
Migration als Ressource
Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik
Verlag Barbara Budrich
1st Edition
Published on 9. December 2009
366 pages
978-3-8474-1386-8 (ISBN)
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Globale Dienstmädchen Sie pendeln zwischen ihrer Heimat Polen und dem Arbeitsplatz Deutschland und sind ein Teil der ""neuen globalen Dienstmädchen"": polnische Arbeitsmigrantinnen, zumeist in Schwarzarbeit in prekären Arbeitsverhältnissen in deutschen Haushalten angestellt. Wie sehen die Arbeitsbiografien aus? Welche Familienverhältnisse bilden die Ausgangslage? Und welche Auswirkungen hat diese Situation auf das Geschlechterrollenverständnis in Polen und in Deutschland? Interviewt wurden 41 polnischen Frauen im Ruhrgebiet und in Polen, die zur Arbeit in deutsche Privathaushalte pendeln und weiterhin in Polen leben. Sie verrichten undokumentiert Haushaltsarbeit in der Reinigung und Altenbetreuung unter prekären Bedingungen. Die Pendlerinnensind im Alter, Bildungsstand und Migrationserfahrung heterogen, die größte Gruppe bilden ältere Frauen mit Kindern.
More details
Language
German
Place of publication
Leverkusen-Opladen
Germany
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
File size
3,42 MB
ISBN-13
978-3-8474-1386-8 (9783847413868)
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Sigrid Metz-Göckel | Dobrochna Kalwa | A. Senganata Münst
Migration als Ressource
Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik
Book
12/2009
1st Edition
Verlag Barbara Budrich
€29.90
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Persons
Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel, TU-Dortmund Dr. Dobrochna Kalwa, Jagiellonen-Universität Krakau, Polen Dr. Senganata Münst, TU-Dortmund
Content
- Cover
- Migration als Ressource
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung (Sigrid Metz-Göckel)
- I. Arbeitspendeln und Lebensarbeit (Sigrid Metz-Göckel)
- 1 Theoretische Einordnung und empirische Befunde zu den Pendelmigratinnen aus Polen
- 1.1 Zur bilokalen Lebensweise der polnischen Pendlerinnen
- 1.2 Haushaltsarbeit als Eigenarbeit und Dienstleistung
- 2 Deutungen zur Migration im polnischen und internationalen Diskurs
- 2.1 Deutungen zur Migration im polnischen Diskurs
- 2.2 Zwei Deutungen zu Migrationen aus soziologischer Sicht
- 2.3 Die Verschränkung von Geschlecht, sozialer Klasse und Staatsbürgerschaft - zur geschlechtlichen Arbeitsteilung im Privathaushalt
- 3 Ein Leben auf der Schaukel - Strukturmerkmale der polnischen Pendlerinnen
- 3.1 Alter und Familienstand der Pendlerinnen: Ältere Frauen mit älteren Kindern
- 3.2 Hohes Bildungsniveau, berufliche Dequalifizierung in Polen und Vorteile in Deutschland
- 3.3 Umfang der Beschäftigung und Entlohnung in Deutschland
- 3.4 Migrationsdauer und Wohnsituation
- 3.5 Mehr als nur Überleben - Motivation zur Migration
- 4 Die Arbeiten der Pendlerinnen in Privathaushalten in Deutschland - empirische Befunde
- 4.1 Reinigung und Pflegearbeiten in Privathaushalten und ihre Delegationsgründe
- 4.2 Die Nachfrage der Privathaushalte nach bezahlter Haushaltsarbeit - die häusliche Dienstleistungslücke
- 4.3 Privater Pflegemarkt und die Betreuungslücke - Zur Situation der Live-ins in der Betreuungsarbeit
- 4.4 Prekäre Lohnarbeit im Privathaushalt und zirkuläres Arbeitsmarktregime
- 4.5 Von der Familienfrau zur 'Arbeitnehmerin - die Pendlerinnen im Vergleich
- 5 Zur Bilanz der Migrationsgewinne und -verluste aus Sicht der Arbeitspendlerinnen
- Literatur
- II. Migration von Polinnen ins Ruhrgebiet (Dobrochna Kalwa)
- 1 Migration aus polnischer Sicht
- 1.1 Zur Migrationsstatistik in Polen
- 1.2 Die gegenwärtige Migration aus Polen in der polnischen Migrationsforschung
- 1.3 Zum Stand der Migrationsforschung in Polen
- 1.4 Historische Wurzeln der polnischen Migration(sforschung)
- 1.5 Zum aktuellen Migrationsdiskurs in Polen
- 1.6 Migrationsfolgen im Diskurs der Migrationsforschung
- 2 Pendelnde Migrantinnen - die untersuchte Gruppe
- 3 Die Perspektive der Migrantinnen
- 3.1 Die Rahmenbedingungen der Interviewdurchführung
- 3.2 Migrationserfahrungen als Erfolgsgeschichte
- 3.3 Migrationsbiographien einzelner Pendlerinnen
- 4 Der Haushalt als Arbeitsplatz - ein häusliches Matriarchat
- 4.1 Familiarisierung als Strategie der Verwischung sozialer Ungleichheit
- 4.2 "Profession" und "Quasi-Arbeit" - Bedingungen der Arbeit im privaten Haushalt
- 4.3 Illegalität und Marginalisierung
- 5 Stabilisierung der Migration als Lebensweise
- 5.1 Übergang zur Dauermigration
- 5.2 Verzicht auf Migration als Problemlösung
- 5.3 Neue und alte soziale Rollen "Zu Hause"
- 5.4 Folgen der Migration
- 6 Binationale Forschung - einige Bemerkungen
- Literatur
- III. Migration von Polinnen ins Ruhrgebiet (A. Seganata Münst)
- 1 Intersektionalität als theoretischer Zugang
- 1.1 Geschlechtliche Arbeitsteilung und der Weltmarkt Privathaushalt
- 1.2 Geschlechterklassen - Klassengeschlechter im Erwerbsarbeitsmarkt und die Klassenhierarchie im Privathaushalt
- 1.3 Staatsbürgerschaft: Vergesellschaftung durch den Nationalstaat
- 1.4 Die transnationale oder zweifache Feldposition von Migrant/inn/en
- 2. Der binationale Forschungszugang und der Methodendiskurs in der Migrationsforschung
- 2.1 Die Leitfadeninterviews in Deutschland und in Polen
- 2.2 Interviewpartnerinnen und Intervieworte im Ruhrgebiet
- 2.3 Die Heterogenität der im Ruhrgebiet interviewten Pendelmigrantinnen
- 3. Die polnischsprachige Infrastruktur im Ruhrgebiet
- 3.1 Die Organisationen der deutschen Polonia
- 3.2 Polnischsprachige Wochenzeitungen
- 3.3 Die religiöse polnischsprachige Infrastruktur
- 4 Arbeits- und Wohnungsakquise der Pendelmigrantinnen
- 4.1 Theoretische Vorbemerkungen und methodische Reflexion
- 4.2 Die Aussicht auf Arbeit als Voraussetzung für die Migration
- 4.3 Eine Wohnung oder Unterkunft in Deutschland finden
- 4.4 Die Bedeutung persönlicher Netzwerke für die Arbeits- und Wohnungsakquise
- 5 Das soziale Leben der Pendelmigrantinnen im Ruhrgebiet
- 5.1 Persönliche Beziehungen in der Anfangsphase
- 5.2 Beziehungen zu polnischsprachigen Menschen: Zwischen Solidar- und Notgemeinschaft
- 5.3 Polnisch katholische Messen als Ort für soziale Kontakte, Erfahrung von Pluralität und Differenz
- 6 Soziale Räume verbinden: Kontakte zu Familienangehörigen, Freunden und Bekannten in Polen
- 6.1 Die Fahrten als Prozesse der Raumkonstruktion und reversiblen Statusveränderung
- 6.2 Kontakte zur Familie und zu Freunden/innen in Polen
- 7 Geschlechterkonzeptionen und Geschlechterbeziehungen in Polen: Ergebnisse soziologischer Untersuchungen
- 7.1 Die historische Dimension der Geschlechterkonzeptionen
- 7.2 Repräsentation von Frauen in der Politik
- 7.3 Die gesetzliche Gleichheit der Geschlechter
- 7.4 Geschlecht und Erwerbsarbeit
- 7.5 Eheliche Beziehungsmodelle
- 8 Migrationsentscheidung und Migrationseffekte in den Haushalten in Polen
- 8.1 Ein-Personen Haushalte
- 8.2 Ein-Generationen-Haushalt
- 8.3 Zwei-Generationen-Haushalte
- 8.4 Drei-Generationen-Haushalte
- 8.5 Wohngemeinschaft
- 8.6 Ergebnisse
- Literatur
- Anhang I: Dobrochna Kalwa: Zugang zur Arbeit in Deutschland für polnische Staatsbürger/innen
- Profil der Interviewpartnerinnen in Polen
- Profil der Interviewpartnerinnen im Ruhrgebiet
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