
Häusliche Pflege am Limit
Description
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»Anne Münchs Studie [...] gibt in flüssiger, gut verständlicher Sprache einen theoretisch fundierten, in den Sozialwissenschaften bisher fehlenden Einblick in die Pflegesituation älterer Angehöriger von Menschen mit Demenz. Über die Heuristik der Grenze gelingt es ihr, die Dynamik zwischen Fremd- und Selbstsorge in anschaulicher Weise darzustellen und bietet damit eine Grundlage für gesellschaftliche Transformationsprozesse zugunsten der Lebensqualität von pflegenden Angehörigen.«More details
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Person
Anne Münch, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland
Anne Münch, geb. 1985, studierte Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München forschte und promovierte sie mit den Schwerpunkten Alter(n), Pflege(n) und Geschlecht.Email: annemuench@posteo.de
Content
- Cover
- Inhalt
- Danksagung
- 1. Der kurze Traum von der späten Freiheit? - Einleitende Betrachtungen
- 1.1 Problemaufriss
- 1.2 Ziel, Forschungsfragen und Aufbau der Untersuchung
- 1.3 Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand
- 2. Pflege und Demenz: Annäherung an die Situation
- 2.1 Pflege als Sorgearbeit: Begriffsrahmung
- 2.2 Zum Krankheitsbild und Verlauf der Demenz
- 2.3 Demenzpflege: Institutionelle Rahmenbedingungen
- 2.4 Die Praxis der Pflege: Paradigmen soziologischer Praxisforschung
- 3. Das methodische Vorgehen: Zur Praxis der Untersuchung der Pflegesituation
- 3.1 Der Forschungsstil - Was ist hier eigentlich los?
- 3.2 Die Datenerhebung - Wer, wie, was, warum?
- 3.3 Die Datenauswertung
- 3.3.1 Der Kodierprozess
- 3.3.2 Das Kartografieren der Pflegesituation
- 4. Die Arenen und Akteur*innen der sozialen Welt der Demenzpflege
- 4.1 Die häusliche Pflegearena und ihre Akteur*innen
- 4.2 Die Arena der Öffentlichkeit und die Blicke der Anderen
- 4.3 Zwischenfazit
- 5. Die Grenze als heuristischer Rahmen für die Analyse
- 5.1 Die Semantik der Grenze
- 5.2 Entgrenzung und Doing Boundary in der Familiensoziologie
- 5.3 Auf dem Weg zu einer Heuristik individueller Grenzen
- 6. Zeitliche Be- und Entgrenzungen der häuslichen Demenzpflege
- 6.1 Zeitsoziologische Grundlagen
- 6.1.1 Der soziale Charakter von Zeit
- 6.1.2 Zeit im Alter
- 6.1.3 Zeit in der Pflege
- 6.1.4 Fragen an die Empirie
- 6.2 Die Zeiten der Pflege kontrastieren: Die Fälle Heinrich und Steg
- 6.3 »Also ich lass mich durch die Uhr nicht tyrannisieren, aber [.]«: Formen zeitlicher Be- und Entgrenzung in der Pflegepraxis
- 6.3.1 Und plötzlich kommt alles anders:Diagnose und Anfangsphase der Demenzpflege
- 6.3.2 Zeitliche Herausforderungen in der zweiten Phase der Demenzpflege
- 6.3.3 Ambivalente Zeiten in der letzten Phase der Demenzpflege
- 6.3.4 Ausblicke auf ein Leben nach der Pflege
- 6.4 Zwischenfazit
- 7. Vergeschlechtlichte Be- und Entgrenzung der häuslichen Demenzpflege
- 7.1 Geschlechtersoziologische Grundlagen
- 7.1.1 Die soziale Konstruktion von Geschlecht
- 7.1.2 Geschlecht und Pflege zusammengedacht
- 7.1.3 Fragen an die Empirie
- 7.2 Vergeschlechtlichte Pflegepraktiken kontrastieren: Die Fälle Moser und Franz
- 7.3 »Bis dass der Tod uns scheidet. Was anderes geht nicht.«: Formen vergeschlechtlichter Be- und Entgrenzung der Pflegepraxis
- 7.3.1 Zur vergeschlechtlichten Vergesellschaftung vor der Pflege
- 7.3.2 »Das bisschen Haushalt.«: Episoden vergeschlechtlichter Be- und Entgrenzung unterstützender Sorgearbeit
- 7.3.3 Wenn Pflege körperlich wird: Episoden vergeschlechtlichter Be- und Entgrenzung direkter Sorgearbeit
- 7.3.4 Episoden von Undoing Gender in der Pflegepraxis: Der Fall Briese
- 7.3.5 Zur Verwobenheit von Sorge und Dominanz in der untersuchten Pflegesituation
- 7.4 Zwischenfazit
- 8. Und daraus folgt? - »Es geht eben immer am Limit lang.«
- 8.1 Die Situation der pflegenden Partner*innen skizzieren
- 8.2 Pflegen entlang körperlicher Grenzen der Belastbarkeit
- 8.3 Informelle Demenzpflege im Ungleichgewicht von Nähe und Distanz
- 8.4 Das Pflegeheim als Reißleine
- 8.5 Schluss
- Literaturverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Anhang
- Anhang I: Interviewleitfaden
- Anhang II: Transkriptionsregeln
- Anhang III: Fallportraits
System requirements
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