
Flick
Eine Konzerngeschichte vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik
Kim Christian Priemel(Author)
Wallstein (Publisher)
2nd Edition
Published on 3. March 2011
864 pages
978-3-8353-2091-8 (ISBN)
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Description
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Die erste wissenschaftlich fundierte Geschichte des Flick-Konzerns.
Der Name Flick steht wie ein Menetekel über der deutschen Wirtschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Wie bei keinem anderen Unternehmen sind mit diesem Namen in der öffentlichen Wahrnehmung beispielloser Erfolg und tiefe Krisen, Skandale und Affären und die Zusammenarbeit deutscher Unternehmer mit dem NS-Regime bei »Arisierungen« und Zwangsarbeit verbunden. Noch 20 Jahre nach der Auflösung des Konzerns vermochte der Streit um die Friedrich-Christian-Flick-Collection ein breites Publikum monatelang zu polarisieren.
Erstmals liegt nun eine wissenschaftlich fundierte Geschichte des Flick-Konzerns und der Karriere seines Namensgebers Friedrich Flick vor. Beginnend mit dem ausgehenden Kaiserreich wird sein Aufstieg zum Bannerträger des Wirtschaftswunders und größten deutschen Privatkonzern der Bundesrepublik nachgezeichnet.
Dabei nähert sich der Verfasser der Unternehmensgeschichte nicht als Skandalon, sondern analysiert Erfolg und Scheitern vor dem Hintergrund der Binnenorganisation des schwerindustriellen Konzerns und dessen Verflechtungen mit politischen Entscheidungsträgern mit Hilfe des methodischen Instrumentariums des corporate governance-Ansatzes.
Auf diese Weise entsteht neben dem Porträt eines der prägenden Konzerne des vergangenen Jahrhunderts zugleich eine exemplarische Geschichte der Beziehungen zwischen Staat und Privatwirtschaft.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Illustrations
40
40 s/w Abbildungen
File size
9,75 MB
ISBN-13
978-3-8353-2091-8 (9783835320918)
Schweitzer Classification
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Book
10/2007
2nd Edition
Wallstein
€48.00
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Person
Author
Kim Christian Priemel, geb. 1977, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Er forscht zur Unternehmensgeschichte und zur NS-Herrschaft in Osteuropa.
ISNI: 0000 0000 7880 2362
ISNI: 0000 0000 7880 2362
Content
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- Einfu¨hrung
- Teil A: Vom Krieg zur Krise
- Prolog: Das Siegerland vor dem Ersten Weltkrieg
- I. In Krieg und Inflation (1915-1925)
- 1. Die Charlottenhu¨tte
- 1.1. Expansion im Siegerland
- 1.2. Friedrich Flick und die Charlottenhu¨tte in der Kriegswirtschaft
- 1.2.1. Im Schrottgeschäft
- 1.2.2. Manganerz und Späne
- 1.2.3. Die Gewinnentwicklung im Ersten Weltkrieg
- 1.3. Interne Majorisierung und Ende der Expansion
- Fazit
- 2. Inflation und Expansion
- 2.1. Revolution und Friedenswirtschaft
- 2.2. Der Sprung nach Oberschlesien
- 2.2.1. Tumult und Unsicherheit
- 2.2.2. Die Spekulation
- 2.2.3. Diversifizierung und Risikostreuung
- 2.3. Mitteldeutschland
- 2.4. Die wirtschaftliche Entwicklung der Flick-Beteiligungen, 1920-1925
- 2.4.1. Siegerland: Von Übergewinnen an den Subventionstropf
- 2.4.2. Ostoberschlesien: Gebietsstreit und Arbeitskampf
- 2.4.3. Westoberschlesien und Mitteldeutschland
- Fazit
- II. Der Stahlverein (1926-1932)
- 1. Die Majorisierung der Vereinigten Stahlwerke
- 1.1. Gru¨ndung und Beteiligung
- 1.1.1. Die Gru¨ndung des »Stahlvereins«
- 1.1.2. Die Integration der Charlottenhu¨tte
- 1.1.3. Mittelstahl
- 1.1.4. Die siegerländischen Werke
- 1.2. Die Majorisierung von Gelsenberg und Stahlverein
- 1.2.1. Die Übernahme von Gelsenberg
- 1.2.2. Indirekte Kontrolle u¨ber den Stahlverein
- 1.3. Weitere Angliederungen und Perspektiven
- Fazit
- 2. Konzernbau als Außenpolitik: Oberschlesien
- 2.1. Westoberschlesien
- 2.1.1. Die Gru¨ndung der Vereinigten Oberschlesischen Hu¨ttenwerke
- 2.1.2. Der Weg in die Krise
- 2.2. Ostoberschlesien
- 2.2.1. Die Gru¨ndung der Fiduciaire
- 2.2.2. Der Ankauf der Reichsbeteiligung
- Fazit
- 3. Die Flick-Beteiligungen bis zum Ende der Weltwirtschaftskrise
- 3.1. Die Vereinigten Stahlwerke
- 3.2. Mittelstahl und Maxhu¨tte
- 3.2.1. Monopol, Rationalisierung, Krise
- 3.2.2. Lösungsstrategien
- 3.3. Die Tochtergesellschaften
- 3.3.1. Mont-Cenis und Gaveg
- 3.3.2. Schweitzer & Oppler
- 3.4. Linke-Hofmann-Busch
- 3.5. Ostoberschlesien
- Fazit
- 4. Der Ru¨ckzug aus dem Stahlverein
- 4.1. Die finanzielle Lage von Gelsenberg und Charlottenhu¨tte 1932
- 4.1.1. Gelsenberg
- 4.1.2. Charlottenhu¨tte
- 4.2. Reorganisationsideen und Mitteldeutschland-Plan
- 4.2.1. Der Mitteldeutschland-Plan
- 4.2.2. Ausstiegskonzepte
- 4.3. Die Gelsenberg-Affäre
- Zwischenbetrachtung: Die Charlottenhu¨tte am Ausgang der Weimarer Republik
- Teil B: Ru¨stung und Expansion
- III. Reorganisation - Reintegration - Ru¨stung (1932-1939)
- 1. Nach der Schlacht: Die Konzernreorganisation
- 1.1. Reorganisation und Monopolisierung
- 1.1.1. Die Fusion von Charlottenhu¨tte und Mittelstahl
- 1.1.2. Die Verdrängung der Kleinaktionäre und die Gru¨ndung der Friedrich Flick KG
- 1.2. Devisenpolitik und Kreditmarktbeschränkung
- Fazit
- 2. Vertikale Integration I: Steinkohle
- 2.1. Die Übernahme von Harpen
- 2.1.1. Machtkampf und Intrigenspiel: Der Rheinbraun-Tausch
- 2.1.2. Die Harpen-Bonds
- 2.2. Von Oberschlesien nach Westen: Der Kauf der Essener Steinkohlenbergwerke
- 2.2.1. Die Auflösung des »Ost-Engagements«
- 2.2.2. Die Revision des Gelsenberg-Deals
- 2.3. Einstieg in die Chemie-Branche
- 2.4. Die Produktionsentwicklung bei Harpen und Essen bis 1938
- Fazit
- 3. Vertikale Integration II: Endfertigung und Ru¨stung
- 3.1. Scheitern und Aufschwung: Die Auflösung des Waggontrusts
- 3.2. Luftwaffenru¨stung und Flugzeugbau
- 3.3. Wachstum durch Ru¨stung
- 3.3.1. Der Einstieg in die Ru¨stung
- 3.3.2. Die Finanzierung der Ru¨stungsgeschäfte: Das Beispiel Gröditz
- 3.4. Die reinen Waffenfabriken
- 3.4.1. Die Montan-Betriebe
- 3.4.2. Die abgebrochene »Arisierung« von Simson-Suhl
- Fazit
- 4. Horizontale Integration I: Der Ausbau des Eisenkerns
- 4.1. Aufschwung
- 4.2. Vierjahresplan und Reichswerke-Krise
- 4.3. Maxhu¨tte und Mittelstahl bis zum Beginn des Krieges
- 4.4. Die »Arisierung« des Hochofenwerks Lu¨beck
- 4.4.1. Vorlauf und Konzeption
- 4.4.2. Die Übernahme Lu¨becks und die »Arisierung« der Hahn'schen Werke
- 4.5. Die Übernahme der Sächsischen Gußstahlwerke Döhlen
- Fazit
- 5. Die »Arisierung« der Petschek-Gruppen: Horizontale und vertikale Integration
- 5.1. »Arisierung« zum Nulltarif: Der Julius-Petschek-Besitz
- 5.1.1. Auf dem Weg in die erste Reihe
- 5.1.2. Deutsch-amerikanische Verhandlungen
- 5.2. Enteignung, Tausch, gewollter Zwang: Der Fall Ignaz-Petschek
- 5.2.1. Ansturm
- 5.2.2. Die Tauschverhandlungen mit den Reichswerken
- 5.2.3. Konflikt und Stillstand
- 5.2.4. Der Streit um Vertragszusagen und Befehlslage
- Fazit
- IV. Expansion - Kriegswirtschaft - Leistungsgemeinschaft (1939-1944/45)
- 1. Territoriale Expansion
- 1.1. Oberschlesien und die Rombacher Hu¨ttenwerke
- 1.1.1. Von Polen nach Lothringen
- 1.1.2. Die Betriebsentwicklung in Rombach
- 1.2. Erweiterungsraum im Osten
- 1.2.1. Konkurrenzkampf in Riga
- 1.2.2. Vision und Illusion: Das Monopol im Dnjepr-Bogen
- Fazit
- 2. Zwangsarbeit im Flick-Konzern
- 2.1. Umfang und Chronologie des Ausländer- und Zwangseinsatzes
- 2.2. Zwangsarbeit als Mittel der Expansion
- 2.3. Rassenideologie, Volkstumspolitik, Genozid
- 2.3.1. Der Einsatz ausländischer Zivilarbeiter und Kriegsgefangener im Reich
- 2.3.2. Der Einsatz von KZ-Häftlingen und Juden im Reich
- 2.3.3. Arbeit fu¨r den Flick-Konzern im besetzten Europa
- 2.4. Zusammenfassung: Zwangsarbeit im Flick-Konzern
- 3. Der Flick-Konzern in der deutschen Kriegswirtschaft
- 3.1. Kriegswirtschaft und Friedensperspektiven
- 3.1.1. Die sprunghafte Kriegskonjunktur
- 3.1.2. Zukunftspläne und strategische Weichenstellungen
- 3.1.3. Die Kohleunternehmen in der Kriegswirtschaft
- 3.2. Investitionsfinanzierung, Gewinne, Steuern
- 3.2.1. Investitionsfinanzierung im Krieg
- 3.2.2. Preise und Fabrikategewinne
- 3.2.3. Finanzen und Vermögen im Konzern
- Fazit
- 4. Die Reorganisation des Konzerns im Krieg
- 4.1. Aufräumarbeiten im Beteiligungsgeflecht
- 4.2. Gruppenbildung und Säulenmodell
- 4.3. Nachkriegsprophylaxe
- Zwischenbetrachtung: Der Flick-Konzern am Ende des Zweiten Weltkrieges
- Teil C: Kein Wunder
- V. Fall (1944/45-1947)
- 1. Die Auflösung des Konzerns
- 1.1. Kriegsende
- 1.1.1. Nachkriegsplanungen 1944/45
- 1.1.2. Zusammenbruch der Produktion
- 1.1.3. Verwaltungsaufgliederung und Zonenverteilung
- 1.2. Besetzung und Zerfall des Konzerns
- 1.2.1. Die britische Besatzungszone
- 1.2.2. Die amerikanische Besatzungszone
- 1.2.3. Die sowjetische Besatzungszone
- Fazit
- 2. Der Prozeß
- 2.1. Die Konzipierung der Industriellenprozesse
- 2.2. Die Vorbereitung der Anklage
- 2.3. Verteidigung und Gegenangriff
- 2.4. Die Hauptverhandlung
- 2.5. Nachverhandlungen
- Fazit
- VI. Comeback (1948-1955)
- 1. Die Ru¨ckeroberung des Konzerns
- 1.1. Die Abwendung von Demontage und Sozialisierung
- 1.2. Oberwasser
- 1.2.1. Die Überwindung der Nachkriegskrise
- 1.2.2. Restauration
- 1.3. Zuru¨ck am Verhandlungstisch
- 1.3.1. Dekonzentration und Westintegration
- 1.3.2. Die Aufweichung der Dekonzentration
- 1.3.3. Der Streit um die Verkaufsbeschränkungen
- Fazit
- 2. Konsolidierung, Mittelbeschaffung und Vergangenheitsabwicklung
- 2.1. Erfu¨llung der Entflechtungsauflagen
- 2.1.1. Ru¨ckzug aus der Steinkohle
- 2.1.2. Die Reinvestitionen
- 2.2. Restitution ohne Wiedergutmachung
- Fazit
- 3. Ausblick: Der Flick-Konzern bis zu seiner Auflösung
- 3.1. Der Grundriß des Konzerngebäudes
- 3.1.1. Erweiterungen
- 3.1.2. Ein neuer Vertikalverbund?
- 3.1.3. Gelegenheitskäufe und Diversifizierung
- 3.2. Bewährte Taktiken
- 3.3. Strukturwandel und Streit
- 3.3.1. Das Scheitern des Familienunternehmens
- 3.3.2. Konjunktureinbruch, Unternehmenskrise, Spendenaffäre
- Zwischenbetrachtung: Der Flick-Konzern im Nachkriegsdeutschland
- Schlußbetrachtungen
- Anhang
- Abku¨rzungen
- Abbildungen
- Tabellen
- Bildnachweis
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Ungedruckte Quellen
- Gedruckte Quellen
- Zeitgenössische Periodika
- Nachschlagewerke
- Literatur
- Index
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