
Unternehmenspublizität
Description
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Auf der Basis einer entwicklungsgeschichtlichen und rechtsvergleichenden Einführung (EU und USA) sowie einer ökonomischen Grundlegung schafft er ein rechtsdogmatisches Fundament der Unternehmenspublizität. Den Ausgangspunkt bildet die Kapitalmarktpublizität. Der Individualschutz und der Funktionsschutz werden als tragende funktionsdogmatische Pfeiler der Publizität herausgearbeitet. Diesen Hauptfunktionen werden zahlreiche Unterfunktionen zugeordnet.
Daraus entwickelt Hanno Merkt ein umfassendes System der Unternehmenspublizität, in dem einerseits die Marktchronologie und andererseits die Intensität der Marktbeanspruchung die zentralen Parameter für Inhalt und Umfang der unternehmensseitigen Offenlegung sind. Mit Hilfe dieses Systems erarbeitet er wichtige Elemente eines allgemeinen Tatbestands der Unternehmenspublizität, so etwa die Marktteilnahme, die Offenlegung und die Durchsetzung und Kontrolle der Publizität. Die funktionsdogmatischen und systematischen Überlegungen münden in konkrete Folgerungen und Anregungen für die geltende Praxis und das geltende Recht der Unternehmenspublizität. So lassen sich Lücken aufzeigen, die sowohl durch freiwillige als auch durch gesetzliche Maßnahmen geschlossen werden können. Daneben wird sichtbar, an welchen Stellen eine Überregulierung oder Überversorgung mit Unternehmensdaten herrscht. Vorschläge zur Optimierung der geltenden Praxis runden die Arbeit ab.
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Verzeichnis der zitierten EU-Rechtsvorschriften
- Einleitung Unternehmenspublizität als Untersuchungsgegenstand
- 1. Kapitel: Der Status quo
- 2. Kapitel: Publizität als rechtliche Kategorie
- I. Mehrdeutigkeit des Begriffs
- II. Publizität und Information
- III. Publizität und Transparenz
- IV. Publizität im öffentlichen Recht
- 1. Verfassungsrecht
- 2. Verwaltungsrecht
- 3. Straf- und Strafprozeßrecht
- 4. Verfahrensrecht allgemein
- V. Publizität im Privatrecht
- 1. Bürgerliches Recht
- 2. Wirtschaftsrecht
- 3. Kapitel: Publizität als unternehmensrechtliche Kategorie
- I. Ausgangspunkt
- II. Unternehmenspublizität und die Publikation jenseits der Rechnungslegung
- III. Unternehmenspublizität, Werbung, Investor Relations
- 4. Kapitel: Methode und Gang der Untersuchung
- Erster Teil Unternehmenspublizität in historischer Perspektive
- 1. Kapitel: Ursprünge und Entwicklung der Handelspublizität bis zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert
- I. Immobiliarregister
- II. Kaufmännische Publizität
- 1. Firmenpublizität
- a) Italien
- b) Deutschsprachiger Raum
- c) Frankreich
- 2. Kaufmännische Register
- a) Italienische Städte
- b) Frankreich
- c) Deutschland
- d) Österreich
- e) Diskussion um den Zweck kaufmännischer Register
- f) Gesetzliche Bestimmungen
- 3. Markt-, Mess- und Börsenpublizität
- 4. Rechnungslegung
- 2. Kapitel: Handels- und gesellschaftsrechtliche Publizität im fortschreitenden 19. Jahrhundert
- I. Fortbildung und Konsolidierung der Handelsregisterpublizität
- 1. Frankreich
- 2. Deutschsprachiger Raum
- a) Preußen
- b) Nürnberger Konferenz und ADHGB
- c) Ausbau der Registerpublizität durch die Rechtsprechung
- 3. Frankreich
- II. Die Aktiengesellschaft als Katalysator der Weiterentwicklung: Substitution der Staatskontrolle durch Publizität
- 1. Das Konzessionssystem und erste Ansätze aktienrechtlicher Offenlegung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
- a) Frankreich
- b) England
- c) Deutschland
- 2. Der Übergang zum Normativsystem und der endgültige Durchbruch der aktienrechtlichen Publizität
- a) Frankreich
- b) Deutschland
- c) Schweiz
- d) England
- III. Publizität des Wertpapierhandels
- IV. Die Diskussion über das "Publizitätsprinzip" um die Jahrhundertwende
- 3. Kapitel: Die Entwicklung der Unternehmenspublizität im 20. Jahrhundert
- I. Ausbau der Registerpublizität
- 1. Deutschland
- 2. Österreich
- 3. Schweiz
- 4. Frankreich
- 5. England
- II. Funktionserweiterung der aktienrechtlichen Publizität
- 1. Deutschland
- a) Etappe bis zur Notverordnung von 1931
- b) Aktienrechtsreform von 1937
- c) Frühe Nachkriegszeit
- d) Große Aktienrechtsreform
- e) Publizitätsgesetz von 1969
- f) Börsenpublizität
- 2. Österreich
- 3. Schweiz
- 4. Frankreich
- 5. England
- III. Das Einsetzen der europäischen Harmonisierung im Bereich der handels- und kapitalmarktrechtlichen Publizität
- 1. Handelsrechtliche Register- und Gründungspublizität
- 2. Gesellschaftsrechtliche Rechnungslegungspublizität
- 3. Kapitalmarktrechtliche Publizität
- 4. Kapitel: Unternehmenspublizität in der US-amerikanischen Rechtsentwicklung
- I. Die Frühphase bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
- II. Das Einsetzen der allgemeinen Kapitalmarktgesetzgebung in den Einzelstaaten (Blue Sky Laws)
- III. Der Kampf der Philosophien und der Sieg der "disclosure philosophy" in der New Deal-Gesetzgebung des Bundes
- IV. Die erste Phase der Securities Acts bis zum Ende der siebziger Jahre und die Sinnkrise der disclosure
- V. Fortentwicklung und Integration des Publizitätssystems
- 5. Kapitel: Internationalisierungs- bzw. Amerikanisierungstendenzen
- 6. Kapitel: Entwicklungslinien
- Zweiter Teil Verbreitung und Erscheinungsformen der Unternehmenspublizität im geltenden positiven Recht
- 1. Kapitel: Europäisches Recht
- I. Handelsrechtliche Publizität
- 1. Registerpublizität
- 2. Rechnungslegungspublizität
- 3. Konzernpublizität
- II. Kartellpublizität
- III. Kapitalmarktpublizität
- 1. Marktbezogenheit der Konzeption
- 2. Periodische Offenlegung
- 3. Ad hoc-Publizität
- 4. Veröffentlichungsvorgang
- 5. Prospektpublizität
- 6. Ansätze zur Integration
- 2. Kapitel: Einzelne europäische Staaten
- I. Handelsrechtliche Publizität
- 1. Register- und Firmenpublizität
- 2. Rechnungslegungs- und Hauptversammlungspublizität
- 3. Beteiligungs- und Konzernpublizität
- II. Kartellpublizität
- III. Kapitalmarktpublizität
- IV. Branchenpublizität
- V. Insolvenzpublizität
- 3. Kapitel: USA
- I. Handels- und gesellschaftsrechtliche Publizität
- II. Kapitalmarktrechtliche Publizität
- Dritter Teil Bewertung der Unternehmenspublizität aus ökonomischer Sicht
- 1. Kapitel: Empirie der Publizität
- I. Empirie der Publizität und Legitimation hoheitlicher Offenlegungsvorschriften
- II. Deskriptive Empirie zu Umfang und Güte der Publizität
- 1. Publizität der Berichterstattung über die Finanzlage
- 2. Zwischenberichtspublizität
- 3. Konzernpublizität
- 4. Mittelstandspublizität
- 5. Prognosepublizität
- 6. Handelsregisterpublizität
- 2. Kapitel: Ökonomische Theorie
- I. Neoklassisches Modell
- II. Neue Institutionenökonomik - Informationsökonomik
- 1. Grundansatz
- 2. Unterstützung der Neuen Institutionenökonomik durch die Marktprozeßtheorie
- 3. Informationsökonomik
- a) Hinreichende Publizität durch den Markt?
- b) Notwendige Ergänzung der marktendogenen Publizität durch staatliche Regulierung
- III. Folgerungen für den Fortgang der Untersuchung
- Vierter Teil Grundlagen der Dogmatik der Unternehmenspublizität
- 1. Kapitel: Kritische Bestandsaufnahme: Publizitätsdogmatik als Rechtsfolgendogmatik einzelner Phänotypen der Pflichtpublizität
- I. Dogmatik zur handelsrechtlichen Publizität
- 1. Registerpublizität
- a) Rechtsscheinsdogmatik
- b) Verkehrsschutzdogmatik
- 2. Firmenpublizität
- 3. Rechnungslegungspublizität
- 4. Hauptversammlungs- bzw. Auskunftspublizität
- 5. Beteiligungs- und Konzernpublizität
- II. Kartellpublizität
- III. Börsen- und wertpapierhandelsrechtliche Publizität
- 1. Prospektpublizität
- 2. Berichts- und Beteiligungspublizität
- 3. Ad hoc-Publizität
- IV. Insolvenzpublizität
- V. Zwischenergebnis
- 2. Kapitel: Entwicklung der Grundlagen einer Funktionsdogmatik der Unternehmenspublizität
- I. Die dualistische Zielkonzeption des Kapitalmarktrechts als Ausgangspunkt dogmatischer Überlegungen
- 1. Individualschutz und Funktionsschutz als Funktionsprinzipien des Kapitalmarktrechts
- a) Individualschutzzweck
- b) Funktionsschutz
- 2. Zum Verhältnis von Individual- und Funktionsschutz
- 3. Rolle und Stellung der Publizität und ihrer Regulierung im Kapitalmarktrecht
- a) Funktionsschutzziel
- b) Individualschutzziel
- c) Unmittelbare versus mittelbare Regulierung
- d) Kapitalmarktbezogenheit
- 4. Ökonomische Hinweise auf eine Erweiterung der kapitalmarktrechtlichen Funktionsanalyse
- II. Erweiterung des kapitalmarktrechtlichen Ansatzes: Vom Anleger- und Kapitalmarktschutz zum Marktteilnehmer- und Marktschutz
- 1. Auswertung der funktionsdogmatischen Untersuchung
- a) Handelsregisterpublizität
- b) Firmenpublizität
- c) Rechnungslegungspublizität
- d) Hauptversammlungspublizität
- e) Beteiligungs- und Konzernpublizität
- f) Kartellpublizität
- g) Börsen- und wertpapierhandelsrechtliche Publizität
- h) Insolvenzpublizität
- 2. Dogmatische Einsichten aus der kollisionsrechtlichen Debatte um die Einordnung der Publizität
- 3. Bestätigung des hier gewählten dogmatischen Ansatzes durch die Wirtschaftsrechtstheorie
- III. Ausdifferenzierung des Aufgabenprogramms der Marktpublizität: Publizität als Korrelat der Marktteilnahme
- 1. Individualschutz als Marktteilnehmerschutz
- a) Informationsfunktion
- b) Verhaltenssteuerungs- und Entscheidungsvorbereitungsfunktion
- c) Kontrollfunktion
- d) Risikosenkungsfunktion
- 2. Funktionsschutz als Marktschutz
- a) Institutionelle Funktionsfähigkeit
- b) Operationale Funktionsfähigkeit
- c) Allokative Funktionsfähigkeit
- d) Preisbildungsfunktion
- e) Vertrauensschutzfunktion
- IV. Genotypen der Marktpublizität
- 1. Marktchronologie als Systematisierungskriterium
- a) Grundsätzlicher Zusammenhang zwischen Zeit und Publizität
- b) Der marktchronologische Aspekt in der wirtschaftsrechtlichen Diskussion
- c) Legitimierung des marktchronologischen Systematisierungansatzes
- 2. Intensität der Marktbeanspruchung als Quantifizierungskriterium
- a) Rechtsform des Unternehmensträgers
- b) Unternehmensgröße
- c) Segment des Kapitalmarktes
- d) Konzentrationsvorgänge
- e) Branchenpublizität
- 3. Markteintrittspublizität
- 4. Marktteilnahmepublizität
- 5. Marktteilnahmeänderungspublizität als Konzentrations- und Dekonzentrationspublizität
- 6. Marktaustrittspublizität
- Fünfter Teil Grundelemente der Unternehmenspublizität
- 1. Kapitel: Der Tatbestand der Unternehmenspublizität
- I. Zur These vom allgemeinen Tatbestand der Unternehmenspublizität
- II. Marktteilnahme
- 1. Marktbegriff
- 2. Marktteilnehmer
- a) Emittenten von Publizität (Unternehmen)
- b) Adressaten der Publizität
- c) Informationsmittler
- III. Offenlegung
- 1. Natur der Offenlegung
- a) Freiwillige Offenlegung
- b) Offenlegung aufgrund einer Rechtspflicht
- 2. Inhaltliche Anforderungen
- a) Grundsatz der Adressatenorientierung
- b) Wesentlichkeit
- c) Werthaltigkeit, Klarheit und Vollständigkeit
- d) Einheitlichkeit
- 2. Kapitel: Durchsetzung und Kontrolle der Unternehmenspublizität
- I. Prüfung der Unternehmenspublizität
- 1. Registergerichtliche Prüfung
- 2. Abschlußprüfung
- II. Beaufsichtigung der Unternehmenspublizität
- 1. Behördliche Aufsicht
- 2. Autonome Aufsicht
- III. Sanktionierung
- 1. Haftung
- a) Registerpublizität
- b) Rechnungslegungspublizität
- c) Wertpapierhandelsrechtliche Publizität
- d) Prospektpublizität
- e) Problematik des Konzernvertrauens
- f) Zur Haftung aus unverlangtem Rating
- 2. Zwangsgeld sowie Strafsanktionen
- IV. Fazit
- Schlußbemerkung
- Literaturverzeichnis
- Register
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