
Täterschaft und Tatherrschaft
Description
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Roxins Buch über "Täterschaft und Tatherrschaft", das nunmehr in der 9. Auflage vorliegt, ist seit seinem ersten Erscheinen (1963) zu einem Klassiker der strafrechtswissenschaftlichen Literatur geworden. Das Werk ist die umfangreichste Monographie über die Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme im deutschen Strafrecht. Die Neuauflage bringt neben dem, wie immer unveränderten, Hauptteil des Buches einen durchgreifend bearbeiteten und erweiterten "Schlußteil 2015. Zum neuesten Stand der Lehre von Täterschaft und Teilnahme". Darin wird die gesamte Rechtsprechung der letzten Jahrzehnte zu den Fragen der Täterlehre umfassend dokumentiert und kritisch analysiert. Dabei erfährt die Lehre von der "mittelbaren Täterschaft kraft organisatorischer Machtapparate", die in diesem Buch erstmals entwickelt und von der Rechtsprechung in den letzten Jahren übernommen worden ist, eine besonders eingehende Würdigung. Außerdem setzt sich der Verfasser mit allen neuen Entwicklungen in der Literatur der Täterlehre in weiterführender Form auseinander.

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Content
- Intro
- Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- Erstes Kapitel: Methodische Ansatzpunkte
- 2. Kausale Täterlehren
- 3. Teleologische Täterlehren
- 4. Ontologische Täterlehren
- 5. Der Täterbegriff als Synthese sinnerfassender und zwecksetzender Betrachtungsweise
- 6. Der Täter als Zentralgestalt des handlungsmäßigen Geschehens
- Zweites Kapitel: Die Täterlehren vor der Tatherrschaftstheorie
- 7. Die formal-objektive Theorie
- 8. Die materiell-objektiven Theorien
- I. Die Lehre von der Notwendigkeit des kausalen Beitrages ("Notwendigkeitstheorie")
- II. Die Lehre von der Mitwirkung vor und während der Tat ("Gleichzeitigkeitstheorie")
- III. Physisch und psychisch vermittelte Kausalität
- IV. Die Lehre von der Überordnung des Täters ("Überordnungstheorie")
- 9. Die subjektiven Theorien
- I. Die Dolustheorien
- II. Die Interessentheorie
- 10. Gemischte Theorien
- Drittes Kapitel: Entwicklung und Stand der Tatherrschaftstheorie
- 11. Die Entstehung der Tatherrschaftslehre
- I.Die Entwicklung des Begriffes "Tatherrschaft"
- II. Die dogmatischen und inhaltlichen Entstehungsgrundlagen der Tatherrschaftstheorie
- 12. Die heutigen Vertreter der Tatherrschaftslehre
- I.Welzel
- II. Maurach
- III. Gallas
- IV. Lange
- V. Weitere Vertreter der Tatherrschaftslehre
- 1. Niese
- 2. Sax
- 3. Busch
- 4. vWeber
- 5. Less
- 6. Jescheck
- 13. Verwandte Lehren und Gesichtspunkte
- I. Bockelmann
- II. Nowakowski
- III. Weitere Autoren
- 14. Der Tatherrschaftsgedanke in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
- Viertes Kapitel: Die strukturellen Grundlagen des allgemeinen Täterbegriffs
- Vorbemerkung
- 15. Die Tatherrschaft als unbestimmter Begriff
- I. Die Wissenschaft
- II. Die Praxis
- III. Die Ursachen dieser Entwicklung
- IV. Stellungnahme
- 16. Die Tatherrschaft als fixierter Begriff
- I. Methodologische Gegenargumente
- II. Dogmenhistorische Gegenargumente
- III. Gegenargumente aus dem Wesen der Täterschaft
- 1. Unnötigkeit schematisierender Abstraktion
- 2. Mangelnde Fixierbarkeit von Sinnelementen
- 3. Gefahr begriffsjuristischer Verfehlung des Sachgehaltes
- 17. Die Tatherrschaft als offener Begriff
- I. Offene Begriffe
- 1. Das beschreibende Verfahren als erstes Merkmal des offenen Begriffs
- 2. Der Einbau von Regulativen als zweites Merkmal des offenen Begriffs
- II. Vorausschauender Überblick
- Fünftes Kapitel: Die Handlungsherrschaft
- 18. Die vorsätzlich-freie eigenhändige Tatbestandsverwirklichung
- 19. Die vorsätzlich-unfreie eigenhändige Tatbestandsverwirklichung
- I. Die Nötigungsfälle
- 1. Der Streitstand
- 2. Die Argumente für die Täterschaft des Handelnden
- a) Gleichbleibende Ablaufsgestaltung
- b) Die Natur der mittelbaren Täterschaft
- c) Systematische Erwägungen
- d) Die Bedeutung der Entschuldigungsgründe
- e) Akzessorietätserwägungen
- II. Die vorsätzliche und ungenötigte, aber entschuldigte Tatbestandsverwirklichung
- 20. Die eigenhändig-vorsätzliche Verwirklichung einzelner Tatbestandsmerkmale
- I. Die Erfüllung von Tatmodalitäten und die Vornahme der Tatbestandshandlung
- 1. Zum Meinungsstand
- 2. Genügt die Verwirklichung irgendeines Tatbestandsmerkmales?
- 3. Die Bedeutung der Tatbestandshandlung
- II. Der Irrtum über unrechtsrelevante Situationsmomente
- Sechstes Kapitel: Die Willensherrschaft
- 21. Die Willensherrschaft kraft Nötigung
- I. Der Nötigungsnotstand (52 StGB)
- 1.Tatherrschaft des Nötigers und des Genötigten
- 2. Willenseinfluß ist keine Willensherrschaft
- 3. Die Kriterien der Willensherrschaft
- 4. Teilnahmefälle beim Nötigungsnotstand
- II. Der einfache Notstand (54 StGB)
- 1. Die vorsätzliche Herbeiführung eines Notstandes gemäß
- StGB
- 2. Die Tatveranlassung oder Unterstützung bei bestehender Notlage
- a) Die Aufforderung an den Notstandstäter
- b) Die Umgestaltung der Situation zugunsten des Notstandstäters
- III. Der übergesetzliche entschuldigende Notstand
- 1. Die vorsätzliche Herbeiführung eines übergesetzlichen entschuldigenden Notstandes
- 2. Die Veranlassung oder Unterstützung eines in entschuldigtem übergesetzlichen Notstand Handelnden
- IV. Notstandsähnliche Situationen
- 1. Die notstandsähnliche seelische Beeinflussung
- 2. Der Nötigungsnotstand zur Selbstverletzung
- a) Zum Streitstand
- b) Stellungnahme
- 3. Die Erfolgsbewirkung durch einen genötigten, rechtmäßig handelnden Dritten
- V. Der rechtswidrige bindende Befehl
- VI. Zusammenfassung
- 22. Die Willensherrschaft kraft Irrtums
- I. Der vorsatzausschließendechuldlose oder unbewußt fahrlässige Irrtum
- 1.Der Tatmittler handelt ohne Vorsatz und Schuld
- A. Die Struktur der Willensherrschaft bei Benutzung eines vorsatzlosen Werkzeuges
- a) Keine Tatbeherrschung durch den Irrenden
- b) Keine Beherrschung der Person des Irrenden durch den Hintermann
- c) Die finale Überdetermination des Kausalverlaufs als Kriterium der Willensherrschaft
- B. Mittelbare Täterschaft bei bloßer Unterstützung des irrenden Werkzeuges
- C. Mittelbare Täterschaft bei unwesentlicher Beeinflussung des Kausalverlaufes
- 2. Der Tatmittler handelt unbewußt fahrlässig
- II. Der Irrende handelt bewußt fahrlässig
- 1. Problemstellung
- 2. Finalität und bewußte Fahrlässigkeit in der Literatur
- A. Die Finalität umfaßt auch die bewußte Fahrlässigkeit
- B. Die Finalität umfaßt nur die Absicht unter Ausschluß des dolus eventualis
- C. Die Finalität umfaßt alle Formen des Vorsatzes unter Ausschluß der bewußten Fahrlässigkeit
- a) Armin Kaufmann
- b) Stratenwerth
- c) Welzel
- 3. Stellungnahme zu den fünf Finalitätsbegriffen unter dem Aspekt der Tatherrschaftslehre
- 4. Ergebnis
- A. Bei übereinstimmender Kenntnis der Erfolgs-Chance: Teilnahme
- B. Bei weiterreichender Kenntnis des Hintermannes: Verschiebung der Problemstellung
- a) Irrelevanz der Vorsatz-Fahrlässigkeitsgrenze
- b) Irrelevanz der Kausalitäts-Finalitätsgrenze
- III. Der Irrende handelt ohne das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit
- 1. Der reine Verbotsirrtum
- A. Zum Streitstand
- a) Welzel
- b) Bockelmann
- c) Maurach
- d) Andere Autoren
- B. Keine Beherrschung der Person des unmittelbaren Täters
- C. Stufen sinnhafter Tatgestaltung
- D. Die Lösung der Problematik
- 2. Zum Irrtum über sachliche Voraussetzungen eines Rechtfertigungsgrundes
- A. Unabhängig von der Irrtumslehre: mittelbare Täterschaft des sehenden Hintermannes
- B. Gegenstimmen
- C. Stellungnahme
- IV. Der Handelnde nimmt irrig die Voraussetzungen eines Schuldausschließungsgrundes an
- 1. Willensherrschaft kraft Nötigung?
- 2. Willensherrschaft kraft Irrtums: Die dritte Stufe der Tatherrschaft
- V. Der Irrende handelt tatbestandsmäßig, rechtswidrig und schuldhaft
- 1. Der Irrtum über den konkreten Handlungssinn
- A. Seine Erscheinungsformen
- a) Der error in persona und verwandte Erscheinungen
- b) Der Irrtum über taterhebliche Handlungsvoraussetzungen
- c) Der Irrtum über Qualifikationsvoraussetzungen
- B. Der error in persona und verwandte Erscheinungen
- a) Die vierte Stufe der Tatherrschaft
- b) Die Relevanz des konkreten Handlungssinnes für die Tatherrschaft
- C. Der Irrtum über taterhebliche Handlungsvoraussetzungen
- D. Der Irrtum über Qualifikationsvoraussetzungen
- 2. Risikoirrtum
- A. Der psychologische Aspekt
- B. Die rechtliche Bedeutung des psychisch relevanten Risikoirrtums
- VI. Der Irrende handelt tatbestandslos oder rechtmäßig
- 1. Der Ausführende handelt tatbestandslos
- 2. Der Ausführende handelt rechtmäßig
- VII. Zusammenfassung
- 23. Die Willensherrschaft bei Benutzung von Unzurechnungsfähigen und Jugendlichen
- I. Die Zurechnungsfähigkeit des unmittelbar Handelnden ist ausgeschlossen oder gemindert
- 1. Der Ausführende ist unzurechnungsfähig
- a) Die Deliktsbegehung Unzurechnungsfähiger
- aa) Zum Meinungsstand
- bb) Der Defekt liegt im intellektuellen Bereich
- cc) Der Defekt liegt im voluntativen Bereich
- b) Die Selbstschädigung Unzurechnungsfähiger
- 2. Der Ausführende handelt in verminderter Zurechnungsfähigkeit
- II. Der unmittelbar Handelnde ist ein Kind oder Jugendlicher
- a) Die Tatherrschaft bei Delikten von Kindern und Jugendlichen
- b) Die Tatherrschaft bei der Selbstschädigung von Kindern und Jugendlichen
- III. Zusammenfassung
- 24. Willensherrschaft kraft organisatorischer Machtapparate
- I. Die Fallkonstellation
- II. Das Ausscheiden einer Nötigungs- und Irrtumsherrschaft
- III. Die strukturellen Grundlagen der Organisationsherrschaft
- IV. Die digmatische Beurteilung der Täterverhältnisse im Eichmann-Prozeß
- V. Einzelprobleme
- 1. Täterschaft und Teilnahme innerhalb der Organisation
- 2. Beschränkung der Organisationsherrschaft auf rechtsgelöste Apparate
- VI. Methodologische Aspekte der Organisationsherrschaft
- 25. Willensherrschaft bei dolosen Werkzeugen
- I. Das qualifikationslose dolose Werkzeug
- 1. Zum Meinungsstand
- 2. Der Hintermann handelt ohne Tatherrschaft
- 3. Die Qualifikation als psychologisches Herrschaftskriterium?
- 4. Die Qualifikation als normatives Herrschaftskriterium?
- II. Das absichtslose dolose Werkzeug
- III. Das dolose Gehilfenwerkzeug
- 26. Der Irrtum über Tätervoraussetzungen
- I. Die Verkennung tatherrschaftsbegründender Umstände
- 1. Mittelbare Täterschaft?
- a) Die Begründung der Tatherrschaft im Schrifttum
- b) Die Kenntnis der herrschaftsbegründenden Umstände als notwendiger Steuerungsfaktor
- 2. Vollendete Teilnahme
- a) Die Meinungen
- b) Der Ausführende handelt vorsätzlich
- c) Der Ausführende handelt unvorsätzlich
- aa) Der Ausführende handelt bewußt fahrlässig
- bb) Der Ausführende handelt ohne das Bewußtsein möglicher Tatbestandsverwirklichung
- 3. Versuchte Teilnahme und fahrlässige Täterschaft?
- II. Die irrige Annahme tatherrschaftsbegründender Umstände
- 1. Die Meinungen
- 2. Vollendete Teilnahme
- 3. Mittelbare Täterschaft?
- Siebentes Kapitel: Die funktionelle Tatherrschaft
- 27. Die Mitwirkung im Ausführungsstadium
- I. Möglichkeit und Struktur gemeinsamer Tatherrschaft
- II. Die Mittäterschaft als funktionelle Tatherrschaft
- III. Die funktionelle Tatherrschaft
- IV. Einzelfragen
- 1. Die Gemeinsamkeit des Tatentschlusses
- a) Die einseitige Unkenntnis des Zusammenwirkens
- b) Der Exzeß des Mittäters
- c) Der error in persona eines Mittäters
- d) Mittäterschaft kraft "kausalen Mitwirkens"?
- e) Mittäterschaft bei ausgeschlossener oder geminderter Schuld eines Beteiligten
- f) Mittäterschaft bei Verwirklichung ungleichartiger Tatbestände
- 2. Sukzessive Mittäterschaft
- 28. Die Mitwirkung im Vorbereitungsstadium
- I. Der Streitstand
- II. Keine Mittäterschaft des Vorbereitenden
- III. Auseinandersetzung mit Welzel
- IV. Das Problem des Bandenchefs
- V. Arbeitsteilung und Mittäterschaft
- VI. Die Abgrenzung von Vorbereitung und Ausführung
- Achtes Kapitel: Tatherrschaft und gegenwärtiger Meinungsstand
- 29. Die inhaltliche Bestimmung des Tatherrschafts-Begriffs
- I. Der maßgebende Einfluß auf Hergang und Erfolg der Tat
- II. Das Ablaufs- und Hemmungsvermögen
- III. Die Möglichkeit, dem Geschehen die entscheidende Wendung zu geben
- IV. Die Tatmacht
- V. Die Willensunterordnung
- VI. "Tatherrschaftswille" und "Urhebergefühl"
- 1. Der "Tatherrschaftswille"
- 2. Das "Urhebergefühl"
- 30. Die Struktur des Tatherrschaftsbegriffes
- 31. Die dogmenhistorische Stellung der Tatherrschaft
- 32. Die systematische Stellung des Tatherrschaftsbegriffes
- I. Die Tatherrschaft als Systemelement
- II. Die Tatherrschaft im Verhältnis zu Unrecht und Schuld
- 1. Ablehnung eine "Indiztäterschaft"
- 2. Die Täterschaft als Erscheinungsform des Unrechts
- 3. Die Schuldindifferenz des Täterbegriffs
- 4. Die Tatherrschaftslehre als Argument für die Zugehörigkeit des Vorsatzes zum Tatbestand
- 5. Täterschaftsbegründende Schuldelemente
- Neuntes Kapitel: Der Täterbegriff der vorsätzlichen Begehungsdelikte
- 33. Die Reichweite des Tatherrschaftsbegriffes
- I. Das Kriterium der Tatherrschaft als allgemeiner Täterbegriff
- II. Tatherrschaft, Zueignungsdelikte und das Problem des absichtslosen dolosen Werkzeugs
- 1. Der Diebstahl und das absichtslose dolose Werkzeug
- a) Zum Streitstand
- b) Die Lösung
- c) Zum Problem des "absichtslosen dolosen Werkzeugs" im allgemeinen
- 2. Die Unterschlagung
- 3. Hehlerei und Wilderei
- 34. Pflichtdelikte
- I. Zur Einführung
- II. Die Mittäterschaft bei den Pflichtdelikten
- III. Die mittelbare Täterschaft bei den Pflichtdelikten
- IV. Zum Problem der Teilnahme an unvorsätzlicher Haupttat bei den Pflichtdelikten
- 1. Die Akzessorietät bei den Herrschaftsdelikten
- 2. Die Akzessorietät bei den Pflichtdelikten
- A. Folgerungen aus dem Täterbegriff der Pflichtdelikte
- B. Teleologische Erwägungen
- a) Erstreckung der Täterschaft auf Nichtqualifizierte?
- b) Erweiterung der Organhaftung als Problemlösung?
- c) Einwände aus dem Akzessorietätsprinzip?
- d) Verfälschung der Tatbestandsstruktur?
- e) Überdehnung der Strafbarkeit?
- f) Einwände aus dem positiven Recht?
- g) Ergebnisse
- V. Der Pflichtgedanke in der Entwicklung der Tatherrschaftslehre
- 1. Übereinstimmungen und Unterschiede im Täterbegriff der Herrschafts- und Pflichtdelikte
- 2. Extensiver Täterbegriff, Pflicht und Herrschaft bei Eb. Schmidt
- 3. Die Ineinssetzung von Tatherrschaft und Pflicht bei Lange und Gallas
- 4. Tatherrschaft und Pflicht als gemeinsame Tätervoraussetzungen bei Welzel und Maurach
- 5. Die Anwendung des Pflichtgedankens auf Herrschaftsdelikte bei Hardwig
- VI. Der Erstreckungsbereich der Pflichtdelikte
- 1. Allgemeine Fragen
- 2. Die Beleidigung
- 3. Unechte eigenhändige Delikte
- VII. Systematische Hinweise
- 1. Pflichtdelikte und Systemeinheit
- 2. Der Täter der Pflichtdelikte als Subjekt des Unrechts-Gesamttatbestandes
- 35. Eigenhändige Delikte
- I. Zum Problem- und Meinungsstand
- II. Die Wortlauttheorie
- 1. Ihre Hauptvertreter
- 2. Kritik
- III. Die Körperbewegungstheorie
- 1. Ihre Hauptvertreter
- 2. Kritik
- IV. Die "Intensitätstheorie"
- V. Die eigene Lösung
- 1. Die täterstrafrechtlichen Delikte
- 2. Verhaltensgebundene Delikte ohne Rechtsgüterverletzung
- a) Die Begründung der Eigenhändigkeit
- b) Über die Eigenhändigkeits-Rechtsprechung des BGH und über die Täterschaft bei den Sittlichkeitsdelikten im allgemeinen
- VI. Die Akzessorietät bei den eigenhändigen Delikten
- 1. Teilnahme an unvorsätzlicher Tat?
- 2. Extreme Akzessorietät bei eigenhändigen Straftaten
- VII. Die Eigenhändigkeit bei einigen umstrittenen Tatbeständen
- 1. Ehebruch und Doppelehe
- 2. Rechtsbeugung
- 3. Rauschtat
- 4. Zusammenfassender Rückblick
- 36. Zusammenfassungen und Ergänzungen
- I. Die Möglichkeit anderer Täterkriterien
- 1. Gesinnungsmerkmale als täterschaftliche Umstände?
- a) Straferhöhende Gesinnungsmerkmale
- b) Strafbegründende Gesinnungsmerkmale
- 2. Tatbestands- und deliktsgruppenbezogene Täterbegriffe
- a) Die Tatbestandsbezogenheit des Täterbegriffs im Verhältnis zu den generellen Täterkriterien
- b) Deliktsgruppenbezogene Täterbegriffe
- II. Positivität und Verbindlichkeit des Täterbegriffs
- III. Der Einheitstäterbegriff
- IV. Die Täterschaft beim versuchten Delikt
- 1. Die Täterkriterien bei nicht durchgeführter Tat
- 2. Adäquanz, Versuch und Tatherrschaft
- Zehntes Kapitel: Täterschaft und Teilnahme bei Unterlassungen
- 37. Der Täter des Unterlassungsdelikts
- I. Einleitung
- II. Die Unterlassungsverbrechen als Pflichtdelikte
- 1. Die Erfolgsabwendungspflicht als täterschaftsbegründendes Element
- 2. Das Ausscheiden des Tatherrschaftsgedankens
- a) Die Eingriffsmöglichkeit als Unterlassungsherrschaft?
- b) Der Unterlassende als Träger "sozialer" Tatherrschaft?
- 3. Der Begriff des Unterlassungstäters bei Armin Kaufmann und Grünwald
- III. Mittäterschaft und mittelbare Täterschaft bei Unterlassungen
- 1. Mittäterschaft
- a) Mehrere Unterlassende als Mittäter
- b) Handelnder und Unterlassender als Mittäter
- 2. Mittelbare Täterschaft
- IV. Die unterlassene Selbstmordhinderung
- 1. Die Untauglichkeit der Teilnahmelehre für die Lösung der Problematik
- 2. Auseinandersetzung mit Gallas
- 3. Zur Problematik der Garantenstellung
- 38. Die Teilnahme durch Unterlassen
- I. Die Ausgangsproblematik
- II. Die Teilnahme bei fehlendem Unterlassungstatbestand
- 1. Der Ausschluß der Unterlassungstäterschaft trotz bestehender Erfolgsabwendungspflicht
- a) Die Voraussetzungen der Garantengebotstatbestände
- b) Beispiele fehlender Unterlassungstatbestände
- A) Die eigenhändigen Delikte
- B) Die höchstpersönlichen Pflichtdelikte
- C) Die Zueignungsdelikte
- 2. Die Begründung der Unterlassungsteilnahme trotz bestehender Erfolgsabwendungspflicht
- III. Teilnahme bei fehlender Erfolgsabwendungspflicht
- 1. Unterlassen als positive Tatförderung
- 2. Die unterlassene Taterschwerung als Beihilfe?
- IV. Abweichende Auffassungen
- 1. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
- 2. Armin Kaufmann
- 3. Gallas und Kielwein
- 4. Schröder
- 5. Versuche einer Abstufung der Garantenpositionen (Gallas, Schröder)
- 39. Anstiftung und Beihilfe zur Unterlassungstat
- I. Schließt ein fehlender Unterlassungsvorsatz die Möglichkeit einer Anstiftung zum Unterlassen aus?
- II. Sprechen Gerechtigkeits- und Strafwürdigkeitserwägungen gegen die Annahme einer Anstiftung zum Unterlassen?
- 1. Zufallsergebnisse?
- 2. Ist eine Anstiftung bei Unterlassungsdelikten vergleichsweise strafwürdiger als bei Begehungstaten?
- III. Läßt sich die Anstiftung zum Unterlassen als unmittelbare Begehungstäterschaft auffassen?
- 1. Die Lehre Armin Kaufmanns und Welzels
- 2. Das Tatherrschaftserfordernis als täterschaftsausschließender Faktor
- 3. Die praktische Undurchführbarkeit der Begehungstäterlösung
- 4. Die Strafbarkeitslücken der Begehungstäterlösung
- IV. Beihilfe zum Unterlassen
- Elftes Kapitel: Problem, System und Kodifikation in der Täterlehre
- 40. Gedanken zu einem System der Täterlehre
- I. Zusammenfassung der Ergebnisse
- II. Zur Dialektik des Täterbegriffs
- III. Dogmatische Folgerungen
- 1. Die zwei Hauptfehler der Teilnahmedogmatik
- 2. Der "Widerstand der Sache" als Kriterium inhaltlicher Richtigkeit
- 3. Herausarbeitung statt Nivellierung der Gegensätze
- IV. Probleme und Systeme in der Täterlehre
- 41. Zur Kodifikation der Täterlehre
- Zwölftes Kapitel: Schlußteil 2015. Zum neuesten Stand der Lehre von Täterschaft und Teilnahme
- 42. Die Entwicklung von Täterschaft und Teilnahme in der Gesetzgebung
- A. Die eigenhändige Tatbestandsverwirklichung
- B. Teilnahme nur bei vorsätzlicher Tat
- C. Die Beteiligung an vermeintlich vorsätzlicher Tat
- 43. Die Entwicklung der Lehre von Täterschaft und Teilnahme in der Rechtsprechung
- A. Die Urteile der Jahre 1962-2015
- B. Resümee
- C. Rechtspolitische, systematische und dogmatische Hintergründe der neueren Rechtsprechung
- 44. Die Entwicklung der Lehre von Täterschaft und Teilnahme in der Wissenschaft
- A. Grundsätzliches zur neueren Entwicklung der Täterlehre
- I. Die Tatherrschaftslehre heute
- II. Schmidhäusers Ganzheitstheorie
- III. Steins Beteiligungsformenlehre
- IV. Die idealistische Konzeption von Köhler und Klesczewski
- V. Die Wiederbelebung der formal-objektiven Theorie durch Freund
- VI. Die Entscheidungsträgerschaft bei Heinrich
- VII. Der "rationale Kern" der subjektiven Theorie in der Konzeption von Haas
- VIII. Tatmacht und Herrschaftsmacht bei Lampe
- IX. Die "Zuständigkeit für die Risikoquelle" bei Sánchez Lázaro
- X. Die normativ-funktionale Täterlehre von Rotsch
- XI. Das "normative Tätermodell" von Weißer
- XII. Dissertationen
- 1. Hamdorf
- 2. Henrike Stein
- 3. Engert
- 4. Schöberl
- 5. Miller
- 6. Rehaag
- 7. Marlie
- XIII. Ergebnis
- XIV. Bemerkungen zur Methode
- 1. Renzikowski
- 2. Klesczewski
- B. Herrschaftsdelikte
- I. Handlungsherrschaft
- II. Willensherrschaft
- 1. Grundsätzliches zur Struktur der mittelbaren Täterschaft
- a) Die Leugnung der mittelbaren Täterschaft bei Schild
- b) Die Leugnung der Tatherrschaft als Kriterium mittelbarer Täterschaft bei Stein und Köhler
- c) Das Prinzip der Autonomie bzw. der Selbstverantwortung des anderen als Kriterium der Abgrenzung von mittelbarer Täterschaft und Anstiftung
- aa) M.-K. Meyer
- bb) Schumann
- cc) Renzikowski
- d) Der Hemmschwellen-Gedanke bei Heinrich
- 2. Die Nötigungsherrschaft
- a) Der Nötigungsnotstand und das Verantwortungsprinzip
- b) Andere Einwirkungen auf den Notstandstäter
- c) Die Nötigung zur Selbstverletzung und Selbstschädigung
- 3. Die Mitwirkung bei den Taten Schuldunfähiger, bei Kindern, Jugendlichen und vermindert Schuldfähigen
- a) Schuldunfähige, Kinder und Jugendliche
- b) Vermindert Schuldfähige
- 4. Die Irrtumsherrschaft
- a) Das vorsatzlos handelnde Werkzeug
- b) Zur abweichenden Struktur der Irrtumsherrschaft im Verhältnis zur Nötigungsherrschaft
- c) Die Benutzung eines im Verbotsirrtum handelnden Mittelsmannes
- d) Die Täuschung über den konkreten Handlungssinn
- 5. Die Willensherrschaft kraft organisatorischer Machtapparate
- a) Die Voraussetzungen der Organisationsherrschaft
- b) Einwände gegen die Organisationsherrschaft
- aa) Schließt das Verantwortungsprinzip eine mittelbare Täterschaft des anordnenden Hintermannes aus?
- bb) Kann eine Rechtsgelöstheit des Machtapparates ein Argument für die Bejahung einer mittelbaren Täterschaft liefern?
- cc) Liefert die Fungibilität der Exekutoren einen weiteren Grund für die Annahme einer mittelbaren Täterschaft der Hintermänner?
- dd) Sind die Befehlshaber der mittleren Hierarchie von der Organisationsherrschaft auszuschließen?
- c) Abweichende Lösungen
- aa) Mittäterschaft
- bb) Anstiftung
- cc) Die Bestrafung nach den Grundsätzen der Vorgesetztenverantwortlichkeit
- dd) Die Lösung durch eine Sondervorschrift
- d) Lässt sich die Konstruktion der Organisationsherrschaft auf Wirtschaftsunternehmen übertragen?
- 6. Das absichtslose dolose Werkzeug
- III. Die funktionelle Tatherrschaft
- 1. Zur Struktur der Mittäterschaft
- 2. Der gemeinsame Tatentschluß
- 3. Die gemeinsame Tatausführung
- 4. Die Erheblichkeit des Tatbeitrages im Ausführungsstadium
- 5. Die additive Mittäterschaft
- 6. Alternative Tatbeiträge
- 7. Error in persona und sukzessive Mittäterschaft
- 8. Fahrlässige Mittäterschaft
- C. Pflichtdelikte
- I. Zur Rezeption der Lehre von den Pflichtdelikten
- II. Zur Weiterentwicklung der Lehre von den Pflichtdelikten
- 1. Fahrlässigkeitstatbestände sind keine Pflichtdelikte
- 2. Die täterschaftsbegründende Pflicht beruht nicht notwendig auf außerstrafrechtlichen Regeln
- 3. Aus einer sozialen Rolle erwachsende Sonderpflichten begründen auch bei Jedermann-Delikten eine Täterschaft
- III. Abweichungen von durch Schünemann und Jakobs vertretenen Lehren zum Pflichtdelikt
- 1. Auseinandersetzung mit Schünemann
- 2. Auseinandersetzung mit Jakobs
- IV. Pflichtdelikte in der Rechtsprechung
- V. Begründet die Pflichtverletzung nur gemeinsam mit der Tatherrschaft die Täterschaft?
- VI. Das qualifikationslose dolose Werkzeug
- VII. Täterschaft und Teilnahme durch Unterlassen
- 1. Die Täterschaftslösung nach der Lehre von den Pflichtdelikten
- 2. Bemerkungen zur Rechtsprechung
- 3. Die Theorie der Einheitsbeihilfe
- 4. Die Unterscheidung nach der Art der Garantenstellung
- 5. Die Lösung über die Entsprechungsklausel
- 6. Die Unterscheidung nach der Schwierigkeit der Erfolgsabwendung ("potenzielle Tatherrschaft")
- 7. Fazit
- D. Eigenhändige Delikte
- Literaturverzeichnis bis 1963
- Literaturverzeichnis 1963-2015
- Verzeichnis höchstrichterlicher Entscheidungen
- Sachverzeichnis zum Hauptteil
- Sachverzeichnis zum Schlußteil 2015
- Verzeichnis der Rezensionen
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