
Selbstverständnis als Rechtskriterium
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ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechtstheorie und Rechtssoziologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung.
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Erster Teil Einführung
- Erstes Kapitel: Subjektive Vorstellungen und Deutungen im objektiven Recht
- I. Der objektive Charakter der Rechsordnung und Beispiele einer rechtlichen Relevanz von Selbstauffassungen
- 1. Recht als intersubjektive und damit objektive Ordnung
- 2. Beispiele rechtlicher Bedeutung subjektiver Auffassungen
- II. Objektive und subjektive Bezugspunkte der Rechtsordnung
- 1. Die Orientierung auf den einzelnen Menschen
- 2. Objektivität und Subjektivität - zwei Pole des Rechts
- 3. Die Objektivität des Rechts
- 4. Die grundlegende Biperspektivität des Rechts
- Zweites Kapitel: Gründe für die Aktualität der Forderung nach Selbstverständnis-Berücksichtigung
- I. Aktuelle Forderungen nach Selbstverständnis-Beachtung
- II. Exkurs: Zur Wortgeschichte von »Selbstverständnis«
- 1. Die Aktualität des Begriffs
- 2. Sprachformen als Ausdruck soziokultureller Prozesse
- 3. Die Karriere des Ausdrucks
- III. Strukturelle Ursachen für Identitätsprobleme
- 1. Die Betonung von Subjektivität - Individualität
- 2. Einige gesellschaftsstrukturelle Ursachen für Identitätsprobleme
- Drittes Kapitel: Das Selbstverständnisthema im Kontext klassischer Probleme
- I. Die Orientierung auf einige Grundfragen
- II. Neue Bezugsprobleme der Rechtsordnung
- III. Problemstellungen und Aufbau der Arbeit
- Zweiter Teil Typologische Bestandsaufnahme der Erscheinungsform von Selbstverständnisberücksichtigungen bei rechtlich angeleiteten Entscheidungen
- Viertes Kapitel: Ziele und Methoden der Bestandsaufnahme
- I. Selbstinterpretationen als im Recht bekannte Erscheinungen
- II. Der Begriff »rechtliche Relevanz« von Selbstverständnissen
- III. Rechtsprechungsauswertung als Form sinnorientierter empirischer Forschung
- IV. Zur typologischen Materialaufbereitung
- 1. Weiter Begriff von »Selbstverständnis«
- 2. Die typologische Methode
- 3. Verschiedene Arten des formellen Bezugs auf ein Selbstverständnis bei Rechtsentscheidungen
- Fünftes Kapitel: Explizite Verweisung auf ein Selbstverständnis durch einen offenbar ein Selbstverständnis bezeichnenden Begriff
- I. Ausdrücklicher Bezug auf Selbstverständnisse in unterschiedlichen Sachbereichen
- 1. Weltanschaulich - religiöse Selbstverständnisse
- 2. Weltanschaulich oder religiös neutrale Selbstverständnisse
- II. Unterschiedliche rechtstechnische Funktionen des Selbstverständnisbezugs
- 1. Selbstverständnisse als Prämissen in Konditionalprogammen als tatbestandliche Voraussetzung einer bestimmten Rechtsfolge
- 2. Selbstverständnisse als bei Rechtsentscheidungen zu beachtende Gegebenheiten in Zweckprogrammen
- 3. Normative Bewertung von Selbstverständnissen: Verbote und Verpflichtungen
- Sechstes Kapitel: Verweisung auf Selbstverständnisse durch Freiheitsrechte
- I. Elemente der Selbstverständnisberücksichtigung bei der Handhabung der Grundrechte
- II. Die Selbstverständnisorientierung bei der Interpretation der einzelnen Grundrechte
- 1. Die Menschwürde und das allgemeine Persönlichkeitsrecht
- 2. Die Freiheit und die Unversehrtheit der Person
- 3. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit
- 4. Die freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Information
- 5. Die Freiheit der Kunst
- 6. Die Freiheit der Wissenschaft
- 7. Der Schutz von Ehe und Familie
- a) Ehe und Familie
- b) Das Erziehungsrecht der Eltern
- 8. Die Versammlungsfreiheit
- 9. Die Vereinigungsfreiheit
- a) Die Vereinsfreiheit
- b) Die Koalitionsfreiheit
- 10. Das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis
- 11. Die Freizügigkeit
- 12. Die Berufsfreiheit
- 13. Die Unverletzlichkeit der Wohnung
- 14. Die Eigentumsgarantie
- 15. Das Asylrecht
- Siebtes Kapitel: Implizite Verweisung auf Selbstverständnisse durch Rechtsbegriffe
- I. Rechtsbegriffe, die unter Verwendung von Selbstdeutungen ausgelegt werden
- 1. Begriffe mit subjektiven Anklängen
- 2. Rein objektiv erscheinende Begriffe
- II. Handlungsbegriffe
- III. Erste Überlegungen zu den Gründen einer Heranziehung von Selbstverständnissen bei der Auslegung von Rechtsbegriffen
- Achtes Kapitel: Explizite Verweisung auf Selbstverständnisse durch dogmatische Figuren
- I. Dogmatik als eigenständige Ebene
- II. Dogmatische Figuren mit ausdrücklichem Selbstverständnisbezug
- 1. »Selbstverständnisse«
- 2. »Tendenzschutz«
- 3. Zivirechtliche dogmatische Figuren
- 4. »Vertrauensschutz«
- 5. Weitere dogmatische Bezugnahmen auf Selbstverständnisse
- 6. Das Schuldprinzip
- 7. Das subjektive Recht
- III. Handlungsleitende Situationsdeutungen
- Neuntes Kapitel: Implizite Verweisung auf Selbstinterpretationen durch die Dogmatik
- I. Die Mehrschichtigkeit juristischen Wissens
- II. Beispiele dogmatischer Selbstverständnisverweisung zweiter Stufe
- Zehntes Kapitel: Freier Bezug des Rechtsanwenders auf ein Selbstverständnis
- I. Begriffe und Funktionen eines »freien Bezugs« auf Selbstverständnisse
- II. Selbstverständnisse als Teil der Wirklichkeit
- III. Legitimierender Bezug auf Selbstverständnisse
- Elftes Kapitel: Explizite gesetzliche Verweisung auf die Perspektive eines Selbstverständnisträgers
- I. Rechtliches Gehör
- II. Anhörungsrechte in Verwaltungsverfahren
- III. Anhörungs- und Beteiligungsrechte spezialisierter Behörden
- Zwölftes Kapitel: Verschiedene Erscheinungsformen und Träger von Selbstverständnissen
- I. Der Umfang des Selbstverständnisbegriffs
- 1. Erscheinungsformen von Selbstinterpretationen
- a) Offene und weite Fragen des Begriffs
- b) Umfassende und partielle Selbstverständnisse
- c) Die Aufgabe der Balancierung segmenthafter Selbstveständnisse
- d) Selbstverständnisse als individuelle Synthesen
- 2. Weiter Selbstverständnisbegriff
- 3. Integrative und segmentäre Selbstinterpretation
- a) Umfängliche Selbstverständnisse
- b) Teilselbstverständnisse
- aa) Einzelne Rollen
- bb) Einzelne Handlungen
- cc) Subjektive Situationsdeutungen
- II. Verschiedene Arten von Selbstverständnissen
- 1. Individuelle und kollektive Selbstverständnisse
- 2. Organisationsselbstverständnisse und Selbstverständnisse von Nichtorganisationen
- 3. Programmhaft fixierte Selbstverständnisse und schlicht eingelebte Selbstverständnisse
- 4. Selbstverständnis der Bürger und Selbstverständnis von Staatsorganen
- Dritter Teil Selbstverständnisberücksichtigung durch das Rechtssystem in sozialwissenschaftlicher und verfassungstheoretischer Perspektive
- Dreizehntes Kapitel: Strukturen und Funktionen einer Berücksichtigung von Selbstverständnissen bei Entscheidungen des Rechtssystems
- I. Wurzeln und Strukturen des Problems der Berücksichtigung von Selbstverständnissen durch das Recht
- 1. Die Nichtidenität der Perspektive des Einzelnen und der Perspektive der Gesellschaft
- 2. Der Herrschaftscharakter des Rechts und die Erfordernisse der Erwartungssicherheit
- 3. Individualisierung und Pluralisierung in einer differenzierten Gesellschaft
- 4. Die Ausdifferenzierung des Rechtssystems
- a) Die Ausdifferenzierung als strukurelle Hauptursache des Selbstverständnisproblems
- b) Folgeprobleme der Ausdifferenzierung
- II. Benachbarte rechtsphilosophische und rechtstheoretische Problemstellungen
- 1. Das »selbständige Dasein des Rechts« und verschiedene Gegenbewegungen
- 2. Argumentationsfiguren des Wirklichkeitsbezugs des Rechts
- 3. »Entfremdung«
- III. Soziale Funktionen einer Berücksichtigung von Selbstverständnissen durch das Rechtssystem
- 1. Die Beachtlichkeit von Umweltperspektiven
- a) Die Ergänzung der Innensicht eines Systems und die Perspektive eines anderen Systems
- b) Insbesondere die Heranziehung fremder Selbstbeschreibungen
- c) Selbstinterpretationen als besondere Informationsart
- 2. Funktionen einer rechtlichen Berücksichtigung von Selbstverständnissen für den Bürger
- a) Beachtlichkeit des Einzelnen als Individuum
- b) Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Einzelnen
- c) Personenfunktionale Ausrichtung des Rechts
- d) Die Responsivität des Rechts
- 3. Die Funktionen einer Berücksichtigung von Selbstverständnissen für das Rechstsystem
- a) Umweltangemessenheit der Rechtskonkretisierung
- b) Legitimierung der Rechtsentscheidungen
- c) Wandlungsoffenheit des Rechts
- d) Informationsanreicherung
- e) Selektionstransfer
- Vierzehntes Kapitel: Verfassungsrechtliche Begründung einer Berücksichtigung von Selbstverständnissen
- I. Menschenwürde und Freiheitsrechte
- 1. Menschenwürde
- a) Schutz der Autonomie
- b) Schutz der Individualität
- c) Identität als persönliche Synthese
- d) Rollentranszendenz
- 2. Freiheitsrechte
- 3. Die Beachtlichkeit der Perspektive des Einzelnen im Rechtssystem
- a) Individualperspektive und Systemperspektive
- b) Formen der Sicherung der Beachtlichkeit der Perspektive des Einzelnen
- II. Das Demokratieprinzip
- 1. Volkssouveränität und Demokratie
- a) Volkssouveränität als Ausdruck kollektiver Selbstbestimmung
- b) Öffentlichkeit und Offenheit
- c) Pluralismus
- d) Kulturverfassungsrechliche Aspekte
- 2. Elemente einer Verfassungstheorie freiheitlich-pluralistischer Gesellschaften
- a) Staatsverständnis
- b) Strukturelemente einer freiheitlichen pluralistischen offenen Gesellschaft
- c) Vermittlung von Recht und Moral
- Vierter Teil Dogmatik der Selbstverständnisberücksichtigung
- Fünfzehntes Kapitel: Unterschiedliche Wichtigkeit einer Berücksichtigung von Selbstverständnissen
- I. Vorgaben einer Dogmatik der Selbstverständnisberücksichtigung
- II. Gesichtspunkte primärer Selbstverständnisbedeutsamkeit
- 1. Die unterschiedliche Selbstverständnisaffinität sozialer Beziehungen
- a) Die Sachlogik sozialer Beziehungen
- b) Dimensionen der Charakterisierung
- 2. Die affektive Dimension
- 3. Partikularistische oder universalistische Ausrichtung
- 4. Der Grad der Zweckspezifität
- III. Sekundäre Elastizität des Rechts durch Selbstverständnisberücksichtigung
- 1. Die subjektive Sichtweise als ein rechtliches Grundprinzip
- 2. Gesichtspunkte der Notwendigkeit sekundärer Elastizität
- IV. Gesichtspunkte für die Nichtberücksichtigung von Selbstverständnissen
- 1. Rechte anderer
- a) Rechte anderer als Grenze der Ausübung von Selbstverständnissen
- b) Kollision zwischen gleichartigen oder gleichen Rechten
- 2. Erwartungsschutz und Orientierungssicherheit
- 3. Die Neutralität von Staat und Recht
- Sechzehntes Kapitel: Die Beachtlichkeit von Selbstinterpretationen bei Handlungsproblemen
- I. Die Berücksichtigung von Selbstinterpretationen als Folge der Struktur menschlicher Handlungen
- 1. Das Gebot der Sinnberücksichtigung menschlicher Handlungen
- 2. Gründe für die sinnorientierte Erfassung und Beurteilung von Handlungen
- a) Das ontologische Argument
- b) Die »Handlungs«-Sprache als bestimmtes Sprachspiel
- c) Verschiedene Erkenntnisinteressen
- d) Praxis und Diskussion in den anderen Handlungswissenschaften als indirektes Argument
- II. Einzelne Anwendungsfelder
- 1. Selbstinterpretation bei Handlungsbeschreibungen
- 2. Die Definition der Situation
- a) Die handlungsbestimmende Kraft subjektiver Situationsdefinition
- b) Subjektive Situationsdefinition als Gegenstand rechtlicher Handlungssteuerung
- 3. Die Zuschreibung von Verantwortlichkeit für Handlungen
- a) Verantwortungszuschreibung durch Handlungskonzepte
- b) Selbstverständnisse bei der Zurechnung kraft Handlung
- 4. Handlungs- und Kontrollperspektive
- a) Subjektiver und objektiver Sinn, Sicht ex ante und Sicht ex post
- aa) Subjektiver und objektiver Sinn
- bb) Sicht ex ante und Sicht ex post
- cc) Kombinationsmöglichkeiten und Entscheidungszwang
- b) Rechtliche Bedeutung des subjektiven und des objektiven Sinns, der ex ante- und ex post-Perspektive
- Siebzehntes Kapitel: Freiheitsrechte
- I. Freiheitsbegriff und Freiheitsrechtsdogmatik
- 1. Dimension des Freiheitsbegriffs
- 2. Die Notwendigkeit dogmatischer Reduktion
- 3. Grundrechtliche Freiheit als rechtlich gewährleistete personale Selbstbestimmung
- 4. Die Rolle von Selbstverständnissen bei der Auslegung der Grundrechte
- II. Die Subjekte der Freiheit
- III. Der Grundsatz der subjektiven Bestimmung des sachlichen Schutzbereichs der Freiheitsrechte
- 1. Personale Freiheit als subjektiv belangvolle Freiheit
- 2. Die subjektive Auslegung des Schutzbereichs der Grundrechte als methodisches Prinzip
- 3. Gründe für eine objektive Bestimmung des Grundrechtsschutzbereichs
- 4. Einwände gegen die Maßgeblichkeit von Selbstverständnissen zur Bestimmung des Schutzbereichs grundrechtlicher Freiheit
- 5. Grundrechtlich erhebliche Freiheitshindernisse, insbesondere der Eingriffsbegriff
- 6. Selbstverwaltungsrechte
- IV. Die Schranken der Freiheitsrechte
- 1. Der Grundsatz der objektiven Bestimmung der Schranken der Freiheitsrechte
- a) Die unterschiedlichen Aufgaben von Schutzbereich und Schrankendiskussion
- b) Die grundsätzliche Irrelevanz subjektiver Kriterien bei der Schrankenbestimmung der Freiheitsrechte
- 2. Der Stellenwert von Selbstverständnissen bei der grenzbestimmenden Abwägung
- 3. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Kirchenfragen
- V. Allgemeine Grundrechtslehren und grundrechtsspezifische Dogmatik
- 1. Selbstverständnisbestimmte Momente der allgemeinen Grundrechtsdogmatik
- 2. Beispiele für Selbstverständnisorientierung in der Dogmatik der Einzelgrundrechte
- Literaturverzeichnis
- Stichwortverzeichnis
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