
Usability und UX für Dummies
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Content
- Intro
- Über die Autorin
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Über dieses Buch
- Was Sie nicht lesen müssen
- Törichte Annahmen über den Leser
- Wie dieses Buch aufgebaut ist
- Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
- Wie es weitergeht
- Teil I: Usability und User Experience im Überblick
- Kapitel 1: Grundbegriffe und Kriterien verstehen
- Usability
- User Experience
- Customer Experience oder die Summe aller Berührungspunkte
- Wo anfangen? Eine Einstiegshilfe
- Kapitel 2: Websites und Apps bewerten lernen
- Leitlinien zur Gestaltung von Benutzungsschnittstellen
- Heuristiken nach Nielson und Molich
- Usability-Regeln anwenden - die heuristische Evaluation
- Kapitel 3: Die wichtigsten Methoden zur Optimierung von Websites und Apps
- So führen Sie Usability-Reviews durch
- Usability-Tests erfolgreich einsetzen
- Teil II: Den Nutzer verstehen und sein Verhalten beeinflussen
- Kapitel 4: So tickt der Nutzer - Informationsverarbeitung und Entscheidungsprozesse
- Der »Energiespar-Kopf«
- Was Nutzer wirklich sehen, wenn sie eine Website betrachten
- Wie sich das Gehirn einen Reim auf Strukturen macht
- Wie Nutzer Informationen verarbeiten und bewerten
- Wie Nutzer einfacher und besser Entscheidungen treffen
- Kapitel 5: Wie der Nutzer tut, was Sie gern hätten
- Das Problem mit dem Entscheiden
- Besitz schafft Wert
- Wenn nur das Ergebnis zählt
- Der Herdentrieb
- Künstliche Verknappung
- Wie du mir, so ich dir
- Warum Ausnahmen keine Regeln bestätigen
- Die Lotto-Falle
- Sympathie macht großzügig
- Der Ankereffekt
- Bloß nichts abgeben
- Mehr Schein als Sein?
- Kapitel 6: So messen und erheben Sie Nutzerverhalten
- Webtracking - der Klassiker unter den Messmethoden
- Dem Nutzer über die Schulter schauen: Teilnehmende Beobachtung
- Standardisierte Online- oder Onsite-Befragungen
- Die Erkenntnisse richtig nutzen
- Teil III: Methoden zur Bewertung und Optimierung von Usability und UX
- Kapitel 7: Der nutzerzentrierte Gestaltungsprozess (User Centered Design)
- Bevor es losgeht: Den Prozess planen
- Ziele und Wettbewerbsumfeld definieren
- Den Ablauf festlegen
- Die Qual der Wahl: Welche Methoden brauche ich?
- Die Ressourcenplanung
- Zeitplanung
- Eine Checkliste zum Schluss
- Kapitel 8: Methoden zum Kennenlernen und Verstehen des Nutzers
- Den Nutzungskontext verstehen und beschreiben (Phase 1)
- Die Nutzungsanforderungen spezifizieren (Phase 2)
- Anforderungsanalyse - was nun?
- Kapitel 9: Methoden zum Entwickeln von benutzerfreundlichen Lösungen
- Inhalte für die geplante Anwendung festlegen
- Inhalte strukturieren
- Skizzen anfertigen
- Skizzen verfeinern und zu konkreten Entwürfen weiterentwickeln
- Prototypen erstellen und testen
- Entwürfe und Prototypen optimieren bis zur finalen Anwendung
- Erfüllt die Anwendung die Nutzungsanforderungen?
- Kapitel 10: Methoden zur kontinuierlichen Erfolgskontrolle
- Variantentests und multivariates Testing
- Usability-Fragebögen
- Regelmäßige Usability-Tests
- Teil IV: DIY - Usability-Optimierung für den Alltag
- Kapitel 11: Alles an Ort und Stelle: Der richtige Website-Aufbau
- Zentrale Elemente richtig platzieren
- Navigationselemente richtig positionieren
- Der Aufbau mobiler Websites
- Kapitel 12: Lesbarkeit und Textgestaltung
- Verständlich schreiben
- Schriftarten und Textstrukturierung
- Kapitel 13: Links und Buttons richtig gestalten
- Gut verlinkt ist halb geblinkt
- Drück mich! Links mit Aufforderungscharakter
- Kapitel 14: Formulare, die nicht nerven, sondern abgeschickt werden
- Struktur und Anordnung
- Arten von Eingabefeldern
- Kennzeichnung von Pflichtfeldern
- Hilfreiche Fehlermeldungen
- Kapitel 15: Suchen und Finden: So unterstützen Sie Ihre Nutzer zielgerichtet
- Das Eingabefeld
- Die Ergebnisseite: Aufbau und Interaktionsmöglichkeiten
- Teil V: Spezialwissen für Apps und mobile Websites
- Kapitel 16: Responsives Design: Die unendliche Vielfalt von Bildschirmgrößen
- Wie funktioniert responsives Design?
- Eine responsive Website konzipieren
- Responsive Websites und Apps optimieren
- Kapitel 17: Nicht klicken, sondern tippen: Die speziellen Anforderungen von Touch-Devices
- Finger statt Maus: Das ist anders
- So werden Bedienelemente »Touch-freundlich«
- Teil VI: Der Top-Ten-Teil
- Kapitel 18: Die 10 besten Link-Tipps rund um Usability und User Experience
- Usabilityblog
- Produktbezogen
- User Experience Blog
- German UPA
- Psyconversion
- YouTube-Kanal »Indra Burkart«
- Nielsen Norman Group
- UsabilityGeek
- UXmatters
- UX Booth
- Stichwortverzeichnis
- End User License Agreement
Einleitung
Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, habe ich mindestens drei verschiedene Antworten parat. Je nach Hintergrund und Wissensstands meines Gegenübers versuche ich, eine passende Antwort zu geben. Und doch kann ich in den Gesichtern häufig lesen, dass die Antwort auch nach zwölf Jahren Übung nicht ganz verständlich war.
Zum einen ist »Usability« ein Wort, das selbst diejenigen oft nicht kennen, die zumindest fürs Verreisen einen ordentlichen englischen Wortschatz erworben haben. Zum anderen ist dies ein Feld, von dem viele nicht wissen, dass es überhaupt existiert (selbst wenn man es komplett auf Deutsch erklärt).
Nach ausführlicher Beschreibung meiner Tätigkeiten höre ich dann oft Sätze wie »Was es alles gibt .«. Aber dennoch pflichten mir die meisten bei, dass sie sich auch schon einmal geärgert haben, wenn etwas am Computer nicht funktioniert oder im Internet so richtig nervt.
Und nach ein paar amüsanten Beispielen stimmt mir dann eigentlich jeder zu, dass es sinnvoll ist, sich damit zu beschäftigen. Und da Sie zumindest gerade überlegen, ob Sie das Buch lesen sollten, werden Sie der gleichen Meinung sein.
Vielleicht war es gar nicht Ihre Idee, sich Wissen zu dem Thema anzueignen. Aber in jedem Fall werden Sie merken, wie spannend es sein kann, diesen neuen Blickwinkel einzunehmen. Und hier kommt auch gleich die schlechte Nachricht: Sie werden nach dem Lesen dieses Buchs wohl nie wieder eine Website oder App nutzen können, ohne Usability-Fehler zu finden. Sie werden deutlich kritischer und intoleranter gegenüber schlechter Bedienbarkeit. Sie werden vielleicht sogar zum Nörgler - oder positiv formuliert: zum Optimierer.
In jedem Fall tun Sie vielen Menschen etwas Gutes, wenn Sie an einer Website oder App arbeiten und diese besser bedienbar wird:
- Die Nutzer kommen schneller zum Ziel und sind nach der Nutzung zufriedener. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass sie die Anwendung wieder nutzen oder positiv darüber berichten werden.
- Als Betreiber einer gut bedienbaren Website haben Sie weniger Abbrüche zu verzeichnen und - falls Sie etwas verkaufen - die Chance auf mehr Umsatz. Zudem müssen Sie weniger Support leisten: Die Anzahl der Nachrichten und Anrufe wegen Rückfragen durch die Nutzer lässt sich deutlich reduzieren.
- Im Zusammenhang mit geringeren Kosten für die Behebung von Bedienproblemen spart ein frühzeitiger Einsatz von Usability-Methoden also bares Geld, das in andere Unternehmensbereiche investiert werden kann.
Und auch wenn sich dieses Buch in erster Linie an Menschen richtet, die eine Website oder App betreiben: Ich bin überzeugt davon, dass die Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt erfolgreicher wäre, wenn das Thema User Experience und damit die wahren Bedürfnisse der Nutzer stärker in den Vordergrund rücken würden. Lassen Sie uns gemeinsam einen kleinen Schritt in diese Richtung gehen und hier und heute mit diesem Buch starten!
Über dieses Buch
Sie können in diesem Buch an verschiedenen Stellen einsteigen, je nachdem ob Sie an fundierten Hintergrundinformationen oder an praktischen Tipps interessiert sind. Es war mir wichtig, auch die theoretische Seite von Usability und User Experience zu beleuchten. Denn diese Grundlagen helfen, ein tiefer gehendes Verständnis für das Thema zu entwickeln und dieses selbstständig in die Praxis zu übertragen.
Deshalb finden Sie in diesem Buch sowohl Definitionen und ausführliche Methodenbeschreibungen als auch handfeste Empfehlungen zur sofortigen Umsetzung auf Ihrer eigenen Website.
Ich bin beim Schreiben davon ausgegangen, dass Sie selbst vielleicht eine Website oder App betreiben und noch nicht allzu viel über Usability wissen. Da Sie dieses Buch in den Händen halten, haben Sie jedoch die Erwartung, dass die Verbesserung der Benutzungsfreundlichkeit Ihrer Anwendung mindestens zu zufriedeneren Nutzern führt und im besten Fall sogar zu mehr Umsatz.
Vielleicht studieren Sie auch oder bereiten sich auf eine Weiterbildung zum Thema Usability vor. Oder eine solche hat Ihr Interesse an dem Thema geweckt. Dann soll das Buch Ihnen helfen, zu verstehen, was es mit Usability und User Experience auf sich hat und wie man das Wissen praktisch anwendet.
Im Buch werde ich stets von »dem Nutzer« sprechen und auch in anderen Fällen meist die männliche Form verwenden, um es einfach und gut lesbar zu halten. Selbstverständlich sind immer auch weibliche und ebenso diverse Formen eingeschlossen.
Was Sie nicht lesen müssen
Texte mit diesem Symbol müssen Sie nicht unbedingt lesen, um den Inhalt eines Kapitels zu verstehen.
Törichte Annahmen über den Leser
Um sicherzugehen, dass Sie von diesem Buch bestmöglich profitieren, setze ich einige wenige Dinge voraus, die sich wie folgt beschreiben lassen:
- Sie mögen das Internet und sind grundsätzlich offen gegenüber digitalen Entwicklungen. Sie nutzen zudem regelmäßig Smartphones und haben keine Angst vor Ticketautomaten und sprechenden Autos.
- Sie sind grundsätzlich der Ansicht, dass es sinnvoller ist, Anwendungen am Nutzer auszurichten, als zu erwarten, dass alle Nutzer jede noch so komplizierte Software erlernen können müssen.
- Sie wissen, was der Unterschied zwischen einer Website und einer App ist. Sie wissen zudem, wie man einen Computer mit einer Maus bedient, und haben ebenso Erfahrungen mit Programmen und Geräten gemacht, die man mit dem Finger bedient.
- Sie sind offen dafür, eigene Überzeugungen über den Haufen zu werfen, weil Sie sich ernsthaft dafür interessieren, was in einem Nutzer vorgeht und warum er Websites oder Apps auf eine bestimmte Art und Weise bedient.
- Sie haben selbst schon einmal (leise) geflucht, weil ein Computer oder ein anderes digitales Produkt nicht so reagierte, wie Sie es wollten oder erwarteten. Sie wissen also, dass es jede Menge Anwendungen gibt, die noch nicht optimal bedienbar sind. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal kurz darüber nachgedacht, wie viel Zeit und Geld man sparen könnte, wenn dem Thema Usability mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden würde.
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Dieses Buch ist in verschiedene Teile aufgeteilt, die nicht zwingend aufeinander aufbauen, sondern verschiedene Schwerpunkte behandeln:
Teil I: Usability und User Experience im Überblick
Dieser Teil ist zunächst eine theoretische Einführung in Usability und User Experience und behandelt darüber hinaus folgende Themen:
- Woran man gute und schlechte Usability erkennt
- Welche Regeln und Checklisten es gibt, um Websites und Apps zu bewerten
- Mit welchen Methoden Sie selbst Bewertungen vornehmen können
Teil II: Den Nutzer verstehen und sein Verhalten beeinflussen
Nachdem Sie in Teil I Definitionen und Basiswissen gelernt haben, widmet sich der zweite Teil psychologischen Grundlagen. Im Einzelnen lernen Sie:
- Wie Nutzer Websites betrachten und deren Informationen verarbeiten
- Wie Sie den Nutzer überzeugen können und welche Gründe es dafür gibt
- Wie Sie messen können, was Nutzer wirklich auf Ihrer Website tun
Teil III: Methoden zur Bewertung und Optimierung von Usability und User Experience
In diesem Teil geht es um den mustergültigen Prozess zur Erstellung von benutzungsfreundlichen Anwendungen. In diesem Zuge werden Methoden erklärt, die Sie auch anwenden können, wenn Sie den Prozess nicht nach Lehrbuch durchlaufen. Im Detail geht es um folgende Dinge:
- Wie Sie vorgehen, wenn Sie eine Neuentwicklung planen
- Wie Sie analysieren, was Ihre Nutzer wirklich brauchen, und dies auf Ihre geplante Anwendung übertragen
- Wie Sie Konzepte erstellen und evaluieren
- Was Sie im laufenden Betrieb tun können, um immer besser zu werden
Teil IV: DIY-Usability-Optimierung für den Alltag
Dieser Teil greift sich ein paar Spezialthemen heraus, die für fast jede Website oder App relevant sind. Dabei gebe ich praktische Tipps, was Sie mit einfachen Mitteln umsetzen können, um wichtige Details zu optimieren. Im Einzelnen geht es um folgende Themen:
- Der richtige Aufbau von Websites und Apps
- Texte, Links und Symbole nutzerfreundlich gestalten
- Formulare verbessern, um Abbrüche zu reduzieren
- Suchfunktion und Filterfunktionen optimieren
Teil V: Spezialwissen für Apps und mobile Websites
In diesem Teil gehe ich noch einmal explizit auf die Besonderheiten von Apps und anderen Anwendungen ein, die auf kleinen Bildschirmen und vor allem mit dem Finger bedient werden. Sie lernen:
- Was es mit responsivem Design auf sich hat
- Wie Ihre Nutzer auch ohne Maus sicher zum Ziel kommen
Teil VI: Der Top-Ten-Teil
Weil das Buch hoffentlich ganz viel Lust auf mehr macht, finden Sie am Ende noch weitere Quellen zum Thema Usability und UX:
- Die 10 besten Link-Tipps
- Darunter einen Link-Tipp mit Link-Tipps
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Damit Sie dieses Buch...
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