
Europäischer Rechtskraftbegriff
Description
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Ein einheitlicher europäischer Rechtskraftbegriff im Anerkennungsrecht existiert bislang nicht. Nach dem Wirkungserstreckungsprinzip bestimmen sich die Wirkungen ausländischer Entscheidungen im Anerkennungsstaat - und damit insbesondere die objektive Reichweite der materiellen Rechtskraft - nach dem Recht des Urteilsstaates. Christian Krüger untersucht, ob und inwieweit das Unionsrecht de lege lata einen einheitlichen europäischen Rechtskraftbegriff vorgibt. Anhand einer rechtsvergleichenden Analyse der Reichweite der materiellen Rechtskraft im deutschen und französischen Zivilprozessrecht geht Christian Krüger sodann den Fragen nach, welche Reichweite ein einheitlicher europäischer Rechtskraftbegriff haben könnte und ob die bislang im Rahmen der EuGVVO praktizierte Wirkungserstreckung de lege ferenda zugunsten einer einheitlichen Regelung aufgegeben werden sollte
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Begriff der "objektiven Reichweite" der materiellen Rechtskraft
- Erster Teil: Grundlagen
- A. Historischer Überblick
- I. Römisches Recht
- 1. Legisaktionenverfahren - Altrömische Periode
- 2. Formularverfahren - Klassische Periode
- 3. Kognitionsverfahren - Klassische Periode
- 4. Kognitionsverfahren - Nachklassische Periode
- II. Mittelalter und Neuzeit
- III. Zusammenfassung
- B. Grundlagen und Wirkungen der Rechtskraft im deutschen und französischen Zivilprozessrecht
- I. Begriff
- 1. Deutsches Recht
- 2. Französisches Recht
- II. Formelle Rechtskraft
- 1. Deutsches Recht, § 705 ZPO
- 2. Französisches Recht - Irrévocabilité
- III. Materielle Rechtskraft
- 1. Grundlagen
- a) Deutsches Recht - § 322 ZPO
- b) Französisches Recht - Art. 1355 CC
- 2. Zweck der materiellen Rechtskraft im deutschen und französischen Recht
- 3. Natur und Wesen
- a) Deutsches Recht
- aa) Materielle Rechtskrafttheorie
- bb) Prozessuale Rechtskrafttheorie
- b) Französisches Recht
- aa) La conception classique - présomption de vérité
- bb) La conception moderne - obstacle au recommencement de l'action
- 4. Abgrenzung zu anderen Urteilswirkungen
- a) Deutsches Recht
- aa) Vollstreckbarkeit
- bb) Gestaltungswirkung
- cc) Tatbestandswirkung
- b) Französisches Recht
- aa) Urteilswirkung und Urteilseigenschaft - effet und attribut
- bb) Efficacité substantielle
- 5. Eintrittszeitpunkt
- a) Deutsches Recht
- b) Französisches Recht
- 6. Rechtskraftfähigkeit
- a) Deutsches Recht
- aa) Der materiellen Rechtskraft fähig
- bb) Der materiellen Rechtskraft nicht fähig
- b) Französisches Recht
- aa) Acte juridictionnel
- bb) Der materiellen Rechtskraft nicht fähig
- (1) Actes administratifs und donné acte
- (2) Prozessvergleiche
- (3) Jugements avant dire droit
- (4) Jugements gracieux
- cc) Der materiellen Rechtskraft fähig
- 7. Wirkungen
- a) Deutsches Recht
- aa) Negative Wirkung der materiellen Rechtskraft
- (1) Negative Prozessvoraussetzung
- (2) Unzulässigkeit von Klagen auf das kontradiktorische Gegenteil
- (3) Präklusion von Tatsachen
- bb) Positive Wirkung der materiellen Rechtskraft - Präjudizialität
- b) Französisches Recht
- aa) Negative Wirkung (effet négatif)
- (1) Prozesshindernis (fin de non-recevoir)
- (2) Präklusion von Tatsachen
- bb) Positive Wirkung (effet positif)
- (1) Anerkennung des effet positif nur in Ausnahmefällen
- (2) Grundsätzliche Ablehnung eines effet positif der autorité de la chose jugée
- (3) Befürwortung eines effet positif der autorité de la chose jugée
- (4) Rechtsprechung
- (5) Zusammenfassung
- 8. Subjektive Reichweite der materiellen Rechtskraft
- a) Deutsches Recht
- b) Französisches Recht
- 9. Berücksichtigung im Prozess
- a) Deutsches Recht
- b) Französisches Recht
- IV. Zusammenfassung
- Zweiter Teil: Rechtskraft im Europäischen Zivilprozess
- A. Rechtskraft in abstrakt-generellen Überlegungen zu einem europäischen Zivilprozessrecht
- I. ELI/UNIDROIT Projekt "From Transnational Principles to European Rules of Civil Procedure"
- 1. Reichweite der Rechtskraft in den ALI/UNIDROIT Principles of Transnational Civil Procedure
- 2. Reichweite der Rechtskraft innerhalb des ELI/UNIDROIT Projektes "From Transnational Principles to European Rules of Civil Procedure"
- a) Voraussetzungen für die Rechtskraft von Vorfragenentscheidungen
- b) Zusammenfassung
- B. Rechtskraft im Bereich der EuGVVO
- I. Entstehungsgeschichte der EuGVVO
- 1. EWGV
- 2. EuGVÜ
- 3. LugÜ
- 4. EuGVVO
- II. Relevanter Bereich - Anerkennung
- 1. Art. 36 ff. EuGVVO
- a) Generelle Darstellung verschiedener Anerkennungstheorien
- aa) Gleichstellungstheorie
- bb) Theorie der Wirkungserstreckung
- cc) Einschränkung der Wirkungserstreckung, Kumulationstheorie
- dd) Lex causae
- b) Konkrete Ansichten zur Anerkennung nach der EuGVVO - Wirkungserstreckung als etablierter Konsens
- aa) Ansicht des EuGH - Wirkungserstreckung
- bb) Ansicht innerhalb der Literatur - Wirkungserstreckung als herrschende Meinung
- 2. Zusammenfassung
- III. Welche Vorgaben existieren aktuell? - Keine Existenz eines europäischen Rechtskraftbegriffes de lege lata
- 1. Rechtsprechung des EuGH
- a) de Wolf/ Cox
- b) Gothaer Allgemeine
- aa) Sachverhalt
- bb) Die Auffassung des Generalanwalts und verschiedener Regierungen
- cc) Entscheidung des EuGH
- dd) Rezeption der Entscheidung innerhalb der europäischen Literatur
- c) Ergebnis
- 2. Der vom EuGH entlehnte "Rechtskraftbegriff des Unionsrechts"
- a) Unterscheidung zwischen der Bindungswirkung von Entscheidungen der Gemeinschaftsgerichte und Rechtskraft von Entscheidungen nationaler Gerichte im Rahmen der Anerkennung nach Gemeinschaftsrecht
- aa) Rechtskraft von Entscheidungen nationaler Gerichte im Rahmen der Anerkennung nach der EuGVVO
- bb) Die Bindungswirkung nach Art. 266 AEUV - kein geeignetes Modell für die Definition der Reichweite einer einheitlichen Rechtskraft im Rahmen der Anerkennung nach der EuGVVO
- b) Ergebnis
- 3. Rückschlüsse aus dem Streitgegenstandsbegriff?
- a) Streitgegenstandsbegriff im deutschen Recht
- aa) Verständnis des historischen Gesetzgebers
- bb) Materiellrechtliche Streitgegenstandstheorien
- cc) Prozessrechtliche Streitgegenstandstheorien
- (1) Theorie vom eingliedrigen Streitgegenstandsbegriff
- (2) Theorie vom zweigliedrigen Streitgegenstandsbegriff
- (3) Relative Streitgegenstandstheorien
- b) Zusammenfassung
- c) Streitgegenstand im französischen Recht
- aa) Identité d'objet
- bb) Identité de cause
- (1) Grundpositionen
- (2) Verständnis der Rechtsprechung und Entwicklung - Konflikt mit fehlender Prüfpflicht nicht vorgetragener moyens de droit
- d) Zusammenfassung
- e) Streitgegenstandsbegriff innerhalb der EuGVVO - Kernpunkttheorie
- aa) Kernpunkttheorie
- bb) Kritik an der Kernpunkttheorie
- f) Keine Rückschlüsse aus dem Streitgegenstandsbegriff für die (vertikale) Reichweite der Rechtskraft
- aa) Differenzierung zwischen Breiten- und Tiefenwirkung der materiellen Rechtskraft
- bb) Streitgegenstandsbegriff und Tiefenwirkung der Rechtskraft
- (1) Keine logisch zwingenden Vorgaben aus dem Streitgegenstandsbegriff für die Tiefenwirkung der Rechtskraft
- (2) Keine teleologisch sinnvollen Vorgaben aus der Kernpunkttheorie für die Tiefenwirkung der Rechtskraft
- (a) Übertragung der Kernpunkttheorie in den Bereich der Rechtskraft - Einheitlicher Streitgegenstandsbegriff für Rechtshängigkeit und Rechtskraft?
- (b) Keine Vorgaben für die Tiefenwirkung aus der Kernpunkttheorie auch im Fall einer Übertragung in den Bereich der Rechtskraft
- g) Ergebnis
- 4. Rückschlüsse aus der Unvereinbarkeit?
- a) Begriff der Unvereinbarkeit
- b) Unvereinbarkeit als Rechtskraftkonflikt?
- c) Ergebnis - Keine Rückschlüsse aus Rechtsprechung zur Unvereinbarkeit
- 5. Ergebnis der Bestandsaufnahme
- C. Zusammenfassung Rechtskraft im Europäischen Zivilprozessrecht
- Dritter Teil: Rechtsvergleichende Untersuchung zur Rechtskraft von Entscheidungsgründen im deutschen und französischen Zivilprozessrecht und Überblick über die Tiefenwirkung der Rechtskraft in weiteren Mitgliedstaaten
- A. Rechtskraft der Gründe im deutschen Zivilprozessrecht
- I. Historische Entwicklung
- 1. Befürwortung einer eigenständigen Rechtskraft von Urteilsgründen - insbesondere Friedrich Carl von Savigny, 1847 und Bernhard Windscheid, 1862
- 2. Ablehnung einer eigenständigen Rechtskraft von Urteilsgründen - insbesondere Joseph Unger, 1868 und Georg Wilhelm Wetzell, 1878
- 3. Gesetzgeber, 1879
- II. Diskussion und Beiträge nach Inkrafttreten der ZPO
- 1. Rechtskrafterweiterung in "Sinn- und Ausgleichszusammenhängen" - Zeuner
- 2. Reaktionen und weitere Überlegungen zur Ausdehnung der bestehenden Rechtskraftgrenzen
- a) Reaktionen auf Zeuner
- b) Weitere Ansätze
- aa) Kriterium des "wirtschaftlichen Werts" - Henckel
- bb) Kriterium der "identischen Rechtsposition" - Rimmelspacher
- cc) Kriterium der "Interessenidentität" - Althammer
- dd) Andere Lesart des § 322 Abs. 1 ZPO - Reischl
- ee) Teleologische Reduktion des § 322 Abs. 1 ZPO und Analogie zu § 322 Abs. 2 ZPO - Foerste
- 3. Zusammenfassung und Bewertung - Schwierigkeit von Definition und Identifikation "tragender" Gründe
- III. Praktikabilität enger Rechtskraftgrenzen, Ausnahmen und Korrektiv
- 1. Keine Erforderlichkeit einer isolierten Rechtskraft von Entscheidungsgründen
- a) Keine Rechtskraft von Entscheidungsgründen bei klageabweisenden Urteilen
- aa) Prozessurteil - Abweisung als unzulässig
- bb) Sachurteil - Abweisung als unbegründet
- cc) Ergebnis
- b) Keine Rechtskraft von Entscheidungsgründen bei nachfolgenden Klagen wegen neu eingetretener Tatsachen
- aa) Kritik an der Bejahung einer Bindung an Feststellungen aus dem Erstverfahren
- (1) Streitgegenstandsinterne Bindungswirkung bei nur "modifiziertem" Streitgegenstand
- (2) Bindungswirkung trotz Annahme verschiedener Streitgegenstände
- bb) Ergebnis
- c) Keine Rechtskraft von Entscheidungsgründen bei Teilklagen
- aa) Zulässigkeit der Nachforderungsklage
- (1) Zulässigkeit der Nachforderungsklage bei "offener" Teilklage
- (2) Zulässigkeit der Nachforderungsklage bei "verdeckter" Teilklage
- bb) Bindungswirkung zwischen Teilklage und Nachforderungsklage?
- d) Zwischenfazit
- 2. Ausnahmen
- a) Entscheidung über die Gegenforderung, § 322 Abs. 2 ZPO
- aa) Direkte Anwendung des § 322 Abs. 2 ZPO
- bb) Analoge Anwendung des § 322 Abs. 2 ZPO
- cc) Schlussfolgerungen
- 3. "Unechte" Ausnahmen - andere Formen der Bindungswirkung
- a) § 33b GWB
- b) § 11 UKlaG
- 4. Korrektiv: Zwischenfeststellungsklage nach § 256 Abs. 2 ZPO
- a) Voraussetzungen
- aa) Rechtsverhältnis
- bb) Abhängigkeit vom Hauptprozess
- b) Wirkung und Bedeutung in der Praxis - Vorteile gegenüber genereller Rechtskrafterweiterung
- IV. Zusammenfassung
- B. Rechtskraft der Gründe im französischen Zivilprozessrecht
- I. Grundsatz - Le dispositif
- II. Bedeutung der Gründe abseits eigener Rechtskraft
- 1. Bedeutung der Gründe im Rahmen der Auslegung unklarer Tenorierungen
- 2. Bedeutung der Gründe für die Frage nach Streitgegenstandsidentität
- 3. Keine Frage eigenständiger Rechtskraft
- III. Isolierte Rechtskraft der Gründe
- 1. Motifs décisoires
- 2. Motifs décisifs
- 3. Décisions implicites und décisions virtuelles
- 4. Entwicklung
- a) Gesetzgebung - Nouveau Code de procédure civile
- b) Rechtsprechung
- aa) Motifs décisoires
- bb) Motifs décisifs
- cc) Décisions implicites
- dd) Zusammenfassung
- c) Literatur
- aa) Motifs décisoires
- bb) Motifs décisifs
- cc) Décisions implicites
- 5. Keine Existenz allgemeiner Feststellungsklagen
- 6. Zusammenfassung
- C. Überblick über die Tiefenwirkung der materiellen Rechtskraft in weiteren Mitgliedstaaten
- I. Österreich
- 1. Zweck und dogmatische Begründung
- 2. Eintrittszeitpunkt und Wirkungen
- a) Einmaligkeitswirkung
- b) Bindungswirkung
- 3. Objektive Reichweite
- a) Grundsatz
- b) Ausnahmen
- aa) Ausnahmen im Gesetz - Entscheidung über die Gegenforderung bei Aufrechnung
- bb) Ausnahmen in der Rechtsprechung - "Sonderfall-Judikatur" des OGH
- c) Kompensation durch Zwischenfeststellungsantrag
- 4. Zusammenfassung und Bewertung
- II. Italien und Spanien
- 1. Italien
- 2. Spanien
- III. England
- 1. Rechtskraftähnliche Institute im englischen Recht
- a) Abuse of process
- b) Res judicata estoppel
- aa) Cause of action estoppel
- bb) Issue estoppel
- c) Zusammenfassung
- 2. Der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union - "Brexit"
- a) Politische Entwicklungen
- b) Auswirkungen auf das europäische Anerkennungs- und Vollstreckungsrecht
- aa) Fortgeltung des Unionsrechts während des Übergangszeitraums
- bb) Mögliche Szenarien nach Ende des Übergangszeitraums ohne weitere Vereinbarungen
- c) Fazit - Bedeutungseinbußen des common law im Rahmen europäischer Gesetzgebung
- D. Ergebnisse des Vergleichs - Synthese und extrahierte Argumente
- I. Abstrakte Abwägung zwischen engem und weitem Rechtskraftbegriff anhand der entwickelten Argumente
- 1. Prozessökonomie
- 2. Belange der Parteien im engeren Sinne
- a) Gefahr überraschender Urteilsfolgen
- b) Rechtsempfinden - Bedürfnis nach Entscheidungskontinuität?
- 3. Zwischenergebnis
- 4. Fortschreibung unrichtiger Urteile
- 5. Rechtssicherheit und Rechtsklarheit
- II. Ergebnis
- Vierter Teil: Existenz, Erforderlichkeit und Reichweite eines unionsautonomen Rechtskraftbegriffes - Übertragung der Ergebnisse des Rechtsvergleiches auf die europäische Ebene
- A. EuGVVO
- I. Weder Existenz noch (zwingende) Erforderlichkeit eines unionsautonomen Rechtskraftbegriffes im Anwendungsbereich der EuGVVO
- II. Vorteilhaftigkeit?
- 1. Funktion und Rolle der Rechtskraft innerhalb der Anerkennung
- 2. Reichweite eines unionsautonomen Rechtskraftbegriffes - Abwägung zwischen weitem und engem einheitlichen Rechtskraftbegriff
- a) Prozessökonomie
- b) Belange der Parteien - Wirkungserweiterung und Wirkungsbeschneidung
- c) Systematik der EuGVVO und praktischer Ablauf des Anerkennungsverfahrens
- aa) Art. 54 Abs. 1 Unterabs. 2 EuGVVO - Verbot der Wirkungserweiterung
- bb) Praktischer Ablauf des Anerkennungsverfahrens - Vorliegende Dokumente in der Regel nicht ausreichend, um rechtskräftige Feststellungen in den Gründen identifizieren zu können
- d) Rechtssicherheit
- 3. Zwischenergebnis
- 4. Vollständige Aufgabe der Wirkungserstreckung oder einheitliche "Sockel-Rechtskraft" unter grundsätzlicher Beibehaltung der Wirkungserstreckung?
- 5. Abwägung zwischen Wirkungserstreckung und einheitlichem, engem Rechtskraftbegriff
- a) Wirkungserstreckung als etabliertes Prinzip ohne verbindliche Vorgabe durch die Verordnung
- b) Aspekte ohne eindeutigen Ausschlag für oder gegen die Beibehaltung der Wirkungserstreckung beziehungsweise die Anwendung eines einheitlichen, engen Rechtskraftbegriffes
- aa) Prozessökonomie
- (1) Als Argument für die Anwendung eines einheitlichen, engen Rechtskraftbegriffes
- (2) Als Argument für die Beibehaltung der Wirkungserstreckung
- bb) Erhöhte Gefahr widersprechender Entscheidungen im Anerkennungsstaat
- (1) Als Argument gegen die Anwendung eines einheitlichen, engen Rechtskraftbegriffes
- (2) Relativierung
- cc) Rechtsvereinheitlichung
- (1) Als Argument für die Anwendung eines einheitlichen, engen Rechtskraftbegriffes
- (2) Als Argument für die Beibehaltung der Wirkungserstreckung
- c) Vorteile eines engen, einheitlichen Rechtskraftbegriffes - Nachteile der Wirkungserstreckung
- aa) Wegfall der Prüfung des Rechtskraftumfangs durch das Anerkennungsgericht
- d) Nachteile eines engen, einheitlichen Rechtskraftbegriffes - Vorteile der Wirkungserstreckung
- aa) Entkopplung von Verfahrensrecht und Rechtskraftreichweite - Vertrauensschutz
- bb) Unterschiedliche Statute für positive und negative Wirkung der Rechtskraft
- cc) Provokation unvereinbarer Entscheidungen?
- III. Ergebnis
- IV. Mögliche Lösung de lege ferenda - Ergänzung der Bescheinigung nach Art. 53 EuGVVO i. V. m. Anhang I
- 1. Konkrete Frage nach rechtskräftigen Entscheidungsbestandteilen neben dem Tenor innerhalb der Bescheinigung
- 2. Indikative Wirkung der zusätzlichen Angaben des Ursprungsgerichts
- 3. Aufwand-Ertrags-Verhältnis
- (kein) zusätzliches Antragserfordernis
- 4. Zusammenfassung
- B. Rechtskraftbegriff innerhalb europäischer Gesamtsysteme und vorläufige Bewertung der Rechtskraftregeln innerhalb des ELI/UNIDROIT Projektes "From Transnational Principles to European Rules of Civil Procedure"
- I. Zwingende Erforderlichkeit
- II. Reichweite
- III. Vorläufige Bewertung der Rechtskraftregeln innerhalb der ELI/UNIDROIT European Rules of Civil Procedure
- 1. Generelle Kritik an der vorgeschlagenen Reichweite
- a) Prozessökonomie
- b) Belange der Parteien - Überraschende Urteilsfolgen
- c) Fortschreibung unrichtiger Urteile
- d) Rechtssicherheit und Rechtsklarheit
- 2. Konkrete Kritik an den aufgestellten Kriterien zur Identifikation der rechtskräftigen Entscheidungsbestandteile
- a) Legal issue
- b) Explicit decision
- c) Zuständigkeit des Gerichtes
- d) Debate or opportunity of a debate
- e) Necessary and incidental
- 3. Zusammenfassung
- C. Zusammenfassung in Thesen
- D. Conclusion in Theses
- Literaturverzeichnis
- Sachverzeichnis
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