
Lessings 'Rettungen'
Description
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In einer den geistesgeschichtlichen Kontext und die ideengeschichtlichen Voraussetzungen berücksichtigenden Kommentierung der Lessingschen Frühschriften gelingt es, einen Modus der Aneignung gelehrten Wissens herauszuarbeiten, der sich den nur scheinbar überkommenen Techniken gelehrt-humanistischer Barockliteratur verdankt. Was in der Arbeit am Beispiel Lessings, der gelehrte Auseinandersetzung und literarische Produktion anschaulich in einer Person vereint, demonstriert wurde, darf Anspruch auf Verallgemeinerung über weite Strecken des 18. Jahrhunderts erheben.
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"[...] fördern viele Details zutage, die man bisher nicht kannte oder falsch eingeschätzt hat."Herbert Jaumann in: Germanistik, Bd. 54, H.3/4, S.465, 2014More details
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Content
2 - 1 Einleitung [Seite 13]
3 - 2 Lessing in Wittenberg - Ausgangslage und erste Erträge [Seite 18]
3.1 - 2.1 Finden und Entdecken - Lessing in der Wittenberger Universitätsbibliothek [Seite 18]
3.2 - 2.2 Die Rettung des Simon Lemnius - ein erster Versuch in Briefen [Seite 27]
3.3 - 2.3 Die Magisterarbeit zu Johann Huart - eine Rettung qua Übersetzung? [Seite 57]
4 - 3 Rettung - eine Gattung mit Geschichte? [Seite 67]
4.1 - 3.1 Apologie, Vindicatio, Rettung - zur Begriffsgeschichte [Seite 70]
4.2 - 3.2 Geistesgeschichtlicher Überblick - zur Konstitution einer Tradition [Seite 74]
4.2.1 - 3.2.1 Vindicatio und Apologie als Teil der Apologetik [Seite 81]
4.2.1.1 - 3.2.1.1 »ir seyt papisten/got erleucht euch.« - Auf Seiten Luthers gegen die Katholiken [Seite 82]
4.2.1.2 - 3.2.1.2 Eine allzu späte Reaktion auf eine neue Herausforderung? [Seite 85]
4.2.1.3 - 3.2.1.3 Die Vindiciae Reformationis Lutheri a nonnullis novatorum praejudiciis von 1717 - Lessings eigener Vater als Vorbild? [Seite 92]
4.2.1.4 - 3.2.1.4 Johann Franz Buddeus als Vermittler - eine Verteidigung der Pietisten [Seite 98]
4.2.1.5 - 3.2.1.5 Zusammenfassung [Seite 103]
4.2.2 - 3.2.2 Der Einzelne weist über sich hinaus - keineswegs uneigennützige Verteidigungen [Seite 103]
4.2.2.1 - 3.2.2.1 Gabriel Naudés Apologie - ein Prototyp [Seite 105]
4.2.2.2 - 3.2.2.2 Kompendiöse Rettungen? Gottfried Arnold und Pierre Bayle [Seite 114]
4.2.2.3 - 3.2.2.3 Wie weit man es treiben kann - Arpe schreibt eine Apologie Vaninis [Seite 124]
4.2.2.4 - 3.2.2.4 Eine Rettung Cardanos gegen Bayle? - Lessings Lehrer Johann Friedrich Christ [Seite 130]
4.3 - 3.3 Der Gattungsbegriff - eine sinnvolle Krücke [Seite 134]
5 - 4 Die eigentlichen Rettungen von 1754 [Seite 144]
5.1 - 4.1 Die Vorrede [Seite 144]
5.2 - 4.2 Die Rettungen des Horaz [Seite 147]
5.2.1 - 4.2.1 Horaz in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts - Person und Werk [Seite 152]
5.2.2 - 4.2.2 Die drei Vorwürfe wider Horaz und Lessings Entgegnungen [Seite 158]
5.2.3 - 4.2.3 Stinkende Geilheit und unmäßige Unzucht - der erste Anklagepunkt [Seite 161]
5.2.4 - 4.2.4 Ein Römer als feigherziger Flüchtling? - der zweite Anklagepunkt [Seite 171]
5.2.5 - 4.2.5 ». . . das Beste nahm wo er es fand« - der letzte Anklagepunkt [Seite 175]
5.2.6 - 4.2.6 Rettung als Denkstil - eine erste, noch vorläufige Zusammenfassung [Seite 181]
5.3 - 4.3 Die Rettung des Hier. Cardanus [Seite 182]
5.3.1 - 4.3.1 Die Sterblichkeit der Seele und ein Horoskop für den Heiland [Seite 185]
5.3.2 - 4.3.2 Wer verliert beim Vergleich der Religionen? [Seite 188]
5.3.3 - 4.3.3 Nicht Toleranz, sondern die Erschütterung der Apologetik [Seite 202]
5.3.4 - 4.3.4 Cardanos missglückte Korrekturen und konfessionelle Differenzen [Seite 210]
5.4 - 4.4 Die Rettung des Inepti Religiosi und seines ungenannten Verfassers [Seite 213]
5.4.1 - Exkurse: Die religiösen Überzeugungen des jungen Lessing [Seite 217]
5.4.2 - Erster Exkurs: Gedanken über die Herrnhuter [Seite 219]
5.4.3 - Zweiter Exkurs: Das Christentum der Vernunft [Seite 230]
5.4.4 - Dritter Exkurs: Das Lehrgedicht Die Religion [Seite 240]
5.4.5 - 4.4.1 Der Opponent - Pastor Johann Vogt und sein Catalogus historico-criticus librorum rariorum von 1747 [Seite 249]
5.4.6 - 4.4.2 Lessing - ein Ineptus Religiosus? [Seite 258]
5.4.7 - 4.4.3 Wer ist der >ungenannte Verfasser<? [Seite 262]
5.4.8 - 4.4.4 Chiffren als Anleitung zum Verständnis? - die Schlusspassage [Seite 269]
5.5 - 4.5 Die Rettung des Cochläus, aber nur in einer Kleinigkeit [Seite 276]
5.5.1 - 4.5.1 Johannes Cochläus - ein Erzfeind Luthers [Seite 277]
5.5.2 - 4.5.2 Die Widerlegung der Anklage - zwei Briefe des Alphonsus Valdesius [Seite 283]
5.5.3 - 4.5.3 Erste Aufnahme und weitere Reaktionen [Seite 293]
6 - 5 Die Emanzipation des Denkstils von der Form [Seite 297]
6.1 - 5.1 Zeitgenössische Reaktionen auf die Rettungen [Seite 297]
6.2 - 5.2 »Er starb.« - Lessing würdigt seinen verstorbenen Freund Christlob Mylius [Seite 301]
6.3 - 5.3 Eine Rettung vor der Akademie? - Pope, ein Metaphysiker! [Seite 315]
6.4 - 5.4 Niederschlag im Poetischen: Miß Sara Sampson [Seite 322]
6.4.1 - 5.4.1 Zeitgenössische Reaktionen - spürbares Befremden [Seite 323]
6.4.2 - 5.4.2 Der juristische Kontext - Schuld, Sühne und (poetische) Gerechtigkeit [Seite 330]
6.4.3 - 5.4.3 Moral als Zumutung und der spezifische Denkstil der Rettungen [Seite 335]
6.5 - 5.5 Die angekündigten Rettungen zu Johann Konrad Dippel und Spinoza [Seite 338]
6.5.1 - 5.5.1 Dippels Verhältnis zur Philosophie Spinozas [Seite 343]
6.5.2 - 5.5.2 Lessing zwischen Spinoza, Dippel und Bayle - Versuch einer Rekonstruktion [Seite 347]
7 - 6 Der Denkstil im Spätwerk - eine kurze Skizze [Seite 355]
7.1 - 6.1 Von Adam Neusern oder der programmatische Auftakt zum Fragmentenstreit [Seite 357]
7.2 - 6.2 Kontinuitäten: drei Funde - drei Rettungen? [Seite 363]
7.3 - 6.3 Zusammenfassung [Seite 368]
8 - Literaturverzeichnis [Seite 371]
9 - Register [Seite 405]
System requirements
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