
Projektion als Inspiration
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Ist Religion nicht Projektion? Redet der religiöse Mensch, wenn er von Gott spricht, nicht vor allem von sich selbst? Die vorliegende Studie nimmt diese Anfrage ernst und macht sie fruchtbar. Sie analysiert die biblischen Offenbarungsurkunden, bringt sie mit Überlegungen zur Kunst ins Gespräch und setzt so ein Potenzial frei, das für eine Reformulierung des theologischen Offenbarungsbegriffs von erstaunlicher Innovationskraft ist. Durch eine Diskussion von erkenntnistheoretischen, strukturontologischen, mythologischen, ästhetischen und therapeutischen Positionen kann nicht nur die Religionskritik der Theologie, sondern auch die Theologie der Religionskritik viel zu denken geben.
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ISNI: 0000 0000 3647 2158 GND: 130267554
Content
- Intro
- Inhalt
- Geliehene Vorworte
- Vorsprüche
- Erster Teil: Kritische Anfrage Gott - Eine Projektion des Menschen?
- I. Situationsbeschreibung: Rückführung des Gottesgedankens auf den Menschen als Ausgangspunkt kritischer Religionsdiskurse
- II. Methodische Überlegungen in Hinsicht auf eine theologisch produktive Rezeption des Projektionsgedankens
- § 1 Religionsphänomenologie
- § 2 Transzendentalontologische Epistemologie
- § 3 Fundamentale Theologie
- III. Aufbau der Arbeit
- § 4 Argumentationsgefälle: Demonstratio religiosa, christiana, catholica
- § 5 Sprache und Stil: Der Essay als experimentelles Laboratorium theologischen Denkens
- Zweiter Teil: Interessierte Nachfrage Was ist das eigentlich - eine Projektion? Und was hat man sich unter Inspiration vorzustellen? Und was ist Offenbarung?
- A. Religionsphänomenologische Annäherungen
- I. "Kein Widerfahrnis ohne einen Gott" (Homer)
- II. "Es ist etwas Göttliches um Weissage und Dichtung, Erkenntnis und Liebe" (Platon)
- III. Das epiphane Moment des menschlichen Erkenntnisaktes: Zusammenführung der Perspektiven
- § 1 Offenbarung als diskontinuierlich-medialer Erkenntnisvorgang
- § 2 Offenbarung als Erneuerung des Denkens
- B. Strukturontologische Annäherungen
- I. Offenbarung als konkreativer Symbolvorgang: Der ontologische Referenzcharakter religiöser Neuheitserfahrung von Wirklichkeit
- § 1 Hinführung: Zur strukturellen Vergleichbarkeit von mythischen, ästhetischen, wissenschaftlichen und religiösen Projektionsvorgängen
- § 2 Strukturontologie als Grundlage einer Neuinterpretation religiöser Projektionsvorgänge
- 1. Philosophiegeschichtlicher Ort und systematischer Status der Strukturontologie
- 2. Strukturontologische Interpretation daimonischer Wirkmächte: "Eros" und "Phobos"
- § 3 Strukturontologie als Grundlage einer phänomenologischen Pneumatologie: Anweisungen zu einer Schule des Sehens
- 1. Hermetische Erfahrung des Geistes: Idemität, Konkreativität, Aufgang von Welt
- 1.1. Beispiele hermetischer Erfahrung
- 1.2. Reines Geschehen: "Es glückt"
- 1.3. Phänomenologische Pneumatologie
- 2. Konversion des Blicks
- 2.1. Phänomenologische Vorbemerkungen:Religion als "Schule des Sehens"
- 2.2. Neutestamentliche Perspektiven: Kreuz und Auferstehung
- II. Offenbarung als schöpferische Gnoseogenese: Aspekte einer Phänomenologie österlicher Sinneswahrnehmung
- § 4 Phänomen und Offenbarung - als Anschauung und Gestalt (R. Guardini),als Ineinsfall von "Erblickung" und "Entrückung" (H.U. von Balthasar)
- § 5 Synästhesie als Grundlage österlicher Sinneswahrnehmung (H. Rombach)
- § 6 Exkurs zur "ikonischen Wahrnehmung" (J.-L. Marion)
- § 7 "Offenbarung geschieht gegen den Augenschein" (R. Bultmann): Zum Zusammenhang von ikonischem Sehen, synästhetischer Wahrnehmung und hermetischer Erfahrung
- § 8 "Offenbarung ereignet sich als ein 'Sehen-der-Dinge-als'" (P. Ricoeur): Zum Zusammenhang von Synästhesie und Metapher
- § 9 Aporetik der Geistlichen Sinne: Versuch ihrer Verwindung mittels einer Phänomenologie österlichen Sehens
- § 10 Vom österlichen Sehen der Primärzeugen zum österlichen Lesen der Sekundärzeugen: Die Metapher als kleines Sakrament
- III. Offenbarung als Inspiration: Phänomenologische Kriteriologie
- § 11 Inspirationsverständnis im Wandel: Theologiegeschichtliche Hintergründe
- § 12 Inspiration als Vollzug symbolisch-korreflexiver Vernunft
- C. Existenzanalytische Annäherungen
- I. Strukturontologie als Grundlage einer phänomenologischen Gnadenlehre: Erhebung des menschlichen Höhen- und Tiefenbewußtseins
- § 1 Mentalitäts- und alltagsphänomenologische Annäherungen
- § 2 Gnade als "Konkreativität": Strukturphänomenologische Beschreibungen
- II. "Gratia praesupponit naturam": Existenzanalytische Annäherungen an ein theologisches Axiom
- § 3 ????, f?ß?? ?p????a als daimonische Höhen- bzw. Tiefenphänomene: Annährungen an den Begriff "Höhenbewußtsein"
- § 4 Hochinterpretation als Sinngenese: Tiefenpsychologie, Höhenpsychologie, Strukturtherapie
- 1. Hermeneutik des "geistig Unbewußten"
- 2. "Ordo amoris" als Personmitte des Menschen (Max Scheler)
- 3. "Tiefenpersonologische" Anthropologie
- 4. "Können" als Urform menschlicher Freiheitserfahrung
- 5. Wirklichkeitsweckende Kraft der Liebe: Das lautere "Mögen"
- 6. "Der unbewußte Gott"
- III. "Zur Freiheit hat uns Christus befreit" (Gal 5,1):Aufgang von Freiheit als christologisch induziertesGnadengeschehen - zugleich ein Rückblick . . . . . . . . . . 315
- III. "Zur Freiheit hat uns Christus befreit" (Gal 5,1): Aufgang von Freiheit als christologisch induziertes Gnadengeschehen - zugleich ein Rückblick
- § 5 Christologische Selbstvergessenheit als Bedingung der Möglichkeit"reinen Geschehens": Ein neutestamentliches Beispiel (Joh 8,1-11)
- § 6 Offene Fragen: Gott als eveniendum oder als datum eveniens?Zum ungeklärten Verhältnis von Substanz- und Strukturdenken
- D. Synoptische Rückschau: Projektion als Inspiration
- I. Offenbarung als reflexiv verwundenes Widerfahrnis
- II. Offenbarung als konkreatives Projektionsgeschehen (auch ein Beitrag zur Frage nach dem Ineinsfall von Relationalität und Substantialität der göttlichen Natur als Liebe)
- III. Offenbarung als transzendental-geschichtliche Blickumkehr
- IV. Offenbarung als schöpferischer Neuaufgang von Welt
- V. Offenbarung als hermetische Welterfahrung
- VI. Offenbarung als höhenpsychologisch zu beschreibende Gnadenerfahrung
- VII. Phänomenologie der Offenbarung als kritischer Prüfstein für Religion und Religionskritik
- Grimmige Rückfrage (Epilog)
- ". deshalb kann ich hier nur Nein sagen." (K. Barth)
- Literaturverzeichnis
- Antike, patristische, mittelalterliche, frühneuzeitliche Quellen
- Primärautoren
- Sekundärliteratur
- Namenregister
- Publikationshinweis
- Über das Buch und den Autor
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