
Oberfläche und Performanz
Description
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Der Sammelband stellt mit
Oberfläche
und
Performanz
zwei Begriffe ins Zentrum, die als Schlüsselbegriffe für die Frage nach dem Gegenstand der Sprachwissenschaft gelten können. Sie stecken gleichzeitig das Feld ab, welches die Beiträge des Sammelbandes sowohl in theoretischer Hinsicht wie auch anhand empirischer Untersuchungen ausloten.
Auf einen Einleitungsteil, dessen Beiträge methodologische Explorationen zu Oberfläche und Performanz anbieten, folgen drei thematisch bestimmte Teile. Der erste Hauptteil versammelt Beiträge, die Oberfläche und Performanz unter dem Aspekt der
Ordnung
untersuchen. In einem zweiten Block geht es um
Verständigung
als eine für den Begriff der Sprache wesentliche Qualität von Kommunikation und im dritten Teil stehen die Konzepte von
Medialität
und
Medium
im Zentrum.
In wissenschaftstheoretischer Hinsicht schließt der aus einer Tagung auf dem Monte Verità (Schweiz) hervorgegangene Sammelband an eine frühere Tagung und den zugehörigen Sammelband an (Linke/Ortner/Portmann:
Sprache und mehr. Ansichten einer Linguistik der sprachlichen Praxis
. Tübingen 2003). Der jetzt vorliegende Band führt die Selbstverständigungsdiskussion zum Gegenstand der Sprachwissenschaft weiter und zeigt das Innovationspotential einer Linguistik auf, welche sich an der Materialität sprachlicher Oberflächen orientiert und welche Dynamik und den kommunikativen Mehrwert sprachlicher Performanz explizit zu ihrem Objekt macht.
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Content
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
3 - Oberfläche und Performanz - Zur Einleitung [Seite 13]
4 - Oberflächen, Performanzen und die Tiefe [Seite 29]
5 - Von der 'Tiefe' des intellektualistischen Sprachbildes zur 'Oberfläche' der verkörperten Sprache [Seite 43]
6 - Die Logik der Linguistik - Plädoyer für einen nominalistischen Typenbegriff [Seite 61]
7 - Zur Realität von Tiefenstrukturen [Seite 87]
8 - Performanz und Grammatik: Neue Perspektiven [Seite 109]
9 - Das Interpunktionssystem des Deutschen [Seite 127]
10 - Strukturelle Offenheit mit Verstehenspräferenzen [Seite 147]
11 - Vom Vorlesetext zum Lesetext: Zur Syntax mittelniederdeutscher Rechtsverordnungen im Spätmittelalter [Seite 171]
12 - Das pragmatische Minimum: Materialität, Sequentialität, Medialität [Seite 197]
13 - « . . . destiné à être transmis . . . » [Seite 211]
14 - Aposème und Diskurs [Seite 227]
15 - Performanz als Modus des Sprechens und Interaktionsmodalität [Seite 243]
16 - Oberfläche: metapragmatisch - zum Erwerb modalisierender Sprachzeichen [Seite 265]
17 - Der 'reiche' Kontext - Wie Kinder Phraseologie lernen [Seite 295]
18 - Performative Konnektivität [Seite 321]
19 - Muttersprachliche Performanz und alltägliche Gewissheit [Seite 339]
20 - Zitier-, Reproduzier- und Mustertextsorten [Seite 363]
21 - Professionalisierung durch Oberflächen: Schreiben über psychisch Kranke im 19. Jahrhundert [Seite 379]
22 - Der Wort-Bild-Reißverschluss [Seite 399]
23 - Semiotik der Text-Performanz [Seite 417]
24 - Oberflächen im Diskurs [Seite 439]
25 - Typographisches Wissen [Seite 469]
26 - Verstehensdynamik [Seite 499]
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