
subjekt bildung heteronormativität
Rekonstruktion schulischer Differenzerfahrungen lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*Jugendlicher
Bettina Kleiner(Author)
Verlag Barbara Budrich
1st Edition
Published on 29. June 2015
382 pages
978-3-8474-0828-4 (ISBN)
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Description
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LGBT* Jugendliche werden bisher auch in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung vorrangig als Andere homophober und heteronormativer Diskurse wahrgenommen. Wie erleben sie selbst den Schulalltag und welche Handlungsmöglichkeiten entwickeln sie dort? Auf der Grundlage der Subjekttheorie Judith Butlers und der Bildungstheorie Hans-Christoph Kollers stellt die Autorin Differenzerfahrungen, widerständige Umgangsweisen damit sowie Bildungsprozesse dieser Jugendlichen in den Mittelpunkt.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Leverkusen-Opladen
Germany
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
File size
2,30 MB
ISBN-13
978-3-8474-0828-4 (9783847408284)
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Bettina Kleiner
subjekt bildung heteronormativität
Rekonstruktion schulischer Differenzerfahrungen lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*Jugendlicher
Book
06/2015
1st Edition
Verlag Barbara Budrich
€44.00
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Person
Dr. Bettina Kleiner, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Bildungs- und Transformationsforschung, Universität Hamburg
Content
- Cover
- subjekt bildung heteronormativität. Rekonstruktion schulischer Differenzerfahrungen lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*Jugendlicher
- Inhalt
- Dank
- Einleitung
- Theorie
- 1 Theoretische Annäherung an alltagsweltliche und schulische Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Trans*Jugendlichen
- 1.1 Heteronormative Perspektiven und schwierige Zugänge
- 1.2 Jugendliche zwischen Normen und Möglichkeiten
- 1.3 Untersuchungen zu Lebenslagen und Ausgrenzungserfahrungen von LGBT*Q(I) Jugendlichen
- 1.3.1 Coming-out
- 1.3.2 Differente Lebenslagen
- 1.3.3 Schulen als heteronormative Orte
- 1.4 Zur Bedeutung von Schule und Unterricht als Felder der Subjektivation
- 1.5 Wie Geschlechter(-Unterscheidungen) und Begehren in schulischen Interaktionen relevant gemacht werden
- 1.5.1 Sozialkonstruktivistische Perspektiven auf die Relevantsetzung von Geschlecht im Schulalltag
- 1.5.2 Dekonstruktivistische Ansätze zur Rekonstruktion der Bedeutung von Geschlecht und Begehren im schulischen Alltag
- 1.6 Resümee
- 2 Zentrale Begriffe der Subjekt- und Geschlechtertheorie Judith Butlers als sensibilisierende Konzepte
- 2.1 Heterosexuelle Hegemonie als zentrale symbolischdiskursive Ordnung
- 2.1.1 Butlers Lacan-Lektüre
- 2.1.2 Regulierung von Einordnungen und Ausschlüssen
- 2.1.3 Heteronormativitätskritik und Intersektionalität
- 2.2 Performativität: körperlich(-sprachlich)e Zitate und ihre materialisierenden Effekte
- 2.2.1 Anrufungen als Motoren leiblicher Inszenierungen
- 2.2.2 Die Kette Anrufung - Performativität - Materialisierung
- 2.2.3 Resignifizierungen: Enteignung, Aneignung und Umdeutung von Normen
- 2.3 Performativität revisited: (körperlich-)sprachliche Anredeformen als Zitate historischer Sprechergemeinschaften
- 2.3.1 Zum Verhältnis von gesellschaftlichen Bedingungen und symbolischer Struktur
- 2.3.2 Resignifizierung revisited: Einsprüche und Formen des Zurücksprechens
- 2.4 Melancholie als Ort erzwungener Verluste und als Quelle des Widerstands
- 2.4.1 Ambivalente Subjekte: die leidenschaftliche Verhaftung mit Anderen und die Entstehung von Handlungsmacht
- 2.4.2 Wendungen
- 2.4.3 Niedergeworfene Rebellion als Anlass für das Aufbegehren gegen die Norm
- 2.5 Übersetzung der zentralen Thesen Judith Butlers in empirische Fragen
- 3 Bildungsprozesse im Zusammenhang mit Differenzordnungen: eine ergänzende heuristische Perspektive
- 3.1 Die Theorie des Widerstreits als Bildungsanlass
- 3.2 Transformatorische Bildungsprozesse
- 3.3 Bildungstheoretische Arbeiten im Anschluss an Judith Butler
- 3.4 Verknüpfung der Theorie Judith Butlers mit den transformatorischen Bildungsprozessen
- 3.5 Übersetzung zentraler Thesen der transformatorischen Bildungsprozesse in empirische Fragen
- Methode und Methodologie
- 4 Zur Methodologie und Methode der empirischen Untersuchung von Positionierungsprozessen, Handlungsmöglichkeiten und Bildungsprozessen
- 4.1 Biographische Erzählungen als Weg einer rekonstruktiven Geschlechter- und Bildungsforschung
- 4.1.1 Überlegungen zum Interviewverfahren
- 4.1.2 Das episodische Interview als Erhebungsverfahren
- 4.2 Orientierung an der Narrationsanalyse als Rekonstruktionsverfahren
- 4.2.1 Verlaufskurven und biographische Handlungsschemata als zentrale kategoriale Unterscheidung in der Biographietheorie Fritz Schützes
- 4.2.2 Erzähltheoretische Grundlagen narrativer Interviews
- 4.3 Kritik an Schützes Methode und diskurs theoretisch informierte Weiterentwicklung
- 4.4 Implikationen der Verknüpfung des diskurstheoretischen Rahmens mit schulbiographischen Darstellungen
- 4.4.1 Das narrative und das erzählte Ich
- 4.4.2 Sequenzialität
- 4.4.3 Anrufungen bei der Suche nach Proband_innen
- 4.4.4 Mögliche Effekte des Coming-out- und Trans*Narrativs
- 4.5 Der Forschungsprozess
- 4.5.1 Durchführung der Interviewgespräche
- 4.5.2 Transkription und Anonymisierung
- 4.5.3 Vorgehen bei der Analyse
- 4.5.4 Weitere Interpretationsentscheidungen
- 4.6 Methodenreflexion
- Empirische Untersuchung
- 5 Rekonstruktionen der Interviewgespräche mit Jannes und Luka: Coming-out und die Aneignung von Femininität im schulischen Alltag als widerständige Antworten auf Differenzerfahrungen
- 5.1 Jannes: Verletzendes Sprechen neu besetzen und das Coming-out im Deutschunterricht
- 5.2 Luka: Aneignung von Femininität auf der Ebene leiblicher Inszenierungen und die Einführung des Trans*Subjekts in den Schulalltag
- 5.3 Vergleich der beiden Fallrekonstruktionen: Begrenzte Gestaltungsspielräume und Möglichkeiten der Erweiterung
- 5.3.1 Zur Fallauswahl
- 5.3.2 Ausgrenzung als Begrenzung und Handlungspotenziale als Erweiterung adoleszenter Möglichkeitsräume
- 5.3.3 Ein erster Entwurf von Widerständigkeit auf der Grundlage der Empirie
- 5.3.4 Der Blick der Jugendlichen auf die Schule
- 6 Vergleichende Darstellung der weiteren Interviewrekonstruktionen: Spezifische Dilemmata
- 6.1 Emmi: Zitieren und Widersprechen
- 6.2 Till: Passing und ambivalente Zugehörigkeiten
- 6.3 Sandy: Ausweichen und Widersprechen
- 6.4 Franky: Schutzsuchen und Anpassen
- 6.5 Passing als Strategie, Unsichtbarkeit und die Gerüchteküche
- 7 Diskussion der Ergebnisse aus theoretischer Perspektive
- 7.1 Reflexion der empirischen Ergebnisse aus der Perspektive von Judith Butlers Subjekt- und Geschlechtertheorie
- 7.1.1 Begrenzende und ermöglichende Anrufungen
- 7.1.2 Resignifizierungen: Eigensinnige und kreative Handlungspotenziale
- 7.1.3 Zwischen Exponierung und Unsichtbarmachung
- 7.2 Umdeutungen und Perspektivveränderungen als Bildungsprozesse
- 7.2.1 Differenz als Bildungsanlass für wen?
- 7.2.2 (Schulische) Bedingungen für transformatorische Bildungsprozesse
- 8 Schluss
- Literatur
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