her aber mit der Vernetzung der individuellen Geister als inspirierenden Input für alle. Das ist es." w&v - werben & verkaufen, 26.07.2007
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Edle Clubs: Geistige Beletagen des Managements (S. 96-97)
Schon im Studium auf die Welt der Fallstudien eingeschworen, halten die jungen Aspiranten auf Führungspositionen sie für Bezugsgrößen ihrer intellektuellen Aktivität. Wenn dann (nur wenig überspitzt ausgedrückt) die Grenzen der geistigen Horizonte so eng gezogen sind, dass man die Welt außerhalb der Bezugspunkte der sektoralen Intelligenz nicht mehr wahrzunehmen vermag, droht eine intellektuelle Schwächung. So viel ist in den vorangehenden Kapiteln wohl deutlich geworden. In einer solchen Kultur wird sich, um ein Wort Gerald Hüthers noch einmal aufzugreifen, kein „problemöffnender" Geist zwischen Menschen entspannen, wird sich keine Beziehung entwickeln, die dem intellektuellen Prozess im Unternehmen provozierende Impulse liefert. In diesem Prozess werden sich nur legitimierte „Hirnareale" zur vernetzten Aktivität stimulieren lassen. Die anderen bleiben einfach ausgeblendet. Wie in der Utopie des Neuromarketings werden systematisch bestimmte Regionen des Managergehirns aktiviert, vermutlich „Belohnungszentren", die emotionale Hochgefühle verursachen, wenn man sich im Best Practice wiedererkennt, und jene „Spiegelneuronen", die glücklich zu flackern beginnen, wenn man die richtige Sprache hört, die man sich als „Corporate Language" zurechtgelegt hat. Nun ist es sicher für jedes Unternehmen wichtig, Sprachregelungen zu finden, mit deren Hilfe sich die Mitarbeiter in der Öffentlichkeit bewegen, wenn es kritische Fragen gibt oder auch nur Fragen danach, was denn das Unternehmen so macht. Doch die Konstruktion reicht weiter: Verständlicherweise nehmen Unternehmensberatungen diese Idee gerne auf.
„So wie ein Unternehmen durch ein Corporate Design ein einheitliches grafisches Gesicht bekommt", so der Accenture-Berater Ralph Jahnke, „verleiht ihm die Corporate Language (CL) eine charakteristische unverwechselbare Sprache. Mündlich wie schriftlich konsequent um- und eingesetzt, erhält eine Marke durch CL eine wiedererkennbare Persönlichkeit. Entscheidend ist dabei, dass sich der sprachliche Auftritt nicht allein nach außen richtet und auf die Produkte konzentriert, sondern konsequent bei den eigenen Mitarbeitern beginnt. … Sie stehen mit dem Kunden in engem Kontakt und tragen die Marke auf diese Weise weiter. Deshalb ist es so wichtig, dass von der Unternehmensführung systematisches Internes Marketing für die eigenen Marken und Kernbotschaften betrieben wird."
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