
Immobilien-Benchmarking
Description
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Immobilien-Benchmarking ist insbesondere zur Renditeoptimierung und Kostensenkung nützlich. Das Immobilienmanagement und dessen integrale Betrachtung innerhalb des Immobilienlebenszyklus unter Verwendung des Immobilien-Benchmarking werden in diesem Buch dargestellt und analysiert. Dabei wird auch auf die dafür erforderlichen Grundlagen eingegangen und in einzelnen Bausteinen in die Thematik eingeführt.
Vor dem Hintergrund der umfangreichen Praxiserfahrungen der Autoren wird eine bewährte und zielführende Vorgehensweise bei Benchmarking-Projekten vorgestellt. Beispiele sowohl aus dem öffentlichen Bereich als auch aus der Industrie belegen die Praxistauglichkeit der vorgestellten Grundlagen und Vorgehensweisen.
Das Werk schließt mit einer Zusammenfassung, einer kritischen Beurteilung und einem Ausblick der Autoren für die weitere Entwicklung im Immobilien-Benchmarking.
Reviews / Votes
"Die Autoren haben mit diesem Buch ein hervorragendes Grundlagenwerk im Bereich des Immobilien-Benchmarking erstellt. Sowohl Praxis wie auch die Wissenschaft und Studierende haben die Möglichkeit, auf ein Werk zurück zu greifen, das Nutzen, Ziele und Methoden eines Immobilien-Benchmarking fachlich exzellent heraus arbeitet. Die Zahlen und Fakten sind übersichtlich dargestellt und geben auch dem nicht so geübten Leser die Möglichkeit, ein eigenes Benchmarking aufzubauen. Dieses Buch ist ein ausgezeichneter Beitrag für den Bereich Facility Management und ein hilfreiches Werk zur effizienten Immobilienbewirtschaftung."
Dr.-Ing. Detlev Eck, Technischer Direktor, Forschungszentrum Jülich
"Das vorgelegte Werk ist eine signifikante Unterstützung für das stetige Engagement zur Leistungsverbesserung und Kostenoptimierung im Facility Management in unserem Konzern."
Olaf Kamlah, Mitglied des Leitungsgremiums, EADS Facility Management Services, Ottobrunn
"Eine ausführliche Bearbeitung des Themas Immobilien-Benchmarking war überfällig. Neben einer theoretisch fundierten Beschreibung eines immobilienspezifischen Benchmarking-Konzeptes erwarten den Leser ein hoher Praxisbezug sowie zahlreiche nützliche Hinweise für den Aufbau eines eigenen Benchmarking-Systems. Eine empfehlenswerte Kombination aus Methodik und Praxis - folglich sehr lesenswert."
York P. Jessen (MRICS), Director, Corporate Finance - Real Estate, KPMG, München
"Die integrierte Betrachtungsweise des Immobilienmanagements in Unternehmen und öffentlichen Organisationen fordert eine Abkehr vom Taylorismus hin zu einem interdisziplinären Denkansatz. Starre Insellösungen und bürokratische Organisationen sind aufzulösen und durch neue, integrierte, dynamische und flexible Strukturen zu ersetzen. Diese neuen Prozesse sind an den speziellenZielen der Organisation auszurichten und in die daraus entwickelte Struktur einzupassen. Diesem Prozess des Wandels folgt auch die Notwendigkeit der Neuausrichtung von Methoden. In vielen Unternehmen und auch im Bereich der öffentlichen Hand liegen umfangreiche Erfahrungen und Informationen vor, die größtenteils ungenutzt bleiben. Benchmarking im Bereich des Immobiliensektors ist daher ein geeignetes Analyseinstrument, um dieses Potenzial zu heben und für das Immobilienmanagement verfügbar zu machen. So ist in den letzten Jahren ein rasanter Aufstieg des Benchmarkings, von einer Nischenlösung, die sich z.B. nur auf die Analyse von reinen Energiedaten eingrenzte, hin zu einem interdisziplinär orientierten und anerkannten Lösungsansatz für die Analyse des Immobilienbestandes zu verzeichnen. Dieser Lösungsansatz kann das Management, die Nutzungskosten oder die Flächeneffizienz von Immobilien gleichermaßen umfassen.
Immobilien-Benchmarking im Tagesgeschäft eines Asset- oder Facility Managers ist durch die eingeschränkte Sichtweise und folglich den geringen Beobachtungsradius innerhalb einer Organisation nicht weit reichend genug. Erst die Betrachtung über den eigenen Unternehmenshorizont hinaus, der Vergleich mit dem Wettbewerb, liefert aussagekräftige "Best Practice" Ergebnisse, die als Korrektiv für die eigene Leistung gewinnbringend eingesetzt werden können. Aufbauend auf wissenschaftlichen Publikationen und analysierten Projekten stellen die Autoren eindrucksvoll unter Beweis, wie aussagekräftig die Ergebnisse eines interdisziplinär aufgestellten Benchmarkings sein können.
Das Werk behandelt in sieben Kapiteln Theorie und Praxis. Auf die Praxis wurde besonderes Augenmerk gerichtet, weil Immobilien-Benchmarking von Zahlen aus realen Objekten lebt. Zu dessen Einordnung werden zunächst die Grundlagen des Immobilienmanagements und des Immobiliencontrollings dargelegt und in das Thema Immobilien-Benchmarkingdetailliert eingeführt. Dann beschreibt das Buch die einzelnen Elemente eines Immobilien-Benchmarkings. Hierzu gehören u.a. die allgemein notwendigen Daten und Informationen sowie die möglichen Analysewerkzeuge im Kontext der Kennzahlen und Systeme. Schließlich wird auf die Entwicklung eines Systems mit der Analyse der Anforderungen, der Strategieentwicklung, der Auswahl der Zielkennzahlen und der Bezug zum Kennzahlensystem mit dem Blick auf die Statistik, systematisch hingeführt. Es folgt der modellhafte Ablauf eines Immobilien-Benchmarkings in einem Fünf-Phasen-Modell mit der Darlegung der Erfolgsfaktoren.
Die anschaulich aufgearbeiteten Projektbeispiele stammen aus dem Umfeld von Finanzinstituten bzw. Versicherungen, Verkehrsunternehmen, der öffentlichen Hand und der Wohnungswirtschaft. Sie ermöglichen eine schnelle Anwendung in der eigenen Praxis.
Dem vorliegenden Werk ist anzumerken, dass seine Autoren weit über die wissenschaftliche Aufarbeitung hinaus im Tagesgeschäft dieses Thema leben und dem Leser Einblicke gewähren, die über den sonst üblichen Rahmen hinausgehen. Persönlich freut uns, mit Herrn Stefan Bogenberger, einen "Ziehsohn" aus eigenem Hause, einen Co-Autor vorzufinden, dessen Beiträge sich nahtlos in dies gelungene Werk von Schöne/Reisbeck einfügen. Das Immobilien-Benchmarking wird erstmalig in dieser Detailtiefe vorgestellt, der Leser anschaulich sowie praxisnah geführt und ein schneller Einstieg in ein Immobilien-Benchmarking ermöglicht."
Univ.-Prof. Dr. Peter Eduard Mayer MBA und Dipl.-Ing. Thomas Clausen, Technische Universität München
Aus den Rezensionen:
"Dieser Titel schließt eine Lücke in der Fachliteratur. Das von fünf Spezialisten verfasste Werk versetzt den Leser in die Lage, sich auf die Kernaufgabe im Immobilien-Benchmarking zu konzentrieren: Es geht um die Ermittlung von Kennzahlen, die einen Vergleich verschiedener Gebäudeermöglichen . Dazu werden Grundlagen vermittelt, Bausteine und Werkzeuge beschrieben. 260 Grafiken und Tabellen erleichtern den Zugang zum Text."
(www.buchkatalog.de)
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Persons
Dr.-Ing. Tilman Reisbeck ist Leiter Strategisches Facilities Management bei der Deutsche Bahn AG. Nach seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent und Projektleiter an der Bergischen Universität Wuppertal promovierte er extern im Fachgebiet Bauwirtschaft im Kontext des öffentlichen Liegenschaftsmanagement. Dr. Reisbeck war mehrere Jahre Senior Berater (KPMG Consulting AG) bei zahlreichen Projekten in der Immobilienwirtschaft im öffentlichen Bereich und der Industrie. Heute ist er Führungskraft in der Gruppenfunktion Corporate Real Estate Management der Deutsche Bahn AG.
Dr.-Ing. Lars Bernhard Schöne ist Direktor der Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement, einer 100%-Tochter der BayernLB, München. Nach seiner Tätigkeit an der Bergischen Universität Wuppertal promovierte er dort extern im Fachgebiet Bauwirtschaft. Dr. Schöne hat als Berater bei der KPMG komplexe Projekte in der Immobilienwirtschaft geleitet und zeichnet heute für das Geschäftsfeld Immobilien-Consulting der Real I.S. verantwortlich. Er ist weiterhin engagiert in Publikationen und Gremien sowie der Lehre & Forschung. Dr. Schöne ist auch Autor des Fachbuches Real Estate und Facility Management im Springer-Verlag.
Content
5 Ablauf des Immobilien-Benchmarkings (S. 120-121)
Martin Behrends
Benchmarking ist ein effizienter Weg, um mit Hilfe eines systematisierten Verfahrens für ausgewählte Prozesse, Produkte, Strategien oder auch Innovationen im internen und/oder externen Vergleich mit Benchmarking-Partnern Transparenz zu schaffen und sowohl die eigenen Stärken als auch die spezifischen Schwächen bzw. Leistungslücken zur jeweiligen .Best-Practice-Lösung. zu identifizieren. Ziel ist es, auf Basis der Projekt-Ergebnisse konkrete Maßnahmen festzulegen, in einem Aktionsplan . hinterlegt mit Prioritäten, Terminen und Kosten . zusammenzufassen, der der eigenen Organisation190 hilft, die aufgedeckten Leistungslücken zu schließen sowie die Best-Practice-Lösungen innerhalb der eigenen Organisation innovativ weiterzuentwickeln.
Am Anfang eines Projektes steht . in der Regel auf der Ebene des mittleren Managements . die Identifikation eines Problems oder, anders ausdrückt, einer Herausforderung in der eigenen Organisation. Im nächsten Schritt ist die Entscheidungsebene davon zu überzeugen, das Benchmarking die geeignete Management- Methode ist, dieses Problem zu lösen und die Organisation voranzubringen. Die Überzeugung der Entscheider ist auch deshalb wichtig, weil im Prozessverlauf auch Schwächen in der Organisation aufgezeigt und dadurch auch vorangegangene Managementfehler aufgedeckt werden können. Insofern sind eine vorbehaltlose Unterstützung der Projektleitung von der Phase der Zieldefinition bis zur Phase der Maßnamendefinition sowie eine anschließende Umsetzung der Erkenntnisse unabdingbar für einen dauerhaften Projekterfolg. Sind die Entscheider überzeugt, kann mit den Vorbereitungen eines Projektes begonnen werden. Hierzu ist es hilfreich, zunächst die nachfolgenden Fragen zu beantworten:
• Welche Art des Benchmarking soll verwendet werden?
• Ist in der Organisation schon Benchmarking-Know-how vorhanden?
• Sollen externe Berater in das Projekt mit einbezogen werden?
• Stehen intern genügend Ressourcen zur Verfügung?
• Welchen Daten liegen bereits vor?
Neben der Unterstützung des Projektes durch die Organisationsleitung sind in der praktischen Umsetzung insbesondere die Kompetenz und Erfahrung der Projektleitung sowie die Motivation und das Engagement der betroffenen Mitarbeiter . von der Erhebung der Daten über deren Auswertung sowie die Erarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen . eine sehr wichtige Voraussetzung für den Projekterfolg. Dies lässt sich am Beispiel der Datenerhebung besonders gut veranschaulichen: Die erhobenen Daten werden mit Hilfe von Kennzahlen ausgewertet und bilden damit die Ist-Situation für die betrachtete Aufgabenstellung ab. Sind aber bereits die eingegebenen Daten fehlerhaft, ergibt sich daraus eine falsche Einschätzung der Ist-Situation, was einen fatalen Einfluss auf die definierten Maßnahmen und den ganzen Projekterfolg haben kann. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren für ein Benchmarking-Projekt sind im nachfolgenden Kapitel zusammengefasst dargestellt.
5.1 Erfolgsfaktoren
Der Erfolg eines Benchmarking-Projekts hängt im Wesentlichen von den Entscheidungen ab, die im Vorfeld im Rahmen der Projektplanung192 getroffen werden. In dieser Phase können die folgenschwersten Fehler auftreten und damit den Projekterfolg insgesamt nachhaltig gefährden. Die nachfolgenden Punkte sind daher als Erfolgsfaktoren für ein Benchmarking-Projekt frühzeitig zu beachten:
• Bereitschaft zum Wandel und hierarchieübergreifende Projektunterstützung Einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren zur Leistungssteigerung ist der Wille der Organisationsleitung sowie aller am Projekt beteiligten Mitarbeiter zum Wandel und zur Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen. Ist diese Bereitschaft nicht hierarchieübergreifend bei allen Beteiligten vorhanden, sollte sie auf jeden Fall vor Projektbeginn hergestellt werden. Die Durchführung eines Benchmarking-Projektes ist nur dann sinnvoll, wenn die Entscheider hinter dem von dem mittleren Management vorgeschlagenen Projekt sowie dem Projektleiter stehen, die Projektergebnisse akzeptiert werden und die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen fördern. Dies gilt auch für den Fall, dass eigene Schwächen und Fehler in der Vergangenheit aufgedeckt werden.
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