
Notenlesen für Dummies
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Einführung 17
Teil I: Noten- und Pausenwerte: Wie ein Song zu seinem Rhythmus kommt 23
Kapitel 1: Was Noten wirklich wert sind 25
Kapitel 2: Mach mal Pause 47
Teil II: Nicht nur der Ton - auch Takt und Beat machen die Musik 59
Kapitel 3: Musiker sollten niemals taktlos sein 61
Kapitel 4: Der richtige Beat - ein Spiel ohne Grenzen 73
Teil III: Noten finden und verbinden 85
Kapitel 5: Noten: So spielt man sie! So erkennt man sie! So findet man sie! 87
Kapitel 6: Wie man Noten auf dem Klavier und der Gitarre 103
Kapitel 7: Alles über Dur- und Molltonleitern 113
Teil IV: Der Top-Ten-Teil 139
Kapitel 8: Zehn häufig gestellte Fragen zum Thema Notenlesen 141
Stichwortverzeichnis 147
Einführung
»Notenlesen? Vergiss es! Das lerne ich nie.«
Falls Sie diesen Stoßseufzer auch schon einmal von sich gegeben haben, denken Sie stets daran, dass Sie in Ihrem Leben bereits viele Dinge erlernt haben, die weitaus komplizierter waren: das Alphabet zum Beispiel, das Rechnen mit Zahlen (und Mengen und Buchstaben) oder Ihre Muttersprache. Im Vergleich dazu ist das Erlernen der »Notensprache« zwar noch immer kein Kinderspiel, aber doch in wesentlich kürzerer Zeit und mit weniger Aufwand zu bewältigen.
Falls Sie zufällig Gitarrist sind, werden Sie vielleicht sagen: »Ich spiele schon seit einer halben Ewigkeit nur nach Gehör und Tabulaturen (Tabs) - wozu soll ich da jetzt noch das Notenlesen lernen?« Glauben Sie uns, es hat seine Vorteile. Tabulatoren (Tabs) können nicht all die Information abdecken, die Sie auf einem Notenblatt finden. Rhythmus, Notenwerte, Pausenwerte - all das lässt sich in der Standardnotenschrift viel präziser festhalten. Vor allem, wenn Sie irgendwann darauf angewiesen sind, mit anderen zusammenzuspielen, werden Sie dankbar sein, das Notenlesen wenigstens ansatzweise zu beherrschen.
Als Pianist, Saxophonist oder Spieler eines anderen Nicht-Saiteninstruments helfen Ihnen Tabs ohnehin nicht viel. Da werden Sie um ein Erlernen der Notenschrift nicht herumkommen.
Über dieses Buch
Notenlesen für Dummies will Sie ganz sanft und schmerzlos mit der Standardnotation und deren Entzifferung vertraut machen. Sie werden einiges Wissenswerte über Tonleitern und Akkorde erfahren, Sie werden zum ersten Mal verstehen, warum manche Noten an einem »Stiel« (dem sogenannten Notenhals) stecken und hängen oder warum einige davon weiß, andere wiederum schwarz auf dem Notenblatt dargestellt werden. Sie werden mit interessanten Fakten zu Themen wie Rhythmus, Takt, Harmonie und Melodie vertraut gemacht, werden lernen, was Synkopen oder Triolen sind und wie sich ein Ganztonschritt von einem Halbtonschritt unterscheidet. Und das ist nur eine kleine Auswahl von dem, was Sie in diesem Buch erwartet.
Sind Sie blutiger Anfänger, ist es am besten, Sie arbeiten das Buch von vorne bis hinten durch, ohne sich dabei zu stressen oder unter Druck zu setzen. Falls Sie schon Vorkenntnisse haben, können Sie auch nur die Kapitel auswählen, die Ihnen wirklich etwas Neues bieten. Nicht schlecht wäre es, wenn Sie ein Instrument zur Hand hätten - am besten eine Gitarre oder ein Klavier beziehungsweise Keyboard, damit Sie das Gelernte auch gleich in die Praxis umsetzen können. Sie werden merken: Was Sie lesen, das wissen Sie; aber was Sie hören (oder spielen), das können Sie, und das ist ein Riesenunterschied.
Konventionen in diesem Buch
Wir halten uns in diesem Buch an ein paar feste Regeln, die Ihnen dabei helfen sollen, den Lernstoff für sich zu organisieren:
- Wenn wir einen neuen Begriff einführen, setzen wir ihn kursiv.
- Schlüsselbegriffe oder Überbegriffe in Listen setzen wir in fetter Schrift.
Was Sie nicht lesen müssen
Neben dem Symbol für »Technische Hinweise« finden Sie vor allem Infos zur Vertiefung eines Themas. Die müssen Sie aber nicht unbedingt kennen, falls es Sie nicht interessiert. Sie müssen nicht wissen, warum das Klavier das Lieblingsinstrument der meisten Komponisten ist oder welche Arten von Tonleitern es gibt, um auch den Rest des Buches zu verstehen. Wir haben diese Informationen einfach eingestreut, weil sie den Lehrstoff vielleicht etwas auflockern. Aber merken müssen Sie sich das alles nur, wenn Sie selbst wollen oder es für eine Prüfung brauchen.
Törichte Annahmen über den Leser
Wir gehen mal davon aus, dass Sie als Leser dieses Buches Musik lieben und unbedingt wissen wollen, wie Musik funktioniert, und dass Sie ganz wild darauf sind, mithilfe eines Notenblattes ein Stück »entziffern« zu können. Deshalb hoffen wir, dass bei Ihnen ein paar Bücher mit Notenblättern herumliegen, mit denen Sie bisher so gar nicht klargekommen sind, oder dass in einer Ecke Ihres Wohnzimmers ein altes Klavier steht, mit dem Sie es nach vielen Fehlversuchen mal wieder aufnehmen wollen.
Als Leser dieses Buches sollten Sie zumindest zu einer der folgenden drei Kategorien gehören:
- Musikunterricht-Geschädigte: Kennen Sie die Situation aus Erfahrung? Sie sitzen im Musiksaal der Schule und vorne palavert der Musiklehrer, ohne dass Sie auch nur ein Wort verstehen? Da sind Sie keine Ausnahme. Da Musik an Schulen in der Regel kein Pflichtfach ist und die meisten Schüler mit Mathe, Physik und Latein zur Genüge ausgelastet sind, wird im Musikunterricht einfach »abgeschaltet«. Womöglich lag es auch daran, dass Ihr Musiklehrer zwar viel wusste, es aber nur schlecht erklären konnte. Was Ihnen damals zum Thema Notenlesen entgangen ist, können Sie in diesem Buch mühelos nachholen.
- Performer: Hand aufs Herz - es gibt mehr Musiker als Sie glauben, die vom Notenlesen keine Ahnung haben. Der große Eric Clapton hat einmal gesagt: »Falls ich noch mal wiedergeboren werde, will ich als Erstes das Notenlesen lernen.« Gehören auch Sie zu diesen Musikern, dann eignet sich dieses Buch ganz hervorragend für Sie. Fangen Sie am besten mit Teil I an, denn dort geht es um die Grundlagen der Notenschrift, um Notenwerte, Pausenwerte und so weiter. Sollten Sie aber bereits wissen, was Viertelnoten, Achtelnoten und so weiter sind, können Sie auch sofort bei Teil II oder III einsteigen. Dort lernen Sie nämlich, wie man das gesamte Wissen um Noten, Tonleitern und so weiter praktisch anwenden kann - sowohl auf dem Klavier als auch auf der Gitarre.
- (Potenzielle) Songwriter: Manchmal geht einem eine tolle Melodie durch den Kopf, und man weiß: Das ist meine eigene Kreation, das gibt es noch nicht. Aber wie soll ich mich morgen noch daran erinnern? Gut, man kann die Melodie mit dem Smartphone aufnehmen, man kann sie auch behelfsmäßig als Tabulatur notieren - aber seltsamerweise hört sie sich beim Wiederspielen oft ganz anders an. Wenn man die Notenschrift beherrscht, kann einem das nicht passieren. Die hält alles fest - nicht nur die Melodie, sondern auch Notenwerte, Pausenwerte, Takt, Tonart und andere Feinheiten.
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Notenlesen für Dummies gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil geht es um den Wert, das heißt, die Länge von Noten und Pausen. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit Takt und Rhythmus eines Stücks, im dritten mit Notenschlüsseln, weiteren Tonleitern, Vorzeichen und dem Quintenzirkel. In Teil 4 schließlich - unserem traditionellen Top-Ten-Teil - beantworten wir einige immer wieder gestellte Fragen zum Thema Notenlesen. Sie werden also, wenn Sie das Buch durchgearbeitet haben, so richtig »fit« sein.
Zusätzlich enthält dieses Buch auch Audiobeispiele, in denen Sie sich die Übungen beziehungsweise die Lösungen anhören können. Sie finden sie im Downloadbereich der »Dummies«-Homepage unter https://www.wiley-vch.de/de/dummies/downloads.
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Wir verwenden in diesem Buch verschiedene Symbole (Icons), die Ihnen zeigen, um welche Art von Information es sich bei einem bestimmten Abschnitt jeweils handelt. Diese Symbole finden Sie immer am linken Seitenrand.
Hier geht es um grundlegende Infos und Ratschläge, mit denen Sie eine Menge Zeit sparen können und die Sie sich unbedingt aneignen sollten.
Wenn Sie dieses Symbol sehen, sollten Sie aufpassen! Hier geht es meist um komplizierte und verwirrende Dinge.
Hier geht es um rein technische Informationen, die Sie getrost auch überspringen können, falls es Sie nicht interessiert.
Neben diesem Symbol finden Sie ganz wichtige Inhalte, die Sie sich wirklich dauerhaft einprägen sollten.
Neben diesem Symbol finden Sie die Tracknummer der jeweiligen Audiodatei, die Sie anhören können.
Wie es weitergeht
Am besten fangen Sie erst einmal mit Kapitel 1 an. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie das schon alles wissen, gehen Sie zum nächsten Kapitel über. Irgendwann werden Sie mit Sicherheit auf einen Abschnitt stoßen, in dem Sie auf Neues und Unbekanntes stoßen (sonst wären Sie ja ein alter Hase und hätten sich dieses Buch wahrscheinlich gar nicht erst gekauft). Vor allem: Lassen Sie sich Zeit und teilen Sie sich Ihren Lehrgang in kleine Abschnitte ein, umso schneller kommen Sie voran. Im Klavierunterricht (falls Sie welchen hatten) haben Sie ja auch nicht gleich in der ersten Stunde gelernt, Beethovens »Für Elise« zu spielen.
Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Spaß auf Ihrer Reise durch die Welt der Noten. Musik hören, Musik spielen, Musik komponieren - das gehört zu den beglückendsten Erfahrungen überhaupt. Notenlesen für Dummies wurde zwar von Musiklehrern geschrieben, aber keine Angst - es wird niemand vor Ihrer Tür aufkreuzen, um Ihr Wissen zu prüfen. Die Prüfung...
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